Achtung Überwachung!
Unterwegs zu einer Gesellschaft gläserner Bürger?
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Ist Ihnen auch schon aufgefallen, wie viele Daten wir täglich über uns preisgeben? Wir surfen im Internet, benutzen Kredit- und Kundenkarten und legen so eine digitale Spur ganz persönlicher Information. Es kann uns egal sein oder auch nicht, Tatsache ist, dass immer häufiger staatliche Datenschützer Alarm schlagen. Doch schon viele Jahrzehnte zuvor warnten Vordenker und Visionäre angesichts bestimmten Gefahren einer Gesellschaft, die sich im Zuge von Globali- und Technisierung immer stärker vernetzt. Darunter sind bekannte Namen wie Aldous Huxley ("Brave New World"), George Orwell ("1984") oder Robert Hugh Benson ("Der Herr der Welt") und ihre fiktiven Romane zu nennen. Wer ihre Voraussagen heute liest, mag überrascht sein, wie präzise einzelne Visionen - selbstredend im Design damals vorstellbarer Optik - eingetroffen sind. Deren Voraussagen sind in aller Regel wenig heiter, aus welchen Gründen auch immer. Dann und wann blitzen gar Anklänge an wesentlich ältere Visionen auf, welche über Jahrtausende völlig unverständlich bleiben mussten, heute aber eine beunruhigende Aktualität gewinnen.
Beispiel gefällig? Allgemein bekannt ist jene strapazierte Stelle aus der biblischen Offenbarung des Johannes (Kapitel 13,16/17), die da lautet: "Ein anderer, ein dritter Engel folgte ihnen und rief mit lauter Stimme: So veranlasste es [das Tier] alle, die Kleinen und die Grossen, die Reichen und Armen, die Freien und die Sklaven, sich ein Malzeichen zu machen auf ihrer rechten Hand [Anm.: Das verwendete griechische Wort "Ceri" kann Hand oder Arm bedeuten) oder auf der Stirn. Niemand soll kaufen oder verkaufen können, der nicht das Malzeichen trägt, den Namen des Tieres oder die Zahl seines Namens." - Doch ganz abgesehen von weltanschaulichen Hintergründen und ohne Panikmache soll diese Seite mal einfach dokumentieren, was in solch sensiblen Bereichen momentan abgeht. Heute sind unter dem unscheinbaren Namen "RFID-Chip" die wesentlichen technischen Voraussetzungen erfüllt und nicht nur zur Registrierung von Hunden, sondern auch bereits an Menschen innerhalb sensibler Hochsicherheitszonen erprobt. Einer flächendeckenden Einführung steht eigentlich nur noch jene zitierte Stelle bei Johannes entgegen. Aber es hiesse dem strategischen Geist eines Prometheus im Menschen zu misstrauen, wenn die neuen Weltmechaniker nicht auch diese psychologische Hemmschwelle zu überwinden suchen würden: Stichworte etwa "Kampf gegen den Terrorismus" oder "Registrierung zur Seuchenbekämpfung". - Es liegt an Ihnen, werte Leserin, werter Leser, sich darüber Ihre Gedanken, und sich Ihren eigenen Reim drauf zu machen.
17.05.2006 Überwachung von ganz oben: Satellitenaufklärung wird immer wichtiger - US-amerikanische "National Geospatial Intelligence Agency" kann auch Details gezielt beobachten. Solche mächtigen Fähigkeiten hinterlassen natürlich nicht bei allen notwendigerweise ein Gefühl der erhöhten Sicherheit, immerhin ist unklar was und wieviel die NGA konkret überwacht. Auch wenn versichert wird, dass man normalerweise nur "Grossaufnahmen" macht, die die Privatsphäre einzelner BürgerInnen nicht beeinträchtigen sollen: Gerade vor dem Hintergrund der unlängst öffentlich gewordenen umfassenden Telefon-Abhöraktionen der US-Regierung hinterlassen die Möglichkeiten der Behörde bei vielen ein eher ungutes Gefühl. Mehr unter
http://derstandard.at/?url=/?id=2447670
10.04.2006 Deutschland: Informatiker protestieren gegen den "ePersonalausweis" - Den elektronischen Personalausweis brachte noch Otto Schily auf den Weg. Wie und auf welche Weise er eingeführt werden soll, sorgt weiterhin für Streit: Die Gesellschaft für Informatik glaubt nicht daran, dass der demokratische Rechtsstaat sich gläserne Bürger schaffen sollte. Mehr unter
http://www.spiegel.de/netzwelt/politik/0,1518,410956,00.html
27.03.2006 "Aktiv-RFID": jetzt funken die Tags zurück - Ob Supermarktetiketten oder Reisepässe: mit RFID werden inzwischen nicht nur Kühe markiert. Dabei ist die Technik längst über den rein passiven Chip, der nur von der eingestreuten Funkenergie lebt, hinaus: Fortgeschrittene Funktransponder sind mit eigener Batterie oder gar wiederaufladbaren Akkus ausgerüstet. Mehr unter
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/22/22306/1.html
27.03.2006 Das Deutsche Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik über die Risiken und Chancen des Einsatzes von RFID-Systemen: Eine ausführliche Analyse unter
