Modeschmuck aus philippinischem Familienbetrieb
Rundgang durch die Werkstatt
Die Stadt Mandaue City verbindet Cebu City, die Kapitale der Zentralphilippinen, mit dem Mactan International Airport auf der vorgelagerten Insel Lapu-Lapu. Neben den für den Inselstaat typischen reich dekorierten "Jeepneys" sind die "Tricycles", Motorräder mit überdachtem Seitenwagen, die beliebtesten Verkehrsmittel.
Direkt an der belebten Gerardo Ouano Street im Stadtteil Opao wohnt und arbeitet die Grossfamilie Yares. Seit Jahrzehnten bestreitet sie ihren Lebensunterhalt mit Kleingewerbe. Früher wurden dort Jeans genäht, doch die Textilverarbeitung hat sich schon vor Jahren nach Indochina verlagert. So begannen die Yares mit der Herstellung von Modeschmuck und Accessoires aus Naturmaterialien. Neben dieser Produktion sichert eine kleine Snackbar die Existenz der Familie. Dort werden warme Zwischenverpflegungen, Lumpia (Frühlingsrollen), Süssreis und Fried Chicken angeboten. Dazu serviert man selbst gemachte Kokosmilch.
Im teilweise überdachten Hinterhof befinden Werkstatt und Wohnung der Familie Warren und Lorena Yares. Zwischen gackernden Truthähnen, schnatternden Enten und herumtollenden eigenen und fremden Kindern werden die aus der Region beschafften Rohstoffe zu Perlen verarbeitet und dann mit viel Geduld zu Ketten aufgefädelt.
Je nach Auftrag werden die Ketten natürlich belassen oder allenfalls gebeizt und nach Vorlagen neu kombiniert und mit Schliessen versehen. Beliebt sind auch Halsketten und Armringe auf dehnbaren Anglerschnüren. Die Kombinationsmöglichkeiten der Perlen sind unbegrenzt.
Der Mitarbeiter Litoy zeichnet sich durch Kreativität und eine geschickte Hand aus. Mit seinem Sinn für Finessen hat er sich unverzichtbar gemacht. Hier bemalt er gerade einen Schlüsselanhänger aus Holz.
Um die Augen des kleinen Kauzes aufzumalen benutzt er keinen Pinsel. Litoy stempelt sie mit einem jungen Bambusrohr. So werden sie schön rund und exakt gleich gross.
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