Das Familienwappen der Mümliswiler "Steinwirts"- Haefely
Das Wappen zeigt im grünen Schild einen goldenen dreifüssigen Henkelkessel. Die Herkunft der gerahmten Grafik in Familienbesitz ist nicht restlos geklärt. Die Originalzeichnung trägt am unteren Rand die Signatur des bekannten Heraldikers Erzbischof Dr. Bruno Heim. Der in Olten residierende Alt-Nuntius ist kein Geringerer als der Schöpfer der letzten Papstwappen. Auf Anfrage hin hat Dr. Heim die Urheberschaft der vorliegenden Zeichnung allerdings kategorisch verneint, obwohl er die Familie Josef Haefely-Glutz in Mümliswil gut gekannt habe. Nichtsdestotrotz wurde von seiner Seite die Gestaltung - mit Ausnahme der heraldisch fragwürdigen Krone statt dem üblichen Helmwulst - ausdrücklich gewürdigt. Heraldikspezialist Dr. Gunter Mattern, Liestal, der mit Stil und Werk Mgr. Heims bestens vertraut ist, kommt zum selben Befund. Sein Kommentar:
"Die Wappenzeichnung stammt höchstwahrscheinlich aus den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts. Sie entspricht den Stilen eines Roschet (Basel), Hupp (München) oder Closs (Leipzig?). Die Zeichnung ist m.E. schön; sie zeigt aber einen dreidimensionalen Charakter (wegen der angetönten Schattierungen), eine Form, die Mgr. Heim extrem selten verwendet hat. Für mich ist klar, die Zeichnung stammt nicht von Mgr. Heim, auch wenn die Unterschrift so etwas vorgeben will. Die Farben sind meiner Ansicht nach willkürlich gewählt, oder der Schöpfer dieses Wappens hat ein anderes tel quel übernommen."
Wappenfigur und Helmzier sind identisch mit der Gravierung einer Siegel-Petschaft, die sich in Familienbesitz befindet. Eventuell hatte diese dem Zeichner als Vorlage gedient.
Aktualisierung vom 30.10.2002