http://www.bsi.de/fachthem/rfid/RIKCHA.pdf
27.03.2006 Wo werden mittlerweile überall RFID-Chips eingesetzt? - Die kleinen RFID-Schnüffelchips sind auf dem Vormarsch. Ob Sie Auto fahren (Funkschlüssel, Wegfahrsperre), als Waldarbeiter Bäume im Wald einsammeln, einen Skilift benutzen, ein Fussballspiel besuchen oder als Einzelhändlerin Ihre Joghurt-Becher drahtlos erfassen wollen - fast überall werden inzwischen Lösungen mit RFID angeboten. Und das meistens ausschliesslich zum Vorteil der Anwender - Personal, Kundschaft und Privatsphäre haben die Risiken zu tragen. Melden Sie Ihre Beobachtungen unter
http://www.foebud.org/rfid/wo-gibt-es-rfid
21.03.2006 Daten unter der Haut: Mit einem eingepflanzten Chip können US-Patienten gescannt werden - Der Unfallpatient wird bewusstlos ins Krankenhaus eingeliefert. Ärzte und OP-Personal stehen vor der Frage: Welche Blutgruppe hat der Patient? Nimmt er Medikamente, die Einfluss auf eine Not-OP haben könnten? In den USA gibt es scheinbar eine Lösung: Der Arzt fährt kurz mit einem Scanner über der Oberarm des Patienten, und rasch tauchen alle Angaben auf einem Monitor auf. Die Kritiker sehen eine Orwellsche Vision am Horizont. Dazu würden Meldungen passen, wonach der Hersteller bereits eine Technologie entwickelt haben soll, mit der per Satellit der momentane Aufenthaltsort des Trägers bestimmt werden kann. Sollte sich das System durchsetzen, könnte der Arzt, so Gegner süffisant, seinen Patienten scannen wie die Supermarkt-Kassiererin die Suppendose. Der Mensch als Rind mit Brandzeichen? Mehr unter
http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/3/0,3672,3915683,00.html
17.03.2006 Sind RFID-Chips manipulierbar? - RFID-Funkchips können angeblich mit Computerviren infiziert und die damit ausgezeichneten Gegenstände leicht manipuliert werden. Das hätten Untersuchungen von Forschern der Freien Universität Amsterdam ergeben. Das teilte am Freitag der Wirtschaftsdienst cid mit. So könnten beispielsweise die Daten von Fluggepäckstücken oder Preisangaben für Waren gezielt verändert werden. Laut US-amerikanischen Untersuchungen fehlten bei den Chips, deren flächendeckende Nutzung in einigen Jahren vorgesehen ist, bisher auch ausreichende Verschlüsselungsmechanismen und Identifizierungsmerkmale. Die Chips sollen die bisher üblichen Strichcodes ersetzen. Handelsunternehmen wie Metro versprechen sich davon erhebliche Einsparungen bei den Vertriebs- und Lagerkosten. Quelle:
http://www.jungewelt.de/2006/03-18/047.php?sstr=RFID-Chip
07.03.2006 Identifizierung aus der Entfernung - Obgleich sich RFID-Chips nicht als besonders sicher erwiesen haben, will man im US-Heimatschutzministerium die Reichweite des Ablesens auch bei grossen Geschwindigkeiten von Fahrzeugen erheblich vergrössern. Mehr unter
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/22/22171/1.html
04.03.2006 Der Selbstbau-RFID-Zapper, mit dem RFID-Chips zerstört werden kann - Neue Wege der Abwehr von unerwünschter Datenerfassung gingen zwei Hacker, die auf dem 22. Chaos Communication Congress Ende Dezember 2005 in Berlin ein selbstgebautes Gerät vorgestellt und mit interessierten BesucherInnen in einem Workshop zusammengebaut haben. Der RFID-Zapper ist ein Gerät, das man ganz einfach selbst zusammenbauen kann, und mit dem man RFID-Tags deaktivieren kann, aber nicht so, wie es die Industrie gerne hätte, sondern man zerstört sie richtig. Man könnte das auch mit einer Mikrowelle machen, bei der aber der RFID-Chip in Flammen aufgeht. Das wäre allerdings unerwünscht, wenn der Chip in einem Buch oder in Kleidungsstücken enthalten ist. Die Entwickler des Gerätes benutzen eine handelsübliche Einweg-Fotokamera, eine Spule, die man sich aus lackiertem Kupferdraht selber wickelt und einen Schalter. Eine alte Kamera lässt sich auch verwenden. Das Prinzip besteht darin, die Spule mit dem Kondensator kurzzuschliessen, mit einem Schalter dazwischen. Die Anleitung, um selbst einen RFID-Zapper zu bauen, findet man, indem in eine Suchmaschine „RFID-Zapper“ eingegeben wird. Allerdings ist leicht auszumalen, dass mit dem Gerät von potentiellen Ladendieben Missbrauch getrieben werden kann. Mehr unter
http://de.indymedia.org/2006/01/136240.shtml
