www.haefely.info Guldentaler Kalender 2005 - "Viva la musica - Es lebe die Musik"
APRIL

Bild: Operettenaufführung "Orpheus in der Unterwelt" von Jacques Offenbach im Frühjahr 2003 [Bildquelle: Classionata Mümliswil]
Bretter, die die Welt bedeuten
Seit den Gastspielen des Weltklasseorchesters Camerata St. Petersburg ab Mitte
der neunziger Jahre sind die Musikfesttage Classionata Mümliswil zum
regelmässigen Kulturereignis geworden. Andreas Spörri, künstlerischer Leiter und
Gastdirigent, sowie die Mümliswiler Initianten unter Heinz Ackermann suchten
verbreitete Berührungsängste mit «elitärer Kultur» abzubauen. Mit Solisten und
Laienmusikern wurden verschiedene grenzüberschreitende Projekte realisiert, eine
Messe des Solothurner Komponisten Kasimir Meister zusammen mit dem Kirchenchor
St. Martin Mümliswil und die Aufführung von «Peter und der Wolf». An der
Bezirksschule Solothurn wurde das Thema «Wie wird ein Orchesterklang
erarbeitet?» behandelt. 1997 fand ein gemeinsames Konzert von Camerata und
Musikgesellschaft Konkordia Mümliswil mit Tschaikowskis «Ouvertüre 1812» statt.
Nach diesen Erfolgen gründeten die Veranstalter den Verein Musikfesttage
Classionata Mümliswil als feste Institution. Die Festivals von 1999, 2001 und
2003 wurden zu kulturellen Grossereignissen. Galakonzerte und die
Musikproduktionen «Der Zigeunerbaron» von Johann Strauss, «Der Bettelstudent»
von Carl Millöcker und Offenbachs «Orpheus in der Unterwelt» waren mit je über
4000 verkauften Karten praktisch ausverkauft. Meisterkurse ergänzten das
international beachtete Programm. Für 2005 ist «Die Fledermaus» von Johann
Strauss angesagt, sein grösster Erfolg, der seit 130 Jahren in aller Welt das
Publikum begeistert. [jch]
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