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redigiert von Josef C. Haefely
«Was den Beitritt zur EU betrifft, so hält der Bundesrat am Beitrittsziel fest. In seinem aussenpolitischen Bericht erläutert er, dass die Entscheidungen über den Beitritt spätestens in der Legislaturperiode 2003 bis 2007 gefällt werden.»
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28.11.2004
EU-Hühnerfleisch ruiniert Afrikas Wirtschaft und Volksgesundheit -
Wussten Sie, dass der Verzehr von Hühnchenbrust in der EU die Chickenfarms in
Westafrika ruiniert? Die Bestimmungen der WTO besagen, dass Importe nur unter
ganz bestimmten Bedingungen verhindert werden dürfen. Sie ermöglichen also den
fast unbeschränkten Handel zwischen den Mitgliedsstaaten. Diese Regelung kommt
indes nur den Nordländern zugute. Mehr unter
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/18/18872/1.html
21.11.2004
Bankrat der Schweizerischen Nationalbank: "Mit Schengen
wird ein Integrationsschritt vollzogen, der nicht als solcher verkauft, sondern
heruntergespielt wird." Zitat von Konrad Hummler in der SonntagsZeitung.
Mehr unter
http://www.sonntagszeitung.ch/dyn/news/wirtschaft/438639.html
21.11.2004
Die Schengen-Falle naht, und keiner will es wahrhaben - «Wir müssen der
EU pro Jahr 2 bis 3 Milliarden zahlen." - "Ich würde die Dossiers der
Bilateralen sofort wieder öffnen und auf eine wasserdichte Lösung drängen!" Der
solches sagt ist kein Geringerer als Konrad Hummler, 51,
Ex-Verwaltungsrat der Bankiervereinigung. Er ist aus dem Verwaltungsrat
ausgetreten, weil er Mühe hat mit deren bedingungsloser Unterstützung der
bilateralen Abkommen. Hummler ist ausserdem Verwaltungsrat der NZZ und im
Bankrat der Schweizerischen Nationalbank. Brisanter könnten seine Informationen
nicht sein. Aber die Werbemaschinerie für die Bilateralen II läuft unaufhaltsam.
Kommt das böse Erwachen von Herrn und Frau Schweizer also erst nach der
Volksabstimmung? Das Interview unter
http://www.sonntagszeitung.ch/dyn/news/wirtschaft/438639.html
15.11.2004
Europäische Militärpräsenz im Kosovo fördert Prostitution - Schweizer VSB
verpflichtet Berufsoffiziere zu Auslandeinsätzen - Dass rund um ausländische
Truppenquartiere im Balkan Bordelle aus dem Boden schiessen, ist seit langem
bekannt. Neu ist, dass auch Zwangsprostitution vermehrt vorkommt: "Was ich nicht
weiss, macht mich nicht heiss" – nach dieser Devise verfährt das deutsche
Bundesverteidigungsministerium beim offiziell ignorierten Skandal der
Zwangsprostitution in Bordellen im Kosovo, die nach zahlreichen Zeugenaussagen
auch von Bundeswehrsoldaten besucht werden. Die deutsche FDP-Frauenpolitikerin
Ina Lenke hat eine Kleine Anfrage eingereicht zum Thema Menschenhandel und
Zwangsprostitution im Kosovo. Anzunehmen, Schweizer Soldaten - die nach einer
heutigen Pressemitteilung als neu rekrutierte Offiziere zu Auslandeinsätzen
verpflichtet werden können - hätten im Ausland generell weniger Libido als ihre
deutschen Kollegen, wäre vielleicht naiv zu glauben. Früher oder später wird
sich auch das VBS unangenehme Fragen gefallen lassen müssen. Mehr unter
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/18/18803/1.html
13.11.2004 "Die
Europäer sind naiv und blauäugig" - Der Islamwissenschaftler Bassam Tibi
kritisiert im Gespräch mit der "Presse" das falsche Verständnis von Toleranz in
Europa. Mehr unter
http://www.diepresse.at/Artikel.aspx?channel=p&ressort=a&id=451717
13.11.2004
Österreichs Grüne: Abschied von Neutralität - Die Grüne Partei hat
sich mit einem Beschluss im Erweiterten Bundesvorstand von der Neutralität
verabschiedet. Der Grüne Sicherheitssprecher Peter Pilz: "Die Grünen sind
erstmals für das Ersetzen der Neutralität durch die Sicherheitsgemeinschaft.