04.03.2006 Katrina-Hurrikanopfer sind die ersten 'Markierten' - Im September, als die US-Golfküste unter den Folgen von Hurrikan Katrina litt, fand sich ein völlig neues Einsatzgebiet dieser Technik: die Identifizierung von Toten. Gary Hargrove, Leichenbeschauer im Harrison County, Mississippi, war der Erste, der Hochfrequenz-Erkennungschips (RFID) in Leichen implantierte. Damit sollte die steigende Zahl der Toten an der US-Golfküste im Gefolge des Hurrikans Katrina verarbeitet werden. Er sagte, dass die Chips der Firma aus Florida namens VeriChip dabei behilflich waren, die Sturmopfer zu identifizieren und sie ohne Verwechslungsgefahr ihren Familien zu übergeben. Im Bezirk wurden die Chips auch in die Leichen implantiert, die während der Flut aus den Gräbern geschwemmt wurden. Die Chips wurden direkt unter die Haut implantiert. Sie können in jedem Teil des Arms liegen. Die Verantwortliche haben sich für die linke Schulter entschieden. Dadurch wird sie zu einem durchgehenden Ort für alle aufgefundenen Opfer. Mehr unter
http://www.zdnet.de/itmanager/tech/0,39023442,39140558,00.htm
04.03.2006 Chip im Zahn als Personalausweis - In Zukunft könnte der Personalausweis in Form eines Mikrochips zwischen Inlays und Kronen im Gebiss Einzug halten. "Vergesst den Personalausweis, künftig gibt es den 'Personalzahn'", berichtete die flämische Zeitung "Het Laatste Nieuws" über die Erfindung der belgischen Zahnärzte Patrick Thevissen und Guy Poelmans. Diese wollen Mikrochips samt Antenne [RFID, Radio Frequency Identification] sowie schützendem Gel und mit einer Grösse von ein mal sechs Millimetern in Zukunft in Zähne einpflanzen. "Anonyme Leichen können mit dem Chipzahn in wenigen Sekunden identifiziert werden", so Thevissen. Mehr unter
http://futurezone.orf.at/it/stories/93297/
24.02.2006 Festung Bundeshaus - Breitflächige Verhöre, gezielte Telefonkontrollen und ein Strafmandat: Bundesanwaltschaft und einzelne Bundesräte wollen die Regierung vor den Medien und vor dem Volk schützen. Ein Rapport nicht nur in eigener Sache von Urs Paul Engeler unter
http://www.weltwoche.ch/artikel/?AssetID=13287&CategoryID=66
20.02.2006 Vorratsdatenspeicherung in Deutschland: Keiner will es gewesen sein - Der deutsche Bundestag hat den Weg für die umstrittene Vorratsdatenspeicherung freigemacht. Doch die Verantwortung hierfür weist man, ähnlich dem EU-Parlament, weit von sich und übt sich statt dessen in Machtlosigkeitskoketterie. Das Ringen um die VDS in Deutschland begann 2002, als die EU, allen Stimmen der betroffenen Bürger, der Wirtschaft und auch der diversen Bürgerrechtsorganisationen und -initiativen zum Trotze, die Weichen für diesen umfassenden Eingriff in die Privatsphäre eines jeden Telekommunikationsnutzers stellte. Die VDS war somit den EU-Mitgliedsstaaten erlaubt, nicht jedoch zwingend vorgeschrieben. Mehr unter
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/22/22085/1.html
20.02.2006 Schweizer Datenschützer kritisiert Antiterror-Gesetz - Der Eidgenössische Datenschutzbeauftragte Hanspeter Thür kritisiert die geplanten Massnahmen zum Staatsschutz. Diese verletzten in gravierender Weise Grundrechte, insbesondere den Schutz der Privatsphäre, hält er in seiner Stellungnahme fest. Der Datenschützer befürchtet, dass künftig bei der Anordnung von Präventivmassnahmen stets eine Gefährdung der inneren Sicherheit geltend gemacht wird, so dass Betroffene nicht informiert werden müssen. Die Berufung auf eine solche Gefährdung werde zum «Normfall» werden. Mehr unter
http://tagesschau.sf.tv/sf_tagesschau/nachrichten/archiv/2006/02/20/schweiz/datenschuetzer_kritisiert_antiterror_gesetz
20.02.2006 Wir haben ein Menschenrecht auf Privatsphäre: Einblicke in eine (fast) komplett überwachte Welt, in der Privatsphäre mehr und mehr zum Luxusgut wird - Wer Diskussionen zum Thema Datenschutz führt, der kennt das Argument: Wer nichts zu verbergen hat, hat auch nichts zu befürchten. Für Datenschützer mittlerweile Standardliteratur: Pär Ströms "Die Überwachungsmafia". "Es gibt tausendundeinen Grund, warum ein Mensch bestimmte Einzelheiten seiner Privatsphäre nicht offenbaren will, und es besteht nicht die geringste Pflicht, dies auch noch begründen zu müssen. Es reicht, dass man es nicht will." lautet Pär Ströms Kommentar auf eine solche Argumentation. Mehr unter
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/21/21833/1.html
13.02.2006 US-Unternehmen lässt Beschäftigten RFID-Chips implantieren - Die Überwachungs-Gesellschaft CityWatcher.com mit Sitz in Cincinnati geht neue Wege, wie die Website www.spychips.com berichtet. Bis vor kurzem trugen die Angestellten einen RFID-Tag bei sich, der an ihrem Schlüsselbund hing. Eine neue Regelung sieht nun einen in Glas gekapselten RFID-Chip vor, der im Bizeps implantiert werden soll. Davon sind vorderhand nicht alle Beschäftigten betroffen, sondern nur jene, die Zugang zum sensiblen Datacenter der Firma haben.
