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 Trends und Hintergründe - Stets aktueller informiert, wo es um Leben und Tod geht

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Hier finden Sie die aktuellen Lebensschutz-News

31.12.2004   Der Pferdefuss beim Schweizer Transplantationsgesetz - Ein vom eidgenössischen Parlament kürzlich abgesegnetes Gesetz erlaubt es explizit, Abtreibungsopfer als Transplantationsmaterial zu verwerten  Kritiker befürchten, dass das neue Gesetz das Geschäft mit der Abtreibung ankurble. Schweizer Lebensschützer lancierten daher ein Referendum, um das Transplantationsgesetz per Volksentscheid zu Fall zu bringen. In einer Presseerklärung erklärte das Referendumskomitee, dass es eine klare gesetzliche Regelung der Organtransplantation grundsätzlich befürworte. Nicht akzeptierbar sei dagegen die erlaubte Verwendung von sogenannt „überzähligen“ Embryonen und abgetriebenen Kindern für Transplantationszwecke. Das Gesetz gestattet  die Verwendung von Zellen, Geweben oder Organen von abgetriebenen Föten für derartige Zwecke und liefert Frauen Eizellen- oder Embryojägern aus. Es ist bekannt, dass solche Technologien sich für die Ausbeute eher grössere und weiter entwickeltere Föten wünschen. Damit könnte durch das neue Transplantationsgesetz zugleich die in der neuen Schweizer Fristenregelung bereits eingebaute Tür für die Spätabtreibungen aufgestossen werden. Mehr unter http://www.kreuz.net/article.416.html
 
30.12.2004   Auswirkungen der Abtreibung auf den Rechtsstaat: Recht auf Abtreibung verdrängt Recht auf Meinungsfreiheit - Ein Interview mit Prof. Dr. Wolfgang Waldstein lässt aufhorchen. Waldstein lehrte von 1965 bis zu seiner Emeritierung im Jahre 1992 Römisches Recht an der Universität in Salzburg. Daraus ein Ausschnitt: "Ich erwähne an dieser Stelle Weihbischof Dr. Andreas Laun - der damals noch nicht Weihbischof, ich glaube auch noch nicht einmal Dozent war. Dr. Laun hat sich, in diesem Zusammenhang, in Wien sehr für den Schutz des ungeborenen Kindes eingesetzt. Was musste er da an Anflegelungen und Anpöbelungen erleben! Das Schönste aber passierte ihm hier in Salzburg, wo er einen Vortrag an der Universität gehalten hat. Eine Gruppe der Anwesenden versuchte diesen Vortrag zu verhindern, indem sie Kochtopfdeckeln zusammenschlugen. Der Lärm war so laut, das er nicht sprechen konnte. Als Dr. Andreas Laun sich auf das verfassungsrechtliche Recht der Meinungsfreiheit berief, wurde ihm laut entgegengeschrieen: „Das Recht auf Abtreibung geht vor! Das Recht auf Meinungsfreiheit ist dem untergeordnet!“ Frage: "Eine Diktatur?" Prof. Waldstein: "Es ist tatsächlich eine Diktatur dieser Meinung geworden, die so ist, dass Rechte an sich keine Rolle mehr spielen können. Jedes Recht, auch jedes Menschenrecht kann jeden Augenblick beseitigt werden, wenn eine Mehrheit dies für zweckmässig erachtet, so wie das in den Niederlanden, in Belgien und sogar im Kanton Zürich (Schweiz) de facto bereits geschehen ist. [...] Wenn einmal das Rechtsbewusstsein soweit geschwunden ist, dass man nicht mehr erkennt, dass dort das grundlegendste Menschenrecht auf Leben einfach missachtet wird, dann gibt es nur den einen Weg: zu versuchen - soweit es überhaupt möglich ist - das Rechtsbewusstsein wieder zu wecken. Wie weit das im Einzelnen möglich ist, das wissen alle, die sich damit beschäftigen: Es ist ein mühsamer und harter Weg. Dem steht eine sozusagen „herrschende“ Meinung gegenüber, die so massiv ist, dass jeder, der anderer Meinung ist, zunächst sozusagen als „Feind“ erscheint. Es geht nicht darum, dass jemand das Bestrafen anderer wünscht. Für Rechtsgüter gibt es keinen anderen Schutz, als die Androhung der Strafe für die Verletzung des Rechtsgutes. Wenn es keine Strafe für Diebstahl gäbe, wenn man sagen würde: „Leute, die stehlen, sind doch alle arme Kerle, wie kann man ihnen das in ihrer Not antun, dass man sie noch straft“, wie würde es dann im Staat aussehen? Aber den Schutz des Lebens darf man ohne weiteres aufheben?!" Mehr unter http://www.kreuz.net/article.401.html
 
30.12.2004  'Wind of change' in den USA: Das grosse Umdenken in der Abtreibungsfrage - Wenn Amerikaner an 'Wertbewusstsein' denken, so meinen sie damit vor allem die Abtreibungsfrage. Dies bestätigen aktuelle Analysen der Wahlergebnisse der letzten Präsidentschaftswahlen. Kürzlich hatte sich der Verlierer John Kerry explizit dafür ausgesprochen, die demokratische Partei attraktiver für Pro-Lifer zu machen. Das lässt aufhorchen. Hinter der Äusserung steht die bittere Erkenntnis, dass die US-Bevölkerung mehr und mehr gegen Abtreibungen eingestellt ist und die sehr liberalen Gesetzgebung in diesem Bereich eingeschränkt haben möchte. Im privaten Kreis habe John Kerry noch deutlicher formuliert, dass sein Name im Zusammenhang mit einer liberalen Abtreibungsregelung ihm letztlich den Sieg gekostet habe. Eine Gruppe, die dem demokratischen Kandidaten diesbezüglich das Leben schwer gemacht hat, ist die Pro-Life-Organisation "Operation Rescue West". Mit ihren "Truth Trucks", grossflächig mit Fotos von Abtreibungsopfern beklebtem Transportern waren Teams überall dort präsent, wo Demokraten ihre Partei- und Wahlveranstaltungen abhielten. Darüber prangte der Slogan "“Kerry’s Choice” und “Kerry/Edwards: A Bloody Team for a Bloody America”. Die Omnipräsenz verfehlte ihre Wirkung gerade in sogenannten Swing-States nicht. Sogar die Sprecherin der Pro-Abortion Gruppe 'Catholics for a free Choice' Frances Kissling zeigte sich beeindruckt und meinte selbstkritisch, ihre Gruppe sei wohl "zu weit gegangen, solche grausamen Prozeduren zu verteidigen". Sie meinte dabei die gruselige Partial-Birth-Abortion (Teilgeburts-Abtreibung) in einem späten Stadium der Schwangerschaft. Mehr unter http://www.operationrescue.org/
 
30.12.2004   Überraschender Erfolg von Pro-Life gegen mächtigen Pro-Abortion Senator - Als Antwort auf den Erfolg der Pro-Life-Bewegung bei den US-Präsidentschaftswahlen verkündete der als Abtreibungsbefürworter bekannte Senator Arlen Spencer - ganz auf der Linie des mächtigen Rechtskomitees des Senats - er wolle jede Pro-Life-Nomination für das höchste US-Gericht im Komitee blockieren. Operation Rescue startete sogleich eine Protestaktion gegen Spencers Arroganz. Der Senat wurde in der Folge überflutet mit Anrufen und Briefen. Die Aktion schwoll zur mächtigsten Welle an, die der Senat in seiner Geschichte je kennengelernt hatte. In einer Reaktion darauf kapitulierte Spencer schliesslich mit einer schriftlichen Stellungnahme, er werde die Nominationen des Präsidenten für das Höchste Gericht absegnen. Das war ein erstaunlicher Sieg für die Pro-Life-Bewegung und in seiner Art neu. Mehr unter http://www.operationrescue.org/archives/000146.shtml#more
 
29.12.2004   Schweizer Referendum gegen das Transplantationsgesetz: Bitte sofort unterschreiben! - Im Transplantationsgesetz (Referendumsfrist läuft bis 13.1.2005) geht es um die Verwendung der gleichen "überzähligen Embryonen" aus Befruchtungen ausserhalb des Mutterleibs (IVF-Embryonen) wie beim StFG, aber hier nun für Transplantationszwecke! Nicht genug: Das Transplantationsgesetz gestattet zusätzlich auch die Verwendung von Zellen, Geweben oder Organen von abgetriebenen Föten für Transplantationszwecke! Dass dazu das "Endprodukt" einer Curretage- oder Absaugabtreibung bis zur Fristenlösungsfrist der 12. Schwangerschaftswoche schlecht geeignet ist, dürfte einleuchten. Wird hier leise die bereits in der neuen Fristenregelung eingebaute Türe für Spätabtreibungen aufgemacht? Referendumsbogen herunterladen - lesen – Unterschriften drauf – und sofort zurücksenden! Mehr unter http://www.nein-zum-transplantationsgesetz.ch/
 
29.12.2004   Kampf nur gegen Spätabtreibungen: Spiel mit dem Feuer? - Diözesanräte und Kirchenzeitungen in Deutschland starten in diesen Tagen eine deutschlandweite Unterschriftenkampagne gegen sogenannte Spätabtreibungen. Die ‚Aktion Leben e.V.’ warnt vor der Aktion. Das erstaunt auf den ersten Blick. Die Aktion Leben e.V. sieht ihre Bedenken bestätigt durch eine am 26.10.2004 verbreitete Medieninformation der ‚Christdemokraten für das Leben’ (CDL). Die CDL ist eine Initiative in der CDU/CSU, gegründet von Mitgliedern der Unionsparteien: „...die Tatsache, dass das im Mutterleib getötete Kind nicht abgesaugt werden kann, sondern geboren werden muss, führt hinterher in der Regel zu schweren psychischen Belastungen und Schuldgefühlen bei den betroffenen Frauen.“ Dazu stellt ein Sprecher der Aktion Leben e.V. fest: „Hier wird nicht mehr das Töten der Kinder beklagt, sondern nur noch das psychische Leid der Mutter, die naturgemäss eine Spätabtreibung deutlicher miterlebt als eine Tötung ihres Kindes im ersten Schwangerschaftsdrittel. Hat man etwa vergessen, dass jede Abtreibung, egal ob früh oder spät, die Tötung eines unschuldigen, wehrlosen Menschen ist? Mehr unter http://www.kreuz.net/article.410.html
 
29.12.2004   Deutschlandweite Kampagne gegen Spätabtreibungen - Diözesanräte und Kirchenzeitungen starten Unterschriftenaktion. Das Landeskomitee der Katholiken verlangt eine Gesetzesänderung. Mehr unter http://www.kath.net/detail.php?id=9315
 
28.12.2004   "Babycaust": Neuer Wirbel um Abtreibungsdebatte in Österreich - FP-Seniorensprecher John Gudenus und Bischof Klaus Küng haben mit ihren jüngsten Aussagen die Auseinandersetzung um die Abtreibung neu entflammt. Mehr unter http://www.kurier.at/oesterreich/844103.php
 
28.12.2004  Österreich: Einführung der Fristenlösung 1974 war verfassungswidrig! - Prof. Dr. Wolfgang Waldstein lehrte von 1965 bis zu seiner Emeritierung im Jahre 1992 Römisches Recht an der Universität in Salzburg. Seit dem 31. Mai 1994 ist er Mitglied der Päpstlichen Akademie für das Leben. In einem Interview fragte er sich, was das für eine Rechtordnung sei, die den Träger des Menschenrechts und des Grundrechts nur hinsichtlich seiner Vermögensrechte schützt, aber nicht verhindert, dass man ihm das Leben nimmt? Jedes Vermögensrecht wird damit buchstäblich gegenstandlos. Man hatte im Jahre 1974 in Österreich bei der Einführung der Fristenregelung mit geradezu absurden Argumenten wie zum Beispiel diesem, dass § 22 ABGB „nur Vermögensrechte des Kindes“ betreffe, jedoch nicht sein Lebensrecht, argumentiert. Wenn zum Beispiel ein Erblasser ohne Testament, innerhalb der ersten drei Monate der Schwangerschaft seiner Frau stirbt, dann ist das Kind einwandfrei erbrechtlich geschützt. Die Frau aber kann sich dieses erbrechtlichen Konkurrenten dadurch entledigen, dass sie ihn straflos töten lässt. Ein Interview zum 30. Jahrestag der Kinderabtreibung in Österreich. Mehr unter http://www.kreuz.net/article.293.html
 
28.12.2004   Koma-Patientin Terri Schiavo: Eine Schlacht auf Leben und Tod - Einen mutigen Schritt hat Jeb Bush, der Gouverneur des US-Bundesstaates Florida, im Kampf um das Leben von Terri Schiavo-Schindler gesetzt. Die US-Amerikanerin liegt seit 1990 im Koma. Mit 26 Jahren erlitt sie wegen einer Essstörung einen Zusammenbruch. Dieser bewirkte einen schweren Hirnschaden. Seitdem liegt Frau Schiavo hilflos in einem Pflegeheim im US-Bundesstaat Florida. Einige Ärzte sind der Ansicht, dass sie nie mehr aus ihrem vegetativen Zustand herauskommen werde. Andere vertreten die Auffassung, sie habe Chancen, bestimmte Fähigkeiten wieder zu erlangen. Auch Terris Eltern sind dieser Meinung. Im Jahre 2003 hatte der formelle Ehemann von Terri - inzwischen mit einer anderen Frau liiert und mit ihr Kinder gezeugt -  über einen Richter erwirkt, dass der Ernähungsschlauch seiner Frau entfernt wurde. Frau Schiavo sollte verhungern. Doch Gouverneur Jeb Bush, ein Bruder des gegenwärtigen Präsidenten der USA, brachte innerhalb weniger Tage ein Gesetz durch das Lokalparlament von Florida, so dass die Ernährung von Frau Schiavo nach sechs Tagen wieder aufgenommen werden konnte. Die Patientin überlebte die sechs Tage ohne Essen und Trinken. Im Frühjahr wurde das Gesetz, das von Journalisten das „Terri-Gesetz” genannt wurde, durch den Obersten Gerichtshof von Florida wieder ausser Kraft gesetzt. Gouverneur Jeb Bush, vor Jahren zum Katholizismus konvertiert und in seiner Familie Spanisch sprechend, gab sich nicht geschlagen. Letzten Mittwoch wandte er sich über seine Rechtsanwälte an den Obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten, um das Leben von Frau Terri Schiavo zu retten. Begründung: Das fatale Gerichtsurteil des Obersten Gerichtes in Florida habe „unheilvolle Konsequenzen für die Schwächsten unserer Mitbürger, die nicht mehr für sich selber sprechen können”. Mehr unter http://www.kreuz.net/article.404.html
 
24.12.2004   USA: Trend zur Abtreibung durch Mord an Schwangeren - Die Washington Post kommt nach einer jahrelangen Studie zum erschreckenden Schluss, dass immer häufiger Frauen, die ein Kind erwarten, Opfer eines Tötungsdelikts werden. Diese Todesursache sei bereits häufiger als Tod durch Unfall oder Krankheit. Ein grosser Prozentsatz von ihnen werde durch ihren Freund oder Ehemann getötet. Die Artikel gehen darauf ein, wie es zu erklären sei, dass solche Männer einen Doppelmord in Kauf nehmen würden. Der Punkt sei, dass sie ihre eigenen ungeborenen Kinder töten wollten, zitiert die Washington Post in ihrer Ausgabe vom 19. Dezember Pat Brown, einen Kriminologen aus Minneapolis: "Wenn die Frau ihr Kind nicht haben möchte, kann sie eine Abtreibung vornehmen lassen. Wenn der Mann es nicht will, kann er es nicht einfach wegmachen lassen (Zitat: "he can't do a damn thing about it"). Er ist für den Rest seines Lebens an ein Kind angebunden. Er ist gebunden an die Kinderunterstützung für den Rest seines Lebens, und er ist für den Rest seines Lebens an die Frau gebunden. Wenn sie weg ist, ist das Problem weg." In ihren Artikeln führt die Zeitung verschiedene Fälle an. Sie berichtet von einer 18jährigen im achten Monat Schwangeren, die von ihrem Ex-Freund auf offener Strasse per Kopfschuss getötet wurde, weil die Vaterschaft seiner Musikkarriere in den Weg gekommen wäre. (Quelle: Newsletter des "Population Research Institute" von 23.12.2004) http://www.pop.org/
 
24.12.2004   Überforderte Kindsväter töten, wenn Frauen nicht abtreiben - Unter den Beispielen von Schwangeren, die Opfer eines Mordfalls wurden, führt die Washington Post den Fall von Ceeatta Stewart-McKinnie (23) an, einer College-Studentin in Richmond. Sie wurde von ihrem Freund zu Tode geprügelt. Das Paar hatte sich über Jahre hinaus immer wieder verbunden und getrennt, Ceeatta hatte zuvor mehrere Abtreibungen gehabt. Ermordet wurde sie, jetzt mit ihrem Freund verheiratet, nachdem sie sich geweigert hatte, eine weitere Abtreibung vornehmen zu lassen. Im Fall von Shameka Fludd wollte die alleinstehende Mutter in schwierigen Umständen keine Abtreibung vornehmen lassen. Aber Tjane Marshall war bereits Vater von zwei Kindern und sagte, ein Baby würde sein Leben ruinieren, wie Fludds Schwestern später erklärten. So tötete Marshall Shameky Fludd. Zu solchen Vorfällen äusserte sich der Kriminalexperte Louis Mizell: "Wenn Ehemann oder Freund ihre schwangere Partnerin attackieren, hat dies in der Regel zu tun mit dem Unwillen, eine Vaterschaft, Ehe, Kindsunterstützung anzunehmen, oder dem Bestreben, einen öffentlichen Skandal zu vermeiden." Es seien nicht Eifersucht oder andere Gründe, welche diese Männer zu Mördern machen, vielmehr die Einstellung gegenüber Kindern, wie sie im Gesetz Roe gegen Wade zum Ausdruck komme. Dieses setze unpassend gezeugte Kinder der Gefahr aus, sterben zu müssen. (Quelle: Newsletter des "Population Research Institute" von 23.12.2004) http://www.pop.org/
 
24.12.2004   Französisches Predigtverbot gegen die Homosexualität - Frankreich. Nach einer Meldung von CWNews wurde in Frankreich ein Gesetz verabschiedet, daß die sogenannte „sexistische “ bzw. „anti-homosexuelle“ Sprache unter Strafe stellt. Das Gesetz sei am Mittwoch im Französischen Senat beschlossen worden. Vorausgehend war es schon von der Nationalversammlung angenommen worden. Das neue Gesetz sieht vor, dass jeder, von dem feststellt wird, dass er aufgrund von Geschlecht oder geschlechtlicher Orientierung Hass oder Gewalt gegen eine Person sät, zu einer Gefängnisstrafe bis zu einem Jahr und einer Busse bis 45.000 Euro verurteilt werden kann. In der katholischen Kirche wird befürchtet, dass das Gesetz auch gegen die Lehre der Kirche über die Homosexualität angewendet werden könnte. Auch Journalisten äusserten die Sorge, daß das Gesetz die Meinungsfreiheit unterdrücken könnte. Repression sei kein Mittel, um in einem Staat die Toleranz zu fördern, meinte ein Vertreter der „Reporter ohne Grenzen“. http://www.kreuz.net/article.377.html
 
23.12.2004   Ugandas First Lady verteidigt Anti-AIDS-Kampagne - Wer „safe sex“ propagiert und die auf Treue und Enthaltsamkeit basierende Anti-AIDS-Strategie kritisiert, führt das Land in den Tod, sagt Janet Museveni. Mehr unter http://www.kath.net/detail.php?id=9260
 
22.12.2004   Deutsche Gesetzeslücke erlaubt Designerbabys - Zwei selektierte Kinder sind kürzlich in Deutschland geboren. Sind dafür kranke gestorben? Die ‚Bioethik-Nachrichten’ berichten über zwei deutsche Kinder, die in den letzten Wochen nach einer sogenannten „Polkörper-Diagnostik“ geboren wurden. Ein erstes Kind nach Mass kam in Regensburg zur Welt, das zweite Kind in Lübeck. Die Polkörperdiagnostik funktioniert nach folgendem Prinzip: Während der Entwicklung der Eizelle bilden sich zwei sogenannte „Polkörperchen“. Mit Hilfe mikrochirurgischer Techniken werden nach einer künstlichen Befruchtung die Polkörperchen von der befruchteten Eizelle entfernt und im Hinblick auf ihr Genmaterial analysiert. Die Polkörperchen werden der befruchteten Eizelle im Zeitraum zwischen dem Eindringen des Spermiums in die Eizelle und der Verschmelzung der Zellkerne entnommen. Aufgrund dieser Analyse kann zum Beispiel das Vorliegen von Abweichungen in der Chromosomenzahl festgestellt werden. Dadurch können jene Kinder aussortiert werden, die an von der Mutter übertragenen Erbkrankheiten leiden. Das deutsche Embryonenschutzgesetz - das die Zeugung von Kindern im Reagenzglas regelt - verbietet die Untersuchung der befruchteten Eizelle. Die künstlich befruchtete Eizelle besitzt somit vor dem deutschen Gesetz einen rechtlichen Status. Allerdings beginnt dieser rechtliche Schutz des Menschen erst nach der Kernverschmelzung. Gesetzlich ungeregelt ist der Zeitraum zwischen der Befruchtung der Eizelle und der Kernverschmelzung. Diese Gesetzeslücke wird genützt, um behinderte Kinder – im Fachjargon „fehlerhafte Eizellen“ genannt - mittels der Polkörperchen-Diagnostik auszusortieren. Mehr unter http://www.kreuz.net/article.366.html
 
22.12.2004   Rumaisa, das weltkleinstes Baby entwickelt sich «prächtig» - Es hatte die Grösse eines Handtellers und wog bei der Geburt bloss 243,8 Gramm. Das kleinste Baby der Welt versetzte damit nicht nur Mediziner in den USA ins Staunen. Das freudige Ereignis könne Anlass zur Besinnung sein, wie unsinnig es ist, täglich weltweit überlebensfähige Babies aus irgendwelchen "Notwendigkeiten" am Leben zu hindern und zu entsorgen. http://www.netzeitung.de/ausland/318237.html
 
22.12.2004   "Wehe uns allen, wenn wir alt und altersschwach werden" - Mit der Seligsprechung von Clemens Graf von Galen bekommt das Gedenkjahr 2005 auch eine geistliche Dimension. Eine brandaktuelle Besinnung in "Die Welt" unter   http://www.welt.de/data/2004/12/22/377966.html
 
18.12.2004   USA: Ungeborenes Baby überlebt Mord an Mutter und Entführung - Die Mutter wurde am Donnerstag erwürgt aufgefunden. Die Mörder hatten anschliessend das ungeborene Kind aus dem Bauch hergeschnitten und entführt. Mehr unter http://www.kath.net/detail.php?id=9217

18.12.2004   Ein-Kind-Politik für chinesische Regierung nicht mehr sakrosankt - Die demographische und soziale Entwicklung ist seit dem politischen Ein-Kind-Diktat im Jahr 1970 verheerend. Im Jahr 2003 kamen in China auf 117 Buben nur 100 Mädchen. 1982 war die Geburtenrate noch vergleichbar mit jenen anderer Länder: Auf 105 chinesische Burschen kamen 100 Mädchen. Das chinesische Gesundheitsministerium schätzt, daß der Grossteil der Kinderabtreibungen an sechs Monate alten Kindern begangen wird. Viele Eltern warten mit der Abtreibung ihres Kindes, bis ein Ultraschallergebnis mit dem Geschlecht ihres Nachwuchses vorliegt. Weil sich viele Chinesen einen männlichen Stammhalter wünschen und die Regierung auf der Ein-Kind-Politik beharrt, sind Mädchen vor allem in Gefahr, abgetrieben zu werden. Es gibt auch zahlreiche Berichte von Abtreibungen älterer Kinder. China versucht als eines der grössten Abtreibungsregime der Welt jetzt durch Einschränkung der Kinderabtreibungen eine demographische Katastrophe im Land zu verhindern.  Weil chinesische Frauen fehlen, wird es für Männer immer schwieriger eine Ehepartnerin zu finden. Deshalb blühen in China die Prostitution und der Frauenhandel. Der chinesische Präsident, Hu Jintao, beobachtete die Entwicklungen besorgt und beauftragte vergangenen März die Durchführung einer Untersuchung über die sozialen Auswirkungen der Ein-Kind-Politik. Vor drei Monaten begannen Regierungsbeamte, die Abtreibungsgesetze anderer Länder zu studieren und Meinungen internationaler Organisationen einzuholen. Die chinesische Abtreibungspraxis wird allgemein als Wurzel der gegenwärtigen demographischen Katastrophe in China betrachtet. Die Neuregelung in der Stadt Guiyang ist eine direkte Folge dieser Analysen. Mehr unter http://www.kreuz.net/article.335.html
 
18.12.2004   China: Provinzhauptstadt verbietet Spätabtreibungen - Die chinesische Zeitung „Taipai Times” berichtete gestern von einer Verschärfung des Abtreibungsgesetzes in China. Ab 1. Januar dürfen Kinder in Guiyang ‚nur’ noch bis zur 14. Schwangerschaftswoche abgetrieben werden. Guiyang ist die Hauptstadt der westchinesischen Provinz Guizhou. Guiyang wird als erste Stadt Chinas die Abtreibung von Kindern, die älter als 14 Wochen sind, verbieten. Ab 2005 dürfen ungeborene Kinder nach der 14. Woche in Guiyang ‚nur’ mehr unter gewissen Umständen getötet werden. Ein Arzt und Spital, die sich dieser neuen Bestimmung widersetzen, werden mit Geldbussen bestraft. Diese können sich auf bis zu 300.000 yuan (27.000 Euro) belaufen. Der Bürgermeister von Guiyang, Luo Zhuyun meinte, die Abtreibung habe auch Auswirkungen auf die Wirtschaft und Gesellschaft. Die Stadt sehe Handlungsbedarf. Es gelte, keine Zeit zu verlieren. Die neue Regelung von Guiyang will auch verbieten, das Geschlecht eines Kinder vorgeburtlich auszuforschen. Kliniken und Ärzte, die hierbei behilflich sind, sollen mit 30.000 yuan (2700 Euro) bestraft werden. Mehr unter http://www.kreuz.net/article.335.html
 
13.12.2004   Österreichische "Sozialdemordkraten" - Der Adventsparteitag der österreichischen Sozialdemokraten fordert den totalen Krieg gegen die ungeborenen Kinder: freie und kostenlose Abtreibung von der Wiege (Zeugung) bis zur Bahre (Geburt). Die Abtreibung soll aus dem Strafgesetzbuch herausgestrichen und Schwangerschaften rechtlich wie eine Krankheit geregelt werden. Die Lebensschutzorganisation „Jugend für das Leben” warnt vor den real existierenden Sozialisten: „Nichts ist einer echt sozialdemokratischen Politik so konträr wie diese plumpe Forderung nach dem Recht des Stärkeren.” Kritiker kreierten die neue Bezeichnung "Sozialdemordkraten". Mehr unter http://www.kreuz.net/article.298.html
 
13.12.2004   'Dies ist ein Angriff auf die Menschenwürde' - Heftige Proteste wegen Auftritt von Peter Singer in Düsseldorf - Singer fordert Tötung von Säuglingen und behinderten Menschen - "Skandal, dass ein solcher Philosoph eine Öffentlichkeit bekommt". Mehr unter http://www.kath.net/detail.php?id=9166
 
13.12.2004   Krankenversicherung lehnt Berliner Schwangere ab - Antje Diosee ist eine gesunde, junge und beruflich erfolgreiche Frau. Dennoch stellte die 28 Jahre alte Berliner Immobilienmaklerin für die Signal-Iduna-Versicherung offenbar ein ähnliches gesundheitliches Risiko dar wie unheilbar kranke Menschen. Denn die Signal Iduna verwehrt nicht nur HIV- und Krebskranken den privaten Krankenversicherungsschutz, sondern auch Antje Diosee. Die Begründung der Versicherung: "Ist der künftige Verlauf von Vorerkrankungen, Gesundheitsschäden oder Beschwerden für uns nicht absehbar, können wir das zu übernehmende Risiko nicht einschätzen." Was der private Krankenversicherer offenbar als unkalkulierbares Wagnis einschätzt, ist nichts weiter als die ganz normale Schwangerschaft einer 28jährigen! Mehr unter http://www.welt.de/data/2004/12/13/374260.html
 
11.12.2004   Füsschen am Revers: Neuer Unionsfraktionsvize Wolfgang Zöller ist Lebensschützer - Mit Wolfgang Zöller (CSU) ist ein überzeugter Lebensrechtler neuer stellvertretender Vorsitzender der deutschen CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Gegenüber dem evangelischen Nachrichtendienst "idea" (1. Dezember) betonte der Nachfolger von Horst Seehofer, er halte es für eine "Fügung Gottes", dass er sich aufgrund seiner neuen Aufgaben künftig in der Politik noch mehr für den Lebensschutz einsetzen könne. Zöller, der auch Mitglied der Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA) ist, trägt laut "idea" stets einen Anstecker mit der Nachbildung der Füsschen eines zehn Wochen alten Embryos am Revers als Zeichen dafür, dass es beim Thema Abtreibung nicht um eine "undefinierbare Masse", sondern um einen lebenden Menschen geht. (Quelle: ALfA-Newsletter)
 
11.12.2004   "Schuhe für Gabi": Österreichs Abtreibungsgegner machen gegen SPÖ mobil - Die Kritik an der Ankündigung der SPÖ-Landeshauptfrau Gabi Burgstaller, in Salzburg künftig Abtreibungen an Landeskrankenhäusern zu ermöglichen, reisst nicht ab. Wie die "Salzburger Nachrichten" (Ausgabe vom 9. Dezember) berichten, hat der Salzburger Erzbischof Alois Kothgasser gefordert, Landesspitäler sollten nicht zu "Orten des Tötens" werden. Man tue viel für die Umwelt und den Tierschutz, und das sei gut so, denn es trage zur Erhaltung der Schöpfung bei. "Aber der Schutz menschlichen Lebens - von Beginn bis zu dem Tod - wird nicht im selben Mass gewahrt", zitiert das Blatt den Erzbischof. Kothgasser habe die Anwesenden auch aufgefordert, sich zu engagieren. "Durch unser Handeln oder Nicht-Handeln fördern wir die eine oder andere Bewegung. Da gibt es keine Neutralität", so der Erzbischof laut den "Salzburger Nachrichten". Unterdessen hätten verschiedene Lebensrechtsgruppen Aktionen gestartet, um für das Leben einzutreten, so die Zeitung weiter. Für den 20. Dezember sei in Salzburg eine Lichterkette gegen Abtreibung geplant. Auch würden Zehntausende Flugblätter verteilt, auf denen "Slogans für Gabi" stünden, etwa "Liebe Gabi, ein Krankenhaus ist kein Schlachthaus" oder "Gabi, ungeborene Mädchen haben ein Recht auf Leben". Ausserdem sei die Aktion "Schuhe für Gabi" angelaufen, bei der Abtreibungsgegner aufgefordert seien, als Protest gegen Abtreibungen alte Schuhe an die Landeshauptfrau Gabi Burgstaller zu schicken. Mehr unter http://diestandard.at/?url=/?id=1883455
 
11.12.2004   Abtreibung, weil sich die Männer aus dem Staub machen -  Als erste Frau Afrikas wurde in Oslo die kenianische Vize-Umweltministerin Vangari Maathai mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Die 64-Jährige wurde für das grösste afrikanische Aufforstungsprojekt ausgezeichnet. Ihre Meinung zur Kinderabtreibung lässt aufhorchen. Gegenüber der norwegischen Zeitung „Dagon“ äusserte sich die Geehrte am 7. Dezember unmissverständlich. „Abtreibung ist falsch“, sagte sie in dem Interview. Es gäbe keinen Grund, einem bereits empfangenen Menschen die Möglichkeit auf seine Geburt und ein glückliches Leben zu verwehren. Eine Abtreibung mache beide, die Mutter und das Kind, zum Opfer. „Wenn wir die Abtreibung erlauben, bestrafen wir die Frauen. Diese lassen die Kinder abtreiben, weil sich ihre Männer aus dem Staub machen.“ Frau Maathai setzt sich ein für bessere Rahmenbedingungen für Frauen und will Männer stärker in die finanzielle Verantwortung einbinden. Mehr unter http://www.kreuz.net/article.285.html
 
11.12.2004   "Nachgeburtsabtreibungen" im holländischen Groningen lassen NS-Zeit wieder aufleben - Die Kindereuthanasie wurde nicht in Groningen erfunden. Bereits im Jahre 1940 gab es im Dritten Reich etwa 30 Stationen für Babytötungen, wo behinderte Neugeborene und Kleinkinder getötet wurden. Auch die Begründung der Ärzte für diese Massnahmen ist dieselbe. Auch damals wurde den Eltern gesagt, die Kinder würden in Fachabteilungen unter Anwendung sämtlicher damals bekannten therapeutischen Möglichkeiten behandelt. Die Nationalsozialisten betrieben die Tötung behinderter Kinder noch unter grösster Geheimhaltung, mit vorgetäuschten Heilungsversprechen und - als sich die Wahrheit nicht länger verbergen ließ - fast immer gegen den Widerstand der Eltern. Es mutet geradezu grotesk an, daß sie sich trotz all ihrer sonstigen offenkundigen Mordaktionen und Verbrechen dennoch bis zuletzt scheuten, zum Kindermordprogramm irgendein diesbezügliches Gesetz zu verabschieden. Selbst die "direkte" Tötung wurde peinlichst vermieden; es wurde Wert darauf gelegt, dass das Kind eines "indirekten Todes" starb. Damals, zu Zeiten der Weltwirtschaftskrise und Massenarbeitslosigkeit waren es die "unnützen Idioten", die angeblich "Unsummen Geldes" verschlangen, das "nutzbringender" zum "Volkswohl" hätte eingesetzt werden können. Heute - wiederum unter den Vorzeichen einer Weltwirtschaftskrise - predigen Gesundheitsökonomen mit ähnlichen Argumenten Triage am Krankenbett, und die Tötung ungeborener wie geborener Menschen wird wiederum mit Finanzierungsschwierigkeiten der sozialen Krankenversicherung rationalisiert. Quelle: http://www.babycaust.de/
 
11.12.2004   Demoverbot für deutschen Lebensschützer  - Klaus Günter Annen darf nicht mehr vor der Abtreibungsklinik eines Heilbronner Abtreibungsarztes demonstrieren, so will es der Bundesgerichtshof in Karlsruhe. Annen ist einer der bekanntesten Lebensschützer in Deutschland. Mehr unter http://www.babycaust.de/
 
