www.haefely.info Guldentaler Kalender 2005 - "Viva la musica - Es lebe die Musik"
OKTOBER

Bild: Die Jagdbläsergruppe Thal erweist den erlegten Tieren die obligate Reverenz. [Foto: hvm]
Zur Jagd blasen
Jagdsignale wurden von den Jägern anfänglich in einfacher Form auf dem Hifthorn
geblasen. Sie dienten der Verständigung und der Ehrerbietung gegenüber erlegtem
Wild. Signalhörner waren Instrumente aus Rinderhorn, später kamen
Metallinstrumente dazu. Aus den ursprünglichen Hornstössen wurden melodische
Signalmelodien entwickelt. Seit der Feudalzeit bis zu Beginn des 2. Weltkrieges
wurde das Jagdhornblasen von herrschaftlichen Jägern in deutschen Jagden und
Staatsforsten gepflegt. Mitte der fünfziger Jahre kam auch in der Schweiz der
grosse Aufschwung. Heute hat fast jeder Hegering seine eigene Bläsergruppe, so
auch die Vereinigung Thaler Jagdgesellschaften. Geblasen wird zu festlichen und
geselligen Anlässen. Zu den kleinen Fürst-Pless-Hörnern kamen die aus Frankreich
stammenden grösseren Parforce-Hörner dazu. Später rüsteten die Bläsergruppen
zusätzlich auf umschaltbare Parforce-Hörner um. So wurde klangvolles
Zusammenspiel möglich. Neben den Jagdsignalen werden auch Fanfaren, Märsche und
neuartige Kompositionen gespielt. Heute sind die von den Bläsergruppen
gestalteten Hubertusmessen tragende Jahreshöhepunkte, die nicht nur Jäger zu
berühren vermögen. So hat sich die Entwicklung des ursprünglichen
Jagdhornblasens weitgehend von der jagdpraktischen Bedeutung gelöst und ein
Eigenleben entfaltet. Jäger der beiden Mümliswiler Reviere Ost und Mitte pflegen
das alte Brauchtum weiter, ganz zur Freude ihrer Weggefährten. [hvm]
Beim
Öffnen dieser Website erklingt das "Halali", das Jagdsignal zur Beendigung der
Jagd. Es wird gespielt von der Jagdschule Donau-Wald. Hier können Sie sich
weitere Jagdsignale anhören:
http://www.jagdschule-donau-wald.de/mitte/jagdhorn.htm
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