13.02.2006 Der Microchip im Spiegel sogenannter Privatoffenbarungen - Ein jeder mag davon halten was er/sie will. Tatsache ist, dass in angeblichen Visionen von Menschen mit mutmasslicher prophetischer Gabe, welche die nahe oder mittelfristige Zukunft thematisieren, immer wieder auch das Motiv einer allgemeinen und zwangsverordneten Einführung eines unter die Haut implantierten Chips vorkommt. Gewiss sind solchen visionären Aussagen mit einem gesunden Misstrauen zu begegnen. Gerade im christlichen Milieu ist die einschlägige Stelle in der biblischen "Offenbarung des Johannes 13,16/17" ja allgemein bekannt. Das Phänomen solcher Anspielungen gehört aber zum Thema und sei daher der Vollständigkeit halber hier angeführt. Ein Beispiel dafür bietet u.a. "Jennifer", eine namentlich weiter nicht bekannte angeblich katholische Mutter von drei Kindern, die in den USA leben soll, und von der seit Januar 2001 auf einschlägigen Websites verschiedene "Botschaften" veröffentlicht wurden. Am 13.11.2005 soll sie von Jesus folgende Botschaft erhalten haben: "Mein Volk, es wird grosse Veränderungen in eurem Klima geben und Gebiete, die nicht mehr länger sein werden. Mein Volk, wenn ihr die Meere ansteigen sieht und die Berge, wie sie erwachen und der Grund der Erde sich plötzlich mit grosser Macht verschieben, dann wisst, dass der Menschensohn nahe ist. Wenn ihr Feuer vom Himmel fallen seht und mein Volk zerkratzt (geschürft) und numeriert wie Schafe draussen auf der Weide, dann wisst, dass der Menschensohn nahe ist. Wenn ihr unter euren Familien und Freunden und unter meinen erwählten Söhnen grosse Spaltungen seht, dass wisst, dass euer Meister nahe ist. Die Tage fluten heran wie die Wasser durch die Schleusentore." Quelle:
http://web246m.dynamic-kunden.ch/maria/jennifer.html
12.02.2006 Sammeln und Verbinden von gigantischen Datenmengen: ADVISE, ein altes US-amerikanisches Überwachungsprogramm unter neuem Namen - Nach Total Information Awareness und Terrorist Information Awareness bekommt die von der US-Regierung verfolgte Überwachungsvision nun einen dritten klangvollen Namen: ADVISE. Das Ziel des jetzt bekannt gewordenen, von Geheimnis umgebenen "dataveillance"-Programms aber bleibt das gleiche: möglichst viele Daten aus diversen Quellen zusammenzuführen, abzugleichen und daraus Schlüsse auf terroristische Aktivitäten zu ziehen. Mehr unter
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/22/22021/1.html
02.02.2006 Fahrlässiger Umgang mit persönlichen Daten von Kunden - Die Kreditkartendaten von über 200.000 Kunden von zwei US-Zeitungen wurden in besonders fahrlässiger Weise verbreitet – seit Anfang 2005 sind vermutlich bereits 50 Millionen Amerikaner potenziell von Identitätsdiebstahl und Achtlosigkeit der Datensammler betroffen. Mehr unter
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/21/21918/1.html
01.02.2006 Bürgerrechtler verklagen Telefongesellschaft - Eine US-Telefongesellschaft muss wegen einer umstrittenen Abhöraktion der National Security Agency vor Gericht. Die Kläger sind überzeugt, dass das Unternehmen AT&T dem Geheimdienst Zugang zu seinen Anlagen gewährt und ihn beim Lauschen unterstützt hat. Mehr unter
http://www.spiegel.de/netzwelt/politik/0,1518,398541,00.html
01.02.2006 Niederlande: Biometrie-Pass erfolgreich gehackt - Fortschritt der Technik: Nun lassen sich Pässe berührungslos kopieren und fälschen. Der Vorteil von RFID ist, dass es Daten berührungslos und auf Entfernung auslesen kann. Die Chips in den neuen Biometrie-Pässen sind zwar nur für begrenzte Entfernungen ausgelegt, doch mithören lässt sich die drahtlose Kommunikation zwischen Pass und Lesegerät auch über grössere Entfernungen. Und knacken sowieso. Mehr unter
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/21/21907/1.html
24.01.2006 Wenn die Waffe nur auf identifizierte RFID-Chipträger feuert - Der belgische Waffenhersteller FN Herstal sieht spezielle Einsatzfelder für den RFID-Chip. Er hat für das US-Justizministerium eine Waffe entwickelt, die RFID-Chips scannt und nur dann feuert, wenn der Benutzer den dazugehörigen Chip in seinem Arm trägt. Sollte er die Waffe verlieren, kann niemand anders damit schiessen. Dass man dafür Polizisten und Soldaten einen Fremdkörper einpflanzen müsste, ist für Robert Sauvage, den Sprecher von FN Herstal, kein Problem: »Ob als Kettenanhänger um den Hals getragen oder implantiert: Der einzige Unterschied ist, dass Sie den Chip ein Leben lang bei sich haben werden.« Derart spektakuläre Anwendungen stossen selbst in den USA auf Skepsis. Der US-Auftraggeber finanziert die belgische RFID-Forschung vorerst nicht weiter. Für Sauvage lediglich ein kurzer Aufschub: »Das ist die Zukunft. Davon muss man die Politiker nur überzeugen.« Mehr unter
http://www.bewegungsstiftung.de/bridge/presse/bridgeindenmedien/20050421zeit3v3