10.12.2004   US-Abtreibungsbefürworter lassen Maske fallen: freie Wahl (= 'pro choice') soll nicht für Ärzte gelten! - Eine neue Gewissensklausel der US-Regierung schützt Ärzte, Krankenschwestern, und im Gesundheitswesen tätige Menschen, die nicht an Abtreibungen beteiligt sein wollen. 'Pro choice'-Gruppen reagieren empört. Sie wollen Ärzte und medizinisches Personal dazu zwingen, an Schwangerschaftsabbrüchen mitzuwirken. Mehr unter http://www.kath.net/detail.php?id=9140
 
09.12.2004   Uganda feiert Enthaltsamkeit vor der Ehe als beste Anti-AIDS-Strategie - Die AIDS-Rate sank in den letzten 10-15 Jahren um mehr als die Hälfte. Immer mehr Jugendliche verpflichten sich zur Enthaltsamkeit vor der Ehe. Nun feiert die Frau des Staatspräsidenten den beeindruckenden Erfolg mit einer Party für alle enthaltsam lebenden Jugendlichen. Mehr unter http://www.kath.net/detail.php?id=9125
 
09.12.2004   Ehemalige Homepage des Weltjugendtages propagiert Kinderabtreibung - Wer nicht mehr benötigte Webadressen unbesehen weitergibt, kann bisweilen böse Überraschungen erleben. Nicht selten wird der erreichte Bekanntheitsgrad der Site für Angebote ganz anderer Art missbraucht, welche dieselbe Zielgruppe erreichen sollen. Ein besonders drastisches Beispiel: Der Name der offiziellen Homepage des Weltjugendtags 2002 in Toronto verlinkt neuerdings auf Kinderabtreibungsanstalten und auf Vereinigungen, welche Verhütungsmittel propagieren. Die Homepage mit der Adresse „wyd2002.org“ wurde für die jugendlichen Pilger des Weltjugendtags ins Leben gerufen. Im unmittelbaren Umfeld des Weltjugendtages betreuten die Koordinatoren des Weltjugendtags die Seite. Danach wurde sie der kanadischen Bischofskonferenz übergeben. Von dort gelangte der Name der Homepage im Dezember 2003 in die Hände einer Firma mit Sitz in Massachusetts (USA). Seitdem wird die Adresse benützt, um die Kinderabtreibungen und Verhütungsmittel zu propagieren. Immer noch verlinken rund 1.300 meist katholische Websites wohlmeinend auf die konvertierte Plattform. Quelle: http://www.kreuz.net/article.276.html
 
04.12.2004   "Nachgeburtsabtreibung": In holländischem Spital werden Kleinkinder 'legal' hingerichtet - Im Krankenhaus von Groningen, im Norden der Niederlande, ist der Henker Chefarzt. Dort werden neugeborene Kinder durch eine Überdosis von Beruhigungsmitteln skrupellos und ungestraft ermordet. Das berichtet die britische Tageszeitung „The Times“ in ihrer heutigen Ausgabe. Das Krankenhaus gab bekannt, dass bisher alle Hinrichtungen mit dem Einverständnis des Justizministeriums durchgeführt worden seien. Insgesamt seien 18 neugeborene Kleinkinder exekutiert worden. Man höre und staune: Es sei nicht „willkürlich“ vorgegangen worden, man habe sich an „bestimmte Normen“ gehalten. Der Grund für die Exekutionen: eine Behinderung. Behindertes Leben ist in Groningen lebensunwert. Wer leben darf und wer nicht, entscheiden die Ärzte des Krankenhauses sowie von aussen beigezogene Ärzte, in Übereinstimmung mit den Eltern des verhandelten Kindes. Wenn die Ärzte der Meinung sind, dass das Leiden oder die Missbildung des Kindes nicht erleichtert werden könne und keine Hoffnung auf Besserung bestehe, ist das Schicksal des Kindes schon fast besiegelt. Anschliessend müssen die Eltern nur noch die Zustimmung geben, dass die Hinrichtung das Beste für das Kind sei. Die Exekution des Neugeborenen wird offiziell hinter dem Begriff „neonatales Euthanasieverfahren“ versteckt. Auch der Ausdruck „Nachgeburtsabtreibung“ wird verwendet. Ohne auf Einzelheiten einzugehen, erklärte der Leiter der Kinderstation des Groninger Krankenhauses, Dr. Eduard Verhagen, die Exekutionen würden nur an behinderten Kinder durchgeführt, wo selten vorkommende extreme Leiden vorhanden seine. Er „fühle“, dass es die humanste Vorgehensweise sei, die Kinder aktiv in ihrem Tod zu unterstützen. Dr. Verhagen erwähnt nicht, was mit der Leiche des hingerichteten Kindes geschieht. Es ist zu vermuten, dass sie der Forschung überlassen werden. Quelle http://www.kreuz.net/article.249.html
 
02.12.2004    UNAIDS-Vertreter lobt wirksame AIDS-Arbeit der katholischen Kirche -  Die Zahl der AIDS-Toten war in diesem Jahr mit drei Millionen weltweit so hoch wie nie zuvor. Doch die Vereinten Nationen prophezeien, dass es noch schlimmer wird. Peter Deselaers sprach für das deutsche Missionswerk "missio" mit Dr. Desmond Johns dem Leiter des New Yorker Büros von UNAIDS. Die katholische Kirche sei „ein sehr guter Partner im Kampf gegen HIV/AIDS“, meint der UN-Delegierte. Dies gelte besonders für die medizinische Versorgung in den ärmsten Ländern der Welt und ihr Engagement für HIV-Infizierte und AIDS-Kranke. Ein Viertel aller HIV/AIDS -Patienten wird zurzeit in katholischen Einrichtungen betreut. Die unterschiedlichen Einschätzungen der Rolle von Kondomen sei nur ein kleiner Aspekt innerhalb der Präventionsbotschaft, wo man unterschiedlicher Meinung sei. Mehr unter  http://www.missio-aachen.de/menschen-kulturen/themen/hiv-aids/interview-desmond.asp#0
 
02.12.2004   Die Methode des Monsignore Reilly - Der amerikanische Priester Mgr. Philipp Reilly, aufgrund dessen Initiative in nur 7 Jahren 37 Abtreibungskliniken geschlossen und schon weit über 30'000 ungeborene Kinder vor der Abtreibungstötung gerettet wurden, weilte im November in der Schweiz. Seine Erfahrung: "Wenn man nicht vor der Abtreibungsklinik steht, um den Frauen, die abtreiben wollen, Hilfe anzubieten, dann ist alles andere unglaubwürdig und fruchtlos. Das sage ich, weil ich 20 Jahre meiner Zeit genau mit dieser Art relativ unfruchtbaren Einsatzes (politische Arbeit, Demos, Sitzblockaden, Info-Kampagnen) vergeudet habe. Jetzt stehe ich täglich bis zu 6 Stunden vor der grössten Abtreibungsklinik New Yorks und mache dort Gehsteigberatung für die Frauen, die dort hineingehen. Das erst brachte den Durchbruch und rettete vielen Tausenden Kindern das Leben." (Quelle: SKS, 2004/49)
 
02.12.2004   Erfolg für das Leben nur durch Gewaltverzicht! - Mgr. Philipp Reilly ist überzeugt, dass nur selbstlose Liebe einen Bewusstseinswandel in der Abtreibungsfrage bewirken kann und auch wird. Bei einem Vortrag in der Schweiz im November 2004 drückte er es so aus: "Gott hat keine Feinde, weil Er alle liebt. Wir sollten es ebenso halten: Niemanden als Feind oder Gegner ansehen, höchstens als jemand, der unsere Hilfe und unser Gebet braucht. Wir fahren uns sonst in einem Grabenkrieg fest, wo nichts mehr vorwärts geht." - "Vor der Abtreibungsklinik darf es kein einziges liebloses Wort geben, keinen Zwang, kein Geschrei von unserer Seite, keine Provokation, sondern alles - auch die ganze Wahrheit - in Liebe." Mgr. Reilly war befreundet mit der seligen Mutter Teresa von Kalkutta. All seine ungewöhnlichen Erfolge schreibt er - ach wie absolut daneben für zeitgenössische Ohren! - nur dem Gebet und dem Opfer (Fasten, Almosen, freiwilliges Dulden von Beleidigungen, Aufopferung von Krankheiten) der vielen Helfer sowie der Gnade Gottes zu. (Quelle: SKS, 2004/49)
 
01.12.2004   Schweiz: Nächste Schritte in Richtung "Embryonen-Kannibalismus" - Im Zusammenhang mit einem neuen Transplantationsgesetz wurde in der Herbstsession im Parlament die Frage diskutiert, unter welchen Bedingungen 'überzählige Embryonen' aus künstlicher Befruchtung (IVF) sowie Gewebe und Organe von abgetriebenen Embryonen zu Transplantationszwecken Verwendung finden sollen. Die Befürworter werden es nach ihrem Abstimmungserfolg über die 'Stammzellenforschung' leichter haben, mit genau den gleichen Argumenten auch für die neuen Forderungen zu werben. Wiederum geht es dabei um menschliches 'Material', das 'sowieso zum Absterben verurteilt sei'. Gegen das neue Transplantationsgesetz haben Lebensrecht-Kreise und christlich orientierte Kleinparteien in der Schweiz das Referendum ergriffen. Gesetzestext unter http://www.parlament.ch/se-schlussabstimmung-01-057.pdf
 
29.11.2004   Schweiz: Erstmals darf menschliches Leben "unter strengen Auflagen" verzweckt werden - Zwei Drittel der Schweizer Abstimmenden waren über das vergangene Wochenende der Meinung, dass eine vage Hoffnung auf Medikamente zur Heilung oder Linderung bisher schwer zu bekämpfender Krankheiten höher zu gewichten sei als der prinzipielle Schutz des menschlichen Lebens vor Vernutzung. Nach der deutlichen Annahme des sogenannten "Stammzellenforschungsgesetzes" dürfen wenige Tage alten Embryos in der Schweiz Zellen für die Forschung entnommen werden. Das bedeutet gleichzeitig ihr Todesurteil. Damit fällt - wenn auch unter Auflagen - ein allgemein anerkannter Grundsatz, welcher unter dem Eindruck der schlimmen Erfahrung des Dritten Reiches (Versuche von NS-Ärzten an menschlichem Leben unter Missachtung der Menschenwürde) bisher fraglos Geltung hatte. Offenbar findet auch hier wieder das Bonmot Anwendung: "Zuerst das Tier, dann wir - zuerst die Kuh, dann du!"
 
Ein Kommentar und eine Prognose sei hier gewagt: Wenn in einigen Jahren in anderen Ländern das sogenannte "therapeutische Klonen" diskutabel wird, werden sich genau jene Kreise aus Forschung und Politik wiederum für den "Forschungsplatz Schweiz" stark machen und auf eine Aufhebung des Verbotes drängen, welche heute die "restriktive Gesetzgebung" hervorgehoben haben, . Namentlich genannt seien Bundesrat Couchepin, sekundiert von Präventivmediziner Nationalrat Dr. Felix Gutzwiller (falls dann noch im Amt). Und wiederum werden sie betonen, dass der Gesetzgeber alles daransetzen werde, "Missbräuche zu verhindern". So wurde schon im Jahre 2000 argumentiert, als von Kritikern der In-vitro-Fertilisation das Problem "überzähliger Embryonen" vorausgesagt wurde. Die Weichen zur Zulassung des "therapeutischen Klonens" wurden durch die Schweizer Delegation bei der UNO übrigens bereits kürzlich gestellt, als ein internationales Verbot des "therapeutischen Klonens" durch den Leiter der Schweizer Delegation sabotiert wurde. Ebenso wird früher oder später das neue Gesetz als Präjudiz herangezogen werden, wenn es um andere Formen von "Verzweckung" menschlichen Lebens gehen wird. Zur Erinnerung: Im Vorfeld der Volksabstimmung bezogen sich Befürworter des "Stammzellenforschungsgesetzes" gerne auf den "gesellschaftlichen Konsens", welchen die Einführung der Fristenregelung in der Schweiz geschaffen habe. Dabei werde menschliches Leben sogar noch weniger lange geschützt, argumentierten sie. Auch Befürworter eines "sanften Todes" aller Schattierungen werden die Tatsache argumentativ zu nutzen wissen, dass aus dem Schutzwall des menschlichen Lebens von der Zeugung bis zum natürlichen Tod ein weiterer Stein herausgebrochen wurde. Die Geschichte lehrt uns: Früher oder später endeten Versuche, Menschenwürde selektiv zu definieren, in Verbrechen gegen die Menschlichkeit!
 
29.11.2004   China: Das zweite Kind ist ein Schwerverbrechen - Eine zweifache Mutter musste für ihren Einsatz gegen die Ein-Kind-Politik schlimmste Misshandlungen ertragen. Eine chinesische Menschenrechtsorganisation klagt an. Mehr unter http://www.kreuz.net/article.205.html
 
28.11.2004   Stammzellenforschung Schweiz: CVP verabschiedet sich vom "C" - Dieses Wochenende stimmt der Schweizer Souverän über das Gesetz zur sogenannten „Stammzellenforschung“ ab. Alt Regierungsrat Dr. Walter Gut (77) sagte in einem Interview mit der Neuen Luzerner Zeitung, dass die Schweizerische Bundesverfassung diesbezüglich ein „Nein“ gebiete. Die Menschenwürde komme einem Embryo ab der Verschmelzung von Ei– und Samenzelle zu. „Enttäuscht“ äusserte sich der Politiker darüber, dass sich seine eigene Partei, die CVP, für ein Ja zum Stammzellenforschungsgesetz ausgesprochen hat. Die CVP positioniere sich nicht mehr auf christlichen Grundlagen. Mehr unter  http://www.kath.ch/aktuell_detail.php?meid=34801
 
23.11.2004   Gesunde Kinder im achten Monat abgetrieben - Eine in Grossbritannien vom Staat geförderte lebensfeindliche Vereinigung hat hochschwangeren Frauen Abtreibungstermine in Spanien vermittelt. Dort im Angebot: Abtreibungen im achten Monat. Mehr unter   http://www.kreuz.net/article.181.html
 
21.11.2004   US-Behörde warnt: Abtreibungspille könnte nicht nur Ihren Embryo sondern auch Sie selbst abtöten! - Unter Präsident Clinton liess die 'Federal Food and Drug Administration' (FDA) die Abtreibungspille RU-486 oder Mifepristone unter Auflagen im Jahre 2000 zu. Am 15. November 2004 sah sich dieselbe Behörde genötigt, auf möglichen Todesfolgen für die verhinderte Mutter hinzuweisen: "Die FDA kündigt heute wichtige neue Sicherheitsbedenken der Danco Laboratories an, welche Mifepristone (Handelsname "Mifeprex", auch bekannt unter dem Namen RU-486) betreffen." Angeführt werden ernsthafte bakterielle Infektionen, Blutungen und sogar Todesfälle. Letztes Jahr war in Kalifornien ein 18-jähriges gesundes Mädchen trotz korrekter Anwendung von RU-486 gestorben. Nach weiteren drei Todesfällen stoppte die Behörde die Publikation. Der Organisation 'Population Research Institute' sind aber 676 gravierende Fälle bekannt geworden. Dieses neue Wissen scheint die Website der ehemaligen "Schweizerischen Vereinigung für Straflosigkeit des Schwangerschaftsabbruchs (SVSS)" noch nicht mitbekommen zu haben. Sie wirbt für RU-486 heute noch wie folgt: "Infektionen sind mit Mifegyne+PG äusserst selten." ( ! )  Mehr unter http://www.pop.org/
 
20.11.2004   'Therapeutisches Klonen': Bundesrat hat sich "Türe offen gelassen"! - Die Taktik der Befürworter des am 28. Novembers zur Volksabstimmung kommenden Gesetzes über die Stammzellenforschung ist einfach: Sie betonen, es gehe bei dieser Abstimmung nur um die Erlaubnis der Entnahme von Zellen aus todgeweihten Embryonen. Und dies erst noch für einen humanitären Zweck. Wer sie damit konfrontiert, dass das Gesetz auch die Grundlage für die Patentierung menschlichen Erbguts im Dienst wirtschaftlicher Interessen ist, erhielt in der Sendung "Arena" (Schweizer Fernsehen DRS, 12.11.2004) von Präventivmediziner Nationalrat Dr. Felix Gutzwiller (FDP) die pauschale Antwort, das seien "Phantasmen". Ein Gegner des neuen Gesetzes aus dem Publikum stellte Bundesrat Pascal Couchepin die Gewissensfrage und wies ihn auf folgenden Widerspruch hin: Wenn es dem Bundesrat tatsächlich nur um eine Nutzung angeblich todgeweihter Embryonen gehe, hätte die Schweizer UNO-Delegation bei den aktuellen Verhandlungen um ein weltweites Klonverbot für menschliche Embryonen konsequent für ein Verbot des "therapeutischen Klonens" (= Klonen von Embryos als Zell- oder Ersatzteillieferanten) eintreten müssen. Der Schweizer Delegationsleiter stand von einem Jahr nicht dazu, dass in seiner eigenen Bundesverfassung ein generelles Klonverbot steht. Er wollte den Vorschlag von Costa Rica, der ein Totalverbot des Klonens von menschlichen Embryonen anstrebte, nicht mittragen. Schliesslich fehlte zu einem weltweiten Verbot eine einzige Landesstimme. Couchepins Antwort in der Arena-Sendung auf diesen Vorwurf wörtlich: "Es [diese Feststellung] ist eine Tatsache. Aber man will nicht die Zukunft absolut verändern. Aber... [allgemeines Gelächter im Publikum] wie man wie... Nein nein, meine Lieben. In einer Demokratie kann man nie sagen, etwas wird nie geändert sein. Also es ist so. Und man hat diese Verfassung, und man verbietet dieses therapeutische Klonen, und das ist für uns in Ordnung. Aber auf dem internationalen Niveau hat man sich die Türe offen gelassen, weil vielleicht, es ist wahr, in einigen Jahren werden wir darüber sprechen." Auf einen Kommentar wird verzichtet, das Zitat spricht für sich. Der Video-Mitschnitt ist zu finden unter http://www.sfdrs.ch/system/frames/home/videos/index.php
 
18.11.2004   Nobelpreisträger bezeichnet Stammzellenforschung als "Kannibalismus" - In einem Artikel in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" vom 2.6.2001 brachte es der berühmte Biochemiker und Schriftsteller Prof. Erwin Chargaff (1905-2002) auf den Punkt. Er bezeichnete die Methode, menschliches Leben im Frühstadium in Forschung und Wirtschaft für die Entwicklung von Medikamenten zu verzwecken, als "kapitalistischen Kannibalismus". Chargaff lieferte als Wissenschaftler wichtige Beiträge zur Entschlüsselung der DNA-Struktur. Nach seiner Emeritierung macht er sich als stilistisch geschliffener Essayist auch ausserhalb der Welt der Forschung einen Namen. In seinen Beiträgen setzt er sich kritisch mit gesellschaftlichen, politischen und kulturellen Erscheinungen auseinander, besonders mit der heutigen Wissenschaft und seinem eigenen, langjährigen Fachgebiet, der genetischen Forschung. Ein lesenswerter Aufsatz Chargaffs mit dem Titel "Bioethik und andere Missetaten" findet sich unter http://www.fuente.de/bioethik/loren12e.htm   Zitat entdeckt unter http://www.human-life.ch/public/reports/r3_04.pdf
 
18.11.2004   Abtreibung in Österreich: Fragestellung beeinflusst Umfrageergebnis - Sowohl die aktuelle Ausgabe der österreichischen Boulevardzeitschrift ‚Profil’ als auch die Auswertung einer Statistik der österreichischen Lebensbewegung ‚Jugend für das Leben’ befassen sich mit der Meinung der Österreicher zur rechtlichen Lager der Kinderabtreibung. Die Ergebnisse könnten unterschiedlicher nicht sein. Die Gründe unter http://www.kreuz.net/article.147.html
 
18.11.2004   Schweiz: Zustimmung zum Stammzellenforschungsgesetz sinkt weiter - Kurz vor dem Abstimmungswochenende werde Herr und Frau Schweizer gegenüber der Vorlage, welche Embryonen im Frühstadium für die Forschung freigeben will, zunehmend unsicherer. Heute veröffentlichte Umfragewerte zeigen, dass auch die Zahl der Unentschlossenen massiv gestiegen ist. Selbst Klaus Peter Rippe, Präsident der Eidgenössischen Ethikkommission für Gentechnik im ausserhumanen Bereich, gab in einem Interview gegenüber der Mittelland Zeitung vom 17. November 2004 zu, dass eine Instrumentalisierung der Frau denkbar sei. Befürworter sollten so ehrlich sein zuzugeben, so Rippe, selbst ein Befürworter, dass die heutige Anzahl embryonaler Stammzellen und die Nutzung sogenannt "überzähliger" Embryonen auf Dauer nicht ausreichen wird und von Seiten der Forschung bald neue Ansprüche kommen könnten. (Konkret kann das z. B.  bedeuten, dass den Patientinnen dringend benötigte Operationen preisgünstiger angeboten wird, um von ihnen im Gegenzug Eispenden zu erhalten). Weiter räumt Rippe ein, dass bei einem Ja zum Stammzellenforschungsgesetz das "therapeutische Klonen", also die gezielte Züchtung von "Ersatzteilmenschen", einen Schritt näher rückt.
 
18.11.2004   Schweizer Stammzellenforschung: Die wichtigsten Gründe, warum das neue Schweizer Stammzellenforschungsgesetz eine Zeitbombe ist, und weshalb nach einer verhinderten Ablehnung der Vorlage schon bald neue Dämme brechen könnten, finden Sie unter diesem Link http://www.stammzellen.ch/page.asp?DH=46
 
18.11.2004   Deutschland: Schwangerschaftsabbrüche bei Teenagern steigen seit 1996 - Im Jahre 1996 betrug gemäss Eurostat die Anzahl der Abbrüche bei unter 15-Jährigen immerhin 365. Im Jahre 2000 waren es bereits  574. - Bei den über 15-jährigen Teenagern wurden im Jahre 1996 11'131 Abbrüche registriert. Im Jahre 2000 stieg diese Zahl kontinuierlich auf 14'930 Baby-Entsorgungsaktionen an. Experten mögen sich nun darüber streiten, ob dieser Anstieg TROTZ oder WEGEN der praktizierten Aufklärungspraxis erfolgt sei: Der Mainstream-Experte wird noch flächendeckendere (was ist eigentlich die Steigerung von "flächendeckend"?!) technische Verhütung fordern. Ganzheitlich und nachhaltig denkende Experten werden sich, was Sex unter Jugendlichen betrifft, für ein Umdenken in Richtung "Die wahre Liebe wartet" entgegen dem bisherigen "Die Ware Liebe wartet" aussprechen. Statistiken unter http://www.kindergynaekologie.de/html/kora31.html
 
17.11.2004   USA: Teenager-Schwangerschaften auf niedrigstem Stand seit 1946 - Die Geburtenrate bei 10-14-jährigen Mädchen ist deutlich zurück gegangen. Mehr unter http://www.kath.net/detail.php?id=8927
 
16.11.2004   Unerfüllter Kinderwunsch - Natürliche Empfängnisregelung als Therapie - Erfolge sogar dort, wo IVF nicht gefruchtet hatte. Ein Beitrag über eine medizinische Fachtagung in Zürich. Mehr unter http://www.kath.net/detail.php?id=8917
 
15.11.2004   Die UNO fordert die Abtreibung - New York. In nur sechs Ländern der Welt ist die Kinderabtreibung fast ganz verboten. Es sind dies Irland, Guatemala, Kolumbien, Marokko, Malta und Polen. Diese Länder werden von der Menschenrechtskommission der UNO immer wieder unter Druck gesetzt. Der Widerspruch zu den eigenen, kürzlich veröffentlichten Studien zur drohenden demographischen Katastrophe in vielen Ländern ist offensichtlich. Er zeigt, dass führende UN-Meinungsmacher immer noch an einer wissenschaftlich überholten Gleichsetzung von "Frauenemanzipation" und einem zweifelhaften "Recht auf Abtreibung" festhalten, auf Kosten einer gesunden Bevölkerungsentwicklung. Mehr unter http://www.kreuz.net/article.133.html
 
13.11.2004   Die UNO erntet die Früchte ihrer Bevölkerungspolitik - Wenn das Kondom die Kinder abschafft, muss die Euthanasie die Alten entsorgen. Eine Studie der Vereinten Nationen sieht die Menschheit auf dem Marsch ins Altersheim. Die Bevölkerungszahlen sind weltweit am Zusammenbrechen. Mehr unter http://www.kreuz.net/article.125.html
 
13.11.2004   Abtreibung: Deutscher Wissenschaftler spricht von "Massenmord" - Die Reform des Abtreibungsparagraphen 218 im Jahr 1995 sei gescheitert. Zu diesem Ergebnis kommt der Dozent für Christliche Sozialwissenschaften an der Universität Osnabrück, Prof. Manfred Spieker. Er erinnert in seiner Kritik an die vom deutschen Bundesverfassungsgericht 1993 unterstrichene Beobachtungspflicht das Gesetzgebers. Spieker: "Ein Rechtsstaat kann einen Massenmord an der eigenen Bevölkerung nicht tolerieren. Auch ungeborene Kinder haben Anspruch auf rechtsstaatlichen Schutz". Aus seiner Sicht haben die bisher vier Reformen des Paragraphen 218 den Lebensschutz ungeborener Kinder immer mehr verschlechtert. Seit der faktischen Freigabe der Abtreibung 1974 seien "nach plausiblen Schätzungen in Deutschland (West und Ost) rund acht Millionen ungeborene Kinder getötet worden". Der Sozialwissenschaftler sieht diese "Massenvernichtung" als die zentrale Ursache des demographischen Problems. In den nächsten 50 Jahren werde die Bevölkerung Deutschlands von 82,4 Millionen (2002) um rund 13 Prozent auf voraussichtlich 71,6 Millionen sinken. Nach Spiekers Angaben geben die Bundesländer jährlich 42 Millionen Euro für die Tötung ungeborener Kinder aus. Im Blick auf die Spätabtreibungen kritisiert er, dass es trotz vielfältiger Kritik aus allen Parteien bisher keine parlamentarische Initiative zu einer Begrenzung gebe. Die Zahl der Kinder, die eine Spätabtreibung im letzten Drittel der Schwangerschaft überlebten, werden auf jährlich 100 geschätzt. Der Trend zu Spätabtreibungen werde noch gefördert durch die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes, die behinderte Kinder als Schaden bewerte und Ärzte zu Unterhaltszahlungen oder gar Schmerzensgeld verurteilt, wenn sie nach einer diagnostizierten Behinderung des Kindes nicht den Weg zur Abtreibung wiesen. Mehr unter http://www.merkur.de/archiv/neu/rm_0423/cw/gg_041702.html
 
13.11.2004   Österreichische Bundesbahnen im Kreuzfeuer militanter Homo-Gruppe - Die ÖBB wehren sich gegen eine Instrumentalisierung der Eisenbahn durch eine militante Gruppe von Wiener Homosexuellen. Mehr unter http://www.kreuz.net/article.120.html
 
11.11.2004   Extremistische Gruppen im Kampf gegen Irland - Nach der Klage gegen das irische Abtreibungsgesetz machen sich nun militante Homolobbyisten stark, um die irische Rechtsordnung in die Knie zu zwingen. Mehr unter http://www.kreuz.net/article.114.html
 
10.11.2004 UN-Komitee fordert liberales Abtreibungsgesetz in Polen - Das UNO-Menschenrechtskomitee will Polen unter Druck setzen. Polnischer Pro-Life-Sprecher: Das ist ein „Angriff der UNO auf die Souveränität Polens“. Hinter dem jüngsten Druckversuch steht eine jahrzehntelange aggressive Lobbyarbeit von Pro-Abtreibungsnetzwerken innerhalb der UNO, die unter dem Begriff "reproduktive Gesundheit" weltweit flächendeckende Abtreibungsangebote erzwingen wollen, bis hin zur Verpflichtung, dass Ärzte auch gegen ihren Willen Schwangerschaftsabbrüche durchzuführen haben. Solches forderte jüngst eine Vertreterin der WHO am Wiener Kongress der internationalen Abtreibungsärztevereinigung. Mehr unter http://www.kath.net/detail.php?id=8864
 
08.11.2004   Wird Bushs Wahl der Lebensrechtsbewegung tatsächlich Aufwind geben? - Gewiss wurde die US-Pro-Life-Bewegung durch die Republikaner im Weissen Haus beflügelt, aber entscheidend wird die Wahl neuer Bundesrichter sein. Dass da die Abtreibungslobby nicht tatenlos zusieht und bereits im Nachgang der Wahl versucht, hinter den Kulissen ihrerseits  Startpflöcke einzuschlagen, zeigt der Artikel unter http://www.kreuz.net/article.99.html
 
08.11.2004   Warum Sie als SchweizerIn das 'Stammzellenforschungsgesetz' ablehnen sollten - Sind Sie noch unentschlossen, wie Sie über das neue Gesetz, das die Forschung mit sogenannten 'überzähligen' Embryonen erlauben will, abstimmen sollen? In einem kurzen Artikel von Roland Graf finden Sie die Hauptargumente der Kritiker des neuen Gesetzes zusammengefasst. Das zu lesen reicht auch einem/r stressgefährdeten StimmbürgerIn noch vor dem Urnengang. Mehr unter http://www.nzz.ch/dossiers/2001/biomedizin/2004.10.30-il-article9XUTD.html
 
07.11.2004   Neue 'Miss Leipzig': "Sex vor der Ehe ist für mich ein Tabu" - Caroline: "Gott spielt in meinem Leben eine zentrale Rolle. Ich versuche, mein Leben so zu gestalten, wie es die Bibel vorgibt." Carolines Freund hält zu ihr.
Mehr unter http://www.sat1.de/tvmagazine/blitz/videos/23080/
 
05.11.2004   ALfA: 'Wiederwahl Bushs wichtiges Signal für den Lebensschutz' - Wenn man einmal von der höchst fragwürdigen und manipulativen Aussenpolitik des republikanischen US-Präsidenten abzusehen bereit ist: Der Lebensschutz hat durch seine Wahl Aufwind bekommen. Bundesvorsitzende Claudia Kaminski der deutschen "Aktion Lebensrecht für Alle": "Ein Wandel in der Rechtsprechung zur Abtreibungsgesetzgebung in den USA in greifbarer Nähe - Trendwende auch in Europa spürbar". Mehr unter http://www.kath.net/detail.php?id=8826
 
05.11.2004   Kindern in Krippen fehlt die persönliche Bindung - Mediziner kritisieren das Konzept der deutschen Familienministerin für die Kleinsten. Renate Schmidts Kinderbetreuungsgesetz sieht mehr Krippenplätze für die ganz Kleinen vor. Kollektiverziehung schadet, sagen Kinderärzte. Mehr unter   http://www.welt.de/data/2004/11/04/355252.html
 
04.11.2004   Schweizer Bischöfe: ‚Nein’ zur Forschung mit embryonalen Stammzellen - Am 28. November stimmt das Schweizer Volk über die Gesetzgebung zur embryonalen Stammzellenforschung ab. Die Bischöfe weisen auf Gefahren hin. Mehr unter http://www.kath.net/detail.php?id=8810
 
04.11.2004   Sozialisten: Abtreibung auch in Tirol - Wie schon in Salzburg fordern die Sozialisten jetzt auch in Tirol einen Abtreibungsarzt für jedes Krankenhaus. Wer rot sagt, sagt Tod. Mehr unter http://www.kreuz.net/article.68.html
 
03.11.2004   Wieviel kostet eine Abtreibung in Russland? - In Russland enden mehr als 60% aller Schwangerschaften mit einer Abtreibung. Die betroffenen Frauen bezahlen dafür oft teuer: Jelena ist eine jener, die an den Folgen einer Abtreibung leiden. Mehr unter http://www.kreuz.net/article.58.html
 
01.11.2004   Eltern, die ihr Kind vor seiner Geburt abtreiben liessen, veröffentlichen Fotos von gemeinsamer Abschiedsfeier - Dr. George Tillers Privatklinik ist in den USA die Adresse Nr.1 für Spätabtreibungen. Zusammen mit dem kürzlich verstorbenen Kaplan George Gardner veranstaltete der Abtreibungsarzt jeweils nach seinen Partial-Birth-Tötungshandlungen für die Mütter und Väter in den Klinikräumen religiös verbrämte Abschiedszeremonien, bei denen die toten Babies getauft wurden. Solche Feiern sollten dem "freien Entscheid" gewissermassen eine göttliche Legitimation verleihen und den Nicht-Eltern über den Trennungsschmerz hinweghelfen. Ein junges Paar, das den damaligen Entscheid heute nur zu gerne rückgängig machen würde, hat die Bilder, welche sie mit ihrer getöteten Tochter Chelsea, einem solchen unerwünschten Baby zeigt, veröffentlicht. Ein makaberes Dokument einer höchst seltsamen Praxis zu Beginn des Allerseelenmonats November unter http://www.operationrescue.org/gallery/view_album.php?set_albumName=album02
 
01.11.2004   England: Bald abschreckende Bilder auf Packungen? - Abstossende Fotos von Fehlgeburten und Raucherlungen will die britische Regierung auf Zigarettenpackungen drucken lassen. Forscher fanden heraus, dass solche Bilder das Verhalten vieler Menschen beeinflussen. - Dabei gedacht: In Bereich des Nikotinmissbrauchs scheinen Tabus zu fallen. Wann fällt auch jenes Tabu, Abbildungen von einschlägigen Opfern auf Abtreibungspillenpackungen etwa von "Mifegyne" zu zeigen? Etwa zusammen mit dem Text "Diese Pillen gefährden das Leben ihres Babies!" Mehr unter http://www.kath.net/detail.php?id=8511sowie unter http://www.pro-leben.de/abtr/printsite.php?pfad=/abtr/abtreibungspille.php
 
30.10.2004   Schweizer Grüne lehnen Stammzellenforschungsgesetz ab - An ihrer Delegiertenversammlung in Sitten haben die Schweizer Grünen ihren Widerstand gegen das Stammzellenforschungsgesetz bekräftigt. Sie beschlossen mit 82 gegen 8 Stimmen bei 4 Enthaltungen die Nein-Parole gegen die Vorlage vom 28. November. Die Partei hatte ihre Haltung bereits in einer Presseerklärung vom 3. Februar dieses Jahres begründet: Es gehe nicht an, einer ethisch und rechtlich so umstrittenen Forschung im Eilzugstempo grünes Licht zu geben. Im Fall der Embryonenforschung, wo es möglicherweise um Milliardengeschäfte gehe, habe es nicht schnell genug gehen können. Dabei sei das Parlament auch vor Tricks nicht zurückgeschreckt. Um von der Problematik der Embryonenforschung abzulenken, habe es das Gesetz zum Stammzellenforschungsgesetz umgetauft. Damit werde kaschiert, dass Embryonen laut Verfassung nicht zweckentfremdet werden dürften, da sie Anteil hätten an der Menschenwürde, schreiben die Grünen. Es sei ungeklärt, wem diese Forschung diene, wer davon profitiere und ob damit nicht Tür und Tor geöffnet würden für weitere Tabubrüche wie das therapeutische Klonen. Die Grünen seien nicht gewillt, sich dem Diktat der Forschung und der Pharmaindustrie zu beugen. Mehr unter  http://www.gruene.ch/d/politik/text.asp?e=-1&id=284&typ=pt sowie unter http://www.baslerappell.ch/
 