Ziel ist eine Gemeinschaft, die 25 nationale Armeen durch ein gemeinsames
Militär als Instrument einer gemeinsamen Friedenspolitik ersetzt." Wird dieses
Modell mit dem schönen Titel 'Friedenspolitik' bald auch Paradigma für Schweizer
Grüne? Mehr unter
http://www.diepresse.at/diashow/default.aspx?id=403155&channel=p&template=e
13.11.2004 Der
Sündenbock-Mechanismus - Rocco Buttiglione: "Der französische Autor Rene
Girard behauptet, dass die Gemeinschaften regelmässig von einem
unwiderstehlichen Drang ergriffen werden, sich zu reinigen, indem sie unter
ihren Mitgliedern ein unschuldiges Opfer wählen, auf das sie all ihre Schuld
lasten. Diesmal bin ich [von den EU-Verantwortlichen] für diese Aufgabe gewählt
worden, doch ich beklage mich nicht". Mehr unter
http://www.diepresse.at/diashow/artikel.aspx?channel=p&id=403155&bild=10

08.11.2004
EU-Linksfundi-Opfer Buttiglione: „Ich bin die Hexe, die sie verbrennen wollten”
- Gläubige Christen haben in der Europäischen Union offensichtlich nichts
mehr verloren. 'Liberale' EU-Totalitaristen liebäugeln mit Restriktionen und
Karriereverboten für Katholiken. Gegen den Ersatzmann für Buttiglione als
EU-Kommissar, den italienischen Aussenminister Franco Frattini,
der nach Aussagen des in Italien sehr bekannten Politikers und Journalisten
Giuliano Ferrara Mitglied einer Freimaurerloge sein soll, hatten dieselben
EU-Parlamentarier hingegen nichts einzuwenden. Ferrara entstammt dem linken
Spektrum und bezeichnet sich als „überzeugten Atheisten”. Mehr unter
http://www.kreuz.net/article.91.html
03.11.2003
EU-Mitgliedschaft verbürokratisiert und verzögert Nothilfe - Erhard Busek,
Sonderkoordinator des Stabilitätspakts für Südosteuropa, betonte in einem
Referat, dass ganz Osteuropa als Transitregion für Drogenschmuggel und
organisierte Kriminalität eine wichtige Rolle bei der Verbrechensbekämpfung
spiele. Die Schweiz gehört dem Stabilitätspakt, der die regionale Zusammenarbeit
fördert und die Balkanländer an die EU heranführen will, seit dem Jahr 2000 an.
Busek: "Der Beitrag der Schweiz ist ausserordentlich." Er hob ihre Rolle trotz
Nicht-EU-Mitgliedschaft hervor: Da das Land nicht in die EU-Mechanismen
eingebunden sei, könne es rasch eingreifen. Mehr unter
http://www.sfdrs.ch/system/frames/news/index.php
31.10.2004 Wer
regiert Europa? - Mit einem Offenen Brief warnen 50
Nichtregierungsorganisationen vor einem unkontrollierten Einfluss der Industrie
auf Entscheidungen der Europäischen Kommission. Mehr unter
http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/co/18694/1.html
31.10.2004
EU darf Kritik an ihren Institutionen per Gesetz unterdrücken - Der
Europäische Gerichtshof entschied im März 2001, dass die EU Kritik unterdrücken
darf, um ihren Ruf zu schützen. Das Gericht entschied, dass die Kommission
Kritik einschränken darf, die "dem Image und dem Ruf der Institutionen" schaden.
Damit widerspricht der europäische Gerichtshof diametral einem halben
Jahrhundert von Fallentscheidungen an Europas anderem Gericht, dem
Nicht-EU-Gerichtshof für Menschenrechte in Strassburg. Der Gerichtshof für
Menschenrechte hat wiederholt entschieden, dass Regierungen die Kritik nicht auf
solche Art und Weise einschränken dürfen. Speziell der Ausdruck "Schutz der
Rechte anderer" kann sich nicht auf öffentliche Bereiche beziehen. Mehr unter
http://www.wfg.esmartweb.com/nachrichten4.html
31.10.2004 Wer sich über
kritische Aspekte der EU auseinandersetzen möchte, findet eine aktualisierte
Sammlung von Zitaten unter
http://www.ch-libre.ch/EUZitate.html#Kernpunkt
31.10.2004
Schengen kostet Flughäfen Millionen - Ein Beitritt der Schweiz hätte in
Kloten und Genf bauliche Anpassungen zur Folge. Ein Schengen-Beitritt würde an
Schweizer Flughäfen Umbauten für mehrere Dutzend Millionen Franken auslösen. In
Zürich spricht man von 5 bis 80 Millionen Franken. Die Aufwendungen sollen an
die Passagiere überwälzt werden. Trotzdem will man die Sache auf kleinem Feuer
kochen, weil den Schengen-Kritikern erklärtermassen keine Munition geliefert
werden soll. Mehr unter
http://www.nzz.ch/dossiers/2002/bilaterale-II/2004.06.06-il-article9N3LA.html
31.10.2003
Mit Schengener Vertrag unterstellt sich Schweiz letztinstanzlich
EU-Gerichtshof! - Als «Markstein der Integration» setzte Brüssel, nicht
zuletzt aus ideologischen Gründen, die Aufhebung aller Grenzkontrollen zwischen
den EU-Staaten durch. Das Ziel: Ein äusseres Zeichen nationaler
Verantwortlichkeit definitiv auszumerzen. Damit entstand ein gefährliches
Sicherheitsvakuum. Zu dessen Beseitigung wurde der Schengener Vertrag
geschaffen, der die gemeinsame Verantwortung der Schengener Staaten für die
Sicherheit der EU-Aussengrenzen festhält. Zusätzlich sieht dieser Vertrag eine
weitgehende Zusammenarbeit sowohl im Bereich Sicherheit und Polizeiwesen als
auch bezüglich Strafverfolgung und Ermittlung vor. Als höchstes, für den
gesamten Schengen-Raum einheitliche Rechtsanwendung garantierendes Gerichtsorgan
ist der EU-Gerichtshof in Luxemburg zuständig. Wer immer sich dem
Schengen-Vertrag anschliesst, muss damit auch den EU-Gerichtshof als oberste
gerichtliche Instanz in Europa anerkennen. Eine Unterstellung der Schweiz unter
den EU-Gerichtshof verletzt namentlich Art. 188.1
der Schweizerischen Bundesverfassung, wonach das Bundesgericht die oberste
rechtsprechende Behörde der Schweiz ist.