24.01.2006 Mit dem Chip unter der Haut in den Beach-Club - Partygänger in Europa entdecken den Verichip als Accessoire. Die Diskothekenkette Baja Beach Club bietet ihren VIP-Gästen an, sich ihn als persönliche Eintritts-, Ausweis- und Verzehrkarte direkt in den Clubs unter die Haut spritzen zu lassen. Inzwischen tragen 80 holländische Nachtschwärmer und 65 Mitglieder der Halbprominenz von Barcelona den Chip, darunter ein Pornostar und die gesamte Familie eines Restaurantbesitzers. Den ersten Chip liess sich Club-Miteigentümer Conrad Chase im März 2004 selbst implantieren. Angst vor Überwachung hat er vermutlich nicht. Im vergangenen Herbst liess er sich wochenlang rund um die Uhr von den Zuschauern des Senders Telecinco beobachten – als Teilnehmer der Show Big Brother. Mehr unter
http://www.bewegungsstiftung.de/bridge/presse/bridgeindenmedien/20050421zeit3v3
24.01.2006 Der Hoax des Mondex Bio-Chips - Kettenbrief-artig verbreitete E-Mails zirkulieren eine PPS-Datei (PowerPointShow) mit einer sachlich falschen Verschwörungstheorie. Die deutsche Version wird als mondex-german.pps und dem Betreff "Neue Entwicklungen" verbreitet (Name und Betreff ändern sich jedoch erfahrungsgemäss von Zeit zu Zeit). Die englische Fassung kursiert schon etwas länger. Die deutsche Version basiert auf einer spanischen Fassung und trägt noch deren Titel ("O QUE VOC VAI VER AGORA..."). Demnach soll es nur zwei geeignete Orte zum Implantieren des RFID-Chips geben, nämlich das Handgelenk oder die Schläfe. Die versandte Präsentation wirft einige Dinge durcheinander, die auf dieser Info-Seite etwas aufgedröselt und richtiggestellt werden. Ob mit der Richtigstellung einiger Verwechslungen aber alle Zweifel und Befürchtungen bezüglich einer zunehmenden Überwachungstendenz ausgeräumt werden können, erscheint zumindest zweifelhaft. Mehr unter
http://www.tu-berlin.de/www/software/hoax/mondex.shtml
24.01.2006 Ein bemerkenswert offener Brief - "Wir schreiben Ihnen im Namen einer grossen Gruppe von Menschenrechts- und Bürgerrechtsvereinigungen, um unserer Sorge Ausdruck zu geben über eine Reihe von Entscheidungen, die aus Ihren Konferenzen hervorgegangen sind, und über die wahrscheinlichen Auswirkungen auf die Wahrung der Privatsphäre und den Schutz von Bürgerrechten. Wir sind insbesondere beunruhigt über Ihre Pläne, dass Pässe und andere Reisedokumente mit biometrischen Daten und fernlesbaren „kontaktlosen integrierten Schaltkreisen“ ausgerüstet sein müssen." - So beginnt ein Schreiben, welches an die Teilnehmer der 12. Sitzung der "Facilitation Division" der International Civil Aviation Organization gerichtet war. Es trägt das Datum vom 30. März 2004. Die Fortsetzung unter
http://www.foebud.org/misc/icao
10.01.2006 Zuerst das Tier, dann wir? Aktion Mikrochip für Hunde ist angelaufen - Die elektronische Erfassung der ganzen Schweizer Hundepopulation ist angelaufen. Nach dem 1. Januar 2006 geborene Welpen müssen innert dreier Monate einen zu implantierenden Mikrochip, der auch Transponder genannt wird (Bild: Spritze mit Kanüle für die Implantierung, Chip, Bleistift als Grössenvergleich), bekommen. Ende Jahr müssen alle Hunde gekennzeichnet sein. Für Reisen in die Europäische Union (EU) müssen Hunde, Katzen und Frettchen bereits heute mittels Mikrochip oder Tätowierung gekennzeichnet sein. Letztere ist in der EU nur noch während einer Übergangsfrist bis 2011gültig. Die wichtigste Information auf dem Chip ist eine weltweit einzigartige Nummer, über die der Hund eindeutig identifizierbar ist. Zudem ist auf dem Chip ein Code für die Schweiz und einen für den Hersteller gespeichert. Bei der Kennzeichnung werden weitere Daten über den Besitzer und sein Tier erhoben. Dies sind: Name, Geschlecht, Fellfarbe und Rasse des Hundes, sein Geburtsdatum, die Adresse des Hundehalters und jene, bei dem das Tier geboren wurde, der Name des Tierarztes und das Datum der Kennzeichnung. Die Kantone können weitere Angaben verlangen. All diese Daten werden in der Datenbank ANIS gespeichert. Mehr unter
http://www.bvet.admin.ch/tierschutz/00231/00232/index.html?lang=de