27.10.2004   Sexualerziehung zur Enthaltsamkeit ist sinnvoll - Über US-Enthaltsamkeitsprogramme wird in Europa eher gelächelt. Wer sich trotz vieler Vorurteile bezüglich ihrer Wirksamkeit die Mühe nimmt, genauer hinzusehen, wird überrascht feststellen, dass sich eine echte Alternative zur mehr oder weniger kritiklosen Verhütungspropagierung abzeichnet. Der neue Ansatz weist vor allem zwei Eigenschaften auf: Ganzheitlichkeit und Nachhaltigkeit! Studien zeigen positive Auswirkungen von Sexualerziehungsprogrammen: Weniger Teenagerschwangerschaften, seltener Partnerwechsel. Mehr unter  http://www.kath.net/detail.php?id=8753
 
23.10.2004   Spätabtreibungs-'Kaplan' verstorben - George Gardner war einer höchst bizarren Tätigkeit nachgegangen: Er arbeitete eng mit George Tiller, dem Leiter einer US-Abtreibungsklinik zusammen. Dr. Tiller ist bekannt dafür, dass er Spätest-Abtreibungen durchführt, die andernorts abgelehnt werden. In Tillers Klinik taufte Gardner die zerstörten Körper der ungeborenen Babies und hielt für Eltern, welche über ihr Kind zuvor das Todesurteil gesprochen hatten, eine Art Trauerritus ab, um deren Gewissen zu entlasten. Wiederholt hatte Troy Newman, der Leiter der Pro-Life-Organisation "Operation Rescue West", Gardner auf die Perversität solcher Praktiken angesprochen. Der seltsame Kaplan erlag einem längeren Krebsleiden. Mehr unter  http://www.operationrescue.org/archives/000116.shtml
 
14.10.2004   Internationale Schwulen- und Lesbenorganisation arbeitet mit Pädophilengruppen zusammen -  Der "International Lesbian and Gay Association" ILGA wurde im Jahre 2002 der beantragte Beraterstatus bei den Vereinten Nationen verweigert. Begründet wurde dieser ablehnende Entscheid einer Mehrheit der Mitgliedsstaaten mit der Geschichte der Organisation. Im internationalen Dachverband seien mindestens bis 1995 auch Pädophilengruppen vertreten gewesen. Die ILGA verweigerte es, eine Liste der ihr angeschlossenen Gruppen vorzulegen. So konnten die Mitgliedsländer nicht vom verlangten Wandel und der Glaubwürdigkeit des ILGA überzeugt werden. Offenbar fürchtete die UN trotz wohlwollender Prüfung des Gesuchs auch um ihr Ansehen. Mehr unter  http://www.cwnews.com/news/viewstory.cfm?recnum=17348
 
13.10.2004   Pharma-Cocktails in den Flüssen - Arzneimittel sind in der Elbe und ihren Nebenflüssen allgegenwärtig. In Deutschland sind ca. 3000 pharmazeutische Präparate zur medizinischen Anwendung zugelassen. Der jährliche Verkauf bewegt sich im Tausende-Tonnen-Bereich. Doch was wird aus diesen Medikamenten nach der Einnahme, wenn ihre Heilwirkungen schon lange abgeklungen sind? Viele landen im Abwasser und können von Kläranlagen nicht ausfiltriert werden. Was im Telepolis-Artikel sorgfältig umgangen wird, sind Hinweise auf die nicht unerhebliche Gruppe der Hormone, genauer auf die "Pillenhormone". Die ökologischen Folgen allgemein verbreiteter chemischer Kontrazeption verursachen immerhin in England bereits Geschlechtsumwandlungen von Fischen. Immerhin taucht im Artikel u. a. der Begriff "Steroidhormone" auf, ein wesentlicher Anwendungsbereich von letzteren sind Verhütungsmittel. Mehr unter  http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/lis/18559/1.html
 
13.10.2004   Aus dem Alltag einer aktiven Lebensschützerin - Grosses Interview mit Claudia Kaminski, die in Deutschland seit Jahren an vorderster Front für das Leben Ungeborener einsteht. Nicht einmal in der Frage der Spätabtreibungen können sich die Abgeordneten der grossen im Bundestag vertretenen Parteien auf winzige Schritte zum Schutz schon weit entwickelter Kinder im Mutterleib einigen. Warum ist das so? "Töten, ein tägliches Geschäft" - Die Tagespost vom 12.10.2004. Mehr unter  http://www.die-tagespost.de/Archiv/titel_anzeige.asp?ID=11195

09.10.2004    Die 'Abortion Industry': Babyteile zu verkaufen! - Die Abtreibung ist unter anderem auch ein gutes Geschäft, denn 'fötales Gewebe' ist auf dem grauen Markt zu verschiedenen Zwecken heiss begehrt. Die Rechtslage ist in den verschiedenen Staaten unterschiedlich und teilweise überhaupt nicht geregelt. Geld ist bisweilen das stärkere Argument, und einige der verkauften Kinder leben noch. Erstmals berichtet eine US-Insiderin live. Abnehmer seien die Pharmaindustrie und Universitäten. Während gewissen Tagen in der Woche sei das 'Material' ausgewählt und ausgeliefert worden. Man habe auch einzelne Augen, Herzen, Hirne, Blut usw. gesammelt. Nur etwa 2% der Spätabgetriebenen hatten Anomalien. Der Rest war äusserst gesund. Die Informantin, selbst in dieser Kette tätig (ihre Stimme wurde technisch unkenntlich gemacht), schätzt den 'Ausstoss' aus ihrer Klinik pro Woche auf 30 oder 40 Babies. Videointerviews in Englisch unter http://www.abortiontv.com/BabyPartsForSale.htm

09.10.2004   Zunehmend private Websites von Frauen, die Opfer einer Abtreibung wurden - Eine besonders reichhaltige habe ich heute entdeckt. Wer mal so richtig Zeit hat, sollte sich diese Site mit unzähligen Links ansehen. Unter http://www.beepworld.de/members56/sonnenstrahl_a/abtreibung.htm

09.10.2004   Selbsthilfegruppen boomen, auch in der Abortion-Zone - Hier ein Link unter vielen http://www.ich-habe-abgetrieben.info.ms/

09.10.2004   Eine ganz Menge Videos, Bilder und Hintergrundmaterial über Abtreibung & Co. in Englisch unter http://www.abortiontv.com/

09.10.2004   Sie und ich, wir sind alle Überlebende der Abtreibungsgesellschaft! - 'Survivors' nennt sich eine Gruppe in Kalifornien, welche darlegt, dass jede Generation auf Zeugen gegen die Entmenschlichung ihrer Zeit angewiesen ist. In der Sowjetdiktatur waren es die 'Klassenfeinde', in Nazideutschland die 'minderwertigen Rassen' und das 'unwerte Leben'. Seit der Freigabe der Abreibung in den USA 1973 seien es die Ungeborenen, denen die Menschenwürde abgesprochen werde, um sie der freien Verfügung und also der Vernichtung zu überlassen. Ein kurzer Videoclip zeigt Parallelen und die Anfänge des Widerstandes (Ladezeiten!) Mehr unter http://www.survivors.la/video.html

08.10.2004   EU-Bevölkerung beginnt ab 2010 rapide zu altern - Eine neue Studie der Europäischen Kommission schlägt Alarm: In wenige Jahren geht wird der Bevölkerungsrückgang für alle deutlich spürbar. Mehr unter http://www.kath.net/detail.php?id=8641

04.10.2004   Ein britischer Gesetzesentwurf spielt mit dem Tod - Vorschub für Euthanasie und Grund für weit reichende Beunruhigung. Mehr unter http://www.kath.net/detail.php?id=8609

04.10.2004   Klartext im Europäischen Parlament: "Abtreibung ist eine Katastrophe" - Im Europäischen Parlament ist es zu einer ausführlichen und ungewöhnlich heftigen Diskussion über das Thema Abtreibung gekommen. Das berichtet "Die Tagespost" in ihrer Ausgabe vom 28. September. Anlass sei die Weigerung der portugiesischen Regierung gewesen, das Abtreibungsschiff der niederländischen Organisation "Women on Waves" in den Hafen einlaufen zu lassen. Unter der Führung der SPD-Abgeordneten Lissy Groener habe eine Gruppe von Abtreibungsbefürworterinnen im Europaparlament die portugiesische Regierung beschuldigt, gegen das Recht auf Bewegungsfreiheit und das Recht auf Informationsfreiheit innerhalb der EU verstossen zu haben. Deshalb hätten sie von der Kommission verlangt, gegen Portugal wegen Vertragsverletzungen vorzugehen. Wie "Die Tagespost" weiter berichtet, hätten die Christdemokraten und die kleineren konservativen Fraktionen in der anschliessenden Diskussion die massenhafte Tötung ungeborener Kinder angeprangert und darauf hingewiesen, dass sich mit restriktiveren Gesetzen die Abtreibungszahlen verringern lassen. Vor allem einige der neuen polnischen Abgeordneten wie Urszula Krupa und Michal Kaminski hätten sehr deutliche Worte gefunden, so das Blatt. Der Münchener CSU-Abgeordnete Bernd Posselt habe in seiner Rede hervorgehoben, dass es unterschiedliche Auffassungen darüber gebe, wie man rechtlich mit dem Thema Abtreibung umgehen solle. "Aber wenn ich manche Redner gehört habe, dann hatte ich das Gefühl, sie hielten Abtreibung für einen Fortschritt. Ich glaube, wir sollten uns wenigstens in einem Punkt einig sein: dass jede Abtreibung eine Katastrophe und ein Scheitern ist", zitiert "Die Tagespost" Posselt. Eine Abtreibung sei eine Katastrophe für das ungeborene Kind, das getötet werde. Eine Abtreibung sei aber auch eine Katastrophe für die Mutter, die oft lebenslang an psychischen Problemen leide. "Eine Abtreibung ist ein Scheitern für den Vater, der sich oft feige davondrückt. Eine Abtreibung ist ein Scheitern für Staat und Gesellschaft, die nicht die Rahmenbedingungen schaffen, damit Leben in ausreichendem Masse gefördert wird", so Posselt. Mehr unter www.die-tagespost.de

24.09.2004   Präsident von Costa Rica fordert UNO zum Lebensschutz auf - Es brauche eine international verpflichtende „normative“ Schutzbestimmung, „um die Würde des menschlichen Lebens von seiner Empfängnis an zu bewahren“, erklärte Abel Pacheco. Mehr unter http://www.kath.net/detail.php?id=8545

24.09.2004   Vandalismus in Villingen: 1.000-Kreuze-Feld von Abtreibungsbefürwortern zerstört - Unbekannte haben in der Nacht zum 23. September das 1.000-Kreuze-Feld in Villingen-Schwenningen (D) zerstört. Das berichten der "Südwestrundfunk" (23. September), der "Südkurier" sowie die "Südwest-Umschau" (Ausgaben vom 24. September). Die 1.000 Kreuze, die als Mahnmal an die 1.000 ungeborenen Kinder erinnern sollten, welche pro Werktag in Deutschland durch Abtreibung ums Leben kommen, waren erst am vergangenen Wochenende aufgebaut worden. Die Eröffnung des vom Verein "Durchblick" organisierten 1.000-Kreuze-Feldes, das in unmittelbarer Nähe zum Familienpark Villingen-Schwenningen liegt, war für den 24. September geplant. Wie der "Südkurier" weiter berichtet, hat Landwirt Ernst Reiser unterdessen sein Einverständnis für die weitere Nutzung des von ihm gepachteten Grundstücks durch die Abtreibungsgegner zurückgezogen. Grund sei der Vandalismus auf seinem Acker sowie ein Drohanruf zu Hause. Laut "Südkurier" ist unterdessen ein anonymes Schreiben in der Redaktion eingegangen, in dem es unter anderem heisst: "Die Kreuze der Fanatiker sind danieder. Der Familienpark ist wieder rein." Laut einer Pressemitteilung (23. September) des Vereins "Durchblick" wollen in den nächsten Tagen ehrenamtliche Helfer mit der Verteilung von Embryomodellen und einem Informationsflyer beginnen. Bei dem Kunststoffmodell handelt es sich um die originalgetreue Nachbildung eines Embryos in der 10. Schwangerschaftswoche. In diesem Alter werden in Deutschland die meisten Abtreibungen durchgeführt. Der beiliegende Informationsflyer gibt Auskunft über die medizinischen Fakten und beschreibt, welche Entwicklungsstadien der Embryo bis zu diesem Zeitpunkt bereits durchlaufen hat. Ziel ist es, jeden Haushalt in Villingen-Schwenningen auf diese Weise über das Abtreibungsgeschehen aufzuklären. Thomas Schuehrer, Vorsitzender des "Durchblick": "Wir klagen niemanden an. Mit unserer Aktion wollen wir einzig und allein die Menschen in unserem Land darüber aufklären, dass bei einer Abtreibung ein Mensch getötet und nicht bloss, wie viele meinen, ein 'Zellhaufen' abgetötet wird." (Quelle: ALfA)

24.09.2004   Aktion 'Embryonenoffensive' in Deutschland - Seit dem Start der Embryonenoffensive im vergangenen Jahr hat der Verein Durchblick die Embryonenoffensive im Karlsbad-Langensteinbach sowie in Heidelberg durchgeführt. Dabei wurden insgesamt mehr als 130.000 Embryomodelle und Flyer verteilt. Ziel der Embryonenoffensive ist es, nach und nach alle 40 Millionen Haushalte der Bundesrepublik Deutschland mit dem Embryomodell und dem Informationsflyer zu versorgen. Schuehrer: "Pro Werktag werden in Deutschland rund 1.000 Kinder durch Abtreibung getötet. Viele Mütter erkranken nach einer Abtreibung am so genannten Post-Abortion-Syndrom (PAS) und benötigen dann, mitunter lebenslange, psychologische Betreuung. Wir sind davon überzeugt, dass viele Frauen und Paare sich in einer Konfliktsituation gegen eine Abtreibung entschieden hätten, wenn sie rechtzeitig umfassend informiert worden wären. Und genau dazu wollen wir einen Beitrag leisten. Nicht mehr, aber auch nicht weniger." (Quelle: ALfA) Mehr unter  www.swr.de ; www.hz-online.de ; www.suedkurier.de ; www.embryonenoffensive.de

22.09.2004   Pervers: Radikalfeministinnen bitten die Gottesmutter für die Freigabe der Abtreibung - Bei der Tagung der Wirtschaftskommission für Lateinamerika und die Karibik zu Bevölkerungs- und Entwicklungsfragen (ECLAC) waren nicht wenige Teilnehmer sprachlos, als eine feministische Gruppe, die sich "Katholiken für die Entscheidungsfreiheit" (CFFC) nennt, und deren lateinamerikanisches Pendant, "Católicas por el Derecho a Decidir", einen Gebetszettel verteilten, auf welchem ausser einem Bild der Jungfrau Maria folgender Text stand: "Die Liebe Gottes und Marias von Guadalupe ist grösser. Für das Leben der Frauen, gefahrlose und legale Abtreibung." Und auf der Rückseite: "Unsere Liebe Frau von Guadalupe, wir danken Dir, weil Deine Liebe grösser ist, weil Du uns hörst, ohne zu verurteilen, weil Du unser Herz kennst und unsere intimen Entscheidungen respektierst." Ein Beobachter äusserte dem Friday Fax gegenüber, wie beleidigend es sei, wenn amerikanische Abtreibungsbefürworter wie die CFFC die grosse Verehrung der Lateinamerikaner für die Heilige Jungfrau für ihre Zwecke einspannten. (Quelle: Friday Fax vom 2. Juli 2004, Nr. 28., Jg. 7)

Dieses neuartige Vorgehen der Abreibungslobby erstaunt kaum. Wie an dieser Stelle am 08.06.2004 bereits berichtet wurde, versuchen radikale "Pro Choice"-Gruppen mit dem Segen der UN-Organisation für Bevölkerungsentwicklung (UNFPA) seit jüngster Zeit, die klare Position der katholischen Kirche in der Abtreibungsfrage zu unterminieren, indem sich "katholisch" nennende Basisgruppen für sogenannte "Reproduktionsrechte" stark machen. Mehr unter http://www.kath.net/detail.php?id=7832

19.09.2004   Bilanz der Sexwelle: negativ - Der Traum der 68er Generation vom erfüllten Leben durch frei, ohne Tabus ausgelebte, sexuelle Beziehungen hat sich nicht erfüllt. Im Gegenteil: Am Beginn des 3. Jahrtausends stehen wir vor den Scherben dieser Illusion. Eine Bilanz der deutschen Psychagogin Christa Meves, welche schon vor 30 Jahren die Folgen dieser Entwicklung vorausgesehen und davor gewarnt hatte. Mehr unter http://www.vision2000.at/2004/vision5-04/05_05.htm

18.09.2004   "Die trauen sich wieder mehr!": Abtreibungsbefürworter werden nervös - Österreichische Abtreibungsbefürworter haben beklagt, dass ein verstärkter Zulauf bei Abtreibungsgegnern zu beobachten sei. In einer Mitteilung an die Presse (10. September) erklärte Christian Fiala, ärztlicher Leiter des Gynmed Ambulatoriums, einer Wiener Abtreibungsklinik, dies sei wohl darauf zurückzuführen, dass es nach dreissig Jahren Fristenregelung in Österreich eine Generation von Menschen gebe, "die keine Erinnerung mehr an die furchtbaren Folgen der Illegalität des Schwangerschaftsabbruchs haben." Auch SPÖ-Bundesfrauensekretärin Bettina Stadlbauer konstatierte einen Aufwind bei den Abtreibungsgegnern. Sie führt das auf den "Rückenwind" zurück, den Abtreibungsgegner durch Grussbotschaften von ÖVP-Spitzenpolitikern wie Bundeskanzler Wolfgang Schüssel oder den Nationalratsabgeordneten Liechtenstein erhalten. "Die trauen sich wieder mehr!", heisst es in der Pressemitteilung. Anlass für die Presseaussendung war ein Kongress der "Internationalen Vereinigung von Fachkräften und Verbänden zu Schwangerschaftsabbruch und Kontrazeption" (FIAPAC), der unter dem Titel "Gemeinsam die Gesundheit von Frauen verbessern" am 10. und 11. September in Wien stattfand. (Quelle: ALfA-Newsletter)

17.09.2004   Tausende von Kindern werden in China jedes Jahr entführt und an reiche Familien verkauft. Gründe dafür sind die Ein-Kind-Politik der Regierung und die traditionelle Bevorzugung von Knaben. Die Behörden kümmern sich nur widerwillig um den Menschenhandel. «Ich habe nur noch geweint», ein schockierender Report unter http://www.facts.ch/dyn/magazin/index.html

16.09.2004   Bioethikerin: Niederländische Euthanasie-Praxis erinnert an Nazi-Zeit - Sterbehilfe kann in den Niederlanden auch an Kindern und Neugeborenen geleistet werden. Kritik übt die italienische Professorin Claudia Navarini. Mehr unter  http://www.kath.net/detail.php?id=8481

16.09.2004   Dialog eines Zeitgenossen mit Gott: "Gott, warum sendest Du uns nicht Menschen, die Mittel gegen Aids erfinden, gegen Krebs, gegen den Welthunger, und Menschen, die Lösungen finden für unsere riesigen sozialen Probleme?" - "Ich tat es! Aber ihr habt sie abgetrieben."

Erzählt ein Professor seinen Studenten folgende Geschichte: "Eine Mutter erwartet ein Kind. Sie ist Alkoholikerin, der Vater auch, die Eltern leiden an Syphilis. Die Geburten bis jetzt waren Totgeburten oder oder Kinder waren behindert. Schliesslich fragt der Professor das Auditorium, ob es in diesem Fall für eine Abtreibung wäre. Die Studenten beraten und beschliessen einstimmig: "Das Kind hat keine lebenswerte Zukunft vor sich, der Fall ist ein Vorzeigefall für die Plausibilität einer Abtreibung". Professor: "Ich gratuliere Ihnen, Sie haben gerade Beethoven umgebracht!" Mehr unter   http://www.pro-leben.de/abtr/abtreibung_argumente.php

10.09.2004   ÖVP-Politiker übt heftige Kritik an Wiener Abtreibungskongress - Vincenz Liechtenstein kritisiert auch Prof. Johannes Huber: „Skandal, dass ein Arzt, der für Abtreibung eintritt und von ihr profitiert, Vorsitzender einer Ethikkommission ist“. Mehr unter http://www.kath.net/detail.php?id=8441

10.09.2004   Vom Abtreibungsarzt zum Lebensschützer - Dr. Stojan Adasevic war Frauenarzt in Belgrad. In seiner beruflichen Laufbahn hat er mehr als 40.000 Kinder abgetrieben. Erst nach vielen Jahren wurden ihm die Augen geöffnet. Als er eine Spätabtreibung vornahm, fiel ein Arm des Kindes aus Versehen in Jodlösung. Dabei begann er zu zucken, als würde er leben. Schockiert von diesem Anblick gab sich Dr. Adasevic Mühe, beim Entfernen der anderen Körperteile sorgfältiger zu sein. Aber auch ein Bein fiel in die Lösung und bewegte sich. Was ihm jetzt noch fehlte, schrieb Dr. Adasevic später, war es, die letzten Zuckungen des kleinen Herzens mit ansehen zu müssen. Doch genau das geschah. In diesem Moment verstand Dr. Adasevic, dass er in seiner bisherigen Laufbahn nicht bloss Gewebe entfernt, sondern kleine Menschen getötet hatte. Entsetzt und um Barmherzigkeit flehend warf er die Abtreibungswerkzeuge von sich, um sie nie wieder anzurühren. In seinen Albträumen sah er sich als Kindermörder. Er begann, darüber schreiben und in ganz Serbien und Montenegro Zeugnis zu geben. Inzwischen hat er mehr als 280 Vorträge gehalten. 80 Mal hat er im Fernsehen und sehr oft im Radio darüber gesprochen. Mehr unter http://www.youthforlife.net/detail.php?id=227

04.08.2004   Noel Mosen: Das Coming-Out eines Ex-Homo - Noel war bekennender und aktiver Homosexueller, heute ist er nach eigenen Worten glücklich mit Jan verheiratet. Die politisch-emanzipatorische Schwulen-Bewegung (Gay Liberation Movement) ist ihren Kinderschuhen seit den Stonewall-Unruhen vom Juni 1969 längst entwachsen. Aus einer Gruppe von zornigen Männern, die Steine auf Polizisten warfen, ist in den letzten 25 Jahren eine gut organisierte, leidenschaftliche und sich in der Öffentlichkeit hervorragend darstellende politische Bewegung unserer Zeit geworden. Es gibt nur wenige politische Bewegungen, die sich ähnlich schnell entwickelt haben. Die politisch-emanzipatorische Schwulen-Bewegung wird heute unterstützt von einflussreichen Rechtsanwälten, Psychologen und Geschäftsleuten. Nur wenige Politiker wagen es, sich ihr öffentlich entgegenzustellen. Es ist ihr gelungen, die schwulen Rechte als Menschenrechtsprobleme darzustellen und in der ganzen Welt Gesetze, politische Grundsätze und sogar Politiker zu beeinflussen. Noel hat den seltenen Mut, (selbst-)kritisch von einen Lebensstil zu berichten, den er aus eigener Erfahrung kennt. Mehr unter http://www.franz-mgn.de/ernstes/mosen.html

30.08.2004   Neues UN-Dokument fordert Schutz ungeborener behinderter Babys - Ein kleiner Sieg für Lebensschützer: „Behinderung ist keine Rechtfertigung für das Auslöschen eines Lebens“, heisst es in Artikel 8 der neuen Konvention. Mehr unter http://www.kath.net/detail.php?id=8365

14.08.2004   Europa im Klonschock – Was nun? Massive Kritik an Klon-Genehmigung in England – Union, Bündnisgrüne, Kirchen und Ärzteverbände protestieren in Deutschland. Es droht ein „Rutschbahneffekt“ hin zu einem abgestuften Lebensschutz. Verschiedene Stellungnahmen unter http://www.die-tagespost.de/Archiv/titel_anzeige.asp?ID=10365

14.08.2004   Für mehr Nestwärme: Frankreich erlaubt Abtreibungen zu Hause - In Frankreich dürfen Abtreibungen künftig zu Hause vorgenommen werden. Das melden die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (Ausgabe vom 24. Juli) und das "Deutsche Ärzteblatt" (Online-Ausgabe vom 26. Juli). Der französische Gesundheitsminister Philippe Douste-Blazy habe am 23. Juli ein Dekret unterzeichnet, das Allgemeinärzten auch ausserhalb von Krankenhäusern den Einsatz der Abtreibungspillen Mifegyne und Gymiso erlaubt. Laut den Zeitungen sind in Frankreich vorgeburtliche Kindstötung mit den Mitteln Mifegyne und Gymiso bis zum Ende der fünften Schwangerschaftswoche legal, durften aber bislang nur in Krankenhäusern und zugelassenen Kliniken durchgeführt werden. Das Dekret gehe auf eine Gesetzesänderung der Linksregierung Jospin zurück, sei aber früher nicht durchgesetzt worden, da der ehemalige Gesundheitsminister Mattei die Gesetzgebungsprozedur verzögert habe. Douste-Blazy dagegen "hat keine ethischen Einwände gegen diese "bequeme Form" der Tötung ungeborenen Lebens", so die FAZ.

21.07.2004   Holland: Abtreibungsschiff muss zu Hause bleiben - Das holländische Parlament beschloss, den Wirkungsradius eines Abtreibungsschiffes auf die eigenen Gewässer zu beschränken, nachdem es Proteste aus Irland und Polen gehagelt hatte. Mehr unter   http://www.kath.net/detail.php?id=8138

20.07.2004   Angst vor der Todesspritze: Holländer gehen nach Warschau - Der Aargauer Neurochirurg Prof. Dr. med. Charles Probst besuchte kürzlich Warschau. In einem grossen Spital stellte er fest, dass sehr viele Holländer dort behandelt werden. Die polnischen Ärzte berichteten, dass viele Holländer Angst vor ihren Ärzten und Spitälern hätten. Sie befürchten statt Heilung eine Tötung. Finanziell besser gestellte Holländer gehen in deutsche Spitäler im Grenzgebiet, während die anderen sich in Warschau behandeln lassen, da dort die Kosten deutlich niedriger sind als in Deutschland. (Quelle: GJW und "Pro Life" 2-3/2004)

Kommentar: Die Niederlande wurden lange Zeit für ihre liberale Abtreibungspolitik als "fortschrittliches Land" bezeichnet; man sprach sogar vom "Holländer Modell". Mit seiner Euthanasiepraxis hat das Land wiederum ein "Modell" geschaffen, dessen bitterer Nachgeschmack nun überdeutlich zutage tritt. Es scheint einen offensichtlichen Zusammenhang zu geben beim Umgang mit menschlichem Leben an seinem Anfang und an seinem Ende. Konkret: Wer mit einer liberalen Abtreibungspraxis im Bewusstsein der Gesellschaft menschliches Leben in seinem Werden relativiert, braucht sich nicht zu wundern, wenn die Achtung vor dem menschlichen Leben insgesamt sinkt. Diese traurige Erfahrung sollte für Verantwortliche in anderen Ländern zu einem Aha-Erlebnis führen, um andere, lebensfreundlichere Akzente zu setzen.

20.07.2004   Das Gesetz beeinflusst die Anzahl Abtreibungen - In der Abstimmungskampagne zur Fristenlösung vor zwei Jahren wollten Befürworter wie als Bundesrätin Metzler und Nationalrat Gutzwiller glaubhaft machen, dass die fast schrankenlose Legalisierung keinen Einfluss auf die Anzahl der Abtreibungen in der Schweiz haben würde. In einem Buch analysiert François Geinoz die Faktoren der Abtreibungspraxis differenziert und kommt zum Schluss, dass - bei gleichbleibenden anderen Faktoren - die Fristenlösung eine Erhöhung der Abtreibungsziffer bewirkt. Mehr unter   http://www.abortions.ch/index.htm

18.07.2004   Niederlande: Trend zum "sozialverträglichen Frühableben" - Die Sache dulde keinen Aufschub, sagte der junge Mann im Behandlungszimmer. Flüge und Quartier für die Sommerferien seien fest gebucht. Da lasse sich nichts verschieben. Der Doktor solle bitte dafür sorgen, dass der krebskranke Vater den Urlaub nicht durchkreuzen könne. Es gehe ja sowieso zu Ende mit ihm. Der Hausarzt tat, was er für seine Pflicht hielt: Er verordnete eine hohe Dosis Morphium, von der er annahm, dass sie den alten Herrn töten würde. Dies ist kein Extrembeispiel, es gehört schon fast zum traurigen holländischen Spitalalltag. Ausführlicher Bericht unter http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,309138,00.html

17.07.2004   Chinas Bevölkerungskontrollpolitik gescheitert: Frauenkidnapping weit verbreitet - Jahrelanges Steuern des Bevölkerungswachstums, eingeschlossen Tötungen von 'überzähligen' weiblichen Babies, haben ein alptraumhaftes Ungleichgewicht zwischen männlicher und weiblicher Bevölkerung in China hergestellt, das wurde schon 1997 offensichtlich. Eine Studie der chinesischen Akademie kam 1999 zu dem Ergebnis, dieses Ungleichgewicht sei derart ausser Balance geraten, dass es 111 Millionen Männer in China gebe, die keine Frau finden werden. Folge: das Kidnappen von Frauen und Frauenhandel. Mehr unter http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/co/17899/1.html

17.07.2004   Eine Ungleichbehandlung beseitigt - Ein Staat, der behauptet, sein Beratungskonzept diene dem Lebensschutz, darf nicht gleichzeitig jene Einrichtungen von der finanziellen Förderung ausschliessen, die sich dieser Schutzpflicht in besonderer Weise verpflichtet wissen. Das Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes Leipzig zieht einen juristischen Schlussstrich unter eine traurige Auseinandersetzung. Die Entscheidung der Richter, dass auch eine Schwangerenberatung mit öffentlichen Mitteln zu fördern ist, die auf die Vergabe jenes Scheins verzichtet, der eine straffreie Abtreibung ermöglicht, sorgt endlich für die notwendige Klarheit. Ein Kommentar unter http://www.die-tagespost.de/Archiv/titel_anzeige.asp?ID=9911

15.07.2004   Gericht: Förderung auch für katholische Schwangerschaftsberatung - Pro-Life-Erfolg in Niedersachsen: Zukünftig haben auch Einrichtungen, die keinen "Abtreibungs-Schein" ausstellen, einen Anspruch auf öffentliche Förderung. Mehr unter http://www.kath.net/detail.php?id=8104

27.06.2004   Was passiert mit Babys, die eine Spätabtreibung überleben? - Über diese Frage diskutiert diese Woche die British Medical Association bei ihrem Jahrestreffen in Wales.  Mehr unter http://www.kath.net/detail.php?id=7978

24.06.2004   Durch Fristenregelung nicht mehr Abtreibungen in der Schweiz? - Am 2. Juni 2004 waren es zwei Jahren her, seit die Schweizer Stimmbürgerinnen und Stimmbürger die Fristenregelung mit klarer Mehrheit befürwortet hatten. Die Medien verbreiteten kürzlich die Meldung, die Zahl der Abtreibungen sei in der Folge nicht gestiegen. Hatten die Abtreibungsgegner also doch nicht Recht, als sie das Gegenteil behaupteten? Die Zeitschrift idea Spektrum hat bei den Lebensschutzorganisationen nachgefragt. Mehr unter http://www.jesus.ch/www/index.php/D/article/151/16829/

21.06.2004   Peruanischer Kardinal Cipriani schaltet sich in Debatte um 'Pille danach' ein - Der Erzbischof von Lima kritisierte die Haltung der Gesundheitsministerin: „Spielen Sie nicht mit dem Leben“. Mehr unter http://www.kath.net/detail.php?id=7924

13.06.2004   Protestanten entdecken natürliche Empfängnisregelung - Seit Margret Sanger, die Begründerin von Planned Parenthood, die Verhütungs-Pille in Auftrag gegeben und durch Kampagnen intensiv gefördert hat, haben viele westliche Rechtssysteme und Religionen ihre Ablehnung von Verhütungsmitteln aufgegeben. Die katholische Kirche bekräftigte hingegen 1968 in ihrer Enzyklika Humanae Vitae das Verbot. Ausgangspunkt ist ein Verständnis von Fruchtbarkeit, das aus dem sexuellen Akt nicht auszuklammern ist. Zur Liebe gehört die komplette Bejahung des anderen. Die Fruchtbarkeit gehört immer zur Persönlichkeit dazu. Daher befürwortet die Kirche eine verantwortungsvolle Verwendung der natürlichen Methoden. Diese Methoden sind in den vergangenen Jahren immer sicherer geworden. Aber Katholiken stehen mit ihrer ablehnenden Haltung zur Verhütung stehen nicht allein. Auch Orthodoxe lehnen künstliche Verhütung ab, und laut Idea-Meldung kommen nun auch unter Protestanten Zweifel über die ethische Legitimität von aktiver Verhütung auf. Mehr unter http://www.idea.de/cfml/homepage/detail_artikel.cfm?cfid=307573&cftoken=93150687&ArtikelID=26684

08.06.2004   UNFPA enthüllt Strategie zur Unterminierung katholischer Gruppen - Wie katholische Organisationen benutzt werden sollen, um "Reproduktionsrechte" zu etablieren. Ein neuer Bericht enthüllt Einzelheiten. Mehr unter http://www.kath.net/detail.php?id=7832

04.06.2004   Schweizer Klinik bietet 'Express-Euthanasie' an - Ein Brite durfte sich innerhalb von 24 Stunden nach Ankunft in der Klinik töten. Nun ermittelt die britische Polizei. Mehr unter http://www.kath.net/detail.php?id=7810

