www.haefely.info Guldentaler Kalender 2005 - "Viva la musica - Es lebe die Musik"
JULI
Bild: Am 4. August 1838 wurde im Saal des Restaurants Schweizerhalle zur Aufrichtefeier des Mümliswiler Kinderheims kräftig musiziert und gefeiert. [Foto: Album Dr. Bernhard Jaeggi]
«Zogen am Boge…»
Was wäre eine Hochzeit, Hilari, Reckenchiener- und Erzberg-Jodlerchilbi, Sommer-FassNacht, Stübli- oder Raclettefest ohne die passende Musik? Ob Bauernkapelle oder Tanzorchester, für jeden Geschmack finden sich immer die richtigen Musikanten. Schwyzerörgeli-Quartett Passwang, Trio Hauberg, Echo vom Guldental oder Ländlerquartett Edelwyss sind nur einige Namen, die für beschwingte volkstümliche Klänge stehen. Frühere Formationen der fünfziger bis achtziger Jahre wie die Kapelle Juraklänge, die Ramo-Band, das Tanzorchester Skylab, Toscabos, Minibrothers oder Les Hanfris orientierten sich mehr an den Ohrwürmern der Radiohitparade, hatten aber immer auch offene Ohren für Evergreens. Gar einen Hauch Karibik brachte die Steeldrum-Formation Kanofetti ins Guldental. In den letzten Jahren haben traditionelle Formationen «x-treme» Konkurrenz erhalten: Jugendlicher Trend geht hin zu Discjockeys, die eingeklemmt zwischen Lautsprechertürmen, ihrer jungen Fangemeinde musikalischen Konserven-Fastfood servieren. Auch auf Alleinunterhalter hat der digitale Virus übergegriffen: Der muntere Handörgeler von vorgestern ist sich zu einer Art Musikregisseur mutiert, umringt von einer Mauer aus Lichtshow und technischen Apparaturen. Obiges Bild stammt vom Aufrichtemahl für das neue Kinderheim am 4. August 1938 in der «Schweizerhalle». [jch]
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