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Pleiten, Pech und Pannen
Wie US-Außenminister Colin Powell vor dem UN-Sicherheitsrat den Irak der Gefährdung des Weltfriedens zu überführen versuchte
von Jürgen Elsässer
Der
Auftritt des US-Außenministers vor der UNO am 5.Februar 2003 war schon Wochen
vorher angekündigt und mit großer Spannung erwartet worden. Bereits im Vorfeld
hatten Kommentatoren einen Vergleich zur Kuba-Krise 1962 gezogen: Damals hatte
der US-Botschafter dem Weltsicherheitsrat gestochen scharfe Satellitenfotos
gezeigt, die die Existenz sowjetischer Mittelstreckenraketen auf der Zuckerinsel
tatsächlich bewiesen.
Eine vergleichbare Evidenz hatte der Vortrag von Powell nicht. Trotzdem war das
Echo der großen Medien in Deutschland positiv. Die Bild-Zeitung erschien tags
darauf mit der Headline: »Terror-Beweise gegen Saddam – Jetzt Krieg?« Die
Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) kommentierte am 7. Februar: »Der Auftritt,
das ist nicht zu leugnen, war fulminant. Vorübergehend hat der amerikanische
Außenminister den UN-Sicherheitsrat in eine Art Weltgerichtssaal verwandelt ...
Beeindruckend an der Beweisführung war nicht der multimediale
Präsentationseffekt, sondern ihre Breite.«
Daß es mit der Breite der Beweisführung zumindest an einer Stelle haperte,
konnte man derselben Zeitung einen Tag später entnehmen: »Geheimdienst schrieb
Dossier ab – Die britische Regierung hat sich am Freitag dafür entschuldigt,
veröffentlichte Aussagen eines amerikanischen Wissenschaftlers in ihrem jüngsten
Irak-Dossier ohne Quellenangabe verwendet zu haben ... Auch der amerikanische
Außenminister Powell hatte das britische Dokument in seiner Rede vor dem
Weltsicherheitsrat erwähnt.« Typisch: Das Powell-Lob stand in einem fetten
Leitartikel auf Seite 1, das Dementi auf Seite 6 unten in einer Kurzmeldung.
Der Vorgang verdient eine ausführlichere Darstellung, zeigt er doch, wie panisch
und hilflos die US-Regierung selbst für diese doch so sorgfältig vorbereiteten
Rede nach Belastungsmaterial gegen den Irak gesucht hat. Powell sagte vor der
UNO: »Ich möchte die Aufmerksamkeit meiner Kollegen gerne auf ein
ausgezeichnetes Papier lenken, das das Vereinigte Königreich gestern verbreitet
hat, das in erlesenen Details die Täuschungsaktivitäten des Irak beschreibt.«
Das »ausgezeichnete Papier« hatte die Blair-Regierung unter dem Titel »Irak –
seine Infrastruktur der Verschleierung, Täuschung und Einschüchterung« an die
Öffentlichkeit gegeben. Der britische Sender ITN hatte schon kurz nach Powells
Promotion nachgewiesen, daß es sich dabei nicht um neue Geheimdiensterkenntnisse
handelte, sondern um ein Puzzle aus akademischen Veröffentlichungen eines
kalifornischen Studenten, die zum großen Teil auf Material beruhten, das die
Irakis 1991 beim Abzug aus Kuwait zurückgelassen hatten. Das Plagiat war
seitenlang mit dem Original wortidentisch und hatte sogar Rechtschreibe- und
Kommafehler übernommen. An einigen Stellen war freilich nachgebessert worden: Wo
der Nachwuchsakademiker vor der Unterstützung des irakischen Geheimdienstes für
»Organisationen« in feindlichen Staaten gewarnt hatte, war in der Fassung der
britischen Kopisten von »terroristischen Organisationen« die Rede. (Guardian, 7.