30.05.2004   Merkwürdige 'Notfallverhütung' - Wie die deutsche Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung für die "Pille danach" wirbt. Ein in verschiedener Hinsicht fragwürdiger "Problemlöser", dessen langfristige gesellschaftliche Auswirkungen oft nicht zu Ende gedacht werden. Ein Kommentar von Christa Meves. Mehr unter http://www.kath.net/detail.php?id=7771

26.05.2004   Buchtipp: Mit Freuden Frau sein - Ingrid Trobisch ist in drei Erdteilen zu Hause. Aus unzähligen Gesprächen mit Paaren in Europa, Afrika und Amerika ist dieses Buch entstanden. Freude an der Sexualität, Selbstannahme, natürliche Empfängnisregelung, Schwangerschaft, Geburt, Stillen und Klimakterium sind die grossen Themen des ersten Teils. Da das Kapitel über natürliche Empfängnisregelung eine Fülle von Leserzuschriften auslöste, entstand ein zweiter Band mit Anfragen und Beobachtungen von Leserinnen, auf die Dr. med. Josef Rötzer und Ingrid Trobisch antworteten. Ein Weltbestseller von Elisabeth Rötzer und Ingrid Trobisch, der jetzt aktualisiert in einem Band vorliegt. 262 Seiten, € 14,90, ISBN 3-417-110750   Mehr unter http://www.iner.org/literatur.htm

26.05.2004   Das Institut für Natürliche Empfängnisregelung (INER) ist eine gemeinnützige Institution und wurde 1986 zur Förderung der natürlichen Empfängnisregelung gegründet. Natürliche Empfängnisregelung (NER) - auch als Natürliche Familienplanung (NFP) bekannt - beruht auf der wissenschaftlichen Tatsache, dass im Regelmonat (Zyklus) der Frau fruchtbare und unfruchtbare Zeiten beobachtet werden können. Durch die Auswertung von über 300.000 Zyklen konnte Prof. Dr. Josef Rötzer die Sympto-thermale Methode entwickeln, mit der eine der "Pille" vergleichbare Verlässlichkeit erzielt wird. Mehr unter http://www.iner.org/index.htm

26.05.2004   Warum Verhütungsmittel auf Dauer kein Glück bringen - Der „Respekt vor dem Leben“, Beziehungsfähigkeit und Freude können durch den Gebrauch von Verhütungsmitteln verloren gehen, erklärte ein spanischer Universitätsprofessor. Mehr unter http://www.kath.net/detail.php?id=7743

26.05.2004   Deutschland: 76.000 Unterschriften gegen Spätabtreibung - Die Zahl der jedes Jahr durch Spätabtreibung getöteten Kinder übertrifft die derjenigen Kinder, die im Alter von bis zu 15 Jahren im Strassenverkehr zu Tode kommen. Mehr unter http://www.kath.net/detail.php?id=7742

21.05.2004   Sicher ist nur der Tod: WHO muss bei legalen Abtreibungen umdenken - Ein offizieller Vertreter der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat zugegeben, dass auch legale Abtreibungen nicht unbedingt "sichere" Abtreibungen sind. Das berichtet das "Catholic Family and Human Rights Institute" (C-FAM) im wöchentlich erscheinenden "Friday Fax" (21. Mai). Auf dem "Global Population Forum 2004" habe Gunta Lazdane von der WHO ausgeführt, dass bis zu 20 Prozent der Fälle von Müttersterblichkeit auf eine Abtreibung zurückgehen, auch dann, wenn sie legal vorgenommen wird. Man müsse sich die Frage stellen, ob "sichere" Abtreibungen tatsächlich sicher sind. Bisher haben Abtreibungsbefürworter immer wieder argumentiert, dass nur illegale Abtreibungen "unsicher" sind. Deshalb müssten Abtreibungen weltweit legalisiert werden, damit keine Frau mehr bei einer Abtreibung sterben müsse. Mehr unter www.c-fam.org

21.05.2004   Seinen Peinigern sagte er: 'Gott liebt euch' - Der kubanische Menschenrechtler Oscar Elias Biscet ist "Gefangener des Monats Mai". Er protestierte gegen die kubanische Abtreibungspolitik. Mehr unter http://www.kath.net/detail.php?id=7704

14.05.2004   Kirche leistet wichtigen Beitrag zur Unterstützung von AIDS-Kranken - Ganze 25 Prozent aller Projekte, die weltweit AIDS-kranke Menschen unterstützen, sind in katholischer Hand, berichtete der Generalsekretär der Päpstlichen Kindermissionswerke. Mehr unter http://www.kath.net/detail.php?id=7662

12.05.2004   Diskriminiert das Abtreibungsverbot die Frauen? - Es gibt einen Strategiewechsel in der Argumentation der Abtreibungsbefürworter, stellte die Juristen-Vereinigung Lebensrecht fest. Mehr unter http://www.kath.net/detail.php?id=7640

11.05.2004   Chile: Gesundheitsminister besteht auf Verteilung der 'Pille danach' - "Verteilt die ‚Pille danach’ oder rechnet mit Sanktionen", warnt der chilenische Minister. Der Erzbischof von Santiago protestierte. Mehr unter http://www.kath.net/detail.php?id=7634

11.05.2004   Neue Begriffe der WHO im Kampf gegen Aids: "Partnerreduzierung" und "langdauernde monogame Beziehungen" - Die katholische Kirche in Afrika wird wegen ihrer Opposition bezüglich Kondompropagierung oft für die Ausbreitung von Aids in Afrika mitverantwortlich gemacht. Doch im Gegensatz dazu hat die afrikanische Kirche durch die Förderung von Abstinenz vor und Treue in der Ehe nicht nur Gläubige in ihrem Verhalten beeinflusst, sondern viele Menschen über ihren direkten Einflussbereich hinaus. Nun steht die Kirche auch plötzlich nicht mehr alleine da: Nach dem ernüchternden Bericht der UNO, welcher das Versagen der hauptsächliche auf Kondompropagierung ausgerichteten Kampagne eingesteht (unsere Meldung vom 22.04.2004) beginnt  die Weltgesundheitsorganisation WHO aktuell mit der Förderung von "Partner Reduction" (Partnerreduzierung) und "long-therm monogamous relationships" (langdauernde monogame Beziehungen), so die neue Begrifflichkeit der WHO-Sexperten. Wer sich nicht so sehr winden möchte, darf ruhig von "Treue" und "monogamer Ehe" sprechen. Experten sind im Augenblick daran, die guten und für die WHO-Verantwortlichen überraschenden Ergebnisse von Ländern wie Uganda, welche klar auf Abstinenz und Treue setzen, wissenschaftlich aufzuarbeiten. In diesem Land konnte die HIV-Rate drastisch reduziert werden. Während die ugandische Regierung klar den Empfehlungen der katholischen Kirche gefolgt ist, konnte in keinem einzigen Land, das vorwiegend auf die Propagierung von Kondomen setzte, die HIV/Aids-Rate erfolgreich reduziert werden; jene Länder mit der besten Verfügbarkeit von Kondomen haben gleichzeitig auch die höchsten Ansteckungsraten. Nach zwanzig Jahren Kondom-Erfahrung beginnt jetzt ein Umdenken. Mehr unter https://pop.org/index.cfm

08.05.2004   Wenn Minderjährige schwanger werden, finden sie ganz praktische Hilfe bei "Teen & Baby". - Verenas Schultag in Essen/D beginnt um viertel nach Fünf. Aufstehen, ins Bad, anziehen, Philipp (Name geändert) wecken. "Findest du nicht gut, so früh, nicht wahr?", sagt Verena (Name geändert) und zwickt ihren Sohn liebevoll in seinen gestreiften Pulli. Gegen sechs saugt Philipp am Fläschchen, um halb sieben sitzt der zehn Monate alte Junge bereits bei seiner Betreuerin auf dem Schoss und Verena in der Strassenbahn, auf dem Weg zur Berufsschule. Anderthalb stressige Jahre hat die 18-Jährige hinter sich, seit sie sich während der Weihnachtsfeiertage 2002 ständig übergeben musste. "Herzlichen Glückwunsch, Sie sind im dritten Monat", sagte damals der Frauenarzt zu ihr, doch Verena standen die Tränen in den Augen. "Aber ein bisschen Freude war irgendwie auch dabei." Die ganze Reportage über eine minderjährige Mutter unter Halb Kind, ganz Mutter

06.05.2004   Mutiger Kandidat: Koehler für Prüfung des Paragraphen 218 - Der Kandidat von Union und FDP für die Bundespräsidentenwahl, Horst Koehler, hat eine Überprüfung der Abtreibungsgesetzgebung angeregt. In einem Interview mit dem "Rheinischen Merkur" (Ausgabe vom 6. Mai) bezeichnete er vor allem die hohe Zahl der Spätabtreibungen als "äusserst bedenklich". In der persönlichen Begegnung mit behinderten Menschen könne man immer wieder erleben, dass diese ebenso fröhlich und ebenso traurig seien wie alle anderen Menschen, dass ihr Leben ebenso lebenswert sei wie das nicht behinderter Menschen. "Den Wert menschlichen Lebens kann und darf man nicht differenzieren nach dem Kriterium einer geistigen oder körperlichen Behinderung", so Koehler. In diesem Zusammenhang verwies er auch darauf, dass seine eigene Tochter erblindet ist. "Sie lässt kein Zweifel an ihrer Überzeugung, dass Behinderte das gleiche Lebensrecht haben wie Nichtbehinderte. Das hat für mich Überzeugungskraft." Bezüglich der embryonalen Stammzellforschung und des sogenannten therapeutischen Klonens erklärte Koehler gegenüber dem "Rheinischen Merkur", dass er sich in diesen Bereichen noch kein fertiges Urteil gebildet habe. Jedoch betonte er: "Nicht alles, was wissenschaftlich-technisch möglich ist, darf auch gemacht werden." Im Zweifel gehe für ihn Lebensschutz vor Wissenschaftsfreiheit.

06.05.2004   Liberalisierung des Schwangerschaftsabbruchs hat Ziel klar verfehlt: Mehr Abtreibungen statt weniger! - Die deutsche Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA) hat ausdrücklich begrüsst, dass sich Horst Koehler für die Überprüfung der Abtreibungsgesetzgebung ausgesprochen hat. In einer Mitteilung an die Presse (6. Mai) erklärte die Bundesvorsitzende der ALfA, Claudia Kaminski, dass in den vergangenen dreissig Jahren seriösen Schätzungen zufolge in Deutschland über acht Millionen Kinder ihr Leben durch Abtreibung verloren haben. "Auch das Ziel, welches mit der letzten Reform des Paragraphen 218 im Jahr 1995 erklärtermassen verfolgt wurde, nämlich weniger statt mehr Abtreibungen, wurde nicht erreicht", so Kaminski. Der zuletzt zu verzeichnende leichte Rückgang der gemeldeten absoluten Abtreibungszahlen könne nicht darüber hinwegzutäuschen, dass die Häufigkeit, mit der Kinder im Mutterleib getötet werden, zugenommen habe. "Aufgrund des demografischen Wandels und der jahrzehntelangen Abtreibungspraxis gibt es heute lediglich weniger Frauen im gebärfähigen Alter", erklärte Kaminski. Diese würden laut den vom Statistischen Bundesamt bis 2002 ermittelten Zahlen jedoch häufiger abtreiben als 1996. Sowohl die Regierung Kohl als auch die Regierung Schroeder und der Deutsche Bundestag hätten sich bislang geweigert, der Nachbesserungspflicht, die das Bundesverfassungsgericht dem Gesetzgeber zur Auflage gemacht hat, nachzukommen. "Vor diesem Hintergrund verdient der von Herrn Koehler gezeigte Mut, sich als Bewerber um ein politisches Amt derart zu positionieren, unsere Anerkennung", so Kaminski. Mehr unter www.rheinischer-merkur.de; www.alfa-ev.de)

06.05.2004   Hilfe kommt auch ohne Schein an: Zulauf bei deutscher katholischer Schwangerenberatung - Im Erzbistum Köln haben im vergangenen Jahr 6'131 schwangere Frauen Unterstützung durch die katholischen "esperanza"-Beratungsstellen erhalten. Das meldet "Die Tagespost" (Ausgabe vom 6. Mai) unter Berufung auf eine Mitteilung des Diözesan-Caritasverbandes Köln. Die Zahl sei leicht gestiegen. Im Jahr 2002 hätten die 21 Einrichtungen 6.015 Frauen gezählt, die Hilfe bei seelischen Belastungen und finanziellen Problemen gesucht hätten. Knapp die Hälfte der Frauen seien Ausländerinnen, etwa fünf Prozent seien minderjährig gewesen. Hinter dem Beratungs- und Hilfenetz "esperanza" stehen die 21 Beratungsstellen der Caritas, des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF), des Sozialdienstes Katholischer Frauen und Männer (SKFM) sowie eines Kirchengemeinde-Verbandes der Erzdiözese Köln. Mehr unter www.die-tagespost.de; www.esperanza-online.de)

06.05.2004   Schluss mit Haftcreme: Adulte Stammzellen lassen Zähne wachsen - Britische Forscher haben im Tierversuch nachgewiesen, dass sich mit Hilfe von adulten Stammzellen neue Zähne züchten lassen. Das melden die "Bild-Zeitung", die "Basler Zeitung" (Ausgaben vom 3. Mai), die "Rheinische Post" (Online-Ausgabe vom 3. Mai) sowie "Der Standard" (Online-Ausgabe vom 5. Mai). Ein Forscherteam um Paul Sharpe vom Londoner Kings College habe Stammzellen aus dem Blut beziehungsweise dem Knochenmark isoliert, im Labor kultiviert und dann in den Kiefer eingepflanzt. Nach etwa zwei Monaten habe sich aus der Stammzelle ein Zahn entwickelt. Der entscheidende Vorteil dieser Methode sei, "dass ein lebendiger Zahn das umliegende Gewebe sehr viel besser erhalten kann als eine künstliche Prothese", zitieren die Zeitungen den Genforscher Sharpe. Das Verfahren solle in den kommenden beiden Jahren auch am Menschen getestet werden. Mindestens fünf Jahre werde es dauern, bis diese neue Technik vermarktet werden könne. Ein mit Hilfe von adulten Stammzellen nachgezüchteter Zahn werde dann nicht teurer sein als ein künstlicher Zahn. Mehr unter www.bild.t-online.de; www.baz.ch; www.rp-online.de; http://derstandard.at

06.05.2004   Erfolg ist mit den Anständigen: "Adulten Stammzellen gehört die Zukunft" - Hans Edgar Reis, einer der deutschen Pioniere der Forschung an adulten Stammzellen, hat prophezeit, dass die Zukunft in der Stammzellforschung den adulten Stammzellen gehört. Das berichtet "Die Tagespost" (Ausgabe vom 6. Mai). Auf der diesjährigen "Sozialethiker-Tagung" der "Katholischen Sozialwissenschaftlichen Zentralstelle" in Mönchengladbach habe Reis, der Chefarzt für Innere Medizin der Gladbacher Kliniken Maria Hilf ist, erklärt, dass sich schon heute mit den adulten Stammzellen mehr Heilungserfolge nachweisen liessen als mit den embryonalen Stammzellen. Und das, obwohl die adulte Stammzellforschung gerade einmal acht Jahre alt sei, während mit embryonalen Stammzellen seit über vier Jahrzehnten geforscht würde, so Reis. Auch hätten sich die anfänglichen Sorgen der Forscher, dass die adulten Stammzellen für Therapien weniger geeignet seien als die embryonalen, durch den Nachweis der Multipotenz von adulten Knochenmarkstammzellen im Jahr 2002 längst zerstreut. Weiter berichtet "Die Tagespost", Reis habe unterstrichen, dass die extremen Nachteile der embryonalen Stammzellen längst offenkundig seien. Die Übertragung des aus ihnen gezüchteten Gewebes auf einen fremden Organismus führe immer zu Abstossungsreaktionen, die nur durch die dauerhafte Verabreichung schwerer Medikamente unterbunden werden können. Die Wahrscheinlichkeit, dass die transplantierten embryonalen Stammzellen in dem Organismus, den sie heilen sollten, Tumore ausbildeten, sei nachweisbar so hoch, dass "eine Anwendung beim Menschen" laut Reis nicht in Frage komme, so das Blatt. Diese Nachteile würden dazu führen, dass die Pharmaindustrie, an deren Tropf auch die Stammzellforschung hänge, künftig in die adulte statt in die embryonale Stammzellforschung investieren werde. Denn, so Reis weiter, "die Industrie wird mit Sicherheit die nebenwirkungsärmste Form wählen". Dies wisse auch Oliver Bruestle, habe Reis versichert und berichtet, dass Bruestle selbst auch damit begonnen habe, an adulten Stammzellen zu forschen. "Jeder, der sieht, wie sich die Literatur entwickelt, und an dem Kuchen teilhaben will, muss an adulten Stammzellen forschen", erklärte Reis laut er "Tagespost". Es habe sich also "im Nachhinein" als "glücklich erwiesen", dass der Bundestag mit seinem Stammzellbeschluss die verbrauchende Embryonenforschung "gebremst" habe. Mehr unter www.die-tagespost.de

06.05.2004   "Entlarvend und verantwortungslos": Weiter Kritik an Clements Embryonen-Plänen - Die Kritik an der Forderung von Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD), die gesetzlich geltenden Grenzen für den Embryonenschutz aufzuheben, reisst nicht ab. In einer Mitteilung an die Presse (4. Mai) erklärten die Christdemokraten für das Leben (CDL), der Vorstoss Clements sei ein weiterer Versuch der Bundesregierung, den grundgesetzlich garantierten Schutz des menschlichen Lebens auszuhebeln. "Entlarvend ist, dass dies ausgerechnet vom Wirtschaftsminister erneut in die Debatte eingeführt wird", so die Bundesvorsitzende der CDL, Mechthild Loehr. Der wiederholte Versuch, die rechtlichen Schranken gegen die menschenverbrauchende Forschung zu beseitigen, sei "durch nichts zu rechtfertigen und ausserdem verantwortungslos". Statt die ohnehin knappen Forschungsgelder in ethisch unbedenkliche Bereiche wie etwa in die erfolgreichere Forschung mit adulten Stammzellen zu investieren, für die niemand sterben müsse, sei Clement und die Regierung darauf fixiert, zur Zeit noch rechtswidrige Wege zu beschreiten und die Gesetze aufzuweichen, so Loehr weiter. Clement missachte mit seiner Forderung, die seinen Angaben zufolge auch die Bundesregierung mehrheitlich teile, die Beschlüsse des Deutschen Bundestags zum restriktiven Stammzellimport, zum Klonen und zur Embryonenforschung auf europäischer Ebene. Laut Mechthild Loehr ist es unvergessen, dass Clement 2001 durch seine demonstrative Reise nach Israel mit dem Stammzellforscher Oliver Bruestle für die Freigabe der embryonenverbrauchenden Stammzellforschung warb und Kanzler Schroeder in der bioethischen Debatte vor "ideologischen Scheuklappen" warnte. "Die Bundesregierung befindet sich auf biopolitischen Abwegen", betonte die CDL-Vorsitzende. Den Deutschen Bundestag rief sie in der Pressemitteilung zum eindeutigen Widerstand gegen das beabsichtigte Töten für die Forschung auf. Mehr unter www.cdl-online.de

06.05.2004   "Den Tod zulassen, aber nicht zuteilen": Deutsche Ärzte gegen aktive Sterbehilfe - Die deutsche Ärzteschaft hält weiterhin an ihrem strikten "Nein" zur aktiven Sterbehilfe fest. Das berichten das "Deutsche Ärzteblatt", die "Ärzte Zeitung" (Online-Ausgaben vom 5. Mai), "Die Welt", die "Berliner Zeitung" sowie "die tageszeitung" (Ausgaben vom 5. Mai). "Jeder Mensch hat das Recht auf Leben und auf ein Sterben in Würde - nicht aber das Recht, getötet zu werden", zitieren die Zeitungen den Präsidenten der Bundesärztekammer (BAeK), Jörg-Dietrich Hoppe. Bei der Vorstellung der neuen "Grundsätze der Bundesärztekammer zur ärztlichen Sterbebegleitung" betonte Hoppe: "Wir Ärzte wollen den Tod zulassen, aber wir wollen ihn nicht zuteilen." Ein einklagbares Recht auf aktive Sterbehilfe sei zwar vermeintlich die ultimative Verwirklichung des Rechts auf Selbstbestimmung, "doch von da aus ist der Weg nicht mehr weit in eine Gesellschaft, die den Menschen den Tod nahelegt, wenn sie mit dem Leben nicht mehr zurecht kommen", so der Präsident der Bundesärztekammer. Hoppe schloss aus, dass es überhaupt Fälle gibt, in denen das Leid eines Patienten so unerträglich ist, dass sich der Arzt berufen fühlt, einer Selbsttötung zu assistieren oder den Patienten zu töten. "Diese Mitleidsdebatte können wir nicht akzeptieren", so Hoppe laut der taz. "So hat das woanders auch angefangen, das bedeutet den Durchbruch." Es gebe immer Wege, die Schmerzen zu lindern - bis hin zum Einsatz einer Narkose. Hoppe erklärte weiter, jeder Patient müsse sich zu jeder Zeit sicher sein, dass die Ärzte konsequent fuer das Leben einträten und weder wegen wirtschaftlicher, politischer noch anderer Gründe das Recht auf Leben zur Disposition stellten. Mit Blick auf die Niederlande warnte Hoppe auch auf die Gefahr des Missbrauchs. In einem Drittel der Fälle sei dort das ausdrückliche Verlangen der Betroffenen nach Sterbehilfe zweifelhaft. Immer mehr holländische Buerger würden inzwischen sogenannte Lebenswunscherklärungen mit sich führen, in denen sie sich gegen aktive Sterbehilfe aussprechen. Mit den neuen Richtlinien zur Sterbebegleitung wird laut der Zeitungen vor allem die Verbindlichkeit von Patientenverfügungen gestärkt.

30.04.2004   Australischer Minister ermutigt, gegen Abtreibung aufzutreten - Gesundheitsminister Abbott fordert von Katholiken bezüglich Abtreibung unermüdlichen Einsatz. Sein Ziel ist eine Gesetzesänderung. Mehr unter http://www.kath.net/detail.php?id=7553

29.04.2004   Salzburg: Neue ÖVP-Quereinsteigerin Landesrätin Doraja Eberle - Sie hatte zwölf Fehlgeburten, ehe sie zwei Kinder aus Indien von Mutter Teresa adoptierte. Abtreibung lehnt sie ab, Frauen die abtreiben, will sie in die Arme nehmen. Das sind für sie keine Schlagworte; den Tatbeweis erbringt sie laufend. Und Familie hat für die zukünftige Familienoberste Priorität. Ein Lebensbild unter http://www.salzburg.com/salzburgerfenster/artikel/l1507.html

27.04.2004   USA: Abtreibungsbefürworter werden immer extremer - Bei einer grossen Kundgebung in Washington D. C. demonstrierten Hunderttausende für das Recht auf Abtreibung. Mehr unter http://www.kath.net/detail.php?id=7531

23.04.2004   Trendwende in den USA hin zu mehr Lebensschutz - In den letzten Jahren zeichnet sich in den USA auf gesellschaftlicher wie auf legislativer Ebene eine Trendwende zu mehr Lebensschutz ab. Das Pro-Life-Lager (der Abtreibungsgegner) nimmt deutlich zu, das Pro-Choice-Lager (der Abtreibungsbefürworter) hingegen verliert an Anhängern. Für Professor Manfred Spieker zeigt sich diese Entwicklung klar an den Zahlen: „Rund 68 Prozent der Amerikaner sprachen sich 2002 für eine Verschärfung des gesetzlichen Schutzes ungeborener Kinder aus, nur noch 25 Prozent dagegen. Die Zahl der Abtreibungen ging zwischen 1990 und 2002 um rund 40 Prozent zurück. Sie hatte 1990 mit 1,61 Millionen den Höhepunkt der Entwicklung seit 1974 erreicht.“ Die Zahlen des US-Bundesstaates Nebraska (1990: 6346; 2002: 3775) sind laut Spieker durchaus typisch für das gesamte Land. Allein von 1998 bis 2002 sei dort ein Rückgang von 27 Prozent zu verzeichnen. Selbst zwei der eifrigsten Kämpfer für die Freigabe der Abtreibung in den USA in den siebziger Jahren, der Abtreibungsarzt Bernard Nathanson und die Klägerin, Norma McCorvey, die am 22. Januar 1973 das Urteil des Obersten Gerichtshofes Roe versus Wade erstritt, mit dem die Abtreibung als private Angelegenheit freigegeben wurde, haben ihre frühere Sicht und zugleich auch ihr Leben geändert. Beide gehören heute zu den engagiertesten Vertretern des Pro-Life-Lagers. Mehr unter http://www.merkur.de/aktuell/cw/gg_041705.html

23.04.2004   Abtreibung in Deutschland - Acht Millionen Kinder sind in den vergangenen dreissig Jahren im Mutterleib getötet worden. Ein Skandal ist das für die Gesellschaft schon längst nicht mehr. Ein trauriger Jahrestag, eine erschreckende Bilanz. Während sich die Gesellschaft in vielfältigen Anstrengungen ergeht, „dass Leben gelingt“, und die Politik mit Blick auf die demografische Entwicklung plötzlich um „lokale Bündnisse für Familie“ wirbt, hat sich in Deutschland längst eine Kultur des Todes etabliert. 130 000 Abtreibungen im Jahr zählt die offizielle Statistik. Vermutlich sind es aber noch viel mehr Ungeborene, die im Mutterleib getötet werden. Für die kleinen Gruppen der Abtreibungen nach medizinischer und kriminologischer Indikation - nach Angaben des Statistischen Bundesamtes machen sie etwa 3 Prozent aller gemeldeten Abtreibungen aus - lasse sich beispielsweise für das Jahr 1996 zuverlässig ein Meldedefizit von rund 55 Prozent berechnen. Nehme man das gleiche Meldedefizit auch für Abtreibungen nach der Beratungsregelung, so müsse man mit rund 200.000 Abtreibungen pro Jahr rechnen. "Die Reform des Paragraphen 218 im Jahr 1995 ist gescheitert", schreibt der bekannte Sozialethiker Manfred Spieker. Die vom Bundesverfassungsgericht unterstrichene Beobachtungs- und Nachbesserungspflicht zwinge den Gesetzgeber zu einer Reform der Reform. "Ein Rechtsstaat kann den Massenmord an der eigenen Bevölkerung nicht tolerieren. Auch ungeborene Kinder haben Anspruch auf rechtsstaatlichen Schutz." Lässt das die Gesellschaft in Deutschland kalt? Eine Gesellschaft, die doch sonst so sensibel ist und moralisch entrüstet selbst bei kleinen Ungerechtigkeiten. - Eine Serie im Rheinischen Merkur unter http://www.merkur.de/aktuell/cw/gg_041701.html

23.04.2004   Sensible Fragen aus Berlin - Als profilierter Bioethiker weiss der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland: Der Paragraph 218 reisst ein Loch in seine Argumentation für den Schutz des Ungeborenen. Darauf legt Wolfgang Huber den Finger: Im Embryonenschutzgesetz besteht der Schutz von Anfang an, bei der Abtreibung erst ab der zwölften Woche. Im Fall einer medizinischen Indikation, wenn der Mutter eine schwere Beeinträchtigung droht, ist das Kind erst ab der Geburt geschützt. Bis dahin darf es abgetrieben werden, auch ohne Beratung. Klug verweist Huber in letzter Zeit stärker auf das unerträgliche Problem der späten Abtreibungen, die stärker ins Problembewusstsein der Gesellschaft gerückt sind. Die Praxis reibe sich oft mit der gesetzlichen Vorgabe, sagt er. Aber auch die Zahl der Abbrüche wegen einer schweren Notlage hat nach seiner Beobachtung „ein Ausmass angenommen, das einen sehr unruhig machen muss“. Mehr unter http://www.merkur.de/aktuell/cw/gg_041704.html

22.04.2004   UNO-Bericht: Kondome lösen AIDS-Problem nicht - Im Report spricht die UNO erstmals von einem klaren Versagen ihrer Bevölkerungspolitik in Bezug auf die AIDS-Frage. Mehr unter http://www.kath.net/detail.php?id=2869
Dessen ungeachtet ist die soeben lancierte Schweizer Stop-Aids-Kampagne für 2004, die neu mit gelben "Verkehrs-Piktogrammen" ihre Botschaft an den Mann und die Frau bringt, wie schon in den Jahren zuvor ausschliesslich gummiorientiert.

22.04.2004   EU-Abgeordnete fördern Abtreibung als Mittel der Armutsbekämpfung - Die Verfasserin des Menschenrechtsberichtes 2003 fördere "die politische Agenda von Abtreibungsorganisationen", sagen Kritiker. Das EU-Parlament stimmt am Donnerstag über den Bericht ab. Mehr unter http://www.kath.net/detail.php?id=7494

22.04.2004   Die 'Pro-Life'-Heilige des 20. Jahrhunderts - Am 16. Mai wird die Selige Gianna Beretta Molla heilig gesprochen. Ihr Ehemann Pietro Molla wird bei der Heiligsprechung dabei sein - ein einmaliges Erlebnis in der Kirchengeschichte. Gianna hatte bewusst dem Leben ihrer Tochter vor der Geburt den Vorrang über ihr eigenes Leben eingeräumt. Mehr unter http://www.kath.net/detail.php?id=7496

22.04.2004   Abtreibung im britischen Fernsehen: Ein Plädoyer für das Leben  - Drei Minuten dauerte es, nahe dem Ende der 25 Minuten langen Sendung, was im Vorfeld als die Sensation angekündigt wurde: die erste im Fernsehen gezeigte Abtreibung, vorgenommen in der vierten Schwangerschaftswoche, mit Hilfe eines Absaugapparats, der am häufigsten verwendeten Methode in solchem frühen Stadium von Schwangerschaften, wie uns der Film unterrichtete. Viel Blut floss in den Abguss und Zellgewebe, das die behandelnde Ärztin sachlich beschrieb, erst in ein Sieb, dann in eine Petrischale. Abtreibungsarzt Parsons wich nicht davor zurück, seine Arbeit mehrfach als "nicht sehr schön" zu bezeichnen, vor allem wenn die Abtreibung - wie nach britischem Recht erlaubt - in der 24. Woche stattfindet, was in England bei einem Prozent aller Abtreibungen geschieht. Dann müsse er das Baby, wie es ein anderer Arzt vor einem Ultraschallbild wie selbstverständlich nannte, im Mutterleib zerstückeln und seine Einzelteile herausbefördern. Ein entsprechendes Foto, in Überlebensgrösse von amerikanischen Pro-Life-Gruppen bereitgestellt, war der wohl grösste Härtetest für den Zuschauer. Wird die Sendung die Abtreibungsdebatte neu beleben? Mehr unter http://www.welt.de/data/2004/04/22/268013.html

20.04.2004   Unredliche Äusserung der Forscherin Marisa Jaconi - Im Zentrum der Kritik steht, dass Embryos zu Forschungszwecken und aus Profitgier getötet werden. Gemäss neuesten Publikationen werden für die Herstellung einer einzigen Stammzelllinie durchschnittlich bis zu 57 Embryos verbraucht [NEnglJMed 350 (2004):1353-56]. Diese Tatsache versuchte die mit importierten embryonalen Stammzellen forschende und vom Schweizerischen Nationalfonds mit Steuergeldern unterstützte Marisa Jaconi kürzlich im Tagesanzeiger vom 25. März 2004 auf unredliche Weise herunterzuspielen, indem sie meinte: „Zudem arbeiten wir und andere Forscher weltweit mit der amerikanischen Stammzelllinie, die von einem einzigen Embryo stammt“. Dabei verschwieg sie, dass sie mit einer von fünf an der Universität von Wisconsin hergestellten Stammzelllinien arbeitet, wofür bis zum Gelingen 36 Embryos verbraucht wurden [s. Science 282 (1998):1147]. Mehr unter http://195.141.248.101/mamma/index.asp?lng=d&DH=1

20.04.2004   Heute Nacht! - "Wie kleine Babys": Britischer Fernsehsender will Abtreibung zeigen - Der britische Privatsenders "Channel 4"hat für heute, 20. April, die Ausstrahlung einer rund fünf Minuten dauernden Abtreibung im Nachtprogramm angekündigt. Das melden die "Berliner Morgenpost", "Die Welt" (Ausgaben vom 7. April), "Die Presse" sowie "Die Tagespost" (Ausgaben vom 8. April). Eingebettet sei das Zeigen der vorgeburtlichen Kindstötung in einen 30-minütigen Film mit dem Titel "My Foetus", in dem Gegner und Befürworter von Abtreibungen zu Wort kommen sollen. Laut der Zeitungen nimmt in der derzeitigen Diskussion über den Film der Vorwurf, dass es sich um schreckliche Bilder handele und die Fernsehgesellschaft nur an Einschaltquoten interessiert sei, einen breiten Raum ein. Dagegen habe der Sender erklärt, er wolle keine Sensationsgier bedienen, sondern die Debatte um die Abtreibung neu entfachen. Dies sei auch das Anliegen der Filmemacherin Julia Black. Wie die Zeitungen berichten, war Black stets eine kompromisslose Abtreibungsbefürworterin. Mit 21 Jahren habe sie selbst eine vorgeburtliche Kindstötung vornehmen lassen. Ihre Einstellung habe sich jedoch gewandelt, als sie ihre Tochter erwartet habe. Abtreibungsbefürworter müssten sich mit der Realität auseinandersetzen, so Black. Und die Realität sei nun einmal, dass abgetriebene Föten von zehn Wochen "wie kleine Babys" aussähen, zitieren die Zeitungen Black. Mehr unter http://observer.guardian.co.uk/uk_news/story/0,6903,1185399,00.html und http://www.channel4.com/life/microsites/M/my_foetus/index.html

20.04.2004   Mutige Engländerin kämpft gegen Spätabtreibungen wegen Hasenscharte - Leichtere Missbildungen bei Babies wie Gaumenspalten und Hasenscharten können heute problemlos operiert werden. Doch immer wieder werden Fälle bekannt, in denen derart fadenscheinige Gründe für die Tötung eines ungeborenen Kindes verantwortlich sind, oft noch in der letzten Phase der Schwangerschaft. Die englische Pastorin Joanna Jepson, die selbst mit einem missgebildeten Kiefer zu Welt kam, der später operativ korrigiert wurde, wollte dem nicht länger zusehen und begann, Dokumente zu sammeln über einen Fall, bei dem ein Arzt aufgrund einer 'Hasenscharte' noch nach der 24. Woche eine vorgeburtliche Kindstötung vorgenommen hatte, ein Alter, in dem das Kind höchstwahrscheinlich schon lebensfähig gewesen wäre. In erster Instanz war Jepson noch abgeblitzt. Im Dezember 2003 erhielt sie, mit neuen Unterlagen und Studien gewappnet, vor dem höchsten englischen Gericht Recht, um den Namen des betreffenden Abtreibungsarztes zu eruieren und gegen ihn vorzugehen. Abtreibungslobbies möchten auf internationaler Ebene ein "Recht auf ein gesundes Kind" durchsetzen. Jepson dagegen wehrt sich gegen sogenannte "kosmetische Schwangerschaftsabbrüche" und für das Lebensrecht Behinderter. Mehr unter http://www.gene.ch/genpost/2003/Jul-Dec/msg00466.html