31.10.2004 Mit der neuen EU-Verfassung haben
die europäischen Mitgliedsländer de jure als souveräne Staaten zu existieren
aufgehört! - Artikel 1-6 der neuen EU-Verfassung hält fest, dass
die "durch die Institution der Union angenommene Verfassung und Gesetz Vorrang haben soll über das Recht der
Mitgliedsstaaten". Damit wird das bisherige Prinzip der Union, Verträge
zwischen souveränen Staaten, unter demselben
Namen EU völlig auf den Kopf gestellt: Aus dem Staatenbund ist ein Bundesstaat
geworden, noch im Anfangsstadium, aber juristisch festgelegt und
unumkehrbar. Ein wichtiger Kernpunkt der EU-Verfassung ist das nachträglich
zugestandene Recht des Austritts aus der Union. Jeder Mitgliedstaat kann zwar
prinzipiell aus der Union wieder austreten, er muss darüber aber eigene Verhandlungen
führen. - Bürger können mit 1 Million Unterschriften die “Aufmerksamkeit der
Kommission” verlangen; das ist weit entfernt von echten Volksrechten. Der EU-Verfassungstext als
PDF zum Herunterladen und Studieren unter
http://www.eu-verfassung.org/
31.10.2004 Französischer Premier: "Europa ist ein irreversibles Projekt" - Jean-Pierre Raffarin, der französische Premierminister, äusserte sich in "Le Metro" vom 7. 10.2004 über die neue europäische Verfassung enthusiastisch: "Zum ersten Mal hat Europa eine gemeinsame Verfassung. Dieser Vertrag ist der Punkt, hinter den es kein Zurück mehr gibt. Europa ist ein irreversibles Projekt geworden, unwiderruflich nach der Ratifizierung dieses Vertrags. Es ist ein neues Zeitalter für Europa, eine neue Geographie, eine neue Geschichte." (Quelle: Anthony Coughlan, Secretary of The National Platform EU Research and Information Centre, 24 Crawford Avenue, Dublin 9, Ireland)
31.10.2004
Die Europäische Union versteht sich ab sofort als Staat, mit allen Folgen!
- Dass die neue EU-Verfassung nicht irgendein weiterer Zusammenarbeitsvertrag
ist, sondern von ihren Initiatoren als eigentliche Staatsgründung verstanden
wird, kommt nicht zuletzt auf dem "Klassenfoto" von der Vertragsunterzeichnung
in Rom zum Ausdruck. Über der versammelten europäischen Regierungselite prangt
ein blaues Banner in Omega-Form mit dem lateinisch formulierten Text: "EUROPAEAE
REI REPUBLICAE STATUS", was auf Deutsch heisst: "VERFASSUNG DER EUROPÄISCHEN
REPUBLIK". Klarer kann man nicht ausdrücken, dass hier eine Staatsgründung
vonstatten ging. Inwieweit dem "Omega" eine Symbolik im Sinn von "Ziel erreicht"
zukommt, soll der Einschätzung des Lesers überlassen werden. Das ganze Foto ist
zu finden unter
http://www.quirinale.it/Fotografie/Fotografia.asp?id=25704
30.10.2004 Europäische Gründerväter heute für
EU-Kommission ohne Chance! - „Offensichtlich wäre es nicht einmal mehr den
christlich geprägten Gründervätern eines einigen Europas, Konrad Adenauer,
Robert Schuman und Alcide De Gasperi, möglich, heute EU-Kommissar zu werden.“
Das ein Kommentar des Münchner Kardinals Wetter zur Ablehnung des katholischen
Kandidaten Buttiglione aus Italien. Schumann schrieb 1963: "Die Demokratie
verdankt ihre Existenz dem Christentum . . . Eine antichristliche Demokratie
wird eine Karikatur sein, die entweder in der Tyrannei oder Anarchie endet."