Februar 2003)
Nun könnte man einwenden, die Verwendung studentischer Hausarbeiten statt
beweiskräftiger Erkenntnisse desavouiere zwar die Blair-Regierung, nur bedingt
aber Powell, der sich deren Dossier vielleicht nur in der Hitze des Gefechts zu
eigen gemacht habe. Wenden wir uns deshalb seiner eigenen Beweisführung zu.
Sein Auftritt hatte intendiert, dem Irak schwerwiegende Verstöße gegen die
Sicherheitsratsresolution 1441 nachzuweisen. Dabei datierten die präsentierten
Indizien zumeist einige Wochen zurück, stammten also noch aus dem letzten Jahr.
Warum hatte die Bush-Regierung diese angeblich so gravierenden Beweise nicht
schon längst den UN-Inspektoren zur Prüfung übergeben? Hat sie damit nicht
selbst gegen die Resolution 1441 verstoßen, die in Artikel 10 »von allen
Mitgliedsstaaten verlangt, (der UN-Kontrollkommission) UNMOVIC und (der
internationalen Atomenergiebehörde) IAEA volle Unterstützung ... zu gewähren,
was die Übergabe jeder Information in Verbindung mit verbotenen (Waffen-)Programmen
einschließt«?
Die Tonaufnahmen
Powell spielte zwei Mitschnitte ab, in denen angebliche hohe irakische
Regierungsvertreter sich über das Beiseiteschaffen von Materialien unterhalten.
An einer Stelle wird Anweisung erteilt, den Ausdruck »Nervengift« in
Funksprüchen zu unterlassen.
Es kann bei näherer Betrachtung der US-Außenpolitik zumindest nicht
ausgeschlossen werden, daß diese Aufnahmen gefälscht sind. So wurden im letzten
Jahr von der US-Regierung Dokumente über subversive CIA-Aktivitäten in den 50er
Jahren in Guatemala freigegeben. Um einen Putsch gegen die demokratisch gewählte
Regierung zu provozieren, betrieben die US-Schattenkrieger eine Radiostation im
Land, in der oppositionelle Guatemalteken zu Wort kamen, von denen kein einziger
existierte – alles war ein Fake. In den 90er Jahren stellte die regierungsnahe
PR-Agentur Rendon Group gefälschte Radionachrichten für den Irak her. Dafür
wurde ein Harvard-Student als Stimmenimitator Saddam Husseins verpflichtet, weil
seine Stimme der des irakischen Diktators sehr ähnlich war. Gegenüber der New
Yorker Zeitschrift Village Voice (Ausgabe November 2002) gab der Mann zu
Protokoll, für seine Bemühungen 3000 Dollar im Monat bekommen zu haben.
Sollten die Tonaufnahmen nicht gefälscht sein, gibt es zwei Möglichkeiten:
Entweder es wurden wirklich gefährliche Stoffe beseitigt. Dann stellt sich immer
noch die Frage, ob der Irak überhaupt (noch) die Trägersysteme und Zerstäuber
hat, ohne die diese Gifte gar keine Bedrohung für die Nachbarstaaten oder die
Kurdengebiete sind, sondern (etwa durch Transport und/oder schlampige Lagerung)
eher die eigene Bevölkerung gefährden. Dafür hat Powell keinen Beweis vorgelegt,
sich nicht einmal dazu geäußert. Oder es geht lediglich um das Aufräumen von
Munitionsresten, die im irakischen Abrüstungsbericht von Anfang Dezember 2002
nicht auftauchen –, was auch dem großen Zeitdruck geschuldet sein kann, unter
dem der Bericht vorgelegt werden mußte. So waren am 17. Januar
C-Waffensprengköpfe gefunden worden, die nicht in dem Bericht aufgeführt waren.