10.01.2006 Die Visionen des Dannion Brinkley - Der Amerikaner Dannion Brinkley wurde 1975 während eines Gewitters beim Telefonieren von einem Blitz getroffen, welcher in die Telefonleitung einschlug. Mehrere Tausend Volt gingen dabei durch seinen Kopf und Körper. Er sah seinen Körper, wie er später berichtete, leblos am Boden liegen, als seine damalige Freundin ihn fand und der Notdienst eintraf. Er sah Auras um jeden der dort Anwesenden, ausser seinem eigenen Körper; für ihn ein Hinweis, dass er wirklich tot war. Als die Ärzte seinen Tod verkündeten, wie er berichtete, fand er sich selbst, oder besser, seinen Geist, durch einen dunklen Tunnel schweben, in Richtung eines Engels. Dieser Engel führte ihn in eine Kristallstadt. Dort wurden ihm nach eigenen aussagen 13 Visionen gezeigt, die in Kästen enthalten waren, wie er sie nannte. Brinkley erlangte etwa eine halbe Stunde nach seinem Tod im Leichenhaus das Bewusstsein wieder. Die Kästen eins, zwei und drei zeigen die Stimmung in Amerika nach dem Krieg in Vietnam und Südostasien. Einige der angegebenen Jahreszahlen sind zweifelhaft, wie das oft bei Prophezeiungen ist. Was Brinkley 1975 im zwölften Kasten sah, ist allerdings in unserem Zusammenhang bemerkenswert. Er schreibt: "In diesem Kasten sah ich einen biologischen Ingenieur aus dem mittleren Osten, der einen Weg fand, die DNA zu ändern und ein biologisches Virus zu schaffen, das in Computerchip-Fabriken gebraucht wurde. Diese Entdeckung machte enorme Fortschritte in Wissenschaft und Technologie. [...] Solche Computerchips wurden praktisch in jeder Form von Technologie eingesetzt, wie z. B. in Autos und Flugzeugen, in Staubsaugern und Mixern. Vor dem Jahrhundertwechsel war dieser Mann der Reichste in der Welt, so reich, dass er die Weltwirtschaft im Würgegriff hatte. Ruhig vertraute ihm die Welt; seit er Computerchips entwarf, war die Welt irgendwie von ihm abhängig. Allmählich erlag er seiner eigenen Macht. Er begann sich selbst als Gottheit zu sehen und verlangte grössere Machtkontrolle in der Welt. Mit dieser besonderen Kontrolle begann er die Welt zu beherrschen. Seine Methoden der Herrschaft waren eindeutig. Jedem in der Welt wurde per Gesetz befohlen, sich einen seiner Computerchips unter der Haut einfügen zu lassen. Dieser Chip enthielt die individuellen Informationen der jeweiligen Person. Wenn eine Regierungsbehörde irgend etwas wissen wollte, brauchte sie nur über deinen Chip zu scannen mit einem speziellen Gerät. Dabei konnte alles über dich aufgedeckt werden, wo du arbeitest und lebst, sowie deine medizinischen Daten und sogar die Art deiner Krankheiten, die du in Zukunft bekommen könntest. Doch es gab noch eine schlimmere Seite dieses Chips. Die Lebenszeit einer Person konnte begrenzt werden durch Programmieren dieses Chips. Dabei löste sich der Chip auf und tötete denjenigen mit der Virussubstanz, aus der er gemacht war. Lebenszeiten wurden kontrolliert von der Regierung, um mit zunehmenden Alter die steigenden Kosten zu vermeiden. Es wurde auch benutzt mit der Absicht, Menschen zu eliminieren, die chronische Krankheiten hatten und am Tropf des medizinischen Systems hingen. Leute, die die Implantierung dieses Chips in ihren Körper ablehnten, waren Ausgestossene. Sie bekamen keine Arbeit und staatliche Dienstleistungen wurden ihnen verweigert." Man mag ja von den Visionen Brinkleys im Detail halten was man will, aber der Gedanke mit der Lebenszeitbeschränkung eröffnet eine ganz Dimension eines künftigen RFID-Chips. Die ganze Vision unter
http://www.sabon.org/prophezeiungen/index7.html
10.01.2006 Implantierte Chips: Das geht unter die Haut - Brandings, Piercings, Tätowierungen? Schnee von gestern: Jetzt kommt das "Tagging". Per Spritze landen winzige RFID-Chips unter der Haut, um künftig Schlösser zu öffnen oder Passworte zu speichern. Erste Enthusiasten testen die in Sachen Datensicherheit bedenkliche Mode bereits. Mehr unter
http://www.spiegel.de/netzwelt/technologie/0,1518,394217,00.html
07.01.2006 MSN zensierte chinesischen Blogger - Als sich vor Wochen Yahoo erwischen liess, einen Beitrag zur Verhaftung eines chinesischen Dissidenten geleistet zu haben, ging ein Aufschrei der Empörung durch die Netz-Gemeinde. Jetzt liess sich MSN bei der Löschung eines chinesischen Blogs auf Verlangen der Machthaber in Peking ertappen. Mehr unter
http://www.spiegel.de/netzwelt/politik/0,1518,393826,00.html
03.01.2006 Google Earth: Freeware ermöglicht Echtzeit-Überwachung - Das Programm "GPSoverIP" stellt Bewegungen von Personen und Objekten detailgetreu nach, Datenschützer haben einen Grund mehr, mit Google auf Kriegsfuss zu stehen: Mit "GPSoverIP" steht ab sofort eine kostenlose Software zum Download, mit der sich Fahrzeuge oder Personen via Computer sekundengenau in Echtzeit verfolgen lassen können. Im ZDNet-Schnelltest konnte das Tool überzeugen. Mehr unter
http://www.zdnet.de/news/software/0,39023144,39139304,00.htm
03.01.2006 Stille SMS: Überwachung per Mobilfunk - Die ursprünglich nur zum Telefonieren gedachten GSM-Mobilfunknetze lassen sich seit einiger Zeit auch zur Positionsbestimmung ihrer Nutzer verwenden. Gegenwärtig ist die Genauigkeit aber gering - günstigstenfalls liegt sie bei einigen Hundert Metern. Die EU-Kommission fordert nun höhere Genauigkeit, um mit besseren Standortangaben Notfalldienste unterstützen zu können. Weitere Nutzniesser wären die Strafverfolger, die schon jetzt manche eigentlich harmlose Funktion der Mobilnetze für ihre Zwecke nutzen. Mehr unter