Eine Mehrheit des heutigen EU-Parlaments ist heute anderer Meinung als der
französische Gründervater. Offen ist, ob die EU in Tyrannei oder Anarchie enden
wird und mit oder ohne Schweiz.17.09.2004 Könige
der Demokratie: Die Bundesräte als Meinungsmacher und Propagandisten im
Abstimmungskampf - In Kürze werden freundliche ältere Herren wie
Alt-Nationalrat Ernst Mühlemann FDP, NR Maximilian Reimann SVP oder Hanspeter
Thür grüner Ex-NR, Sie um ein Ja zu Schengen und den Bilateralen II
bitten. Achtung: Das ist Teil einer behördlichen Kampagne, die direkt im
Bundeshaus sorgfältigst orchestriert wird! Ein aufklärender Weltwoche-Artikel
gegen Vernebelungen und Psycho-Hightech aus Bern unter dem Titel "Unser Wille
geschehe" von Urs Paul Engeler und Markus Somm unter
http://www.weltwoche.ch/artikel/?AssetID=8727&CategoryID=73
13.09.2004
Monsanto hält Einzug in Europa - Erstmals hat die EU-Kommission gentechnisch
manipuliertes Saatgut in den EU-Sortenkatalog aufgenommen und lässt damit den
Anbau von Genmais-Sorten zu. Die EU-Kommission hat am Mittwoch die Aufnahme von
17 gentechnisch veränderten Maissorten der Linie MON 810 in den EU-Sortenkatalog
für landwirtschaftliche Pflanzenarten beschlossen. Wäre die Schweiz EU-Mitglied,
müsste sie diese Freigabe selbstverständlich nachvollziehen. Mehr unter
http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/co/18303/1.html
25.08.2004 Den
Euro-Turbos ins Poesiealbum - Klaus von Dohnanyi (SPD), ehemaliger Hamburger
Bürgermeister in seiner Rede zum 50. Jahrestag des Europarates: "Solange noch
ein Funken Leben in mir wäre, würde ich mich als Schweizer vom Moloch Brüssel
fernhalten". Bundesrätin Calmy-Rey : "Die Bilateralen Verträge sind dazu da, den
Boden zu bereiten für einen raschen EU-Beitritt." Mehr unter
http://www.mediawatch.ch/news/0002.htm
14.08.2004 EU
bedroht Trinkwasserversorgung - Von der Bürgerschaft fast unbemerkt wird
derzeit in Brüssel durch die EU-Kommission mit Hilfe der grossen Weltkonzerne
(z.B. Suez, Veolia, Eon, RWE u.a.) die Privatisierung der öffentlichen
Wasserversorgung für ganz EUropa stark vorangetrieben. Das lässt, wie in England
und Wales bereits geschehen, für die Bürger Schlimmes befürchten. Dort sind die
Wasserpreise nach der Privatisierung stark angestiegen, die Aktionäre haben
riesige Gewinne abgeschöpft, die Anlagen wurden heruntergewirtschaftet und die
Wasserqualität hat sich verschlechtert. Der Gewässerschutz ist auf der Strecke
geblieben. Es geht nicht mehr ums Wasser. Es geht nur noch um möglichst hohe
Gewinne. Jetzt hat die EU-Kommission ein sog. "Grünbuch" herausgegeben.
Nachzulesen ist es auf:
http://www.europa.eu.int/comm/index_de.htm . Künftig soll auch ein privater
Konzern (z.B. EnBW, RWE oder Coca Cola ) die Wasserversorgung einer Stadt, einer
Gemeinde, eines Zweckverbands oder einer ganzen Region betreiben können. Durch
sog. Gebietskonzessionen wäre dann die Wasserversorgung für lange Zeit (20 bis
25 Jahre) unwiderruflich aus der Hand gegeben.
(Quelle: http://www.kent-depesche.com/
)
14.08.2004
Gentech-Konzerne haben die neuen und künftigen EU-Mitglieder schon lange als
Investitions-Spielwiese entdeckt - Während in den "alten" EU-Ländern der
gesellschaftliche Druck bis dato stark genug war, genmanipulierte Pflanzen (GVOs)
nur begrenzt zuzulassen, weht in den ehemaligen Ostblock-Ländern ein anderer
Wind. In Rumänin, Bulgarien und Polen breiten sich GVOs aus. Dabei mangelt es
oft weniger an gesetzlichen Regulativen als an effizienter Kontrolle und
Testlabors. Mehr unter
http://www.heise.de/tp/deutsch/special/leb/18042/1.html
14.08.2004 Bosnien
Sammelpunkt und Rückzugsgebiet für islamistische Kämpfer aus Irak, Afghanistan
und Tschetschenien - 300 Agenten der Central Intelligence Agency ( CIA) und
des US-Militärgeheimdienstes sollen künftig in Bosnien nach islamistischen
Terrorkämpfern suchen. Es handelt sich um eine der derzeit größten
geheindienstlichen Operationen der USA im Ausland. Das berichtete unlängst die
britische Tageszeitung "Telegraph" unter Berufung auf internationale
Geheimdienstquellen. Nach Informationen der bosnischen Zeitung Nezavisne novine
hat der Staatsanwalt Marinko Jurcevic in der vergangenen Woche parallele
Untersuchungen angeordnet angeordnet. Herausgefunden werden soll, in welchem
Ausmass Bosnien als Sammelpunkt und Rückzugsgebiet für Gotteskrieger aus
Afghanistan, Tschetschenien und Irak genutzt wird. Mehr unter
http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/co/18022/1.html
14.08.2004 Dublin ein Papiertiger - Steffen Klatt, EU-Korrespondent für das St. Galler Tagblatt und die Südostschweiz, schreibt in einem wichtigen Artikel, dass Dublin total überschätzt wird. Die Bedeutung des Dubliner Abkommens sinke mit der Harmonisierung des Asylrechts in der EU. Das Dubliner Abkommen soll die Zuweisung von Asylbewerbern in der EU regeln. Noch funktioniert es kaum. Es ist zudem nur ein Teil einer immer umfassenderen EU-Asylpolitik. Die Hoffnungen sind gross. Wenn die Schweiz dem Dubliner Abkommen beitritt, dann ist damit ein Teil der Asylprobleme vom Tisch, heisst es in allen politischen Lagern. Ein Blick in die Realität der EU-Länder zeigt, dass «Dublin» kein Allheilmittel ist. Den vollständigen Artikel gibt es unter: http://www10.tagblatt.com/tagblatt.ch/printartikel.cfm?pass_id=934783