20.04.2004   Mit vereinten Kräften: Referendum gegen Stammzellenforschungsgesetz steht - In der Schweiz ist das Referendum gegen das Stammzellenforschungsgesetz zustande gekommen. Das berichten die "Basler Zeitung" und die "Neue Zürcher Zeitung" (Online-Ausgaben vom 6. April). Insgesamt hätten die Gegner der Gesetzesvorlage rund 85.000 Unterschriften gesammelt. Wie die Zeitungen weiter berichten, haben sich an der Unterschriftensammlung zahlreiche Lebensrechts-, Umwelt- und kirchliche Organisationen beteiligt, unter anderem die Schweizerische Hilfe für Mutter und Kind (SHMK), die Gesellschaft für Bioethik, Human Life International, die Arbeitsgruppe Stammzellforschung Schweiz, die Vereinigung Ja zum Leben, der Basler Appell gegen Gentechnologie sowie verschiedene Ärzteverbände. Das Stammzellenforschungsgesetz sei eine Mogelpackung und sowohl moralisch als auch rechtlich unhaltbar, haben laut der Zeitungen Vertreter des Referendumskomitees um die SHMK argumentiert. "Wir wollen nicht, dass Menschen für die Forschung geopfert werden", zitiert die Neue Zürcher Zeitung den SHMK-Präsidenten Dominik Müggler. Embryonen seien Menschen mit einer unantastbaren Menschenwürde. Wie die NZZ weiter berichtet, hat auch Antoine Suarez von der Schweizerischen Gesellschaft für Bioethik das neue Stammzellenforschungsgesetz scharf kritisiert: Wenn Embryonen zu Forschungszwecken getötet werden dürften, müsste es theoretisch auch erlaubt sein, erwachsene Menschen, etwa zum Tode Verurteilte oder Kranke, zwecks Organtransplantation zu töten, so Suarez. Das neue Stammzellenforschungsgesetz war Ende Dezember vom Parlament verabschiedet worden. Es erlaubt mit Einschränkungen die Forschung an embryonalen Stammzellen, die Embryonen entnommen werden, die nach einer künstlichen Befruchtung nicht mehr benötigt werden. Die Embryonen werden bei der Stammzellentnahme getötet. Mehr dazu www.baz.ch; www.nzz.ch

14.04.2004   USA: Arzt sagt vor Gericht über Schmerzempfinden von Embryos aus - Ein Arzt erklärt gegenüber einem US-Gericht, welche Schmerzen Embryos bei einer Teilgeburtenabtreibung empfinden. Mehr unter http://www.kath.net/detail.php?id=7435

11.04.2004   Patent auf menschliche Embryonen - Das Europäische Patentamt gewährte wieder einmal ein Patent, das zumindest höchst fragwürdig zu nennen ist. Am 5. April haben Greenpeace-Aktivisten die Türen des Europäischen Patentamts in München symbolisch mit Eisblöcken zugemauert, um gegen ein bereits am 26. November 2003 erteiltes Patent der Firma "Vitrolife" zu protestieren. Das Patent umfasst Sperma, Eizellen und Embryos aller Arten, auch von Menschen, die auf bestimmte Weise tiefgekühlt und zur künstlichen Befruchtung verwendet werden. Bereits 1999 wurde das Patent unter der Nummer WO 00/21365 weltweit in über 100 Staaten angemeldet, u.a. in den USA, in China, Russland, Australien und einige Staaten Afrikas. Mehr unter http://www.heise.de/tp/deutsch/special/leb/17167/1.html

09.04.2004   Deutsche 'Christdemokraten für das Leben' kritisieren hohe Abtreibungszahlen - "Es darf nicht weiter in der öffentlichen demographischen Debatte tabuisiert werden, dass inzwischen auf 1000 Geburten 182 gemeldete Abtreibungen kommen." Mehr unter http://www.kath.net/detail.php?id=7405

06.04.2004   Britischer Fernsehsender zeigt erstmals Durchführung einer Abtreibung - Ende April strahlt „Channel 4“ die Sendung „Mein Fötus“ aus. Mehr unter http://www.kath.net/detail.php?id=7380

05.04.2004   Britische Statistik zeigt: Eines von fünf Babys wird abgetrieben - Ein aktueller britischer Statistikbericht enthüllt erschreckende Zahlen bezüglich Abtreibung und Geschlechtskrankheiten unter Teenagern. Mehr unter http://www.kath.net/detail.php?id=7372

03.04.2004   Globales Forum bittet die UNO, kein "Menschenrecht auf Homosexualität" anzuerkennen - Mit einem Aufruf an die nationalen Verantwortlichen und an die UN, sich gegen die Initiative zur Verankerung der Homosexualität als Menschenrecht zu stellen, schloss der III. globale Familienkongress diesen Mittwoch in Mexiko. Mehr unter http://zenit.org/german/

27.03.2004   Kinoplakat rettet Leben von ungeborenem Baby! - In Montclair, New Jersey, ging eine Frau zu einer Abtreibungsklinik, und während sie im Wartezimmer auf den Arzt wartete, blickte sie aus dem Fenster und entdeckte auf der gegenüberliegenden Strassenseite ein Kino, wo zu lesen war: "Coming Soon - The Passion of the Christ". Etwas bewegte sich in diesem Augenblick in ihrem Herzen, sie stand auf, verliess die Klinik, um das Leben ihres ungeborenen Kindes zu retten. Mehr unter http://www.miraclesofthepassion.com/

26.03.2004   US-Richter erlaubt Arzt, über Schmerzempfinden von Embryos auszusagen - Die Aussage eines Arztes könnte helfen, das neue Bundesgesetz gegen die Teilgeburtsabtreibung in den USA zu verteidigen. Mehr unter http://www.kath.net/detail.php?id=7306
 

UN-Bevölkerungs-Treffen propagieren Abtreibung

22.03.2004   Ein amerikanisches "Zentrum für Reproduktionsrechte", das sich weltweit für ein Recht auf Abtreibung einsetzt, hatte es angekündigt : Man wolle "härter" und "schmutziger" kämpfen (diese Seite berichtete am 21.02.2004 darüber). Bei den Vereinten Nationen scheint die Wühlarbeit militanter Abtreibungs-Lobbyisten nun erste Erfolge zu zeitigen. Nachdem bereits Generalsekretär Kofi Annan eine radikale Abtreibungsorganisation als "leuchtendes Beispiel" gelobt hatte (vgl. unser Bericht vom 06.03.2004), fanden kürzlich gleich zwei UN-Treffen statt, welche den Pro-Choice-Organisationen eine prominente Kulisse boten. Man wolle den Kampf gegen religiöse Barrieren bezüglich Abtreibung aufnehmen, hiess es auf einem Treffen in Amsterdam. Lebensschützer mögen sich nicht länger in Illusionen wähnen. Abtreibung soll, unter dem Protektorat der UNO, im Rahmen von sogenannten "Reproduktivrechten" und unter dem Deckmantel "sexueller Gesundheit" weltweit als "Menschenrecht" durchgesetzt werden. Ein neuer Ansatz dabei ist, einzelne Kirchenvertreter und kirchliche Gruppen in diesen Prozess aktiv einzuspannen. Mehr unter http://www.kath.net/detail.php?id=7274
 

Steigende Zahlen von Abtreibungen bei Minderjährigen in Deutschland

13.03.2004   Im Jahr 2003 wurden dem Statistische Bundesamt in Wiesbaden rund 128.000 Abtreibungen gemeldet. Wie die Wiesbadener Behörde in einer Pressemitteilung (9. März) erklärt, ist die Zahl gegenüber dem Vorjahr damit um 2.400 Fälle oder 1,8 Prozent gesunken. Nahezu die Hälfte der Frauen (49 Prozent) war zum Zeitpunkt der vorgeburtlichen Kindstötung ledig, 45 Prozent waren verheiratet. 40 Prozent der Schwangeren hatten vor der Abtreibung noch kein Kind bekommen. Knapp drei Viertel (71 Prozent) aller Abtreibungen wurden bei Frauen zwischen 18 und 34 Jahren vorgenommen. Laut Statistischem Bundesamt waren 16 Prozent der Frauen zwischen 35 und 39 Jahren, rund 7 Prozent 40 Jahre und älter. 6 Prozent der Frauen, bei denen eine vorgeburtliche Kindstötung vorgenommen wurde, waren minderjährig. Wie die Tageszeitung "Die Welt" (Ausgabe vom 11. März) berichtet, verzeichnen die Statistiker damit gegenüber dem Vorjahr einen Anstieg der gemeldeten Abtreibungen bei den unter 18-Jaehrigen um 2,7 Prozent auf insgesamt 7.645 Fälle. Die Zahl der Abtreibungen bei den unter 15-Jaehrigen sei von 1996 bis 2002 um fast 70 Prozent gestiegen, bei den 15- bis 18-Jaehrigen habe der Anstieg etwa ein Drittel betragen. In weniger als 3 Prozent der Fälle wurden medizinische beziehungsweise kriminologische Indikationen als Begründung für die Abtreibung angegeben, so das Statistische Bundesamt weiter. Demnach sind über 97 Prozent der gemeldeten vorgeburtlichen Kindstötungen nach der Beratungsregelung vorgenommen worden. Mit 81 Prozent wurden die weitaus meisten Abtreibungen per Absaugmethode (Vakuumaspiration) durchgeführt. Nach Angaben der Statistiker erfolgten die Abtreibungen vorwiegend ambulant (93 Prozent), davon rund ein Sechstel ambulant in Krankenhäusern und der Rest in gynäkologischen Praxen. Fünf Prozent der Frauen liessen die vorgeburtliche Kindstötung in einem Bundesland durchführen, in dem sie nicht wohnten. (ALfA) Mehr unter www.destatis.de; www.welt.de

 

"Grösster Menschenrechtsskandal": Politiker reagieren auf Zahlen

13.03.2004   Anlässlich der Veröffentlichung der Abtreibungszahlen durch das Statistische Bundesamt haben die Christdemokraten für das Leben (CDL) einen besseren Schutz für die ungebornen Kinder gefordert. In einer Pressemitteilung (11. März) erklärt der Bundesgeschäftführer der CDL, Manfred Libner: "Fast 130.000 offiziell getötete ungeborene Kinder im vergangenen Jahr, das ist nach wie vor der grösste Menschenrechtsskandal in Deutschland." Die Summe der offiziell gemeldeten Abtreibungen entspreche der Einwohnerzahl Würzburgs oder Potsdams. Dabei sei die hohe Dunkelziffer noch gar nicht berücksichtigt worden. Ein Alarmsignal sei besonders die Zunahme der durchgeführten Abtreibungen bei Minderjährigen in der vergangenen fünf Jahren. Offensichtlich komme der Staat nicht seinem Auftrag nach, den Schutz des menschlichen Lebens jungen Menschen zu vermitteln und ein Leben mit Kind zu ermöglichen. Libner betonte in der Mitteilung an die Presse, der Staat mache sich zu einem schlechten Anwalt des ungeborenen Lebens, wenn der grösste Teil der offiziell gemeldeten Abtreibungen staatlich finanziert werde. "Wenn die verantwortlichen Politiker schon kein ethisches Problem in der Tötung von ungeborenen Kindern erkennen, dann sollten sie wenigstens Konsequenzen aus dem Umstand ziehen, dass die Zukunft unserer sozialen Sicherungssysteme wesentlich von der erfolgreichen Beseitigung chronischen Kindermangels abhängt", so Libner. Das sei aber nur durch die Förderung von Familien mit Kindern zu erreichen. "Die Finanzierung der Abtreibung durch öffentliche Kassen verschärft dagegen die demographische Schieflage und beschleunigt die seit dreissig Jahren eingeschlagene Fehlentwicklung in Deutschland."

Weiter kritisiert Libner, dass im Zusammenhang mit vorgeburtlichen Kindstötungen zu wenig über die Gefahren und Risiken, insbesondere die psychischen Folgeerscheinungen für Frauen (Post-Abortion-Syndrom) aufgeklärt werde. Wie das "Ärzteblatt" weiter berichtet, hat Kues eine fraktionsübergreifende Initiative zur Vermeidung von Spätabtreibungen angekündigt. Falls nicht bis Ende März ein entsprechender Antrag zustande komme, wollten Abgeordnete wie die Grünen-Politikerin Christa Nickels, Maria Boehmer (CDU) und er selbst einen Vorstoss unternehmen. Mehr unter   www.cdl-online.de; www.aerzteblatt.de
 

Schwedin stirbt nach Abtreibung: Mifegyne tötete Kind und Mutter

13.03.2004   Eine 18-jährige Schwedin ist nach einer Abtreibung mit dem Präparat Mifegyne verblutet. Das meldet die Nachrichtenagentur AFP (12. März). Wie die Behörden in Stockholm erklärt hätten, sei die Frau in der siebten Woche schwanger gewesen. Das Mittel habe sie in der korrekten Dosierung in einem Krankenhaus in Westschweden eingenommen. Man habe sie vor ihrer Entlassung vorschriftsgemäss ärztlich beobachtet. Sechs Tage danach sei sie tot in ihrer Wohnung aufgefunden worden. Wie AFP weiter berichtet, ist dies offenbar der erste durch das Abtreibungsmittel Mifegyne verursachte Todesfall einer Frau in Schweden. Allerdings habe es schon ähnliche Fälle in den USA und in Grossbritannien gegeben. Mifegyne bewirkt, dass sich das ungeborene Kind aus der Gebärmutterschleimhaut löst und stirbt. Diese Methode wird von ihren Befürwortern als schonender für eine Frau bewertet als eine operative vorgeburtliche Kindstötung. (ALfA)

 

"Schwangerschaft ist keine Krankheit": "Bitte nicht stören" warnt vor PND-Auslese

13.03.2004   Vor zu vielen Untersuchungen in der Schwangerschaft haben die Veranstalter der deutschen Aktion "Bitte nicht stören" gewarnt. Das meldet die "Deutsche Presse Agentur" (dpa) (9. März). "Frauen geraten dadurch in eine Spirale der Angst", zitiert die dpa die Frankfurter Koordinatorin Thea Vogler, die am dortigen Frauen-Gesundheitszentrum arbeitet. Statt der Freude an der Schwangerschaft stehe die Furcht vor einer möglichen Behinderung des Kindes im Vordergrund. Inzwischen würden fast 80 Prozent aller Schwangeren als Risikopatientinnen gesehen. "Schwangerschaft wird zu einer Krankheit", kritisierte Vogel. Gelte eine Frau als Risikopatientin, warteten bis zu 100 Untersuchungen auf sie, um eine mögliche Behinderung des Kindes zu entdecken. "Diese Untersuchungen sind in erster Linie ein Mittel zur Auslese", zitiert die dpa Vogel. Werde eine Fehlbildung entdeckt, würden die meisten Frauen eine Abtreibung vornehmen lassen. Dennoch lehnt die Geburtsvorbereiterin Thea Vogel laut der "Deutschen Presse Agentur" Pränataldiagnostik (PND) nicht vollständig ab. "Ich finde Vorsorge sehr sinnvoll und wichtig", so Vogel. Zum Beispiel liesse sich durch eine Ultraschalluntersuchung klären, ob eine Unterversorgung des Kindes vorliege. Dann sei es lebenswichtig für das Kind, es früher auf die Welt zu bringen. Die bundesweite Kampagne "Bitte nicht stören" wird von der "Aktion Mensch" unterstützt. Mehr unter   www.1000fragen.de
 

Den Tod vor Augen: Brite klagt Recht auf Weiterleben ein

06.03.2004   In Grossbritannien hat ein vierundzwanzigjähriger Mann vor dem High Court sein Recht auf Weiterleben eingeklagt. Das meldet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (Ausgabe vom 1. März). Der Kläger Oliver Leslie Burke sitzt wegen einer schweren fortschreitenden Hirnerkrankung seit zwölf Jahren im Rollstuhl, so die Zeitung. Mit dem Prozess wolle er verhindern, dass, wenn er sich nicht mehr artikulieren könne, Ärzte über den Abbruch der künstlichen Ernaehrung entscheiden dürften. Laut der FAZ orientieren sich die britischen Ärzte am sogenannten "best interest", dem Wohl der Patienten. Nach Auffassung des obersten englischen Gerichts sei dieses Wohl vor allem aus medizinischer Sicht zu bestimmen. Es spiele nicht nur eine Rolle, ob ein Patient überhaupt weiterleben kann, sondern auch, welche Qualität sein Leben mutmasslich besitzen werde. Ärzte könnten so etwa die künstliche Ernährung unabhängig vom vermuteten oder tatsächlichen Willen des Patienten abbrechen, wenn sie annähmen, dass die künstliche Ernaehrung Leiden verursache oder den Patienten mehr belaste, als sie ihm nütze. Nach einem Gespräch mit den Angehörigen und dem Behandlungsteam könne die Magensonde entfernt oder gar nicht erst gelegt werden. Der Tod trete dann nach zwei bis drei Wochen ein. Burke will nun erreichen, dass diese Behandlungsrichtlinien geändert werden, so die FAZ weiter. Er vertrete die Ansicht, dass sie gegen das in der Europäischen Menschenrechtskonvention verankerte Recht auf Leben und das Recht auf Achtung des Privatlebens verstiessen.

 

Schweizer Bischöfe warnen vor Legalisierung der Euthanasie

Die Schweizer Bischöfe haben eindringlich und "in schwerer Sorge" vor einer Legalisierung der Euthanasie gewarnt. In einem Offenen Brief (4. März) fordern sie den Europarat auf, einen Bericht des Schweizer Abgeordneten Dick Marty fallenzulassen. "Dieser Rapport widerspricht der Empfehlung 1418 (von 1999) über die Menschenrechte und die Würde Schwerkranker sowie Sterbender und öffnet Tür und Tor für die Einführung einer Gesetzgebung zur Legalisierung der Euthanasie in den Mitgliedstaaten des Europarates", heisst es in dem Brief. Die vordergründig menschenfreundliche Lösung der Beendigung von Schmerzen und Leiden durch die legale Beihilfe zum Suizid sei in höchstem Grade widersprüchlich: Sie setze Menschen mit Behinderungen, chronischem Leiden, Schwerkranke und Sterbende, Alte und Gebrechliche unter einen enormen Druck, der Gesellschaft nicht zu Last zu fallen und sich einer allgemeinen Praxis zu beugen. "Dass dabei schwerwiegende Verstösse gegen die persönliche Freiheit, Rechte und Würde des Kranken gemacht werden, lässt sich in der gängigen Praxis in den Niederlanden bereits nachvollziehen", stellen die Schweizer Bischöfe fest. "Nach Meinung der Schweizer Bischofskonferenz sollten die Probleme und Leiden soweit wie möglich beseitigt werden und nicht die Kranken und Sterbenden!"
 

"Geld fehlt kinderreichen Familien": Kritik an Abtreibungsfinanzierung reisst nicht ab

06.03.2004   Das Forum Deutscher Katholiken und die Aktionsgemeinschaft katholischer Laien und Priester in den deutschsprachigen Diözesen haben die Finanzierung von Abtreibungen aus Steuermitteln kritisiert. In einer gemeinsamen Erklärung (1. März) heisst es, der Einsatz von Steuergeldern zur Tötung ungeborener Kinder geschehe trotz einer extrem niedrigen Geburtenrate, die das gesamte Sozialsystem gefährde. "Das Geld für die Abtreibungen fehlt kinderreichen Familien, Kindergärten und Einrichtungen für die Jugendarbeit", so die Vorsitzenden des Forums und der Arbeitsgemeinschaft, Hubert Gindert und Gerhard Braun. Ende Dezember 2003 hatte das LebensForum (4/2003), die Zeitschrift der Aktion Lebensrecht für Alle e.V. (ALfA), berichtet, dass die sechzehn deutschen Bundesländer im Jahr 2002 mit über 40 Millionen Euro rechtswidrige aber straffreie Abtreibungen subventioniert haben. Mehr als 250 Millionen Euro sind seit der Novellierung des Paragraphen 218 bundesweit aus Steuermitteln für die Tötung ungeborener Kinder ausgegeben worden. Mehr unter www.forum-deutscher-katholiken.de www.alfa-ev.de
 

190.000 Unterschriften für das Leben: Portugal hält an Abtreibungsgesetz fest

06.03.2004   Ein neuer Anlauf zur Lockerung der Abtreibungsgesetze in Portugal ist im Parlament mit der Mehrheit der Mitte-Rechts-Parteien abgelehnt worden. Das meldet die "Junge Welt" (Ausgabe vom 5. März). Nach einer vierstündigen Debatte hat das Parlament neben dem Antrag der Opposition, Abtreibungen zu legalisieren, auch die von etwa 120.000 Portugiesen unterzeichnete Petition über ein Referendum zu dieser Frage abgelehnt, so die Zeitung. Unterdessen hat ein Zusammenschluss portugiesischer Lebensrechtsorganisationen in einer von 190.000 Portugiesen unterzeichneten Petition gefordert, das geltende Abtreibungsrecht beizubehalten, Schwangere in Konfliktsituationen stärker zu unterstützen und finanzielle Anreize für kinderreiche Familien zu schaffen. Diese Petition werde am 10. März im Parlament behandelt. Mehr unter www.jungewelt.de; www.kath.net
 

Annan lobt radikale Abtreibungsorganisation als "leuchtendes Beispiel"

06.03.2004   UN-Generalsekretär Kofi Annan hat eine Auszeichnung der Pro-Abtreibungsorganisation "International Womens Health Coalition" (IWHC) entgegengenommen. Das meldet das "Catholic Family and Human Rights Institute" (C-FAM) in seinem "Friday Fax" (5. März). Die IWHC hat sich eigenen Angaben zufolge das Ziel gesetzt, weltweit allen Frauen den freien Zugang zur Abtreibung auf Verlangen zu ermöglichen. Laut "Friday Fax" hat Annan in seiner Dankesrede die Organisation ein "leuchtendes Beispiel" genannt. "Ich bin bewegt, dass Sie mich für diesen Preis gewählt haben. Vor allem möchte ich meine Hochachtung vor der Arbeit der International Womens Health Coalition überall auf der Welt bezeugen", so Annan. "Wenn es mehr solcher Pioniere gäbe wie Sie, wäre die Welt ein besserer Ort." Das Beispiel zeigt deutlich, mit welchen Methoden kämpferische Abtreibungsorganisationen gezielt internationale Organisationen für sich einzunehmen suchen. (mehr unter   www.c-fam.org; www.iwhc.org)

Das 100-Millionen-Dollar-Zentrum: Stammzellforschung im grossen Stil

06.03.2004   Die amerikanische Universität Harvard Boston will ein 100-Millionen-Dollar-Zentrum zur Forschung an embryonalen Stammzellen einrichten. Das berichten "Die Welt" (Ausgabe vom 2. März), die "Netzeitung" (Ausgabe vom 1. März) und der "ORF" (29. Februar). Das Zentrum werde ohne staatliche Hilfe eingerichtet, da die US-Regierung nur Projekte mit Zellinien fördert, die vor August 2001 hergestellt worden sind. "Wir haben im gesamten Harvard-System Forscher, die an verschiedenen Aspekten von Stammzellen arbeiten", zitiert die "Netzeitung" den Rektor Steven Hyman unter Berufung auf einen Artikel in der "New York Times". Ziel des Projektes sei es, diese Wissenschaftler zusammen zu bringen. An der Planung des vorläufig "Harvard Stem Cell Institute" genannten Zentrums arbeiteten bereits zwanzig Forscher. Wie "Die Welt" weiter berichtet, betreiben auch einige andere US-Universitäten Stammzellforschung. An der Stanford-Universität in Palo Alto (Kalifornien), der Universitäten von Wisconsin, von Minnesota und von Kalifornien in San Francisco sowie der Universität in New Jersey würde bereits an embryonalen Stammzellen geforscht, allerdings in einem wesentlich kleineren Rahmen als in Boston geplant.
 

Herzinfarkt-Therapie mit adulten Stammzellen: Jenaer Forschern gelingt Durchbruch

06.03.2004   Ärzte der Universität Jena haben eine neue Therapie entwickelt, um das Herz nach einem Infarkt mit Hilfe von Wachstumsfaktoren und Stammzellen zu heilen. In einer Mitteilung an die Presse (3. März) heisst es, es sei erstmals gelungen, die körpereigenen Stammzellen von Infarkt-Patienten dazu anzuregen, das zerstörte Gewebe zu ersetzen. Bei der neuen Therapie werde den Patienten das verschlossene Herzkranzgefäss sofort nach Ankunft in der Klinik mit einem Herzkatheter und Einbringung einer Gefässstütze wiedereröffnet. Zwei Tage nach dem akuten Infarkt werde dann der Wachstumsfaktor G-CSF in das Unterhautfettgewebe gespritzt. Damit erreichen die Jenaer Wissenschaftler eigenen Angaben zufolge einen ca. 10fachen Anstieg der weissen Blutkörperchen, der mit einem etwa 25fachen Anstieg der adulten Stammzellen, die natürlicherweise im Blut kursieren, verbunden ist. Die vielen im Blut zirkulierenden Stammzellen können sich dann entlang des wiedereröffneten Herzkranzgefässes im Herzinfarktareal einnisten und das Gewebe in den folgenden Wochen partiell reparieren. Wie es in der Pressemitteilung weiter heisst, wurden zur Kontrolle des Therapieerfolges die Pumpfunktion, die Wandbewegung des Herzens im Infarktareal und die Durchblutung unmittelbar vor der Entlassung der Patienten und nach drei Monaten kontrolliert. Die Wissenschaftler konnten damit weltweit erstmalig den Beweis erbringen, dass sich die Funktion der linken Herzkammer sowie die Durchblutung des vom Infarkt betroffenen Areals des Herzmuskels nach der Therapie mit Wachstumsfaktoren deutlich verbessert.  Mehr unter www.med.uni-jena.de
 

"Härter" und "schmutziger kämpfen": Abtreibungslobby will Offensive verstärken

21.02.2004   New York (ALfA). Die Abtreibungslobby startet neue Offensive. Das bericht die evangelische Nachrichtenagentur "idea" unter Berufung auf einen vertraulichen Bericht des amerikanischen "Zentrums für Reproduktionsrechte", das sich weltweit für ein Recht auf Abtreibung einsetzt. Aus dem Dokument, das Interviews mit Vorstandsmitgliedern des Zentrums zusammenfasse, gehe laut "idea" die künftige Strategie der Organisation hervor. Unter anderem werde eine bessere Zusammenarbeit mit den Kirchen angestrebt. Man wolle die Pfarrerschaft ansprechen, "damit es religiöse Stimmen für Abtreibung gibt - und wir nicht 'barbarisch, unreligiös, unmoralisch' genannt werden können", zitiert die Agentur aus dem Dokument. Anerkannte Grössen auf dem Gebiet der Ethik sollten bei Pressekonferenzen erscheinen. Durch ein "rigoroses Medientraining" sollten Sprecher des Zentrums besser in der Öffentlichkeit wirken. Ein weiteres Ziel sei es, bei der Ausbildung für Frauenärzte Abtreibungstechniken verpflichtend zu machen. Bemängelt werde in dem Bericht zudem, dass die Abtreibungslobby nicht lautstark genug sei. "Wir müssen härter kämpfen - und ein bisschen schmutziger." Positiv äussern sich die Befragten über das internationale Engagement des "Zentrums für Reproduktionsrechte" in Nepal, der Slowakei, Mexiko und Chile. Laut "idea" hatte der der republikanische Abgeordnete Christopher Smith (New Jersey) das vertrauliche Dokument dem US-Kongress zugänglich gemacht. Smith werfe den Abtreibungslobbyisten vor, ihr Ziel mit Begriffen wie "Reproduktionsrechten" zu kaschieren. (mehr dazu: www.idea.de )
 

"Survivors" - Sie überlebten ihre eigene Abtreibung!

13.02.2004   Sarah Brown, Gianna Jessen, Ana Rosa Rodriguez, Heidi Huffmann, Sarah Smith (Sarahs Story http://www.prolife.com/SARAH2.html ), Ximena Renaerts: Das sind Namen, die für Menschen stehen, die es eigentlich nicht hätte geben dürfen. Gelegentlich kommt es vor, dass eine Abtreibung sozusagen "misslingt" und dass das Kind überlebt; ein besonderes Schicksal, für die Mutter wie für das Baby. Heute kommt dies weniger vor, weil die Ärzte aufgrund möglicher Entschädigungsprozesse "auf Nummer sicher gehen" und das Kind meistens schon im Mutterleib mit einer Injektion töten. Einige dieser Überlebenden sind heute bereits Teenager. Sie wurden adoptiert oder leben auch in ihrer Familie und haben sich mit ihrer Mutter ausgesöhnt. Manche tragen mehr oder weniger sichtbare Spuren an ihrem Körper, eine Lähmung oder gar einen fehlenden Arm. Doch ihr Lebenswille ist ungebrochen. Viele ihrer LeidensgenossInnen hatten weniger Glück: Sie überlebten zwar den Eingriff, starben aber schon kurz danach, weil sie nicht versorgt oder gar aktiv getötet wurden. Wer des Englischen mächtig ist, kann hier einige Schicksale dieser "Survivors" nachlesen: http://www.vanderbilt.edu/SFL/born_alive.htm

 

Studie: Scheidung ist für Kinder schlimmer als Tod eines Elternteils

12.02.2004   Die Trennung stelle keine positive Alternative zu einer "schlechten" Ehe dar, sondern wirke sich negativ auf die Kinder aus, wies die irische Studie nach. Mehr unter http://www.kath.net/detail.php?id=6995

 

USA: Urteil 'Roe vs. Wade' könnte rückgängig gemacht werden

12.02.2004    1973 wurde durch ihren Fall die Abtreibung in den USA legalisiert: Nun geht Norma McCorvey vor Gericht, um das Urteil anzufechten. Mehr unter http://www.kath.net/detail.php?id=6998
 

Vertrauliche Dokumente decken undemokratische Strategien von Abtreibungs-Lobby auf

07.02.2004   Im Dezember 2003 veröffentlichte der Sitzungsbericht des US-Abgeordnetenhauses (Congressional Records) strategische Dokumente von Abtreibungs-Organisationen. Die vom Repräsentantenhaus veröffentlichten Dokumente sind Zusammenfassungen von Strategie-Sitzungen des Zentrums für Reproduktiv-Rechte (Centre for Reproductive Rights) in den vergangenen Monaten. In diesen Sitzungsprotokollen wird u.a. ausgeführt : "Wir müssen härter kämpfen, ein bisschen unsauberer". Der Inhalt dieser vertraulichen Dokumente lässt vermuten, dass es den Autoren in den USA (Zentrum für Rechte der Reproduktionsgesundheit) und in Europa (Kommissar Poul Nielson, Arbeitsgruppe "Bevölkerungspolitik" im Europaparlament) nicht angenehm ist, dass die Bevölkerung über die die Interessen einzelner Lobbygruppen über deren Strategien zur Legalisierung von Abtreibungsmassnahmen informiert wird. Den Argumenten der Abtreibungs-Organisationen zufolge soll das "Menschenrecht auf Abtreibung" und die damit verbundenen Konzepte wie "Reproduktionsgesundheit" oder "sexuelle Gesundheit" nicht auf direktem Wege erreicht werden, sondern durch Sinnentstellung von Begriffen und Definitionen. Im Rahmen der angestrebten Neudefinierung sollen "international anerkannte Rechte der Reproduktionsgesundheit" (a) Abtreibungsmassnahmen enthalten, die (b) ebenso auf Kinder und Jugendliche angewandt werden sollen, ausdrücklich ohne das dafür notwendige elterliche Einverständnis einzuholen. Alle Staaten sollen verpflichtet werden, Abtreibungsmassnahmen (bei Jugendlichen auch ohne vorherige elterliche Information und Einverständnis) zu legalisieren. Dafür sollen internationale und europäische Rechtstexte, Verträge und Konventionen oder andere, mit der Ausführung dieser Texte beauftragte Gremien, genutzt werden. Mehr unter http://www.euro-fam.org/scripts/spop/articleINT.php?LG=DE&XMLCODE=2004-01-28-1149
 

Familiäres Umfeld mitverantwortlich für homosexuelle Neigungen

Die Familie prägt das sexuelle Verhalten von Kindern stärker als angenommen, meint der Oblatenpater John Harvey. Das Interview unter http://www.kath.net/detail.php?id=6925

 

Konsequent, nur in die falsche Richtung gedacht: Bioethiker sorgt für Aufregung

London (ALfA). Mit seiner Bemerkung, es sei moralisch akzeptabel, Kinder kurz nach der Geburt zu töten, hat der englische Bioethiker John Harris, Mitglied des Bioethik-Komitees der "British Medical Association" (BMA) international für Aufregung gesorgt. Das berichtet "BBC News" (Online-Ausgabe vom 26.01.) unter Berufung auf den "Sunday Telegraph". Danach sehe Harris keinen moralischen Unterschied zwischen der späten Abtreibung ungeborener Kinder und der Tötung Neugeborener: "Es gibt keinen ersichtlichen Grund, warum man - aus ethischer Perspektive - über einen Fötus, der sich ausserhalb des Mutterleibes befindet, anders denken sollte als über einen Fötus im Mutterleib", wird Harris zitiert. Dagegen bezeichnete Julia Millington von der "ProLife-Party" die Aussagen von Harris als "absolut entsetzlich". Kindestötung sei Mord und verstosse gegen das Gesetz. "Es ist beängstigend daran zu denken, dass Studierende von jemanden belehrt werden, der den Mord an Neugeborenen gutheisst und beunruhigend, dass so eine Person auch ein Mitglied der Ethikkommission der BMA ist", so Millington laut "BBC News". Mehr dazu:  www.news.bbc.co.uk
 

Künstliche Befruchtungen sind gefährlich: Bei Geburt häufiger Komplikationen

31.01.2004   London (ALfA). Bei Kindern, die aus einer künstlichen Befruchtung hervorgegangen sind, treten deutlich mehr Komplikationen bei der Geburt auf, als bei natürlich gezeugten Kindern. Das meldet das "Deutsche Ärzteblatt" (Ausgabe vom 27.01.) unter Berufung auf eine Veröffentlichung niederländischer Forscher im Britisch Medical Journal. Dem Bericht zufolge verglichen die Wissenschaftler 25 kontrollierte Studien, bei denen die Umstände der Geburt von künstlich erzeugten Kindern und der von natürlich gezeugten Kindern untersucht worden waren. Verglichen wurden dabei Kriterien wie vorzeitiger Geburtstermin, Geburtsgewicht, Entwicklungsreife, Kaiserschnitt, die Notwendigkeit von Intensivpflege nach der Geburt sowie Tod bei der Geburt. Das Ergebnis: Die durch künstliche Befruchtung erzeugten Kinder waren kleiner, besassen ein geringeres Geburtsgewicht und kamen oftmals vorzeitig zur Welt (40 Prozent). Mehr dazu   www.aerzteblatt.de

 

Bedenkenswerte Worte eines führenden Vorkämpfers für den freien Schwangerschaftsabbruch

28.01.2004   Alan Guttmacher, Gründer und Direktor des nach ihm benannten Instituts für "reproduktive Gesundheit", welches international führend ist in Sachen Förderung der Abtreibung, äusserte sich in der Washington Post vom 3. Mai 1973 wie folgt: „Der einzige Weg, auf dem Planned Parenthood die Schlacht [für die Freigabe der Abtreibung in den USA] gewonnen hat, ist die Sexualerziehung in den Schulen." - Planned Parenthood gehört zur weltweit agierenden Bewegung für Verhütung, Abtreibung und Sterilisierung "International Planned Parenthood Federation".
 

