www.haefely.info    Guldentaler Kalender 2005  - "Viva la musica - Es lebe die Musik"

 

DEZEMBER

 

Bild: Die Zimmermann-Orgel der 1932 abgebrochenen alten Pfarrkirche von Mümliswil  [Quelle: Kirchgemeindearchiv Mümliswil, Ausschnitt]

Wenn die Orgel braust

Seit dem Mittelalter hat die Pfeifenorgel in der westlichen Liturgie Eingang gefunden und ist zum Kircheninstrument schlechthin geworden. Nirgends ist verzeichnet, wann im Mümliswiler Gotteshaus erstmals eine Orgel installiert wurde. Doch berichtet Dorfchronist Beat Walter im Jahre 1899: «Im Inneren der Kirche beide Emporen vergrössert, die Orgel durch eine ganz neue ersetzt. [...] Die Orgel wurde bei der Probe durch die Experten als gelungenes Werk anerkannt.» Das mit dem Abbruch der alten Pfarrkirche im Jahre 1932 verschwundene Instrument (Foto links von 1932) stammte aus der Werkstatt des Basler Orgelbauers Jakob Zimmermann. Die Bälge dieser Orgel mussten von einem Gehilfen durch Treten mit Wind versorgt werden. 1937 wurde für die neu erbaute Martinskirche bei der Firma Orgelbau Willisau AG eine dreimanualige Orgel mit 38 klingenden Registern in Auftrag gegeben. Auf dem elektropneumatischen Werk mit zwei Schwelltritten können Orgelwerke der Romantik stilgerecht interpretiert werden.
In der Ramiswiler Pfarrkirche stand ab 1918 eine Orgel der Gebrüder Goll aus Luzern (Opus 484) mit romantischem Klangcharakter. Sie wurde um 1970 von einem Mix-Instrument der Marke Lipp abgelöst, dessen unteres Manual mit Pfeifen bestückt war, Obermanual und Pedal erzeugten elektronische Klänge. 1993 wurde es durch eine zweimanualige Pfeifenorgel der Firma Ayer-Morel in Vauderens ersetzt, mit 15 Registern in neugotischem, zur Kirchenausstattung passendem Prospekt.
 [jch]

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