13.08.2004 EU-Sperranlage in Planung: Israelische Firmen nehmen an Ausschreibung teil - Nachdem die europäischen Vertreter Israel wegen seines Terrorabwehrzauns in der UN-Vollversammlung verurteilt haben, plant die Europäische Union (EU) eine eigene Sperranlage entlang ihrer neuen Grenze im Osten Europas. Der Hunderte von Kilometern lange Hochtechnologie-Zaun soll die EU-Bürger in Ungarn und Polen von ihren europäischen Nachbarn in Russland, Weißrussland und der Ukraine trennen und Emigranten davon abhalten, in die EU einzudringen. An der Bauausschreibung nehmen auch israelische Unternehmen teil, die auf den Bau von Sicherheitszäunen und Warnsystemen spezialisiert sind. Unter anderem soll die israelische Firma Magal Security Systems einen Kooperationsvertrag mit einem grösseren westeuropäischen Land für den Bau des Schutzwalls unterzeichnen, berichtete das israelische Wirtschaftsmagazin Globes am Donnerstag. Ebenso versucht das israelische Unternehmen El-Far Electronics durch einen großen internationalen Partner an dem Projekt teilzuhaben. Das Verteidigungsministerium schätzt, dass sich die Aufträge auf mehrere Hundert Millionen Dollar belaufen könnten. Die Erfahrung beim Bau des israelischen Sicherheitszauns lehrt, dass jeder Kilometer etwa $ 1 Mio. kostet. Für das gesamte Kontrollsystem inklusive hochtechnologischer Transitstellen sind erfahrungsgemäss mit weiteren $ 2 Mio. zu rechnen. (Quelle: Globes)
19.07.2004 Mehr
Demokratie wagen? - Der Druck wird in allen Parteien stärker, dass auch in
Deutschland eine Volksabstimmung über die EU.-Verfassung durchgeführt werden
sollte. Über Volksentscheide auf der Bundesebene und deren Folge sprach
Telepolis mit dem Sprecher der Initiative "Mehr Demokratie", Christian Posselt:
"Die Schweizer haben eine interessante Theorie entwickelt: Je zentraler die
Fragestellung ist, desto unmittelbarer muss die Bevölkerung an politischen
Entscheidungen beteiligt werden. Und das ist auch richtig, denn das Volk steht
noch vor der Verfassung." Mehr unter
http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/co/17903/1.html
27.06.2004
Referendum der EU-Verfassung nicht gefahrlos - Die Ankündigung Spaniens, die
Bevölkerung über den Entwurf der EU-Verfassung abstimmen zu lassen, ist nicht
ohne Risiko, die Gegner formieren sich schon. Mehr unter
http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/co/17758/1.html
21.06.2004 Was
Europa geprägt hat - Christus gehört in die Verfassung, wenn Europa nicht
mit einem letzten ideologischen Schwindel neu beginnen will. Ein Beitrag von
Paul Badde. Mehr unter
http://www.kath.net/detail.php?id=7920
04.06.2004
Wie die Sterne auf die Europaflagge kamen - Zwölf goldene Sterne auf
dunkelblauem Grund, jeder kennt die Flagge Europas, des Europarates und der
Europäischen Union. Fragt man danach, was diese zwölf Sterne symbolisieren,
stösst man auf unterschiedliche Antworten. Einige können sich noch erinnern,
dass die EU, früher EWG, einmal aus zwölf Staaten bestanden hat, und meinen
damit die Antwort auf die Frage gefunden zu haben. Kaum jemand kennt die
tatsächliche Story, die zu diesem Emblem geführt hat. Sie ist eng mit der
tragischen Geschichte des Zweiten Weltkriegs verbunden. Paul Levi, ein
Belgier jüdischer Abstammung, sah in Löwen Eisenbahnzüge fahren, in denen Juden
von der deutschen Gestapo nach Ostentransportiert wurden. Damals legte Levi das
Gelübde ab, zum katholischen Glauben zu konvertieren, wenn er den Krieg lebend
überstehen würde. Er überlebte und wurde katholisch. Am 5. Mai 1949 wurde in
London der Europarat gegründet, und Paul Levi wurde Leiter der Kulturabteilung
des Rates. Sechs Jahre später, 1955, wurde die Frage einer gemeinsamen Flagge
der Mitgliedsländer des Rates diskutiert. Sämtliche Entwürfe, in denen, etwa
nach dem Vorbild der skandinavischen Flaggen, ein Kreuz enthalten war, wurden
von den Sozialisten als ideologisch gebunden und christlich verworfen. Eines
Tages kam Levi an einer Statue der Mutter Gottes mit dem Sternenkranz vorbei.
Durch die Sonne beschienen, leuchteten die goldenen Stern vor dem blauen Himmel.
Levi suchte Graf Benvenuti, einen venezianischen Christdemokraten und damals
Generalsekretär des Europarates auf, und schlug ihm zwölf goldene Sterne auf
blauem Grund als Motiv für die Europafahne vor. Das wurde allgemein akzeptiert.
So ziert bis heute in allen Staaten der EU der Sternenkranz der "apokalyptischen
Frau" aus der Geheimen Offenbarung des Johannes (Offb
12,1):
"Und es erschien ein grosses Zeichen am Himmel: eine Frau, mit der Sonne bekleidet, und der Mond unter ihren Füssen und auf ihrem Haupt eine Krone von zwölf Sternen. Und sie war schwanger und schrie in Kindsnöten und hatte grosse Qual bei der Geburt. Und es erschien ein anderes Zeichen am Himmel, und siehe, ein grosser, roter Drache, der hatte sieben Häupter und zehn Hörner und auf seinen Häuptern sieben Kronen, und sein Schwanz fegte den dritten Teil der Sterne des Himmels hinweg und warf sie auf die Erde. Und der Drache trat vor die Frau, die gebären sollte, damit er, wenn sie geboren hätte, ihr Kind frässe. Und sie gebar einen Sohn, einen Knaben, der alle Völker weiden sollte mit eisernem Stabe. Und ihr Kind wurde entrückt zu Gott und seinem Thron. Und die Frau entfloh in die Wüste, wo sie einen Ort hatte, bereitet von Gott, dass sie dort ernährt werde tausendzweihundertundsechzig Tage."