Europäische Studien zeigen: Homo-,Ehe’ schwächt Ehe und Familie

28.01.2004   In jenen Ländern, wo Homosexuelle eheähnliche Rechte haben, sind die Ehe zwischen Mann und Frau sowie die Familienstruktur deutlich geschwächt worden. Mehr unter http://www.kath.net/detail.php?id=6900
 

Studie zeigt: Pro-Life-Gesetze verhindern Abtreibungen

26.01.2004   Oft wird behauptet, dass man durch Gesetze und Regulierungen keine Abtreibungen verhindern könne. Nun hat ein Harvard-Wissenschaftler, Michael J. New, die Auswirkungen solcher Gesetze auf Bundesstaatenebene untersucht. Mehr unter http://www.bioethik-forum.de/index.php/item/269  Englischsprachige Originalquellen unter http://www.lifenews.com/nat299.html  oder http://www.heritage.org/Research/Family/CDA04-01.cfm

US-Erfolgsstaaten bei der Reduzierung von Schwangerschaftssabbrüchen

26.01.2004   Die 1990-er Jahre war in den USA für die Pro-Life-Bewegung ausserordentlich erfolgreich. Untersuchungen zeigen, dass zu Ende des Jahrzehnts weniger Personen Schwangerschaftsabbrüche auf Verlangen befürworteten. Bedeutender aber ist, dass die Zahl der Abbrüche zurückging. In 46 US-Bundesstaaten sank die Zahl von Schwangerschaftsabbrüchen um über 17 Prozent. Was war der Grund für diese Entwicklung? Wirtschaftliche Faktoren werden zitiert, aber eine bedeutende Rolle spielten vermehrte Pro-Life-Gesetzgebungen. Lebensfreundliche Gesetzgeber hatten in dieser Dekade deutlich zugenommen. Zu bedenken: 1992 hatte sozusagen kein Staat einschränkende Gesetze, im Jahre 2000 waren es 27 Staaten. 1992 hatte kein Staat die sogenannte Teilgeburtsabtreibung verboten oder eingeschränkt, 2000 waren es schon 12. Es sind zwei Faktoren für diese Entwicklung massgebend: 1992 hiess der Supreme Court im Fall Casey gegen Planned Parenthood in Southern Pennsylvania eine einschränkende Regelung gut, die zwar nicht zur Aufhebung der Doktrin "Roe versus Wade" aufhob, aber auf staatlicher Ebene den Pro-Life-Gesetzgebern mehr Freiheit gab, die Ungeborenen zu schützen. Sie erlaubte es, besser über die Abtreibungsverfahren, die fetale Entwicklung und die gesundheitlichen Risiken einer Abtreibung zu informieren und alleinstehenden Müttern mehr Hilfe anzubieten. Der zweite Faktor ist darin zu finden, dass Pro-Life-Gesetzgeber seit 1990 in verschiedenen Staaten bemerkenswerte Zunahmen erzielt haben. Ab 1994 dominierten die Republikaner Senat wie Repräsentantenhaus und ebenso elf Bundesstaaten. Zwischen 1990 und 2000 erhöhten sich die republikanischen Mehrheiten von 6 auf 18. Weil Republikaner tendenziell eher Pro-Life gesinnt sind, beeinflusste dies auch die Gesetzgebungen. Die Frage bleibt, welchen Einfluss diese Entwicklung im einzelnen auf die Abtreibungszahlen hatten. Eine Studie die Heritage Foundation wirft nun ein neues Licht auf diese Frage. Sie verwertete Daten zwischen 1985 und 1999, berücksichtigte eine Reihe von wirtschaftlichen und demographischen Faktoren und untersuchte den Einfluss von vier Hauptfaktoren einer Pro-Life-Gesetzgebung: Informationspflichten gegenüber Eltern, Einschränkungen der Übernahme von Abbruchskosten, Informationspflichten gegenüber Abbruchwilligen und Einschränkungen von Teilgeburtsabtreibungen. Das Ergebnis war, dass jeder dieser Faktoren die Abbruchraten verringerte, am stärksten die Verweigerung der Übernahme von Abtreibungskosten. US-Quelle unter http://www.nationalreview.com/comment/new200401221119.asp
 

Euthanasie-Debatte im Europarat: Neuer Wolf im alten Schafspelz?

26.01.2004   Aufruf zum Protest bei den deutschen, österreichischen und Schweizer Europaratsabgeordneten. Mehr unter http://www.kath.net/detail.php?id=6887
 

,Jugend für das Leben’ kritisiert: Abtreibung ist ,Männerrecht’

26.01.2004   Eine Lichterkette für das Leben in Salzburg fand zum 30. Jahrestag des Beschlusses der Fristenregelung in Österreich statt.
http://www.kath.net/detail.php?id=6889 

Psychiater wegen Homosexuellen-Studie angegriffen

1973 machte er sich dadurch einen Namen, dass er Homosexualität von der Liste der Geisteskrankheiten streichen ließ. Nun wird der renommierte US-Psychiater Robert Spitzer wegen seiner jüngsten Studie massiv von Homosexuellen angegriffen. http://www.kath.net/detail.php?id=97
 

CSU will Abtreibung auf Staatskosten stoppen

20.01.2004   „Es ist skandalös, dass Geld für Kinderspielplätze fehlt, aber für die Abtreibung vorhanden ist“, sagte Bundestagsabgeordneter Singhammer. http://www.kath.net/detail.php?id=6844
 

Jetzt unterschreiben und sammeln! - Referendum gegen den Verbrauch von Embryonen zu Forschungszwecken

19.01.2004   Zur Zeit läuft in der Schweiz die Unterschriftensammlung des Referendums gegen das neue Bundesgesetz über die Forschung an embryonalen Stammzellen. Die Referendumsführer wenden sich gegen die Forschung an sogenannt "überzähligen" Embryonen, die bei der künstlichen Fortpflanzung anfallen. Sie sind überzeugt, solche Forschung verletze die Würde der menschlichen Existenz im Frühstadium. Auch sei der therapeutische Nutzen fragwürdig und die damit verbundenen Heilsversprechungen überzogen, während gleichzeitig erste Erfahrungen mit neuen Therapien mittels adulter Stammzellen äusserst ermutigend seien und als ethisch unbedenkliche Variante stärker gefördert werden sollten. Schliesslich dürfe menschliches Erbgut nicht patentiert und dem Kommerz ausgeliefert werden.

So einfach können Sie das Referendum unterstützen: Drucken Sie den Unterschriftenbogen aus unter: http://195.141.248.101/mamma/images/2_Referendum_Internet_030108.pdf. Tragen Sie stets einen Bogen plus Kugelschreiber auf sich. Eine gute Gelegenheit, mit Ihren Bekannten über diese heikle Problematik ins Gespräch zu kommen!

 

Trend: Immer mehr US-Amerikaner 'pro life'

19.01.2004   Die Bürger der Vereinigten Staaten von Amerika unterstützen zunehmend Gesetze, die das Leben schützen. http://www.kath.net/detail.php?id=6839
 

Ugandas First Lady: "Wartet mit Sex bis zur Heirat, so bleibt ihr am Leben!"

13.01.2004   Uganda ist bekannt als jenes Land mit den besten Erfolgen im Kampf gegen AIDS. Präsident Museveni und seine Frau Janet setzen aber andere Akzente als jene, welche das Erfolgsprogramm zur Hauptsache auf die Propagierung von Kondomen zurückführen. An einer jährlichen Jugendkonferenz in Kampala sagte die Präsidentengattin zu über 2000 jungen Menschen: "In eurem Alter könnt ihr noch gut auf Sex verzichten. Wartet damit, bis ihr verheiratet seid. Ihr könnt AIDS bekämpfen, indem ihr Nein sagt und am Leben bleibt." Sie forderte die Jugendlichen auf, jene zu ignorieren, welche das lukrative Geschäft mit Kondomen propagieren. Statt dessen ermutigte sie die jungen Menschen, eine "Gott-zentrierte" Selbstkontrolle zu praktizieren. Sie appellierte an alle politische Führer, die Jugend immer wieder daran zu erinnern, sie möchten vor der Heirat abstinent bleiben und in der Ehe dann die Treue wahren. http://www.lifesite.net/ldn/2004/jan/04011205.html

 

Neue Internetgefahren: Eltern und Wirtschaft sind gefordert!

12.01.2004   Nach dem Bericht der britischen Kinderhilfsorganisation NCH soll durch das Internet nicht nur die Verbreitung von Kinderpornografie enorm zugenommen haben, sondern damit auch der Kindesmissbrauch. Gewarnt wird auch davor, dass Kinder über das Internet leicht an pornographische Bilder aller Art herankommen und man nicht wisse, welche langfristigen Auswirkungen dies haben könne. Die Eltern und Erzieher müssten sich ihrer Verantwortung bewusst werden, aber auch die Internetindustrie müsse alles tun, was technisch möglich ist, um zu verhindern, dass die von ihnen angebotenen Dienste Kindern Schaden zufügen. Es seien weitere technische Möglichkeiten erforderlich, um die Polizei bei der Verfolgung der "neuen Formen des Internetmissbrauchs" zu unterstützen. Grosse Probleme aber gebe es auch mit der neuen Handy-Generation, mit der auf das Internet zugegriffen werden kann: "Fast alle Probleme beim Schutz der Kinder im Internet, die es heute gibt, werden sehr viel komplexer, wenn das Internet auf die Strasse kommt." Man könne jetzt nicht mehr jedem einfach ein Handy verkaufen, ohne dass er sein Alter und seine Identität nachweisen müsse. Die grossen Anbieter Orange, O2, T-Mobile, Virgin, Vodaphone und 3 haben aber bereits beschlossen, berichtet der Guardian, dass Handys mit Internetzugang, die von Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren gekauft werden, mit einer Sperre für Chaträume, Pornoseiten und Glücksspielangebote versehen werden. Um die Filter zu beseitigen, wird es für den Benutzer notwendig sein, sein Alter nachzuweisen. Mehr unter http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/te/16505/1.html
 

Die UN-Organisation UNAIDS hat den Einsatz der katholischen Kirche gegen die Immunschwächekrankheit gelobt.

08.01.2004   Die Kirche sei „ein sehr guter Partner im Kampf gegen Aids“, sagte der Leiter des UNAIDS-Büros, Desmond Johns, heute dem katholischen Hilfswerk „Missio“ in Aachen. Das gelte besonders für die medizinische Versorgung in den ärmsten Ländern der Welt und das Engagement für HIV-Infizierte und Aids-Kranke. Zudem leiste die Kirche vor Ort einen großen Beitrag zur Bildung, sagte Johns. Es gebe zwar unterschiedliche Meinungen über „die Rolle und Effektivität von Kondomen“. Jedoch sei dies „nur ein kleiner Aspekt der Präventions-Botschaft, in der wir unterschiedlicher Meinung sind“, so Johns. Mehr unter http://www.radiovaticano.org/tedesco/newsted.htm

USA: So beugt man mit Erfolg Scheidungen vor

31.12.2003   Während in den USA rund die Hälfte aller Ehen geschieden werden, verzeichnet eine Stadt im nördlichen Kalifornien einen entgegengesetzten Trend: In Modesto ist die Scheidungsrate um 57 Prozent gesunken. Seit 1986 ist in der kalifornischen Stadt für alle heiratswilligen Paare die Teilnahme an einem kirchlichen Ehevorbereitungskurs Pflicht. Parallel stieg die Quote der Heiratswilligen um 12 Prozent, während sie landesweit um 18 Prozent sank. Wie Associated Baptist Press weiter berichtet, bieten inzwischen rund 170 Städte in den USA ähnliche Kurse an. 70 Prozent verzeichnen ebenfalls einen deutlichen Rückgang der Scheidungsrate. In neun Städten konnte sie um 50 Prozent gesenkt werden, in 27 Städten um über 20 Prozent. (Quelle: SSF, Jugend & Familie Nr.12/2003)

Start im Januar: Spots in deutschen Kinos machen Mut zum Kind

27.12.2003   Gesellschaftliches Nein zu ungeplanter Schwangerschaft sei zutiefst frauenfeindlich, erklären die Initianten. Mehr unter http://www.kath.net/detail.php?id=6710
 

Rückzieher in Frankreich: Nun doch kein Delikt "fahrlässige Abtreibung"

17.12.2003   Paris (ALfA). Nach einem heftigen politischen Streit lässt die Pariser Regierung die geplante Einführung des Straftatbestandes "fahrlässige Abtreibung" fallen. Das meldet das "Deutsche Ärzteblatt" (Online-Ausgabe vom 8. Dezember). Es sei "wohl besser", das Gesetzesvorhaben aufzugeben, zitiert das Blatt den französischen Justizminister Dominique Perben. Der konservative Politiker habe erklärt, der zuvor von der Pariser Nationalversammlung verabschiedete Text (vgl. ALfA-Newsletter vom 5. Dezember) bringe "mehr Probleme mit sich, als er regelt", so Perben. Gegen das Vorhaben, mit dem dem ungeborenen Kind ein eigener rechtlicher Status zugebilligt worden wäre, hatten die französische Opposition, Feministinnen und die Ärzteschaft scharf protestiert, berichtet das "Ärzteblatt". Es sei geplant gewesen, das Delikt "fahrlässige Abtreibung" mit einem Jahr Gefängnis und 15.000 Euro Geldstrafe zu ahnden. Laut dem "Ärzteblatt" will die konservative Regierungspartei UMP damit vor allem Personen bestrafen, durch deren fahrlässiges Verhalten Frauen ihre ungeborenen Kinder verlieren. Dazu gehören etwa Ärzte, denen eine Kunstfehler nachgewiesen werden kann, sowie jeder Buerger, der durch fahrlässiges Verhalten (zum Beispiel im Strassenverkehr) die Tötung eines ungeborenen Kindes verursacht. Politiker der Linksparteien hätten der Regierung vorgeworfen, mit einer solchen Neuregelung das "Recht auf Abtreibung" aushöhlen zu wollen. Es werde "das Recht der Frauen beeinträchtigt, über die Mutterschaft zu bestimmen", zitiert das "Ärzteblatt" die Sozialistin Catherine Genisson. (mehr dazu: www.aerzteblatt.de)
 

Rechte Ungeborener vor Gericht: Abtreibung als internationales Grundrecht?

17.12.2003   Strassburg (ALfA). Der Europäische Gerichtshof prüft seit dem 10. Dezember in einem Grundsatzfall die Rechte ungeborener Kinder. Das melden die "Freie Presse" sowie das "Deutsche Ärzteblatt" (Online-Ausgaben vom 10. Dezember). Danach haben die Strassburger Europarichter den Fall einer Frau zu beurteilen, die 1991 in einem Krankenhaus in Lyon nach einer Verwechslung falsch behandelt wurde und dadurch ihr sechs Monate altes ungeborenes Kind verlor. Als Frankreichs höchstes Strafgericht hätte der Pariser Kassationshof entschieden, nach französischem Recht stehe dem Ungeborenen kein strafrechtlicher Schutz zu. Damit gebe es auch keine strafrechtliche Verantwortung für seinen Tod im Mutterleib. Wie die Zeitungen berichten, führt die heute 36jaehrige Klägerin dagegen an, dass auch für Ungeborene das in Artikel 2 der Europaeischen Menschenrechtskonvention verankerte Recht auf Leben gelte. Der Tod ihres ungeborenen Kindes nach einem irrtümlichen Eingriff der Krankenhaus-Ärzte müsse deshalb als fahrlässige Tötung bewertet werden. Laut der "Freien Presse" sagte der Anwalt der Klägerin, Bruno Le Griel, zum Auftakt der mündlichen Verhandlung, das menschliche Leben beginne mit der Befruchtung. Von da an müsse das ungeborene Kind auch als "Person" im Sinne der Menschenrechtskonvention gelten. Dagegen habe der Prozessvertreter der französischen Regierung, Francois Alabrune, angeführt, in Frankreich geniesse ein Fötus durch seine Mutter rechtlichen Schutz. Die Schutzrechte der Konvention seien dagegen "nicht für den Fall des Fötus angemessen", zitiert das Blatt den Anwalt. Als "Person" könne ein Ungeborenes nicht verstanden werden. In dem konkreten Fall hätte die Frau fahrlässige Körperverletzung geltend machen und dafür Schadenersatz verlangen können. Sollten die Richter der Klage stattgeben, könnten europäische Staaten zudem grundsätzlich für Abtreibungen haftbar gemacht werden, während in ihnen bislang völlig verschiedene Fristenregelungen gelten würden, so Alabrune.

 

Darf Abtreibung ein Grundrecht werden, das über nationalen Verfassungen steht?

17.12.2003   Unterdessen arbeiten Pro-Abtreibungs-Organisationen daran, Abtreibung zu einem internationalen Grundrecht zu machen. Das meldet der katholische Nachrichtendienst "kath.net" (8. Dezember) unter Berufung auf einen Bericht des "Catholic Familiy and Human Rights Institute" (C-FAM). Beschlossen wurde dieses Vorhaben in einer Oktobersitzung des "Center for Reproductive Rights" (CRR), einer Non-Profit-Organisation, die eine der grössten Abtreibungslobbies weltweit ist und NGO-Status bei der UNO hat, so "kath.net". C-FAM berichte von einem 60 Seiten umfassenden geheimen Dokument, das die von CRR ausgearbeiteten Pläne vorstelle. Demnach stellt das CRR in dem Bericht fest, dass "das oberste Ziel eine Garantie der Regierungen ist, welche die Reproduktionsrechte sichert", was auch die "Abtreibung auf Verlangen" einbeziehe, zitiert "kath.net" C-FAM-Vizepraesident Douglas Sylva. Diese Form der Abtreibung solle zu einem international anerkannten Grundrecht werden, ebenso wie das Recht auf Gesundheit, Freiheit und Gleichstellung der Frau. Durch internationale Verträge und Gerichtsbeschlüsse könnten diese "Grundrechte" Regierungen aufgezwungen werden, so Sylva. (mehr dazu: www.freiepresse.de; www.aerzteblatt.de; www.kath.net)
 


Abtreibungspille als "Nachverhütung": Verbände wollen "Pille danach" rezeptfrei

17.12.2003   Berlin (ALfA). Mehrere Verbände haben auf einer internationalen Fachtagung in Berlin die rezeptfreie Vergabe der "Pille danach" gefordert. Das berichten "Die Tageszeitung" (Ausgabe vom 6. Dezember) sowie "Die Tagespost" (Ausgabe vom 11. Dezember). In 28 Ländern weltweit sei die "Pille danach" rezeptfrei erhältlich. "Nur hier nicht. Das ist fast ein Skandal", zitiert die taz Elisabeth Pott von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, deren Behörde die Veranstaltung gefördert hat. In einem Offenen Brief haben deshalb die Veranstalter, "Pro Familia" Berlin, das Familienplanungszentrum "Balance" sowie das "Geburtshaus für eine selbstbestimmte Geburt", von den verantwortlichen Politiker verlangt, die Verschreibungspflicht für das Präparat aufzuheben. Die "Pille danach" soll bis zu 72 Stunden nach dem Geschlechtsverkehr eingenommen werden. Das darin enthaltene Hormon Levonorgestrel bewirkt, dass sich die Gebärmutter nicht auf die Einnistung eines Embryos einstellt. Falls es zu einer Schwangerschaft gekommen ist, stirbt das wenige Tage alte ungeborene Kind. Gegen diese Fakten wenden sich die Unterzeichner des Offenen Briefs, in dem es heisst: "Die Pille danach als Methode der Nachverhütung in die Nähe einer Abtreibung zu rücken, ist dabei weder ethisch noch medizinisch haltbar. Die Pille danach trägt vielmehr dazu bei, die Zahl der ungewollten Schwangerschaften und damit auch der Abtreibungen zu reduzieren." Deshalb sei nicht von einer "Abtreibungspille", sondern vielmehr von einer "Notfallverhütung" zu sprechen, habe Ulrike Busch von der Fachhochschule Merseburg auf der Tagung betont. Laut Elisabeth Pott tritt der Notfall ein, wenn die Frau in ihrem "reproduktiven Recht", über die "Zahl der Kinder frei und informiert zu entscheiden", durch eine Schwangerschaft behindert werde, so "Die Tagespost". "Die normale Anti-Baby-Pille schluckt man vorher, die andere danach - was ist da der moralische Unterschied?", erklärte Elisabeth Pott laut der taz bei der Tagung. Gegenüber der Anti-Baby-Pille berge die "Pille danach" unter bestimmten Umständen Vorteile. "Wenn eine Frau nur ein-, zweimal im Monat Sex hat, ist es schonender, mit der Pille danach zu verhüten, als täglich eine zu schlucken", zitiert die taz Ines Thonke, Ärztin bei Pro Familia. Wünschenswert sei insbesondere auch eine bessere Aufklaerung des Mannes, so Thonke. Künftig sollte auf jeder Kondompackung der Hinweis stehen: "Ist das Kondom geplatzt, hilft euch die Pille danach." (mehr dazu: www.taz.de; www.die-tagespost.de  )


Merkel schroedert, Stoiber schweigt, Rau warnt: Menschenwürde im Ausverkauf

17.12.2003   Berlin (ALfA). Die CDU/CSU-Fraktion steht möglicherweise vor einer Wende in der Biopolitik. Das berichten die "Mitteldeutsche Zeitung" (Online-Ausgabe vom 6. Dezember) sowie die katholische Tageszeitung "Die Tagespost" (Ausgabe vom 11. Dezember). In führenden CDU-Kreisen heisse es dazu: "Die Frage, ob etwas Wirtschaftswachstum fördert oder nicht, muss künftig bei allen politischen Entscheidungen als Massstab dienen", so die "Mitteldeutsche Zeitung". Deshalb sei auch in der Gentechnik "mehr Bewegungsfreiheit" gefordert. "Wir können unsere Auffassung, wonach Embryonen eine eigene Würde zukommt, nicht mehr lange halten", monieren laut dem Blatt die Unions-Liberalen. Dieser Vorstoss ist Teil des "Projekts Wachstum", dem sich CDU-Chefin Angela Merkel 2004 schwerpunktmässig widmen will, so die Zeitung weiter. Merkels biopolitische Vorstellungen sollten Anfang 2004 präsentiert werden. In Teilen basierten sie auf einem vertraulichen Strategiepapier unter dem Titel "Wachstumsprojekt 2004", das im Konrad-Adenauer-Haus erarbeitet worden sei. Laut der Zeitung wird der Vorstoss auch von Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Wolfgang Boehmer unterstützt: "Wir dürfen uns von der Gentechnik nicht abkoppeln. Die Entwicklung wird international weitergehen. Die Frage ist nur, ob wir dabei sind oder nicht. Das gilt auch für die Forschung mit embryonalen Stammzellen", zitiert die "Mitteldeutsche Zeitung" den CDU-Politiker.


Bayern: Bioethik-Kommission für vorgeburtliche Selektion

17.12.2003   Unterdessen ist bekannt geworden, dass die Bioethik-Kommission der Bayerischen Staatsregierung eine Stellungnahme zur Präimplantationsdiagnostik (PID) abgegeben hat. Laut der "Tagespost" empfiehlt die Kommission mit zwei gegen zehn Stimmen eine begrenzte Zulassung des vorgeburtlichen Selektionsverfahrens unter bestimmten Einschränkungen. Lediglich der frühere Bundestagsabgeordnete Robert Antretter (SPD) und die Regionalbischöfin im Kirchenkreis München und Oberbayern, Susanne Breit-Kessler, hätten für ein ausnahmsloses Verbot gestimmt. Würde sich die Bayerische Staatsregierung dem Votum ihres Ethikgremiums anschliessen, bedeutete dies die Kehrtwende in der Biopolitik der CSU. Die Geschäftsstelle des Ethikgremiums habe unterdessen mitgeteilt, dass das Votum keine Rückschlüsse auf die Haltung der Staatsregierung zulasse. Diese sei in dieser Frage "noch nicht gefestigt". Dagegen hat Bundespräsident Johannes Rau einer Lockerung des Embryonenschutzes eine klare Absage erteilt. Das berichten die "Stuttgarter Zeitung" (Online-Ausgabe vom 5. Dezember) und "Die Tagespost" (Ausgabe vom 9. Dezember). Damit habe er am 6. Dezember in Berlin einer Rede von Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) widersprochen, die dafür plädiert hatte, den Schutz von Embryonen im Reagenzglas einzuschränken (vgl. ALfA-Newsletter vom 31. Oktober). Rau habe betont, dass eine solche Abstufung der Menschenwürde mit dem Grundgesetz unvereinbar sei. Die juristische Abwägung von Rechtsgütern könne nicht an die Stelle der ethischen Grundentscheidung treten. Das deutsche Staatsoberhaupt äusserte sich laut der Zeitungen auch ablehnend zur Präimplantationsdiagnostik. Diese Praxis öffne das Tor "für biologische Selektion, für eine Zeugung auf Probe", zitiert die "Stuttgarter Zeitung" den Bundespräsidenten. Sie führe letztlich in der Gesellschaft zu der Frage, warum Menschen mit Behinderung überhaupt zur Welt gebracht würden. Laut der "Tagespost" hat Rau auch die hohe Zahl von Abtreibungen beklagt. Wer das menschliche Leben achte, dem könne die Zahl von weit über 100.000 gemeldeten Abtreibungen in Deutschland nicht gleichgültig sein, gibt die Zeitung das Staatsoberhaupt wieder. (mehr dazu: www.mz-web.de; www.die-tagespost.de; www.stuttgarter-zeitung.de)


"Echter Fortschritt": UN ziehen Beratungen über Anti-Klonkonvention vor

17.12.2003   New York (ALfA). Die Vereinten Nationen werden bereits im kommenden Jahr wieder über eine Anti-Klonkonvention verhandeln. Das berichten "Die Tagespost" (Ausgabe vom 11. Dezember) sowie die österreichische Tageszeitung "Der Standard" (Online-Ausgabe vom 10. Dezember). Am 9. Dezember habe die UN-Vollversammlung beschlossen, die Debatte über ein Verbot des Klonens bereits im Herbst 2004 fortzusetzen und nicht bis Ende 2005 auszusetzen. Das sei die einzige Änderung bei der Verabschiedung des Berichts des Rechtsausschusses der Vereinten Nationen gewesen. Vor der Entscheidung der Vollversammlung hatte es im Hintergrund Verhandlungen der beiden Lager gegeben, so die Zeitungen weiter. Costa Rica habe auch unter Berufung auf Verfahrensmängel auf eine sofortige Debatte des Sachverhalts in der Vollversammlung gedrängt. Um dies zu verhindern, hätten sich die gegenüber stehenden Lager darauf verständigt, das Moratorium von zwei auf ein Jahr zu verkürzen. (mehr dazu: www.die-tagespost.de; http://derstandard.at)

 

Vater, Mutter, Kind als Auslaufmodell? Eizellen mit künstlichen Spermien befruchtet

17.12.2003   Boston (ALfA). US-Forscher haben in Versuchen mit Mäusen erstmals mit künstlich gezüchteten Spermien weibliche Eizellen befruchtet und dadurch Embryonen erzeugt. Das berichten die "Frankfurter Allgemeine Zeitung", die "Frankfurter Rundschau" sowie die "Financial Times Deutschland" (Ausgaben vom 11. Dezember) unter Berufung auf einen Bericht im britischen Fachjournal "Nature". Zuvor hatten schon japanische Forscher Spermien aus embryonalen Stammzellen von Mäusen hergestellt, jedoch keine Eizellen damit befruchtet (vgl. ALfA-Newsletter vom 19. September). Wie die Zeitungen berichten, hat ein Team um George Daley von der Harvard Medical School nun gezeigt, dass die aus embryonalen Stammzellen gezüchteten Spermien funktionsfähig sind. Zwar sei sowohl bei der Gewinnung von Spermien als auch bei der Befruchtung eine sehr niedrige Erfolgsrate zu beobachten gewesen. Doch es sei gelungen, zahlreiche Mäuseembryonen zu erzeugen. Derzeit testeten die Wissenschaftler, ob sich die so entstandenen Embryonen in Mäuseweibchen einpflanzen liessen und dann zu Mäusebabys entwickelten. Bereits im vergangenen Mai war es dem deutschen Molekularbiologen Hans Schoeler an der Universität von Pennsylvania gelungen, aus embryonalen Stammzellen der Maus Eizellen zu züchten (vgl. ALfA-Newsletter vom 2. Mai). Laut FAZ haben diese Forschungsarbeiten eine "grosse grundsätzliche Bedeutung". Liessen sie sich auf den Menschen übertragen, würden zahlreiche neue biomedizinische Möglichkeiten und ethische Herausforderungen entstehen. Es wäre möglich, Eizellen und Spermien in unbegrenzter Zahl herzustellen und nach gewünschten Qualitätsmerkmalen zu manipulieren. Gendefekte könnten aus dem Genpool einer Familie endgültig entfernt werden, unfruchtbare Menschen könnten durch das sogenannte therapeutische Klonen an "eigene" Eizellen beziehungsweise Spermien gelangen. Daneben bestünde für die Wissenschaftler aber auch die Möglichkeit, durch das Fusionieren von künstlich hergestellten Eizellen und Spermien Embryonen zu erzeugen, die keine wirklichen biologischen Eltern hätten. "Die Kräfte der Menschwerdung gehen in die Hände von Medizinern und Naturwissenschaftlern über", heisst es in der FAZ. (mehr dazu: www.faz.net; www.fr-aktuell.de; www.ftd.de)


Römischer Senat billigt Gesetz: Künstliche Befruchtung unter strengen Auflagen

17.12.2003   Rom (ALfA). Der Senat in Rom hat ein Gesetz verabschiedet, das der künstlichen Befruchtung und der Forschung mit Embryonen enge Grenzen setzt. Das meldet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung", die österreichische Tageszeitung "Der Standard" (Ausgaben vom 12. Dezember) sowie die schweizerische Internet-Zeitung "Nachrichten.ch" (Ausgabe vom 11. Dezember). Nach den neuen Bestimmungen sei eine künstliche Befruchtung nur in den Fällen erlaubt, in denen andere Methoden der Sterilitätsbekämpfung nicht angewendet werden könnten, und dürfe nur von verheirateten oder heterosexuellen, zusammenlebenden Paaren in Anspruch genommen werden. Darüber hinaus verbietet die Neuregelung die künstliche Befruchtung mit Eizellen oder Samen eines Spenders, so die Zeitungen weiter. Nach dem Gesetz dürften maximal drei Embryonen der Frau eingepflanzt werden. Zudem sei es nicht gestattet, Embryonen einzufrieren, zu vernichten oder für wissenschaftliche Zwecke zu verwenden. Laut der Zeitungen muss dem Gesetz noch die Abgeordnetenkammer zustimmen. (mehr dazu: www.faz.net; http://derstandard.at; www.nachrichten.ch)


"Beispiellose Grenzüberschreitung": Frankreichs neues Bioethik-Gesetz

17.12.2003   Paris (ALfA). Nach Annahme des neuen Bioethik-Gesetzes will die französische Regierung möglichst bald die Stammzellforschung zulassen. Das melden die katholische Tageszeitung "Die Tagespost" (Ausgabe vom 11. Dezember) sowie die "Tiroler Tageszeitung" (Online-Ausgabe vom 10. Dezember). Gesundheitsminister Jean-Francois Mattei habe zum Auftakt der Parlamentsdebatte über das Gesetz in der französischen Nationalversammlung gesagt, dafür sollten Übergangslösungen sorgen. Zunächst solle die Forschung an importierten Stammzelllinien genehmigt werden. Nach Willen des Gesundheitsminister sollen sich allerdings die französischen Forscher auf die Arbeit mit adulten Stammzellen konzentrieren, so die Zeitungen weiter. Mattei habe angekündigt, in engen und präzise festgelegten Ausnahmen auch verbrauchende Embryonenforschung zu fördern. Laut der Zeitungen haben in der Debatte Sprecher der oppositionellen Sozialisten dafür plädiert, "grosszügigere" Regelungen bei der Embryonenforschung zu finden. Der gegenwärtige Gesetzentwurf bestrafe sowohl die Kranken als auch die französischen Forscher. Zuvor hatte die katholische Kirche vor der Annahme der geplanten Bioethik-Gesetze in der Pariser Nationalversammlung gewarnt, so "Die Tagespost". Wenn die Embryonenforschung in bestimmten Grenzen zugelassen werde, handele es sich um eine "beispiellose Grenzüberschreitung", zitiert das Blatt den Erzbischof von Lyon, Philippe Barbarin. Es bestehe die Gefahr, dass nach Verabschiedung des Gesetzes sogenannte überzählige Embryonen allein zu Forschungszwecken geschaffen würden. Es sei aber schlicht nicht akzeptabel, dass menschliche Wesen in den ersten Stadien ihrer Entwicklung auf ihren Nutzwert reduziert würden, so Barbarin weiter. Menschliche Embryonen dürften ausnahmslos nicht als "Sache" betrachtet werden.(mehr dazu: www.die-tagespost.de; http://news.tirol.com)


England vor neuer Euthanasie-Debatte: Tötungsverbot noch "zeitgemäss"?