Washington hatte schnell von einem »ernsten Vorkommnis« gesprochen, obwohl die
Sprengköpfe leer waren. Das ganze war also harmlos, konnte aber propagandistisch
ausgeschlachtet werden – es wäre nicht verwunderlich, wollte die irakische
Regierung eine Wiederholung vermeiden. Für eine solche undramatische Lesart
spricht vor allem eine Passage aus der Aufnahme vom 30. Januar 2003, also knapp
zwei Wochen nach dem aufgebauschten Fund der C-Waffen-Hülsen, in der ein
irakischer Offizieller sagt: »Wir haben dir gestern eine Mitteilung geschickt,
alles zu säubern, die Resteecken und die verlassenen Bereiche.«
Die Satellitenaufnahmen
Powell zeigte Fotos, die unter anderem beweisen sollen, wie die Anlage Al-Taji
von Chemiewaffen gesäubert wurde, bevor die Inspektoren eintrafen. Erneut stellt
sich die Frage nach der Authentizität: Sind die Fotos echt oder gefälscht, neu
oder alt? Wichtiger aber ist das direkte Dementi von UNMOVIC-Chef Hans Blix
gegenüber der New York Times (31.1.2003): »Herr Blix nahm zu den Behauptungen
von Außenminister Colin Powell Stellung, wonach die Inspektoren herausgefunden
hätten, irakische Beamte versteckten und transportierten verbotene Materialien
innerhalb und außerhalb des Irak, um eine Entdeckung zu verhindern. Er sagte,
die Inspektoren hätten keine solchen Vorfälle berichtet.«
Mobile B-Waffenlabors
Zu diesem Thema präsentierte Powell Behauptungen, aber keinerlei Beweise. Die
schönen Schemazeichnungen über Giftküchen auf Lastkraftwagen wurden mittels der
Grafik-Software der Computer im US-State-Department erstellt. Die Namen der
Überlaufer, die die zugrundeliegenden Informationen geliefert haben sollen, gab
Powell nicht preis, obwohl man bei Überlaufern annehmen müßte, daß sie vor
Repressalien des Hussein-Regimes geschützt sind. »Deutsche Sicherheitsexperten
haben an der Seriosität dieser Quellen Zweifel angemeldet. Es handele sich in
der Regel um Männer, die von irakischen Oppositionsgruppen präsentiert worden
seien. Einer dieser Überläufer hatte im vergangenen Jahr ... erklärt, Saddam
habe eine Flotte von Renault-Lastagen mit mobilen Labors für Biowaffen
ausstatten lassen ... Immerhin verzichten die USA derzeit auf jenen Zeugen, der
ganz genau wußte, daß bereits Ende der achtziger Jahre am irakischen Resasa-See
ein unterirdischer Atomtest stattgefunden ... habe.« (Süddeutsche Zeitung, 30.
Januar 2003)
Auch Rolf Ekeus, von 1991 bis 1997 Leiter der UN-Waffenispekteure im Irak, kann
den Spekulationen wenig abgewinnen: »Kühlwagen zu fahrbaren Labors umzubauen,
erscheint mir technisch schwierig und viel zu gefährlich. Dazu bräuchten die
Fahrzeuge nämlich doppelte Zugangstüren und ein kompliziertes
Ventilationssystem. Es wäre auch unklug, weil die Gefahr durch auf Iraks Straßen
herumfahrende B-Waffen-Labors für die Bevölkerung sehr hoch wäre.« (Frankfurter
Rundschau, 1. Februar 2003)
Aluminiumröhren
Powell behauptet, der Irak habe Aluminiumröhren zur waffentauglichen
Anreicherung von Uran beschaffen wollen. Entsprechende Klage hatte Präsident
Bush zuvor gleich dreimal geführt, und zwar in seiner Rede vor der
UN-Vollversammlung am 12. September 2002, in seiner Ansprache an die Nation vom
7. Oktober 2002 und zum »State of the Union« am 28. Januar 2003.
Die Waffeninspekteure haben das Gegenteil herausgefunden. »Manch vermeintlich
heiße Spur erwies sich als Luftnummer. Das prominenteste und für Washington
peinlichste Beispiel schrieben die Inspekteure am Montag (beim Bericht vor der
UNO am 27. Januar, JE) erneut ins Stammbuch: Jene illegal importierten
Aluminiumröhren, mit denen Irak nach US-Angaben Zentrifugen zur Urananreicherung
bauen wollte, hätten sich bei Kontrollen als für diesen Zweck untauglich
erwiesen«, faßte die Frankfurter Rundschau am 29.Januar zusammen. Eine Woche
später wiederholte Powell die Ente.