Die
Zwölfzahl der Sterne ist Hinweis auf die zwölf Stämme Israels (Genesis 37, 9)
und somit auf das Volk Gottes. Der Kranz als Symbol des Erfolgs und des Triumphs
signalisiert die Unbesiegbarkeit der Frau. Johannes, der Autor der Offenbarung,
spricht nur von einer "Frau", er nennt sie nicht Maria. Gemäss katholischer
Auslegung ist mit der "Frau" Maria gemeint, da einige Kapitel später die
Offenbarung erwähnt, diese Frau werde den Messias gebären. Die "Frau" steht
somit als Symbol für das Gottesvolk in seiner Einheit von Altem und Neuem Bund.
Die Zahl "Zwölf" hatte schon immer für die Menschen eine besondere Bedeutung.
Bereits bei den Ägyptern hatte die Unterwelt zwölf Tore. In der griechischen
Mythologie hatte Herakles zwölf Aufgaben zu erfüllen, um somit die
Vollkommenheit zu erlangen. Die Römer gründeten ihre Rechtsordnung auf ein
Gesetz, das auf zwölf Tafeln niedergeschrieben war. Jesus erwählte aus dem Kreis
seiner Gefolgsleute zwölf Männer, die in den Evangelien als die zwölf Apostel
beschrieben werden, in Anlehnung an die zwölf Stämme Israels im Alten Testament.
Und in der bereits erwähnten Offenbarung des Johannes heisst es über das
himmlische Jerusalem, das als Heimstadt für das vollendete Gottesvolk
beschrieben wird: "Die Stadt hat eine grosse und hohe Mauer mit zwölf Toren und
zwölf Engeln darauf. Auf die Tore sind Namen geschrieben, die Namen der zwölf
Söhne der Stämme Israels ... Die Mauer der Stadt hat zwölf Grundsteine; auf
ihnen stehen die zwölf Namen der zwölf Apostel des Lammes." Auch hier findet
sich wieder die Verbindung der zwölf Stämme Israels vom Alten Testament mit den
zwölf Aposteln des Neuen Testaments. Mehr unter
http://www.flaggenlexikon.de/froeu.htm
http://dreifaltigkeit-altdorf.de/eufahne.htm
14.05.2004 EU-Kommission gibt Gentechmais frei - Nach mehr als fünf Jahren wird die EU-Kommission am kommenden Mittwoch wieder ein gentechnisch verändertes Lebensmittel für den Handel zulassen. Dabei handelt es sich um die süsse Maissorte BT-11 des Schweizer Agrochemie-Konzerns Syngenta. Dies sagte ein Sprecher der EU-Kommission in Brüssel. BT-11 bekommt für alle 25 EU-Staaten die Zulassung für zunächst zehn Jahre. Die Pflanze ist gegen Schädlinge resistent. Was viele kaum bedenken: Wäre die Schweiz Mitglied der EU, müsste sie ebenfalls zwingend diese Richtlinie befolgen und den Handel mit Gentechmais zulassen. In diesem Bereich wäre die direkte Demokratie ausser Kraft gesetzt.
29.04.2004 Franzosen wollen Volksabstimmung
- Die Mehrheit der Franzosen tritt für ein Referendum über die EU-Verfassung
ein. 74 Prozent sprachen sich in einer kürzlich veröffentlichten Umfrage des
Instituts CSA für eine Volksabstimmung aus. Staatspräsident Jacques Chirac hat
sich noch nicht entschieden, ob er das Volk abstimmen lassen will.
Mehr unter
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,297358,00.html
14.04.2004 Spiel
ohne Grenzen - Bis Ende Monat will der Bundesrat das Schengen-Übereinkommen
unterschreiben – die Vor- und Nachteile debattieren die Schweizer später. Ein
Bericht von Markus Schär. Mehr unter
http://www.weltwoche.ch/artikel/?AssetID=7450&CategoryID=66
08.04.2004 Manöver
durch die Hintertür - Bundespräsident Joseph Deiss und Aussenministerin
Micheline Calmy-Rey wollten mit dem «Schengen»-Mandat den EU-Beitritt forcieren
– und wurden zurückgepfiffen. Ein Bericht von Urs Paul Engeler in der
"Weltwoche". Mehr unter
http://www.weltwoche.ch/artikel/?AssetID=7390&CategoryID=66
02.04.2004
Irreführender Vorwurf: Die Schweiz ist keine Rosinenpickerin! - Sachlich ist
der Vorwurf der Schweizer Rosinenpickerei irreführend. Der EU-Aussenhandel
profitiert von Milliardengeschäften mit der Schweiz (und umgekehrt). Die Schweiz
finanziert für knapp 20 Milliarden Franken ein Transitverkehrsnetz, das vor
allem auch auf die Bedürfnisse der EU-Staaten ausgerichtet ist. Von Zürich nach
Bellinzona gelangt man auch ohne Ogis Neat. Die EU profitiert auch vom
qualitativ hochwertigen Gewässerschutz der Schweiz. Hätte der Rhein beim
Grenzübertritt in Basel die gleiche Wasserqualität wie der Po an der Adria, wäre