17.12.2003   London (ALfA). Der Gesetzgeber in Grossbritannien wird sich im kommenden Jahr voraussichtlich erneut mit dem Thema aktiver Sterbehilfe befassen. Das meldet das "Deutsche Ärzteblatt" (Online-Ausgabe vom 8. Dezember). Offenbar zeichne sich in der Öffentlichkeit rund zehn Jahre, nachdem das Parlament Euthanasie für illegal erklärt habe, ein Meinungswechsel ab. Nach Angaben des Oberhaus-Abgeordneten Lord Joffe zeigten neue Meinungsumfragen, dass etwa 80 Prozent der Bevölkerung für aktive Sterbehilfe unter bestimmten Voraussetzungen plädierten. Laut dem "Ärzteblatt" begrüsste Lord Joffe die Ankündigung des einflussreichen House of Lords Liaison Committee (HLLC), im nächsten Jahr über eine mögliche Legalisierung aktiver Sterbehilfe zu beraten. Das Expertengremium solle im ersten Quartal 2004 seine Arbeit aufnehmen und spaeter dem Oberhaus Bericht erstatten. Ziel sei es, zu überprüfen, ob die vor rund zehn Jahren erlassenen gesetzlichen Bestimmungen noch zeitgemäss seien, so Lord Joffe. Der britische Ärzteverband (British Medical Association, BMA) hat die Einberufung der neuen Oberhaus-Expertengruppe begrüsst, so das "Deutsche Ärzteblatt". (mehr dazu: www.aerzteblatt.de)
 

Millionengeschäft Abtreibung: ,Planned Parenthood’ machte Rekordgewinn

16.12.2003   Der Jahresbericht der US-amerikanischen Planned Parenthood Federation enthüllt erschreckende Zahlen. 300 Prozent Gewinnzuwachs im Jahr 2002. Mehr unter http://www.kath.net/detail.php?id=6644

Geheimdokument enthüllt: Abtreibung soll weltweit 'Grundrecht' werden

Pro-Abtreibungs-Organisationen arbeiten daran, Abtreibung zum internationalen Grundrecht zu machen und nationale Gesetzgebungen auszuhebeln. Mehr unter http://www.kath.net/detail.php?id=6584
 

Europarat verschiebt Euthanasie-Debatte: Leben "sozialverträglich verkürzen"

28.11.2003   Der Europarat hat die Debatte um eine mögliche Legalisierung der Euthanasie verschoben. Das berichtet die schweizerische Tageszeitung "Der Bund" (Online-Ausgabe vom 21. November). Im zuständigen Sozialausschuss hätten am 21. November wichtige Mitglieder gefehlt, so die Begründung aus Strassburg. Nun werde voraussichtlich am 16. Januar über den Bericht von Dick Marty beraten. Die Initiative des Schweizers Marty basiert auf der belgischen und niederländischen Gesetzgebung. Seiner Meinung nach hat niemand das Recht, Sterbende zum Weiterleben zu zwingen, so die Zeitung weiter. "Es gibt grosse Widerstände", zitiert das Blatt Marty. Auch die modifizierte "mildere" Form seines Vorschlags stosse auf Gegenwehr, namentlich aus Ländern wie Polen, Frankreich und Italien. Laut Marty ist die heutige Situation scheinheilig. Studien würden belegen, dass aktive Sterbehilfe bereits praktiziert werde. Dennoch bleibe Euthanasie in den meisten Mitgliedsländern des Europarates strafbar, so Marty weiter. Unterdessen haben mehrere Mediziner in diesem Zusammenhang von der langsamen Gewöhnung an das Töten von Menschen gesprochen. Das meldet die "Süddeutsche Zeitung" (Ausgabe vom 21. November). Der Palliativmediziner Christof Mueller-Busch von der Humboldt-Universität Berlin habe darauf hingewiesen, dass sich Niederländer mittlerweile Patiententestamente zulegten, in denen sie jede Form der Euthanasie ablehnten, da sie Angst hätten, getötet zu werden. Mit dem Gesetz wachse der Druck enorm, die Entscheidung auch herbeizuführen, so Mueller-Busch. Und niemand wage die Frage zu verneinen, dass dieser Druck ökonomische Gründe haben könne in Gesundheitssystemen, die immer schwerer zu finanzieren seien. Wie die "Süddeutsche" weiter berichtet, spricht der Sozialpsychiater Klaus Doerner provozierend davon, dass mit der aktiven Sterbehilfe das Leben sozialverträglich verkürzt werde. "Die Position des Patienten wird geschwächt", zitiert das Blatt den Arzt und Medizinethiker Fuat S. Oduncu von der Münchener Universität. (Quelle: ALfA-Newsletter vom 28.11.2003, mehr dazu: www.ebund.ch ; www.sueddeutsche.de )
 

Jugendschwangerschaften in Frankreich: Abtreibung ist kostenlos, minderjährige Mütter werden zur Kasse gebeten

26.11.2003   In einer internen Verlautbarung der Sozialversicherung des Departements Val-d'Oise (nahe Paris) kann man unter dem 11. Juli 2003 folgendes lesen: "Das Gesetz vom 4. Juli 2001 bezüglich der Schwangerschaftsunterbrechung... erlaubt es nicht-emanzipierten Minderjährigen, sich ohne elterliche Zustimmung einer Abtreibung zu unterziehen. Um die Anonymität zu gewährleisten, errichtet das Dekret 2002-799 vom 3. Mai 2002 das Prinzip einer anonymen und kostenlosen Behandlung.
Bei einer Abtreibung an Minderjährigen ohne elterliche Zustimmung werden in diesem Fall alle Kosten für medizinische Akte zu 100 Prozent kostenlos übernommen, ohne jegliche Vorauszahlung. Die Finanzierung dieser Aufwendungen wird durch die S.S (Sécurité Sociale = Sozialversicherung) geleistet. Eine speziell dafür eingerichtete Registrierungsziffer ist bei diesem Verfahren anzuwenden: die Nr. 2555555951030". Die französische Vereinigung SOS MÜTTER (UNEC) kommentierte dazu, daß mehrere der minderjährigen Mütter, um die sie sich in Paris sorgen, aus eigener Tasche für die medizinischen Leistungen wie Ultraschallaufnahme, Analyse von Blut und Urin, Schwangerschaftstest, manchmal auch Krankenhausaufenthalt und so weiter, welche oft notwendig sind, wenn eine Schwangerschaft auftritt, aufkommen mussten. SOS MÜTTER kennen diese Tatsache genau, weil diese Vereinigung selbst mehrere solcher Aufwendungen anstelle der jungen Mütter bezahlte, da sie nicht über die notwendigen Mittel verfügten, zumal die Eltern jegliche Kooperation ablehnten, indem sie es ihren Kindern verwehrten, die Nummer der Sozialversicherung ihrer Eltern für ihre Schwangerschaft zu benutzen, einfach weil jene Eltern ihre Tochter aus dem Haus verjagten. Der einzige Grund dafür: jene Mädchen wollten nicht abtreiben, sondern ihr Baby austragen. http://www.libeco.net/unec3.htm 

 

Die "Archive der Hölle" jetzt online zugänglich

09.10.2003   Die so genannte "Euthanasie", also der planmässige Mord an Behinderten, psychisch Kranken und "sozial Auffälligen" im Dritten Reich ist eines der grossen Nebengebäude in der Architektur der Grausamkeit, die die Nazis errichteten. Etwa 200.000 Menschen fielen der Mordmaschinerie zum Opfer. Man vergaste die Kranken, tötete sie durch Giftinjektionen, oder liess sie einfach verhungern - 70.000 allein 1940 - 1941, insgesamt waren 5.000 - 8.000 Kinder und Jugendliche unter den Opfern. Das deutsche Bundesarchiv hat kürzlich ein online erreichbares Inventar aller Archive zur NS-Euthanasie erstellt. Wer glaubt, die Zeit des Nationalsozialismus sei mittlerweile bis in alle Ecken ausgeleuchtet, irrt sich in vielen Fällen überraschend gründlich. Jetzt ist eine der Lücken geschlossen worden - nach fast sechzig Jahren. Mehr unter: http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/on/15790/1.html
 

USA: Preisgeld für Staaten, in denen uneheliche Geburten zurückgehen

01.10.2003  
100 Millionen US-Dollar stellt die Regierung jenen Bundesstaaten zur Verfügung, deren Politik zu einer Reduktion von unehelichen Geburten und Abtreibungen führt. Mehr unter http://www.kath.net/detail.php?id=6079
 

Strammer Pro-Choice-Kurs von US-Democrats erschwert Wechsel im Weissen Haus

30.09.2003    Die Demokratische Partei in den USA wird immer stärker zu einem Sammelsurium von Fraktionen, die kaum mehr Gemeinsamkeiten haben als die Hoffnung auf Unterstützung für ihre jeweils eigenen, völlig unterschiedlichen Interessen. Das einzige tatsächliche Bindeglied ist die Befürwortung der Abtreibung. Dem hat sich jeder Kandidatur-Kandidat zu beugen, und ein jeder tut es denn auch. Anwälte für das Leben, 'Pro life' also, sind in der US-Spezies namens Democrats ausgestorben. Immer mehr amerikanische Katholiken wechseln der Abtreibungsfrage wegen vom demokratischen ins republikanische Lager. Generell ist inzwischen ein deutlicher „Pro life“-Umschwung in der Volksmeinung zu erkennen. Jüngsten Umfragen zufolge sind 52 Prozent aller Frauen in den USA grundsätzlich gegen einen Schwangerschaftsabbruch. Das hat die Abtreibungs-Lobby zutiefst geschockt, und das bringt die Demokratische Partei in immer flacheres Wasser. Je länger sie ihren Exponenten einen extremen 'Pro Abtreibung'-Kurs vorschreibt, desto mehr verringert sich angesichts der „Pro life“-Mehrheitsmeinung der Bürger die Chance, das höchste Staatsamt zurückzuerobern. Welchen Einfluss der Komplex auf die Präsidentschaftswahl 2004 haben wird, muss natürlich Mutmassung bleiben. Fest steht: Mit dem Beharren auf ihrem Pro-Abtreibungs-Kurs, den immer mehr Wähler(innen) für moralisch verwerflich halten, riskieren die Demokraten ein verheerendes Eigentor. http://intelligam.blogspot.com/2003_09_01_intelligam_archive.html#106483302842520741
 

South Carolina: Zahl der Abtreibungen seit 1988 um die Hälfte gesunken
29.09.2003  
Mehr Aufklärung und bessere Gesetze zum Schutz der Ungeborenen haben diesen deutlichen Rückgang bewirkt.  Mehr unter: http://www.kath.net/detail.php?id=6067
 

Menschenopfer damals und heute - nur die Götzen heissen anders!

27.09.2003   In der mexikanischen Aztekenkultur herrschte der grausame Brauch, Kriegsgefangenen bei lebendigem Leib das Herz herauszuschneiden, um es dem Stammesgott Huitzilopochtli darzubringen. Soziologisch und psychologisch betrachtet sind Menschen- und Tieropfer Rituale, um kollektive Ängste vor vermeintlichem Unmut einer Gottheit abzubauen. Zivilisierte Gesellschaften des 21. Jahrhundert glauben sich über solch schockierende Bräuche unendlich erhaben. Die Frage darf aber durchaus gestellt werden, ob heute beanspruchte Verfügungsgewalt über menschliches Leben - bei Abtreibung, der embryonaler Forschung und dem 'sanften Tod' für Alte und Kranke - nicht eine ähnliche Funktion wie vor Jahrhunderten erfüllt. Was damals Angstverminderung vor so verstandenem göttlichem Zorn war, kommt heute als Angst vor Verlust von Lebensqualität im Fall eines unerwünschten Kindes, als kollektive Furcht vor Krankheit, Leiden und Sterben daher. Es sind dieselben Ängste von damals: die Menschenopfer dienten den Azteken dazu, sicherzustellen, dass die Sonne jeden Morgen erneut aufgehen konnte. Dass heute wie damals fremdes Leben solche Angstverminderung zu bezahlen hat, wird zu leicht ausgeblendet. - Vor Jahrhunderten setzten gut ausgebildete priesterliche 'Chirurgen' ihre Messer an, heute tragen die mit dem Menschenopfer Beauftragten weisse Kittel. Man darf Menschen früherer Zeiten vielleicht mit kultureller Befangenheit entschuldigen. Können wir aber eine sogenannt 'aufgeklärte Gesellschaft' von Verantwortung freisprechen? Die Azteken opferten ihrer Gottheit nur, weil sie glaubten dass ohne tägliche Opferung tapferer Kriegsgefangener die Welt in einer riesigen Katastrophe untergehen würde. Heute lassen sich viele Menschen von einer fragwürdigen Moral leiten, unsere moderne Gesellschaft könne nur durch wissenschaftliche Tier- und Menschenopfer überleben. Die Zahl der Gefangenen, die von den Azteken pro Jahr geopfert wurden, dürfte nicht höher als ein paar Tausend gelegen haben, deutlich weniger als die Zahl von Millionen, die heute auf dem Altar der 'Unzumutbarkeit' und eines falsch verstandenen Fortschritts geopfert werden. Bleibt die Gewissensfrage: Wie gehe ich mit meinen Ängsten um? Bin ich bereit, Nachteile in Kauf zu nehmen, um Leben zu ermöglichen? (zum Vergrössern Klick auf Bild)

 

Regierungsfunktionäre als erziehungswissenschaftliche Ignoranten?

22.09.2003   Mit Joseph Fischer an der Spitze des Krippen-Staates. Mit der Kleinstkinder-Verwahr-Ideologie ruiniert Rot-Grün die letzten Ressourcen der Gesellschaft - Ein Kommentar von Christa Meves. Mehr unter http://www.kath.net/detail.php?id=6013

 

Mindestmass an Menschlichkeit eingefordert: 'Survivors' nicht dem Tod überlassen

13.09.2003 Ein Komitee des Senats im US-Bundesstaat Wisconsin hat beschlossen, einen Gesetzentwurf zu unterstützen, der medizinische Versorgung für Kinder einfordert, die ihre Abtreibung überlebt haben. Das meldet "LifeNews" (28. August). Der Gesetzentwurf sei mit vier zu einer Stimme angenommen worden. In einer der Abstimmung vorausgegangenen öffentlichen Anhörung seien lebhaft die Grausamkeiten geschildert worden, die in vielen Krankenhäusern ungewollten Kindern angetan würden. In den meisten Fällen würden die hilflosen Säuglinge sich selbst überlassen, bis sie stürben. (mehr dazu: www.lifenews.com)
 

Bush weitet Verbot aus: Kein Geld für Abtreibungen im Ausland

13.09.2003   US-Präsident George W. Bush hat das Verbot von Finanzierungshilfen für ausländische Organisationen ausgeweitet, die Abtreibungen unterstützen oder gutheissen. Das berichtet das "Deutsche Ärzteblatt" (Ausgabe vom 1. September). Künftig beträfe das bislang nur für die US-Entwicklungsbehörde USAID geltende Verbot auch die meisten US-Bundesbehörden. Ausländische Nichtregierungsorganisationen, die Abtreibungen als Mittel der Familienplanung vornähmen, finanzierten oder unterstützten, dürften keine staatliche Unterstuetzung der USA erhalten. Projekte zur Aids-Hilfe seien von dem Verbot ausgenommen. Die neue Anordnung beträfe allerdings laut US-Regierungsangaben nur wenige Programme, da Finanzierungshilfen ins Ausland vor allem von USAID geleistet würden. 1984 wurde unter der Regierung von Ronald Reagan das Verbot einer Unterstützung von Abtreibungen ausgesprochen. George Bush als dessen Nachfolger erneuerte die Vorschrift, Bill Clinton dagegen schaffte sie kurzfristig ab. George W. Bush führte das Verbot im März 2003 wieder ein. (mehr dazu: www.aerzteblatt.de)
 

"Und bekommst Du ein Baby, so brauch ich Gewalt": England startet Untersuchung

13.09.2003 In Grossbritannien hat eine offizielle Untersuchung zur Diskriminierung Schwangerer am Arbeitsplatz begonnen. Das berichtet die britische Tageszeitung "The Guardian" (Ausgabe vom 1. September). Umfragen hätten zuvor ergeben, dass ein Fünftel aller Befragten schon erlebt hätten, dass schwangere Frauen diskriminiert würden. Vielen würden unpassende Aufgaben übertragen, sie würden mit unfreundlichen und kritischen Äusserungen konfrontiert oder sogar entlassen. "Bei unseren Helplines melden sich mehr Frauen wegen Problemen, die sie am Arbeitsplatz aufgrund ihrer Schwangerschaft haben, als wegen jedes anderen Problems. Wir hören von sehr beunruhigenden Fällen, wo Frauen zurückgesetzt, bestraft oder sogar an die Luft gesetzt worden sind wegen ihres Babys", zitiert das Blatt Jenny Watson von der "Equal opportunity commission" (EOC), einem Ausschuss für Chancengleichheit. Die Untersuchung solle 18 Monate dauern, so der "Guardian". Im Februar 2005 würden die Empfehlungen dann der Regierung vorgelegt. (mehr dazu: www.guardian.co.uk)
 

Nach Vergewaltigung: geistig behinderte Frau bringt Mädchen zur Welt

13.09.2003 In Florida hat eine geistig behinderte Frau, die nach einer Vergewaltigung schwanger geworden war, ein Mädchen zur Welt gebracht. Das berichtet die englische Tageszeitung "The Guardian" (Ausgabe vom 31. August). Das Kind sei am Samstag durch einen Kaiserschnitt entbunden worden und sei wahrscheinlich gesund. Der Fall war öffentlich geworden, nachdem ein Richter angeordnet hatte, dass die Frau, die sich auf dem geistigen Stand eines Kindergartenkindes befinden soll, ihr Kind nicht abtreiben dürfte. Der Gouverneur Jeb Bush, Bruder des amerikanischen Präsidenten, war initiativ geworden und hatte einen Vormund für das Ungeborene gefordert (vgl. ALfA-Newsletter vom 27. Juni). Vom Gericht wurde das in diesem Fall abgelehnt, eine grundsätzliche Entscheidung wurde allerdings noch nicht getroffen. Laut "The Guardian" haben Abtreibungsbefürworter Bush beschuldigt, durch sein Intervenieren die Tür öffnen zu wollen für flächendeckende Ernennungen von Vormunden für die ungeborenen Kinder abtreibungswilliger Frauen. Bush habe dagegen betont, dass nur in äusserst seltenen Fällen die Interessen des Kindes durch einen Vormund zu vertreten seien. (mehr dazu: www.guardian.co.uk)


Alles für das Baby: Eizell- und Spermien-Sucher in Aktion

13.09.2003 Eine niederländische Internetfirma bietet Menschen mit Kinderwunsch seit dem 28. August an, ihnen für eine Zeugung Eizellen und Spermien zu beschaffen. Das meldet das "Deutsche Ärzteblatt" (Ausgabe vom 28. August). Gegen eine Zahlung von 2500 Euro suche die Firma geeignete Spender, führe Tests durch und liefere Eizellen und Sperma an das gewünschte Krankenhaus. Das Gesundheitsministerium in Den Haag prüfe derzeit, ob die Internetfirma gesetzwidrig sei und habe die Leitung zu einem Gespräch bestellt. In Grossbritannien gebe es bereits einen ähnlichen Fall, der eine Debatte ausgelöst habe. "Wir prüfen, ob es eine rechtliche Möglichkeit gibt, die Aktivitäten zu stoppen", zitiert das Blatt einen Vertreter der Gesundheitsbehörden. Falls es sich jedoch ausschliesslich um Vermittlungsdienste handele, "könnten sie eine Lücke im Gesetz gefunden haben." Laut "Deutschen Ärzteblatt" habe unterdessen die Vereinigung niederländischer Ärzte (KPMG) ihre Mitglieder dazu aufgerufen, die Kommerzialisierung des Kinderwunsches zu boykottieren. (mehr dazu: www.aerzteblatt.de)


Fehlbildungen nach künstlicher Befruchtung: Langzeitstudien gefordert

13.09.2003 Der Direktor des Humangenetischen Instituts in Mainz, Thomas Haaf, hat Langzeitstudien zur Abschätzung des epigenetischen Risikos für das Auftreten von Fehlbildungen nach künstlichen Befruchtungen gefordert. Das meldet das "Deutsche Ärzteblatt" (Online-Ausgabe vom 29. August). Haaf sehe einen begründeten Verdacht, dass Imprintingkrankheiten, wie zum Beispiel Beckwith-Wiedemann und Angelman-Syndrom, gehäuft bei Kindern vorkommen, die künstlich erzeugt wurden. In Tierexperimenten sei bereits gezeigt worden, dass die Kulturbedingungen und Manipulation von in vitro kultivierten Embryonen die Expression von geprägten Genen und das fetale Wachstum beeinflussen könnten. Geprägte Gene spielten nicht nur beim Wachstum von Fetus und Plazenta eine Rolle, sondern beeinflussten auch die Entwicklung von kognitiven Fähigkeiten und Verhalten. Daneben stünden sie in Zusammenhang mit der Entstehung von Krebs. Schon im vergangenen Jahr hatten Studien darauf hingewiesen, dass künstliche Befruchtungen das Fehlbildungsrisiko signifikant erhöhen (vgl. ALfA-Newsletter vom 10. Mai 2002). Besonders häufig treten demnach Fehlbildungen bei der Intrazytoplasmatischen Spermieninjektion (Icsi) auf. Bei diesem Verfahren wird die Samenzelle mit Hilfe einer Pipette direkt in die Eizelle gespritzt. Eine australische Studie hatte ergeben, dass mit dem Icsi-Verfahren gezeugte Kinder eine mehr als doppelt so hohe Fehlbildungsrate aufweisen. (mehr dazu: www.aerzteblatt.de)
 

Schon 200 Herzen geheilt: Erfolge der Infarkt-Therapie mit adulten Stammzellen

13.09.2003 Auf der diesjährigen Tagung der European Society of Cardiology in Wien haben Kardiologen aus aller Welt auf die Therapieerfolge mit adulten Stammzellen bei Herzinfarkt-Patienten hingewiesen. Das melden das "Deutsche Ärzteblatt" sowie die "Culture of Life Foundation" (Ausgabe vom 2. September). Vor zwei Jahren hätte eine Gruppe um Bodo Eckehard Strauer von der Universität Düsseldorf über das regenerative Potential von adulten Stammzellen in der Herzinfarkt-Therapie berichtet (vgl. ALfA-Newsletter vom 29. August 2003). Einem 46-jaehrigen Mann seien damals sechs Tage nach dem Infarkt über einen Katheter Stammzellen aus dem Knochenmark ins Herz gespritzt worden. In den folgenden Wochen schon habe sich das durch den Infarkt zerstörte Gewebe regeneriert und die Durchblutung habe sich gebessert. Inzwischen seien weltweit bereits über 200 Patienten erfolgreich mit dieser Therapie behandelt worden. Allerdings habe Hans Figulla von der Universität Jena auf dem Kongress solche Erfolge nicht bestätigen können, so das "Deutsche Ärzteblatt". Bei seinen mit der gleichen Methode behandelten Patienten sei keine Besserung eingetreten. Gefordert würden nun randomisierte Studien mit einer grösseren Fallzahl. (mehr dazu: www.culture-of-life.org; www.aerzteblatt.de)
 

Russland: Abtreibungsfrist von 22 auf 12 Wochen verkürzt

13.09.2003 Einem Artikel in der Zeitschrift der Stiftung Jerôme Lejeune (www.genethique.org) zufolge hat das russische Gesundheitsministerium entschieden, die gesetzliche Abtreibungsfrist von 22 auf 12 Wochen zu verkürzen. In vier Fällen soll nun der ohne medizinischen Grund nach der 12. Schwangerschaftswoche erfolgte Schwangerschaftsabbruch erlaubt sein und zwar im Falle einer gesetzlichen Entscheidung über die Mutterrechte, nach einer durch Vergewaltigung zustande gekommenen Schwangerschaft, im Falle der Invalidität des Vaters oder seines Todes sowie im Falle der Inhaftierung einer schwangeren Frau. Bisher galt für einen Schwangerschaftsabbruch noch die Frist von 22 Wochen nach der Empfängnis. Quelle: http://zenit.org/german/
 

Pro-Life-Werbespots senken Abtreibungszahlen
01.09.2003  
Wer gut informiert ist, zieht eine Abtreibung weniger leicht in Betracht: Ein Werbespot im US-Bundesstaat Arizona legt Frauen nahe, sich für das Leben zu entscheiden. Mehr unter: http://www.kath.net/detail.php?id=5881

 

Kein Geld für Abtreibungen: USA streicht Unterstützung einer "Hilfsorganisation"

01.09.2003   Washington (ALfA). Weil eine Gruppe der betroffenen Dachorganisation in China Zwangsabtreibungen und -sterilisationen unterstützen soll, hat das amerikanische Aussenministerium einem Aidsprogramm die finanzielle Unterstuetzung entzogen. Das berichtet das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" (Online-Ausgabe vom 28. August). Der Sprecher des Aussenministeriums Philip Reeker habe erklärt, sechs der sieben Gruppen in der Dachorganisation sei Geld angeboten worden. Die Organisation habe jedoch abgelehnt, weil die Bitte der siebten Gruppe um Unterstuetzung zurückgewiesen worden sei. "Es war die Entscheidung der Dachorganisation, die Hilfe nicht anzunehmen", zitiert das Magazin Reeker. Die Gruppe Marie Stopes International sei ausgeschlossen worden, weil sie in China mit dem Uno-Bevölkerungsfonds kooperiere. Die US-Regierung hatte im vergangenen Jahr erklärt, der Fonds verletze ein Gesetz gegen erzwungene Abtreibungen und Sterilisationen. Mehr dazu: www.spiegel.de


Erfolge bei Infarkt-Therapie: Adulte Stammzellen heilen Herzen

01.09.2003   Düsseldorf (ALfA). Die vor zwei Jahren weltweit erstmals in Düsseldorf angewendete Therapie mit adulten Stammzellen bei Herzinfarktpatienten ist nach Angaben der Ärzte hervorragend verlaufen. Das meldet die "Deutsche Presseagentur" (dpa) am 29. August. Nach Aussagen des Kardiologen Prof. Bodo Eckehard Strauer gehe es den insgesamt 34 Patienten grossartig. Die körpereigenen Stammzellen seien den Patienten in die Herzkranzgefässe implantiert worden. Bereits in den ersten drei Monaten habe sich das durch den Infarkt zerstörte Gewebe regeneriert und die Durchblutung gebessert.


Adulte Stammzellen sorgen für Durchblick: Heilung von Blindheit möglich?

01.09.2003   San Diego (ALfA). Mit Hilfe einer Stammzell-Transplantation hat ein Blinder nach vier Jahrzehnten die Sehfähigkeit zurückerlangt. Das berichten die "Berliner Morgenpost" sowie die "Netzeitung" (Ausgaben vom 25. August). Im März 2000 hätten die Ärzte einem blinden Patienten Stammzellen aus dem die Hornhaut umgebenden Gewebe implantiert. Der Mann, der nach einem Unfall im Alter von drei Jahren erblindet war, müsse sich mühsam an die zurückgewonnene Fähigkeit bemühen, berichte ein Forscherteam um Ione Fine von der Universität von Kalifornien in der Fachzeitschrift "Nature Neuroscience". Schwierigkeiten habe der Patient vor allem beim dreidimensionalen Sehen und bei der Zuordnung von Gesichtern. Mehr dazu: www.morgenpost.berlin1.de; www.netzeitung.de


Zellen abgetriebener Kinder spuken im Gehirn: Keine Heilerfolge bei Parkinson

01.09.2003   Washington (ALfA). Zum zweiten Mal ist in den USA der Versuch misslungen, Parkinson-Patienten mit Hirnzellen abgetriebener Kindern zu therapieren. Das berichtet die österreichische Tageszeitung "Die Presse" (Ausgabe vom 29. August). Ebenso wie die erste, vor zwei Jahren abgeschlossene Studie zeige auch die aktuelle Untersuchung keinerlei Heilerfolge, sondern vielmehr schwere Nebenwirkungen: Einige Patienten hätten Dyskeniasis entwickelt, ein unfreiwilliges Muskelzucken. "Man kann die Therapie bei Parkinson nicht empfehlen", zitiert das Blatt die Ärzte. Bei Parkinson sterben im Gehirn die Dopamin produzierenden Zellen ab. Wie die Zeitung berichtet, war in den beiden Studien versucht worden, die defekten Zellen durch transplantierte Zellen zu ersetzen, die man abgetriebenen Kindern entnommen hatte. Es sei unklar, warum die Therapie nicht funktioniert habe: Beim ersten Versuch hätte es Hinweise auf eine Überaktivität der implantierten Zellen gegeben, im zweiten hätten sie eher zu wenig aktiv geschienen; vermutet worden sei auch eine Schwächung des Immunsystems. Nun werde geplant, mit Hilfe von embryonalen Stammzellen Parkinson-Therapien zu entwickeln. Allerdings sei die Forschung an embryonalen Stammzellen für öffentlich geförderte Forscher an Universitäten nur restriktiv erlaubt. Die Industrie könne dagegen frei forschen. In diesem Zusammenhang wies die Zeitung darauf hin, dass die Industrie, anders als die öffentliche Forschung, nicht an der Publizität ihrer Misserfolge interessiert sei. Details über einen letztes Jahr misslungenen Test eines Alzheimer-Impfstoffs seien nie an die Öffentlichkeit gekommen. Mehr dazu: www.diepresse.at
 

Exodus: Sexuelle Neuorientierung von Homosexuellen möglich

20.08.2003   Schwule und Lesben können von der Homosexualität frei werden, durch den Glauben an Jesus Christus. Das haben ehemalige Homosexuelle bei einer Konferenz in Orlando (US-Bundesstaat Florida) versichert. Eine sexuelle Neuorientierung sei möglich, betonten Repräsentanten der Organisation “Exodus”, die Homosexuellen bei der Umstellung ihres Lebens hilft. Wie der baptistische Informationsdienst ABP weiter berichtet, gehörte zu den rund tausend Konferenzteilnehmern auch eine frühere Lesbe, die heute Mutter von drei Kindern ist. Mehr unter: http://home.messiah.edu/~chase/h/

Meinungsumschwung kontra Homosexualität in den USA

20.08.2003   In der Bevölkerung der Vereinigten Staaten ist ein Meinungsumschwung zur Homosexualität zu verzeichnen. Während noch im Mai eine Mehrheit Homosexualität als “akzeptablen Lebensstil” bezeichnete und etwa jeder zweite nichts gegen die “Homo-Ehe” hatte, haben sich die Gewichte jetzt verschoben. Einer Gallup-Umfrage zufolge ist der Anteil der Befürworter bis Juli von 54 auf 46 Prozent gesunken, die der Gegner aber von 43 auf 49 Prozent gestiegen. Im Blick auf die Anerkennung der “Homo-Ehe” waren die Meinungen im Mai noch mit 49 zu 49 Prozent geteilt; jetzt sind 40 Prozent dafür und 57 Prozent dagegen. Der Rest äußerte keine Meinung. Möglicherweise steht der Wandel im Zusammenhang mit Reaktionen auf eine Entscheidung des Obersten Gerichts, das Strafgesetze von Bundesstaaten gegen “Unzucht” verwarf, und der Absicht der kanadischen Regierung, schwulen und lesbischen Paaren einen Ehestatus zu gewähren. Mehr unter: http://www.narth.com/
 

'Priester für das Leben' bekommen NGO-Status
13.08.2003   Eine katholische Bewegung von Priestern für den Lebensschutz und gegen die Abtreibung wird als nichtstaatliche Organisation bei der UNO akkreditiert. (Quelle: www.kath.net / LifeNews.com)

 

Staatliches Hilfswerk USAID missbraucht Aidsprävention in Lateinamerika

Zehnjährige werden aufgefordert, homosexuelle Erfahrungen zu machen

05.08.2003   „Wie willst du wissen was du bevorzugst, wenn du niemals Sex mit einer Person des gleichen Geschlecht gehabt hast?“ Dies sollen nach Auffassung des staatlichen US-Hilfsprogramms USAID für Lateinamerika honduranische Lehrer ihre zehnjährigen Schüler fragen. Ein neues Manual „Talking about sexuality with Young People“ empfiehlt solche Fragestellungen explizit. „Homosexualität erfüllt eine wichtige Rolle bei der sexuellen Sozialisation der Heranwachsenden. Heutige Jugendliche müssen die Existenz männlicher und weiblicher Homosexualität erkennen“, meint das Lehrmittel. Homosexuelle wie Oskar Wilde werden als Helden vorgestellt, auf Fotos werden Kindern Transvestiten präsentiert. Das Manual ist Teil des AIDSCAP-Programms von USAID, eingeführt in über 30 Entwicklungsländern, mit finanziell reichlich dotierten Bevölkerungskontrollgruppen, einschliesslich der Familiy Health International (FHI). Diese ist die älteste und solventeste NGO im Bereich Bevölkerungskontrolle und vermittelt „reproduktive Gesundheit für Menschen zwischen 10 und 24 Jahren“. Diese Praxis widerspricht offensichtlich örtlichen Gesetzgebungen. Die meisten Menschen in diesen Ländern lehnen es  ab, freizügiges grafisches Sexualmaterial an Zehnjährige abzugeben. Im Jahre 2001 erhielt FHI 85 Millionen Dollar von der USAID, um Sexualaufklärung für Kinder und Jugendliche zu fördern. Diese sogenannten YouthNet-Programme beinhalten Antibabypillen und Depotspritzen für Kinder ab 10 Jahren in verschiedenen Ländern. „Post-abortion-care“, gleichbedeutend mit Absaug-Abtreibung, wird ebenfalls für Kinder angeboten. Gegenüber kirchlichen Organisationen, die in diesen Ländern eine auf Verantwortung, Treue und Abstinenz basierende Aufklärung fördern, tritt FHI äusserst aggressiv auf mit „Anti-Aids-Clubs“, Camps, Videos, Theatern und Musikgruppen. FHI muss sich die Kritik gefallen lassen, in lateinamerikanischen Ländern in unverantwortlicher Weise das gesellschaftliche Fundament zu zerstören. (Quelle: Population Research Institute, Weekly Briefing vom 05.08.2003)

 

Wie zuverlässig ist die Natürliche Empfängnisregelung (NER)?