http://www.heise.de/mobil/artikel/50922
03.01.2006 Sachverständige warnen vor möglicher Überwachung durch Funketiketten - Nach Einschätzung der deutschen Gesellschaft für Informatik e.V. (GI) birgt die derzeit in der Erprobung befindliche Technik der Funkchips, mit denen unter anderem Waren gekennzeichnet werden sollen, vor allem mit Blick auf den Datenschutz erhebliche Risiken. In einem achtseitigen Papier stellt der Arbeitskreis "Datenschutz und IT-Sicherheit" des GI-Präsidiums Vorteile und Gefahren der RFID-Technik dar und leitet daraus konkrete Forderungen ab. So sei vor einem breiten Einsatz eine formelle technologische Untersuchung und Bewertung der Technik unter Einbeziehung aller Interessengruppen einschliesslich der Verbraucher notwendig -- eine Forderung, die auch Bürgerrechts- und Verbraucherschutzgruppen bereits formuliert haben. Mehr unter
http://www.heise.de/newsticker/meldung/48030
03.01.2006 Flächendeckende Überwachung per RFID-Technik erwartet: Wissenschaftler prognostiziert baldigen Einsatz intelligenter RFID-Armbanduhren - Mit Hilfe von RFID-Chips werden schon in naher Zukunft etwa Armbanduhren auf den Markt kommen, um Nutzer einerseits aktiv mit Informationen zu versorgen, aber andererseits auch ständig deren Aufenthaltsort zu überwachen. Dies jedenfalls erwartet der Computerwissenschaftler Gaetano Borriello von der Universität Washington, der einen Prototyp einer RFID-Armbanduhr auf einer Konferenz zur Allgegenwart von Computern im Alltag im englischen Nottingham zeigte. Mehr unter
http://www.golem.de/0410/34058.html
03.01.2006 Versteckte Schnüffelchips in Payback-Karten: Kundenkarten enthalten angeblich RFID-Chips - Der deutsche "Verein zur Förderung des öffentlichen bewegten und unbewegten Datenverkehrs e.V.", kurz FoeBuD, hat entdeckt, dass die Payback-Kundenkarten des Metro-Future-Store im deutschen Rheinberg so genannte RFID-Tags enthalten. Damit ist es dem Unternehmen prinzipiell möglich festzustellen, wann welcher Kunde welchen Laden betritt, warnen die Bürgerrechtler. Mehr unter
http://www.golem.de/0402/29631.html
03.01.2006 Das Handy wird zum gesellschaftlichen Kontrollapparat: Mobiltelefon-Besitzer müssen sich häufig für Nicht-Erreichbarkeit rechtfertigen - Handy-Besitzer geraten immer stärker in Erklärungsnot, falls sie per Taschentelefon nicht erreichbar sind, so dass Mobiltelefone einen entsprechenden Kontrollmechanismus ausüben. Gerade im familiären und beruflichen Umfeld komme es häufiger vor, dass sich Handy-Besitzer rechtfertigen müssen, wenn sie ihr Handy ausschalten und nicht erreichbar sind, berichtet ein Lüneburger Sozialwissenschaftler. Mehr unter
http://www.golem.de/0508/39586.html
31.12.2005 Aktuelle von der RFID-Front - News in deutscher Sprache sind zu finden unter:
http://rfid-informationen.de/ Immer mehr Ausweise und Karten werden mit RFID-Chips bestückt. Um ein unerwünschtes Auslesen der Tags zu verhindern, ist nur etwas Duct Tape und Alufolie notwendig. Aus diesen Materialien lässt sich einfach eine individuelle und RFID-abschirmende Brieftasche anfertigen. Die Bastelanleitung unter
http://rfid-informationen.de/info/news/archives/00000188.html
31.12.2005 Warum machen Datenschützer so viel Wind um RFID? - RFID wird mitunter als einfacher Ersatz für den bekannten Barcode verkauft. Allerdings hat der Einsatz von RFID eine neue Qualität. Dafür gibt es hauptsächlich drei Gründe: 1. Ein RFID-Tag kann ohne Wissen und Zustimmung des Besitzers ausgelesen werden. 2. Anders als beim Barcode, kann jeder Artikel mit einer eindeutigen Seriennummer versehen werden. 3. Der Besitzer hat keine Kontrolle über die auf den RFID-Chips gespeicherten Daten. Der Hersteller kann beliebige verborgene Informationen auf den Transpondern speichern. Mehr rund um den Datenschutz unter
http://rfid-informationen.de/info/datenschutz.html
31.12.2005 RFID: Der Schnüffel-Chip im Joghurtbecher - WDR-Moderatorin Sonia Mikich: "Wie ist es: würde es Sie, liebe Zuschauer, stören, wenn in Ihrem Pass ein Funkchip versteckt wäre - darin alle möglichen privaten Daten gespeichert. Behörden oder Unternehmen könnten herausschnüffeln, wo Sie gerade sind, welche Automarke Sie gerade fahren, welche Krankheit Sie plagt und ob Sie Arbeitslosengeld beziehen. RFID (Radio Frequency Identification) heisst die neue Technik, und Datenschützer werden allmählich sehr nervös. Denn Schnüffelchips auch in Joghurtbechern, Kreditkarten oder Schuhen machen Ihr Leben durchsichtig wie Glas, wenn Personen- und Produktdaten miteinander verknüpft werden. Nein, keine Paranoia. Aber ich persönlich bin keine Datenbank auf Beinen, und ich lege auch Wert auf diese Freiheit. Markus Zeidler stellt die RFID-Technik vor." Ein Mitschnitt der Sendung MONITOR des Westdeutschen Rundfunks vom 8. Januar 2004 unter:
http://www.wdr.de/tv/monitor/beitrag.phtml?bid=554&sid=108
31.12.2005 Extreme Lösung für extreme Zeiten - "The VeriChip™ may be an extreme solution for extreme times, but the days when it could be dismissed as futuristic fancy are clearly long past." Das schrieb Craig Offman in der Financial Times, übersetzt: "Der VeriChip™ mag eine extreme Lösung für extreme Zeiten sein, aber die Tage, wo er als futuristische Spielerei abgetan wurde, sind gewiss schon lange Vergangenheit." - Bleibt abzuwarten, was mit "extrem" allenfalls gemeint sein könnte. Quelle:
http://www.verichipcorp.com/content/solutions/verichip
31.12.2005 Schule als Hochsicherheitszone - US-Justizministerium sucht nach technischen Mitteln, um eine Massenüberwachung in Bildungseinrichtungen zu ermöglichen. Mehr unter
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/21/21546/1.html
31.12.2005 Chipimplantat soll Kreditkarte ersetzen: Hersteller sieht neue Möglichkeiten für RFID-Chips unter der Haut - Die für ihre Chipimplantate bekannte US-Firma Applied Digital Solutions [ADS] versucht mit einer neuen Idee ihr Geschäft anzukurbeln: RFID-Chips unter der Haut sollen als Zahlungsmittel eingesetzt werden. ADS-Chef Scott Silverman kann sich nach eigenen Worten vorstellen, dass die Implantate Kreditkarten ablösen. Das Kreditkartenunternehmen MasterCard testet derzeit bereits den Einsatz von Funkchips. PayPass sieht aus wie eine Kreditkarte, besitzt aber einen RFID-Chip, der berührungslos gelesen werden kann. MasterCard-Vizepräsident Art Kranzley sagte, man überlege den Einsatz von Schlüsselanhängern bzw. die Integration in Füllfedern oder Ohrringen. Auch ein Implantat unter der Haut kann sich Kranzley vorstellen. Der reiskorngrosse "Verichip" wird unter die Haut - üblicherweise am rechten Oberarm - eingepflanzt und kann derart nicht verloren gehen, so ein ADS-Sprecher anlässlich des ID-World-International-Kongresses in Frankreich. Auch andere US-Firmen testen derzeit den Einsatz von RFID-Chips beim Bezahlen. Bei der Tankstellenkette ExxonMobil können Kunden mit einem Schlüsselanhänger samt Funkchip direkt bei der Zapfsäule den Tankinhalt von ihrer Kreditkarte abbuchen lassen. Das System namens Speedpass wird auch bei rund 400 McDonald's-Filialen im Grossraum Chicago als Zahlungsmittel akzeptiert. Silverman sucht nun nach Kooperationsmöglichkeiten mit Banken und Kreditkartenfirmen, um "Veripay" unters Volk zu bringen. In naher Zukunft könne der Chip unter der Haut als zusätzliche Identifikation bei finanziellen Transaktionen eingesetzt werden, beispielsweise in Kombination mit einem PIN-Code, so der ADS-Chef. Ein endgültiges Produkt könne aber noch einige Jahre auf sich warten lassen, räumte Silverman ein.
31.12.2005 Weg frei für Chip-Implantate: Food and Drug Administration gibt grünes Licht für "VeriChip" - Die Food and Drug Administration [FDA] in den USA hat den Weg für den so genannten "VeriChip" der US-Firma Applied Digital Solutions [ADS] frei gegeben. Dieser etwa reiskorngrosse Chip wird unter der Haut eingepflanzt und kann diverse Informationen speichern, die über einen speziellen Scanner ausgelesen werden können. Die Freigabe des Chips erfolgte allerdings mit der Einschränkung, dass keine medizinischen Daten gespeichert werden dürfen. In diesem Fall würde es sich um ein medizinisches Gerät handeln und die FDA müsste einschreiten und den Chip erneut unter die Lupe nehmen. Doch auch ohne medizinische Daten bietet das Implantat einige Einsatzmöglichkeiten, die bei Datenschützern wenig Begeisterung hervorrufen. So können beispielsweise Zugangscodes für sicherheitssensible Unternehmensbereiche gespeichert werden - der jeweilige Arbeiter müsste sich somit keine Zahlenkombinationen mehr merken. Möglich wäre auch ein Einsatz bei Gefängnisinsassen oder Kindern, die über ihre jeweilige ID-Nummer ständig überwacht und im Falle eines Ausbruchs oder einer Entführung schnell aufgefunden werden könnten. In wenigen Wochen soll eine ganze Versuchsfamilie mit dem "VeriChip" ausgerüstet werden. Der reiskorngrosse Chip, den sich die Familie Jacobs einsetzen lässt, enthält nur wenige Informationen. Vater Jeffrey ist krebskrank, Sohn Derek Allergiker. Sie erhoffen sich von dem Implantat, dass ihre Daten im Falle eines Unfalls jederzeit verfügbar sind. Bedenklich für Datenschützer oder Bürgerrechtler ist die amerikanische Entwicklung allemal. So wäre diese Entwicklung für einen diktatorisch organisierten Staat eine willkommene Möglichkeit, sämtliche Einwohner jederzeit kontrolliert und überwacht werden. Applied Digital Solutions, Hersteller des Chips, will unverzüglich mit der Vermarktung des Chips beginnen. Dieser soll 200 USD kosten, für die benötigten Scanner werden 1.000 bis 3.000 USD veranschlagt. Mehr unter der Website der Firma
http://www.verichipcorp.com