vermutlich mit schärfsten Vergeltungsmassnahmen aus Berlin zu rechnen. Auch kann
die Schweiz auf den Tatbestand verweisen, dass 14 Prozent aller Studenten im
Land aus EU-Staaten stammen und in den Genuss von tiefen Studiengebühren und
eines weitgehend ungehinderten Zugangs zu allen Fakultäten kommen. Die Schweiz
stellt ihr Hochspannungsnetz für günstige Tarife dem Durchgangsverkehr
Frankreich–Italien zur Verfügung. Ausserdem bezahlt der Bund jährlich bis zu 100
Millionen Franken Aufbauhilfe an Osteuropa. Kein Missverständnis: Es geht nicht
darum, den Vorwurf der EU mit einer Darlegung der eigenen Vortrefflichkeit zu
kontern. Aber es ist die Tatsache zu illustrieren, dass seitens der Schweiz kein
Grund besteht für masochistische Anwandlungen. Mehr unter
http://www.weltwoche.ch/artikel/?AssetID=7331&CategoryID=66
19.03.2004 Stasi-Methoden in der EU-Hauptstadt - Aus bislang unbekannten Gründen hat die belgische
Polizei am Freitag die Redaktionsräume des Magazins «Stern» in Brüssel
durchsucht. Nach Angaben des Hamburger Verlags wurde Korrespondent
Hans-Martin Tillack am Morgen in seiner Privatwohnung festgenommen. Die
Wohnung sei durchsucht worden, anschließend habe die Polizei den
Journalisten in sein Büro gebracht, und dort die Durchsuchung und
Schnüffelei fortgesetzt. Die Kontaktaufnahme zu seiner Redaktion werde
Tillack einfach verweigert, erklärt «Stern»-Sprecher Frank Plümer.
«Wir wissen nichts über die Gründe für die Aktion», betonte sagte Plümer.
Deshalb könne er auch keine Bewertung abgeben. «Es kann aber sein, dass das
eine Geschichte ist, die die Pressefreiheit betrifft.» Tillack sei in den
vergangenen Wochen durch eine sehr kritische EU-Berichterstattung
aufgefallen. Der Korrespondent hatte wiederholt über angebliche
Betrugsskandale im Europäischen Parlament berichtet. Plümer sagte, eine
Anwältin sei derzeit in Brüssel vor Ort, komme aber nicht an den
Korrespondenten heran, welcher noch immer in seinem Büro festgehalten werde.
Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) forderte die Brüsseler Behörden
auf, die Vorwürfe gegen Tillack offen zu legen. Die Polizeiaktion nähre den
"Verdacht", ein kritischer Journalist solle eingeschüchtert werden, sagte
DJV-Vorsitzender Michael Konken. Die europäischen Institutionen dürften
sich nicht dem Verdacht aussetzen, die Pressefreiheit mit Füssen zu treten.
Auch der CDU-EuropaAbgeordnete Elmar Brok kritisierte die Durchsuchung des
«Stern»-Büros scharf. Der «Bild»-Zeitung (Samstagausgabe) sagte Brok, der
Vorgang sei ein «gefährlicher Eingriff in die Pressefreiheit». Es stelle sich
die Frage, ob die Ermittler Verhältnismässigkeit gewahrt hätten.
13.03.2004 Mitglieder des Rechnungshofes
bedienen sich aus EU-Kassen
- Ausgerechnet die Kontrolleure der EU-Finanzen, die 15
Mitglieder des Europäischen Rechnungshofs, greifen auf dreiste Weise selbst in
die Kassen der Union. Das berichtet 'Der Spiegel' Nr.12/2004. Mit Hilfe eines
Tricks genehmigten sich die Rechnungsprüfer einen kräftigen Zuschlag auf ihre
stattlichen Gehälter. Um ihre Grundgehälter von monatlich rund 16.000 Euro
aufzustocken, nehmen die Mitglieder des Rechnungshofes für sich einen so
genannten Berichtigungskoeffizienten in Anspruch, der eigentlich für EU-Beamte
geschaffen wurde. Danach können bis zu 30 Prozent des Einkommens in einen
EU-Staat überwiesen werden, in dem ein Mitglied des Rechnungshofs einen Wohnsitz
hat oder Familienangehörige versorgt. Mehr unter
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,290463,00.html
Neue ECONOMIST-Studie: EU-Beitritt der Schweiz nicht kompatibel mit direkter Demokratie
01.03.2004 Die
liberale britische Zeitschrift "Economist" zeichnet sich durch eine hohe
Professionalität und Seriosität aus, wie sie selbst im britischen Journalismus
nur noch selten gefunden wird. Mitte Februar präsentierte der "Economist" unter
dem Titel "A spezial case" eine Studie zur Schweiz. Die Untersuchung zeichnet
ein ziemlich schonungsloses Bild der Misswirtschaft der letzten 15 Jahre.
Gleichzeitig zeigt sie allerdings auch grosses Verständnis für schweizerische
Eigenheiten. Besonders interessant sind die Feststellungen zur Europapolitik.