Verbindungen zu Al Qaida
Schon
bald nach dem 11. September war behauptet worden, der mutmaßliche Attentäter
Mohamed Atta habe sich zu Absprachen in der irakischen Botschaft in Prag
aufgehalten. Diese Version mußte von der CIA im Mai 2002 widerrufen werden (FAZ,
3. Mai 2002)
Powell wartete mit einer neuen Variante auf: Die Verbindung laufe über Abu Musab
al-Zarqawi. Beweis: Er sei in einem Bagdader Krankenhaus behandelt worden.
Weiterhin habe ein hochrangiger Saddam-Agent der fundamentalistischen
Organisation Ansar al-Islam, in der dieser al-Zarqawi eine wichtige Rolle
spielt, Schutz im Irak angeboten. Schon jetzt unterhalte die Gruppe ein
Trainingscamp samt C-Waffen-Fabrik im Nordirak.
An dieser Geschichte paßt nichts zusammen: Zum einen bestreitet Ansar al-Islam
jeden Kontakt zu Al Qaida. Zum zweiten mag sich Al Zarqawi vielleicht im Irak
aufhalten – warum ist das aber ein Beweis für irgend etwas, wo doch der
unbestrittene Chef der Gruppe, Mullah Krekar, unbehelligt in Norwegen lebt?
In der aktuellen Ausgabe des Spiegel äußert sich dieser Krekar zu Powells
Fotobeweis: »Das Bild zeigt erstens nicht den besagten Ort Churmal. Und zweitens
ist der nicht unter Kontrolle der Ansar al-Islam. In der ganzen Region gibt es
überhaupt keine Fabrik – weder für Nahrungsmittel oder Kleider noch für Waffen.«
Selbst wenn Krekar lügt, belastet die Sache nicht Saddam: Der Nordirak, wo sich
das Camp von Ansar al-Islam befinden soll, ist autonomes kurdisches Gebiet, das
dem Zugriff Bagdads seit 1991 vollständig entzogen ist. Und: Da die USA doch so
präzise Informationen haben – warum haben sie es bei einem ihrer zahlreichen
Luftangriffe zum angeblichen Schutz der Flugverbotszone im Nordirak nie
bombardiert?
Schuldig bei Verdacht
Was bleibt also von Powells Vortrag? Die US-freundliche Welt urteilte am Tag
darauf: »Seine Belege haben nicht die Kraft eines alles entlarvenden Dokumentes
und können sie auch nicht haben ... Der wichtigste Beweis für die irakischen
Machenschaften liegt ohnedies seit langem vor: Es ist Saddam Hussein selbst.«
Das ist fast noch griffiger formuliert als von US-Verteidigungsminister Donald
Rumsfeld: »Die Tatsache, daß die Inspekteure bisher keine neuen Beweise für das
irakische Massenvernichtswaffenprogramm gefunden haben, könnte an sich schon ein
Beweis dafür sein, daß der Irak nicht kooperiert.« (New York Times, 16. Januar
2003)
* Quellen: Die Berichte von Powell, Blix und El-Baradei vor der
UNO finden sich unter: www.uni-kassel.de/fb10/frieden/regionen/Irak
Für den Verfasser waren Artikel der US-amerikanischen Publizisten Rahul Mahajan
(www.nowarcollective.com), Ali Abunimah (http://electronicIntifada. net) und
Dennis Hans (www.commondreams.org) hilfreich.