Die Studie gelangt nämlich zum Schluss, dass ein beitritt zur EU nicht im
Interesse der Schweiz sei. Dies weniger aus ökonomischen Gründen - die positiven
und negativen wirtschaftlichen Folgen hielten sich wohl etwa die Waage - als aus
politischen. Entscheidungsgewalt nach Brüssel abzugeben sei tatsächlich nicht
kompatibel mit dem historisch bewährten helvetischen Verständnis von
Volkssouveränität und direkter Demokratie. Das Fazit ist um so bemerkenswerter,
als die Autorin der Studie nach eigenem Bekennen zu Beginn ihrer fünfwöchigen
Untersuchung noch überzeugt war, dass die Schweiz in die EU gehöre. (Quelle:
Spectrum, JES Schweiz Nr.1/2004). Mehr unter
http://www.economist.com/countries/Switzerland/
Brüsseler Spesen-Sumpf: "Wir
müssen endlich ehrlich sein"
07.02.2004 EU-Parlamentarier dürfen Spesen abrechnen, die nie
gemacht wurden - wie eine Art zweites Gehalt. Der parteilose österreichische
Abgeordnete Hans-Peter Martin findet das beschämend. Heute legte er seine
Reisekosten offen und fordert gegenüber SPIEGEL ONLINE ein Ende der
"unerträglichen Spesenheuchelei". Mehr unter
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,284896,00.html
Schweiz hat wenig zu fürchten
11.01.2004 Die EU hat
der Schweiz im Streit um die Zinsbesteuerung mit Sanktionen gedroht. Ein Bericht
der EU-Kommission zeigt jetzt, dass Brüssel kaum Möglichkeiten in der Hand hat.
Die Drohung ist deutlich gewesen: Wenn die Schweiz im Streit um die
Zinsbesteuerung und damit um das Bankgeheimnis nicht nachgibt, muss sie mit
Strafmassnahmen rechnen. Verwiesen wurde auf die mögliche Einschränkung des
Kapitalverkehrs, die den Finanzplatz Schweiz am stärksten treffen könnte. Die
Drohungen, die der britische Schatzkanzler Gordon Brown und der
EU-Binnenmarktkommissar Frits Bolkestein im September 2002 in Kopenhagen gegen
die Schweiz aussprachen, wurden nicht umgesetzt. Im Gegenteil, die Schweiz
setzte sich mit dem Vorschlag einer Zahlstellensteuer durch. Ein Bericht der
EU-Kommission macht nun deutlich, warum: Die EU hat kaum Mittel, gegen Länder
wie die Schweiz gezielt Strafmassnahmen zu ergreifen. Mehr dazu:
http://www.tagblatt.ch/mailartikel.cfm?pass_id=862067&ressortname=index
Solbes klagt gegen EU-Defizitbeschluss
11.01.2004 Ein
Machtkampf innerhalb der EU ist entstanden, nachdem Rechtsexperten der
Kommission empfohlen haben, gegen europäische Regierungen gerichtlich
vorzugehen, wegen der Art und Weise, in der die Nichtbeachtung der Regeln des
Stabilitäts- Wachstumspaktes gehandhabt wurde. Im Streit um die Auslegung des
Euro-Stabilitätspaktes tritt der EU-Währungskommissar Pedro Solbes informierten
Kreisen zufolge für eine Klage vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) ein.
(Quelle:
http://finanzen.sueddeutsche.de/nws.php?nws_id=1000273962&cmp_id=&ntp_id=362,385
)
Neuerscheinung: Ulfkotte zur Osterweiterung
11.01.2004 Im März
2004 erscheint das neuste Buch vom bekannten Autor Udo Ulfkotte im
Bertelsmann-Verlag zur Osterweiterung. Der Titel "Grenzenlos kriminell! Die
Risiken der Osterweiterung und was Politiker verschweigen." verspricht viel.
Drogenhandel, Geldwäsche und sonstige Aktivitäten der organisierten Kriminalität
machen schon lange nicht mehr vor den Außengrenzen der EU Halt. Aber was wird
nach der im Mai 2004 erfolgenden Osterweiterung? Das neue Buch nennt die
Hintermänner beim Namen und analysiert das Bedrohungspotenzial der Organisierten
Kriminalität. Der Autor stützt sich dabei auf intensive Recherche und
Exklusivmaterial, das ihm u.a. von zwei Bundesländern zur Verfügung gestellt
wurde. Vorbestellungen sind auf
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3570002004/qid%3D1071832195/sr%3D1-8/ref%3Dsr%5F1%5F11%5F8/028-0390813-6693344
möglich.
EU-Rechnungsführerin: Der Betrug hat System!
03.01.2004
EU-Rechnungsführerin, Direktorin für die Ausführung des Haushaltsplans und
Chefbuchhalterin, die Spanierin Marta Andreasen, wurde vom Dienst
suspendiert, weil sie auf die Betrugsanfälligkeit des Systems hingewiesen hatte.
Seit Anfang 2002 kämpft sie bei vollen Bezügen dagegen an. "Man will mich zum
Schweigen bringen. Das Rechnungssystem beugt Betrug nicht vor, es deckt ihn
nicht auf und es macht es zudem sehr schwierig, Betrug zu beweisen. Meiner
Meinung nach müßte unverzüglich eine unabhängige Prüfung vorgenommen werden. Der
EU-Rechnungshof hat 95 Prozent aller Zahlungsvorgänge die Rechtmäßigkeit und
Zuverlässigkeit abgesprochen. Das entspricht 95 Milliarden Euro oder 1.307,23
Milliarden Schilling die vom Betrug bedroht sind." Marta Andreasen traute ihren
Augen nicht: Keine doppelte Buchhaltung, häufig keine Belege und eine
Buchhaltung, die großteils mit der Homeoffice-Software Excel erledigt wird. Mehr
unter
http://www.das-gibts-doch-nicht.org/seite2420.php