* Jürgen Elsässer steht für Vorträge zum Thema zur Verfügung (J.Elsasser@t-online.de)
übernommen von: Junge Welt
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Mittwoch, 26. März 2003, 11:52 -- Tages-Anzeiger Online Beweise über irakisches Atomprogramm wurden gefälscht Die angeblichen Beweise für Uraneinkäufe Iraks haben sich als plumpe Fälschungen erwiesen. US-Präsident George W. Bush hatte die gefälschten Unterlagen in seiner Rede an die Nation genannt und der Atomenergiebehörde IAEA vorgelegt. Von Louis Charbonneau, reuters Die Dokumente seien so amateurhaft gefälscht gewesen, dass ihm die Kinnlade runtergefallen sei, sagte ein Mitarbeiter der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) jetzt der Nachrichtenagentur Reuters. Er wollte namentlich nicht genannt werden. Die Papiere wurden seinerzeit als Beweis dargestellt, dass Irak sein Atomwaffenprogramm wieder aufgenommen habe. Irak habe versucht, 500 Tonnen Uran in der Republik Niger zu kaufen, hiess es darin. Der US-Geheimdienst CIA hatte im vergangenen Herbst gewarnt, dass Irak innerhalb eines Jahres Atomwaffen herstellen könnte, wenn sich das Land Uran beschaffe. US-Präsident George W. Bush befand die vorgelegten Beweise für glaubwürdig genug, um sie im Januar in seiner Rede zur Lage der Nation zu verwenden. Der Vorwurf, Irak decke sich mit Uran ein, wäre der schlagende Beweis gegen das Regime von Saddam Hussein gewesen, sagte der IAEA- Beamte. Der einzige Grund für den Bedarf nach Uran wäre die Herstellung von Waffen gewesen. Als die IAEA Monate später die Dokumente erhielt, stellte sich jedoch schnell heraus, dass sie gefälscht waren. Zwei davon waren den Uno-Kreisen zufolge ganz besonders schlecht gemacht. In einem angeblichen Brief des Präsidenten von Niger wurde auf die Stellung des Präsidenten nach der Verfassung von 1965 Bezug genommen. Die Republik Niger hat jedoch seit 1999 eine neue Verfassung. Auch die Unterschrift des Präsidenten sei sehr schlecht gefälscht worden. Er sei kein Graphologe, aber die Unterschrift des Präsidenten sei darin nicht einmal annähernd getroffen, sagte der Beamte. Ein anderer Brief, in dem es um Uran ging, wurde angeblich im Oktober 2000 vom Aussenminister Nigers, Alle Elhadsch Habibou, unterschrieben und geschickt. Dessen Amtszeit im Aussenministerium war allerdings bereits elf Jahre zuvor zu Ende. Auch der Briefkopf hatte einen Schönheitsfehler. Darin wurde der Militärrat aus der Zeit vor 1999 genannt. Das wäre in etwa so, als würde Russland heutzutage noch Sowjetunion genannt. Die IAEA beauftragte daraufhin ein internationales Team von Kriminaltechnikern mit der Untersuchung der Dokumente. Die Experten, unter ihnen auch Briten und US-Amerikaner, kamen ebenfalls zu dem Schluss, dass die Papiere gefälscht waren. Die IAEA fragte die USA und Grossbritannien, ob sie anderes Material hätten, das beweisen könnte, dass Irak Uran beziehen wollte. Die USA und Grossbritannien verneinten. IAEA-Chef Mohamed El Baradei informierte den Uno-Sicherheitsrat Anfang März, dass der Beweis für eine Verbindung zwischen Irak und Niger eine Fälschung sei. Zudem hätte eine drei Monate lange Suche mit 218 Kontrollen an 141 Orten in Irak keinen Beweis oder plausiblen Hinweis geliefert, dass Irak ein Atomwaffenprogramm habe, sagte El Baradei. US-Vizepräsident Dick Cheney hielt jedoch weiter an der Haltung der USA fest. Cheney sagte lediglich, El Baradei liege mit seiner Ansicht über Irak falsch. (sda) |
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