04.08.2003   Prof. Dr. med. J. Rötzer arbeitet seit über 50 Jahren im Dienst der Natürlichen Empfängnisregelung (NER). Mit Hilfe der ersten echten sympto-thermalen Methode, die von seiner Frau und ihm 1951 gefunden wurde, konnte eine Form der Natürlichen Empfängnisregelung entwickelt werden, die es den Ehepaaren ermöglicht, sowohl die besten fruchtbaren Tage zu bestimmen (wichtig bei Kinderwunsch!), als auch eine absolut unfruchtbare Zeit. In der Zusammenarbeit mit den Ehepaaren konnte das Ehepaar diese Regeln in zunehmendem Masse verfeinern. Sei haben mit Erfolg auch Frauen in Beratung, die aus wichtigen Gründen auf keinen Fall mehr schwanger werden dürfen, da es leicht sei, die absolut unfruchtbaren Tage nach dem Eisprungtermin zu bestimmen. Die Ehepaare sprechen gerne vom „Geschenk der sicher unfruchtbaren Tage“. Um unfruchtbare Tage am Beginn des Zyklus feststellen zu können, wurde eine Serie von sechs Regeln entwickelt. Je nach persönlicher Eigenart des Zyklus lassen sich zu Beginn des Zyklus unfruchtbare Tage mit unterschiedlicher Verlässlichkeit bestimmen, bis hin zu einer Verlässlichkeit von fast 100 Prozent - aber niemals absolute 100 Prozent. Mehr unter Rötzer: Mehr Verständnis für die Natürliche Empfängnisregelung
 

Ökologen warnen: Zeitbombe Antibabypille als Biokiller

Steigende Hormonbelastung in unseren Gewässern sterilisiert systematisch die Umwelt

29.07.2003   In den vergangenen Jahren hat sich die Wasserqualität der Seen und Flüsse zwar deutlich verbessert. Diese qualitative Verbesserung bezieht sich jedoch lediglich auf Wasserverunreinigungen, die man schon seit langem beobachtet wie Nitrate und Schwermetalle. Eine ganz andere Gruppe von wasserbelastenden Stoffen wird von Ökologen erst seit einigen Jahren mit wachsender Besorgnis beobachtet. Hormone treten in immer höheren Konzentrationen im Trinkwasser auf und Klärwerke sind nicht in der Lage, diese Stoffe bei der Wasseraufbereitung zu neutralisieren. Bei vielen Klärwerken ist die gemessene Hormonbelastung des Wassers vor und nach der Wasseraufbereitung unverändert. Millionen von Frauen nehmen täglich die Pille. Um die biologische Abbaubarkeit hat man sich bisher allerdings kaum Gedanken gemacht. Allmählich nehmen die beobachteten Veränderungen in der Tierwelt erschreckende Formen an. Am schwersten betroffen sind Lebewesen, die direkt im Wasser leben. Bei einigen Fischarten wird inzwischen ein drastisches Übergewicht an Weibchen verzeichnet. Männliche Fische beginnen auf einmal Eizellen anstatt Samen zu produzieren, einige bilden weibliche Geschlechtorgane aus. In England waren sämtliche in einem Fluss gefangenen Rotaugen weiblich. Aber auch der Mensch selbst bleibt von den Auswirkungen nicht verschont. Die Fruchtbarkeit der Männer hat stark abgenommen. In Deutschland ist sie in den vergangenen 40 Jahren um ca. 70% gesunken. Der starke Anstieg von Krebsfällen der letzten Jahrzehnte im Bereich der Geschlechtsorgane wird auch mit dem in Verbindung gebracht, was wir täglich in unser Wasser kippen. Mehr unter: http://www.oekosmos.de/article/articleview/401/1/8/  http://www.rainforest-newsletter.de/pages/nahrung/kreislauf/umwelt/wasser/horm_02.htm  

 

Mutter Natur rächt sich
Beseitigen Östrogene im Trinkwasser diskret den "kleinen Unterschied"?

29.07.2003   Charles Taylor von der Exeter University, der an einer neuen Filtertechnik für Wasser arbeitet, warnt vor den extrem potenten Chemikalien, die selbst bei einer Verteilung von eins zu einer Milliarde männliche Fische feminisieren können. Was verschiedentlich auf Industriechemikalien zurückgeführt wird, soll nach der Ansicht von verschiedenen Wissenschaftlern hauptverantwortlich von einem künstlichen Östrogen besorgt werden, das in Empfängnisverhütungspillen enthalten ist. http://www.heise.de/tp/deutsch/html/result.xhtml?url=/tp/deutsch/inhalt/lis/12122/1.html&words=Mutter%20Natur%20r%E4cht

 

Weltweit grösste Studie vorgestellt: Fruchtbarkeit der Männer sinkt
Verantwortung tragen Umweltgifte

29.07.2003   Die Spermienqualität bei deutschen Männern verschlechtert sich dramatisch. Das haben Wissenschaftler der Umweltstiftung WWF-Deutschland herausgefunden. Danach ist die Spermienkonzentration in den vergangenen 40 Jahren um bis zu 70 Prozent gesunken. Als Grund vermutet der WWF Unfruchtbarkeit durch Umweltgifte. Es sei bekannt, dass Industriechemikalien und Pestizide wie Hormone wirken können und Immunsystem und Fortpflanzungsfähigkeit von Tieren schädigen, sagte die Bremer Chemieexpertin des WWF, Patricia Cameron. Deshalb sei zu befürchten, dass auch bei Menschen Umweltgifte mitverantwortlich für die abnehmende Fruchtbarkeit der männlichen Geschlechtsorgane sein können. Mehr unter: http://www.ekonline.de/mednews/n1512b.htm

 

Gesellschaftliche Entwicklung treffend vorausgesagt

Vor 35 Jahren veröffentlichte Papst Paul VI. die Enzyklika "Humanae vitae"

29.07.2003   Damals ging ein Aufschrei der Empörung durch Presse und Gesellschaft. Mit seiner "Pillen-Enzyklika" hatte sich der Papst in den Augen vieler endgültig von der Gegenwart verabschiedet. Nach 35 Jahren scheint es allerdings , er sei seiner Zeit voraus gewesen. Vier Voraussagen von damals decken sich weitgehend mit der gesellschaftlichen Realität im Jahre 2003:

1. Die Möglichkeit der Verhütung würde zunächst die Gesellschaft “zur ehelichen Untreue und zu einem allgemeinen moralischen Verfall führen“. 2. Sie würde die Frau „in ein blosses Instrument der egoistischen Befriedigung“ degradieren. Sie würde 3. „den öffentlichen Amtsträgern, die keine moralischen Anforderungen beachten, eine gefährliche Waffe in die Hände legen“. 4. Sie würde uns alle schliesslich zur illusorischen Überzeugung veranlassen, „wir hätten eine uneingeschränkte Macht über unsere Körper“.

Zu 1: Auch der schärfste Papst-Kritiker wird den Zusammenhang  zwischen der Antibaby-Pille und den Folgen der sexuellen Revolution nicht mehr abstreiten: Die Zunahme von Scheidungen und die Krise der familiären Bindungen. Zu 2: Zeitgenössische Mediziner und Psychologen betonen wieder verstärkt, dass Kennenlernen und Austausch über den natürlichen Zyklus der Frau eine Beziehung sowie das Selbstbewusstsein einer Frau positiv beeinflussen. Zu 3: In das Extrem gesteigert wird die staatliche Kontrolle der Fruchtbarkeit beispielsweise in der Volksrepublik China. Zu 4: Heute wird nicht nur über den eigenen Körper verfügt, sondern es werden beispielsweise auch die Körper abgetriebener Kinder überspannten Heilsversprechungen geopfert.
 

Babyhandel in China boomt
28.07.2003   Habt weniger, dafür bessere Kinder, um Wohlstand für die nächste Generation zu sichern, mahnt die Regierung. Der Großteil der verkauften Babys sind Mädchen. Mehr unter http://www.kath.net/detail.php?id=5661
 

Erstes Retortenbaby wird 25 Jahre alt

Wissenschaftlicher Vater der Louise Brown entsetzt über heutige "Babyfabriken"

27.07.2003   London (ALfA). Am 25.Juli wurde Louise Brown, das erste Retorten-Baby der Welt, 25 Jahre alt. Daran erinnern unter anderem "Die Welt", die "Westfälische Rundschau" (Ausgaben vom 25. Juli) sowie "Die Tagespost" (Ausgabe vom 24. Juli). Louise Brown sei bereits ein internationales Gesprächsthema gewesen, als sie am 25. Juli 1978 in einem Londoner Krankenhaus per Kaiserschnitt geboren wurde. Damals habe das erste Baby, das mittels einer künstlichen Befruchtung erzeugt wurde, für eine heute kaum noch vorstellbare Empörung gesorgt, so die Zeitungen. Seither sind allein in Deutschland in den letzten 20 Jahren etwa 100.000 künstliche Befruchtungen erfolgreich durchgeführt worden - längst nicht nur bei als unfruchtbar geltenden Paaren. Doch viele Pioniere der Fruchtbarkeitsforschung sähen die Entwicklung heute kritisch, so die "Westfälische Rundschau". Im Nachhinein gäben manche sogar den Kirchen Recht, die 1978 gewarnt hätten, es werde ein Geist aus der Flasche gelassen, dem nie mehr Herr zu werden sei. Professor Robert Edwards, der 1978 zusammen mit dem Gynäkologen Patrick Steptoe den ersten Menschen in der Petrischale gezeugt hatte, betrachte die heutigen "Babyfabriken" mit Entsetzen. "Seit sich die künstliche Befruchtung ausgebreitet hat, ist sie zum pharmazeutischen Unfug verkommen", zitiert das Blatt den Wissenschaftler. Phänomene wie die Leihmutterschaft habe er in keiner Weise vorausgesehen. Laut dem Blatt werfe Robert Winston, britischer Professor und Experte für Fruchtbarkeitsstudien, vielen Privatkliniken "kommerzielle Ausbeutung der schlimmsten Art" vor. Sorgen bereite ihm auch die inzwischen verbreitete Praxis, Embryonen vor der Verpflanzung einzufrieren. (mehr dazu: www.welt.de; www.westfaelische-rundschau.de; www.die-tagespost.de)
 


Wer zu früh kommt, den bestraft die Gesundheitsreform: Sparen bei den Kleinsten

27.07.2003   Heidelberg (ALfA). Durch die Gesundheitsreform in Deutschland drohen bei der Versorgung von Frühgeborenen dramatische Einschnitte. Das bestätigte Professor Otwin Linderkamp, ärztlicher Direktor der Abteilung für Neugeborenenmedizin an der Universitäts-Kinderklinik Heidelberg in einem Interview mit der "Tagespost" (Ausgabe vom 24. Juli). Die angestrebte Reform der Gesetzlichen Krankenversicherung gefährde das Überleben der Frühgeborenen, da die vorgesehene pauschalierte Bezahlung nicht ausreichen werde, um die medizinische Versorgung zu sichern. Die medizinische Betreuung eines besonders kleinen "Frühchen" koste im Extremfall 100.000 Euro, doch auf Grund der Fallpauschalen würden die Kassen künftig maximal 70.000 Euro zahlen. Damit fehlten 30.000 Euro für die Versorgung dieser Kinder. Die Konsequenz sei, dass dreissig Prozent Personal eingespart werden müsse, wodurch die Qualität der medizinischen Versorgung stark leiden werde. "Es kann auch sein, dass sich Kliniken grundsätzlich entschliessen, diese Kinder nicht mehr zu versorgen", befürchtet Linderkamp. Durch den Qualitätsverlust werde es eine höhere Sterblichkeit geben. "Man muss davon ausgehen, dass mehrere hundert Kinder weniger überleben werden. Dazu kommt noch, dass viele Kinder nur mit Behinderungen überleben werden", so der Experte. (mehr dazu: www.die-tagespost.de)

 

Pater Pio und Mutter Teresa lehren eine 'neue Medizin'
27.07.2003   Medizin sei nicht nur ein Liebesdienst am Individuum, sondern werde in jedem Kranken direkt an Christus vollzogen, meint der Arzt Francesco Di Raimondo. Mehr unter: http://www.kath.net/detail.php?id=5656
 

"Rule Britannia...": Embryonen-Umschlagplatz internationalisiert

27.07.2003   London (ALfA). Grossbritannien etabliert sich derzeit als Umschlagplatz der weltweiten Stammzellforschung, nachdem bereits im vergangenen Sommer eine Bank begründet wurde, in der über die Jahre möglichst alle Kulturen von Stammzellen gesammelt werden sollen. Das meldet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (Ausgabe vom 24. Juli). Am 11. Juli sei dieses Vorhaben nun internationalisiert worden. Vertreter von Forschungsorganisationen aus 12 Staaten, unter anderem aus Amerika, Kanada, Deutschland, Israel, Australien und Grossbritannien hätten in London über eine Koordination der Stammzellforschung durch ein "International Stem Cell Forum" beraten. Vor allem sollten nach Ansicht der Experten gemeinsame Standards entwickelt werden, die Publikationen über Stammzellen vergleichbar machen könnten, so die FAZ.

Da das Projekt mit der vom deutschen Gesetzgeber geächteten Tötung von Embryonen zur Stammzellgewinnung einhergehe, habe der deutsche Vertreter im Forum, Max-Planck-Präsident Peter Gruss, ein Kooperationsabkommen nicht unterzeichnet. Eingehend habe Gruss, der in Vertretung von DFG-Präsident Ernst-Ludwig Winnacker an dem Treffen teilgenommen habe, die von der deutschen Rechtssprechung gesetzten Grenzen aufgezeigt. Dennoch könne Gruss sich eine deutsche Mitwirkung an dem Grossprojekt vorstellen. Deutsche Forscher könnten vor allem somatische Stammzellen beitragen, für deren Gewinnung keine Embryonen getötet würden. Gruss habe allerdings eingeschränkt, dass zunächst die Rechtslage geklärt werden müsse. (mehr dazu: www.faz.net)
 

Spanien will die Embryonenforschung zulassen

26.07.2003   MADRID - Nach jahrelangen Kontroversen soll die Forschung an embryonalen Stammzellen in Spanien künftig erlaubt sein. Dies sieht ein Gesetzentwurf der konservativen Regierung vor. (Quelle: sda)

 

Prophetische Aussage von Mutter Teresa über die Zunahme der Gewalt

25.07.2003   In der Mitte der 80er Jahre des 20. Jahrhunderts äusserte sich die Gründerin der "Missionarinnen der Nächstenliebe"  Mutter Teresa wie folgt:

"Die Gewaltanwendung gegen das ungeborene menschliche Leben wird eine Kette von Gewalt an geborenen Menschen nach sich ziehen."

Weitere Zitate der Friedensnobelpreisträgerin:

"Abtreibung ist Krieg gegen unschuldige, ungeborene Kinder."

"Abtreibung tötet zwei: das Kind und das Gewissen der Mutter."

"Wir bekämpfen Abtreibung mit Adoption."

"Frauen, die abgetrieben haben, brauchen dringend Vergebung."

 

Umfrage: Immer mehr Peruaner gegen Abtreibung
Fast drei Viertel der Bevölkerung der peruanischen Hauptstadt sind gegen die Legalisierung der Abtreibung.

22.07.2003   (ACI) Einen deutlichen Trend in Richtung Lebensschutz ergab eine Umfrage der Universität von Lima bei der Bevölkerung der peruanischen Hauptstadt, wie kath.net berichtet. Die Zahl der Befragten, die eine Tötung ungeborenen Lebens ablehnten, stieg im Vergleich zum Vorjahr signifikant an. Abtreibung wegen einer zu grossen Kinderzahl kommt für 88,8 Prozent der Befragten nicht in Frage; im Vorjahr waren es nur rund 80 Prozent gewesen; Abtreibung aus wirtschaftlichen Gründen lehnen 89,6 Prozent ab, rund sieben Prozent mehr als im Vorjahr. Auch bei Behinderung des Kindes und im Fall einer Vergewaltigung der Frau stimmten die Befragten mehrheitlich für das ungeborene Kind. Im Fall einer Behinderung des Kindes sprachen sich 38,7 Prozent der Befragten für Abtreibung aus, bei einer Vergewaltigung 38,5 Prozent der Befragten. Die Mehrheit (55,1 Prozent bei Behinderung, 56,8 Prozent bei Vergewaltigung) stimmte zugunsten des ungeborenen Kindes. Die Untersuchung stellte auch die Frage nach der Legalisierung der Abtreibung. 71,9 Prozent der Befragten sind dagegen, im Vorjahr waren es nur rund 67 Prozent gewesen.
 

Religiöse Führer warnen vor gesellschaftlichen Konsequenzen

21.07.2003   Schutz der traditionellen Ehe und Familie dürfe nicht aufgegeben werden Wie LifeSiteNews berichtet, hat eine Koalition von katholischen, orthodoxen, muslimischen und hinduistischen Religionsführern am 18. Juli in Ottawa im Zusammenhang mit einem aktuellen Gesetzesentwurf einen Brief  an den kanadischen Premierminister Jean Chretien gerichtet. Darin wird vor einer Neudefinition von Ehe und Familie dringend gewarnt. Die Religionsgemeinschaften würden den Politikern und Verantwortlichen ihre Unterstützung versagen, wenn diese ihre Verantwortung für die Moral ignorieren, welche letztlich der Gesellschaft dient. Der englische Wortlaut ist nachzulesen unter http://www.lifesite.net/ldn/2003/jul/03071806.html

 

PATH: Alternativen für Homosexuelle
Sexuelle Gefühle sind nicht unwandelbar, bekräftigt Artur Goldberg von der neu gegründeten Gruppe PATH.

21.07.2003   Jersey City (LifeSiteNews.com) Eine Gruppe von elf gemeinnützigen Organisationen hat sich zusammengeschlossen, um jenen Homosexuellen Hilfe anzubieten, die sich mit ihrer sexuellen Orientierung nicht abfinden wollen und einen Ausweg suchen. Die Gruppe PATH (Positive Alternatives to Homosexuality) besteht aus therapeutischen Gruppen, Forschungsorganisationen, sowie aus Vereinen verschiedener Religionen und Nationen. Es sei falsch, von vorne herein anzunehmen, dass jeder, der homosexuell veranlagt ist, das auch akzeptieren und ausleben wolle, berichtet Arthur Goldberg, der Präsident von PATH und Mitbegründer der jüdischen Gruppe JONAH (Jews Offering New Alternatives to Homosexuality). Viele akzeptieren es nicht, so Goldberg. Menschen, die nach alternativen Auswegen suchen, verdienten Respekt und Unterstützung. Tatsache sei, dass Menschen sich ändern können. Die Erfahrung sehr vieler Männer und Frauen bezeugten dies, bestätigt der Präsident von PATH. Sexuelle Gefühle sind nicht unwandelbar. http://www.lifesite.net/ldn/2003/jul/03070905.html http://www.pathinfo.org/, http://www.narth.com/index.html, http://www.jonahweb.org/index.html

 

USA: Lebensschützerin gewann 112,8 Millionen US-Dollar in der Lotterie

18.07.2003   Bernadette Gietka aus Baltimore betete zu Gott, um ein Pro-Life Musical produzieren zu können. Ihre Bitten dürften nun erhört worden sein: Sie gewann damit in den USA den zweithöchsten Lotteriegewinn aller Zeiten. Mehr unter:  http://www.kath.net/detail.php?id=5595
 

Studie: Beziehung zwischen Homos dauert durchschnittlich nur 1,5 Jahre
17.07.2003Amsterdam Municipal Health Service: Innerhalb eines Jahres hat ein Schwuler neben seinem Hauptpartner acht weitere Beziehungen. Eine Beziehung zwischen Homosexuellen dauert im Durchschnitt nur 1,5 Jahre. Dies geht aus einer Studie aus den Niederlanden hervor, die von Dr. Maria Xiridou vom Amsterdam Municipal Health Service anhand von Gesundheitsaufzeichnungen junger Homosexueller durchgeführt und in der Maiausgabe des Magazins „AIDS“ veröffentlicht wurde. Mehr unter: http://dynamic.washtimes.com/print_story.cfm?StoryID=20030711-121254-3711r

 

USA: Mehrheit der Frauen sind gegen Abtreibung
16.07.2003   Unerwartetes Ergebnis einer Studie, in Auftrag gegebenen von einer Pro-Choice-Organisation - Pro-Life-Gruppen zeigen sich erfreut. Mehr unter: http://www.kath.net/detail.php?id=5575

 

EU-Kommission hat sich entschieden: Embryonen-Tötungen sollen finanziert werden

13.07.2003   Brüssel (ALfA). Die EU-Kommission will die Forschung an embryonalen Stammzellen mit einer Milliardensumme fördern. Das berichten unter anderem die "Süddeutsche Zeitung", "Die Welt", die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" sowie die "Financial Times Deutschland" (Ausgaben vom 10. Juli). Wie die EU-Kommission am 9. Juli beschlossen hat, sollen Forschungsvorhaben aus Steuergeldern der EU-Mitgliedstaaten finanziert werden können, bei denen nicht mehr benötigte Embryonen aus künstlichen Befruchtungen, die vor dem 27. Juni 2002 eingefroren wurden, zu Forschungszwecken zerstört werden, um aus ihnen Stammzellen zu gewinnen. Die 15 EU-Mitgliedsstaaten sind in der Frage der Embryonenforschung gespalten. In fünf Ländern dürfen Stammzellen aus Embryonen gewonnen werden, die nach einer künstlichen Befruchtung nicht mehr benötigt werden. Das Verfahren erlauben Finnland, Griechenland, Grossbritannien, die Niederlande und Schweden. Sechs Länder verbieten diese Forschung mit überzähligen Embryonen ausdrücklich: Ausser Deutschland sind das Österreich, Dänemark, Frankreich, Irland und Spanien. In Belgien, Italien, Luxemburg und Portugal gibt es noch keine spezifischen Vorschriften zur Embryonen- und Stammzellforschung, die parlamentarische Diskussion ist allerdings in vollem Gang. Der Vorschlag von Forschungskommissar Busquin, der auch in der Kommission lange und heftig diskutiert wurde, wird als nächstes dem Parlament vorgelegt, das allerdings in dieser Entscheidung nur beratend tätig ist. Das letzte Wort haben die EU-Regierungen, die bis zum Jahresende entscheiden sollen. (mehr dazu: www.sueddeutsche.de; www.welt.de; www.faz.net; www.ftd.de)

 

Reaktionen auf Embryonen-Entscheid der EU-Kommission: "Inakzeptabel", "verheerend", "skandalös"

13.07.2003   Brüssel (ALfA). Die Entscheidung der EU-Kommission zur Forschung an embryonalen Stammzellen ist in Deutschland auf breite Kritik gestossen. Das berichtet unter anderen "Die Welt" (Ausgabe vom 11. Juli). Die Bundesregierung will laut der Zeitungsmeldung die beschlossene Regelung im EU-Ministerrat noch kippen. Es sei beispiellos, dass die Kommission Projekte unterstützten wolle, die gegen das geltende Recht in einzelnen EU-Staaten verstosse, gibt das Blatt Wolf-Michael Catenhusen, Staatssekretär im Bundesforschungsministerium, wieder. Deutschland werde gemeinsam mit Österreich seine Position vorbringen. Potentielle Verbündete seien auch Italien, Spanien, Portugal und Irland. Die deutsche Bundesärztekammer hat die Pläne der EU-Kommission scharf kritisiert. Das meldet die "Deutsche Presseagentur" (dpa) (9. Juli). Die Absicht, die Gewinnung von Stammzellen aus menschlichen Embryonen finanziell zu fördern, sei skandalös. "Hier werden die ethischen Bedenken gegen eine Forschung, die menschliches Leben verbraucht, völlig ignoriert", habe die Ärztekammer erklärt. Auch würden "leichtfertig unrealistische Heilsversprechungen" mit der embryonalen Stammzellforschung verbunden. Gegenüber der "Katholischen Nachrichtenagentur" (KNA) sagte der stellvertretende Hauptgeschäftsführer der Bundesärztekammer, Otmar Kloiber, das einzige, was mit dem Thema embryonale Stammzellen erfolgreich behandelt worden sei, seien die Börsenkurse der beteiligten Firmen. (mehr dazu: www.welt.de)

 

Widerstand im deutschen Bundestag gegen Förderung der Embryonenforschung durch die EU

13.07.2003   Der deutsche Bundestagspräsident Wolfgang Thierse sowie 170 Abgeordnete von SPD, CDU und Grünen habe die EU-Kommission in einem Protestbrief aufgefordert, auch in Zukunft keine Zuschüsse für die Forschung an menschlichen Embryonen zu genehmigen. Die EU-Kommission will im Widerspruch zu gesetzlichen Regelungen in verschiedenen EU-Staaten die Embryonenforschung fördern. Mittel aus Europas Forschungshaushalt, so Thierse, dürften nur für Zwecke verwendet werden, "die aus Sicht aller Mitgliedstaaten förderungsfähig sind", heisse es in dem Schreiben an Kommissions-Chef Prodi, so die "Süddeutsche Zeitung". Thierse plane, noch in dieser Woche im Bundestag einen fraktionsübergreifenden Antrag zu verabschieden, der sich insbesondere gegen EU-Mittel zur Forschung an neuen humanen Stammzellen wendet. Dieser Beschluss solle auch die Bundesregierung bei den anstehenden Verhandlungen im Brüsseler Ministerrat binden. Mehr dazu: www.sueddeutsche.de; www.welt.de; www.faz.net; www.berlinonline.de; www.die-tagespost.de
 

Pervers: Abgetriebene Föten sollen Mütter werden

13.07.2003   Madrid (ALfA). Frauen, die eine künstliche Befruchtung vornehmen lassen wollen, können eventuell bald auf Eizellen zurückgreifen, die aus dem Gewebe abgetriebener Föten gewonnen wurden. Das berichtet die britische Zeitung "Telegraph" (Ausgabe vom 1. Juli). Ein Team israelischer und niederländischer Forscher habe in einem Experiment sieben abgetriebenen Kindern das Eierstock-Gewebe entnommen und im Labor vier Wochen lang kultiviert. Die die Eizellen produzierenden Follikel hätten sich normal entwickelt, allerdings sei noch nicht das Stadium erreicht worden, in dem sie gesunde Eizellen abgegeben hätten. Nun würden die Forscher versuchen, im Labor Bedingungen zu schaffen, unter denen die Follikel zum Eisprung gebracht werden könnten. "Wenn wir sie reifen lassen können, dann können sie für künstliche Befruchtungen genutzt werden", zitiert der "Telegraph" Tal Biron-Shental vom Meir Hospital in Kfar Saba, Israel, der an der Studie mitarbeitet. Zwar gebe es viele ethische Bedenken, doch solange keine endgültigen Forschungsergebnisse vorlägen, müsse auf diese keine Antwort gegeben werden. (mehr dazu: www.telegraph.co.uk)


Wieder eine ethische Schranke gefallen: Forscher stellen menschliche Chimären her

13.07.2003   Madrid (ALfA). Amerikanische Wissenschaftler haben menschliche Embryonen geschaffen, die halb weiblich und halb männlich sind. Das berichten "Die Welt" (Ausgabe vom 4. Juli) und die britische Tageszeitung "The Guardian" (Ausgabe vom 3. Juli). Die auf der Konferenz der europäischen Gesellschaft für menschliche Fortpflanzung und Embryologie (ESHRE) in Madrid vorgestellte Studie sei von einem Forscherteam um Norbert Gleicher am Center of Human Reproduction in Chicago und New York durchgeführt worden. Im Rahmen des Projektes hätten die Wissenschaftler 21 drei Tage alten weiblichen Embryonen bis zu je drei männliche Zellen männlicher Embryonen injektiert. 12 dieser Chimären hätten sich normal entwickelt. Dabei sei festgestellt worden, dass sich die männlichen Zellen über den gesamten Embryo verteilten. Anhand des Y-Chromosoms hätte man sie leicht unterscheiden können. Nach sechs Tagen seien die Embryonen getötet worden, so die Zeitungen. Norbert Gleicher habe erklärt, man hätte mit dieser Arbeit das Prinzip der Zelltransplantation überprüfen wollen - mit einem positiven Ergebnis. Denn mit Hilfe dieser Technik könnten Paare in Zukunft gesunde Kinder bekommen, obwohl sie vielleicht ein Risiko für eine Erbkrankheit besässen, die durch ein Gen verursacht werde. Gesunde Zellen sollten dann die Funktion krankhaft veränderter Zellen in einem Embryo übernehmen. Noch sei die Methode aber nicht reif für die klinische Anwendung, so der Forscher.^(mehr dazu: www.welt.de; www.guradian.co.uk)
 

Abtreibung light: "Pille danach" in Deutschland bald rezeptfrei?

13.07.2003   Berlin (ALfA). Laut Empfehlung des Sachverständigenausschusses für Verschreibungspflicht kann die "Pille danach" rezeptfrei verkauft werden. Das berichtet "die tageszeitung" (Ausgabe vom 8.7.2003). Dies entspräche der Praxis in vielen EU-Ländern. Der empfohlene Wechsel in die Verschreibungsfreiheit gründe vor allem auf der Annahme, dass die jüngste Generation der "Pille danach" medizinisch praktisch unbedenklich sei. "Der Hormonhaushalt wird nur kurzfristig geringfügig beeinflusst", zitiert das Blatt Ulrich Hagemann vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArm). Der Sprecher des bayerischen Gesundheitsministeriums, Christoph Spindler, habe allerdings gefordert, dass "noch eine Reihe von Fragen geklärt" werden müssten, etwa, ob Frauen das Präparat ohne ärztliche Beratung sicher benutzen könnten. "Hier spielt auch der Aspekt Lebensschutz eine Rolle", zitiert die taz Spindler. Das Präparat soll zwölf bis 72 Stunden nach dem Geschlechtsverkehr eingenommen werden und verhindert die Einnistung des Embryos in die Gebärmutter. (mehr dazu: www.taz.de)
 

Deutsche CDU/CSU will Paragraphen 218 ändern und Spätabtreibungen reduzieren

13.07.2003   Berlin (ALfA). Die Union will den Paragraphen 218 beim Thema Spätabtreibungen ändern. Das melden die "Süddeutsche Zeitung" sowie die "Westdeutsche Allgemeine" (Ausgaben vom 4. Juli). Damit solle die Zahl der Abtreibungen nach der 22. Schwangerschaftswoche "deutlich" gesenkt werden. Der Gesetzgeber sei angesichts der "unerträglich grossen Zahl" von Spätabtreibungen zur Nachbesserung des Gesetzes verpflichtet, habe der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Wolfgang Bosbach das Vorhaben begründet. Ein entsprechender Antrag solle im Herbst von der Fraktion verabschiedet werden. In ihrem Antrag schlage die Union vor, den Paragraphen 218a um die Formulierung zu ergänzen, dass "ein embryopathischen Befund allein" als Begründung einer medizinischen Indikation nicht ausreiche, so die "Süddeutsche". Auch solle eine Beratungspflicht fuer die Schwangere eingeführt werden. So müsse es vor und nach der Pränataldiagnostik eine Pflicht zur medizinischen und psycho-sozialen Beratung geben. Zum anderen müsse eine spezielle Fortbildung der Berater eingeführt werden. Auch sollten Ärzte besser vor Schadenersatz-Ansprüchen geschützt werden, wenn ein behindertes Kind geboren werde. Aus Angst vor Klagen rieten sie in einigen Fällen zur Abtreibung, heisse es in einer am 3. Juli veröffentlichten Erklärung. Die CDU hat bereits eine Gesetzesinitiative mit fast gleichem Wortlaut in den Bundestag eingebracht. Diese scheiterte jedoch im vergangenen Jahr an der rot-grünen Mehrheit. (mehr dazu: www.sueddeutsche.de; www.waz.de)

 

Neunstündiger Überlebenskampf ohne ärztliche Hilfe: Tim wird sechs Jahre alt

13.07.2003   Tim aus Oldenburg, der 1997 wegen Down-Syndrom abgetrieben werden sollte, seine Abtreibung jedoch überlebte, wird am 5. Juli sechs Jahre alt. Daran erinnert die Aktion "Tim-lebt", eine Kampagne der Stiftung Ja zum Leben, in einer Mitteilung an die Presse vom 3. Juli. Der Fall Tim hatte bundesweit für Aufsehen gesorgt, da man ihn neun Stunden nach seiner versuchten Abtreibung nahezu unversorgt hatte liegen lassen. Die Verfahren wegen versuchter Tötung durch Unterlassen sowie der Verdacht auf Körperverletzung wurden mittlerweile von der Staatsanwaltschaft Oldenburg eingestellt. Als "widersprüchlich" und "nicht haltbar" betrachtet Dr. med. Claudia Kaminski, Sprecherin der Kampagne "Tim-lebt", die im Einstellungsbescheid aufgeführten medizinischen Gutachten: "Es ist völlig spekulativ und in keiner Weise belegt", dass Tim wegen Unterkühlung überlebt habe, wenn "gleichzeitig im ärztlichen Gutachten sogar dargelegt wird, dass Massnahmen wie Inkubator, Wärmestrahler für Frühgeborene unumgänglich sind!" Gesichert sei dagegen, dass Unterkühlung ein signifikant höheres Infektionsrisiko durch die damit verbundene Unterdrückung der körpereigenen Abwehr mit sich bringe. Ebenso erscheine die Argumentation zur Schmerzempfindung absolut fadenscheinig. "Die vorliegende Argumentation ist nicht stichhaltig", so Kaminski. "Jeder Anästhesist weiss, dass Hypnose und Analgesie zwei verschiedene Komponenten der Narkose sind. Man kann daher nicht davon ausgehen, dass Tim tatsächlich keine Schmerzen empfunden hat." Schon 1991 habe die Bundesärztekammer Richtlinien herausgegeben, die eine vollständige Anästhesie bei Spätabtreibungen empfehlen.

Tims Schicksal mache auf dramatische Weise auf die völlig unzureichende Abtreibungsgesetzgebung in Deutschland aufmerksam, erklärte die Ärztin. Tim sei bei weitem kein Einzelfall. Allein im vergangenen Jahr seien 188 Spätabtreibungen beim Statistischen Bundesamt gemeldet worden; die Dunkelziffer liege nach Einschätzung von Fachleuten jedoch weitaus höher. Durch den stetig ausgeweiteten Einsatz der Pränataldiagnostik sei mit einem weiteren Anstieg zu rechnen. "Hinzu kommt, dass die "Kind-als-Schaden-Urteile" deutscher Gerichte Ärzte dazu bringen werden, im Zweifel lieber zur Abtreibung zu raten, als die Gefahr einer Unterhaltszahlung für ein behindertes Kind auf sich zu nehmen", fürchtet Kaminski, die auch Vorsitzende des Bundesverbandes Lebensrecht (BVL) und der Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA) ist. www.tim-lebt.de (Quelle: ALfA-Newsletter vom 04.07.2003)
 

Kritik an Natürlicher Familienplanung (NFP) unberechtigt
Neuen Entdeckungen zur Ovulation nach Meinung von Experten weder neu noch schlüssig. Kritik an NFP nur durch Unkenntnis moderner Methoden zu erklären.

13.07.2003   Wissenschaftler und Ovulationsexperten haben, wie kath.net berichtet,  ihre Überraschung über das große Medieninteresse an den “bahnbrechenden” Untersuchungen der Universität von Saskatchewan zum Ausdruck gebracht. Die Wissenschaftler von Saskatchewan, unter der Leitung von Dr. Roger Pierson, hatten kürzlich mit einer „Entdeckung„ zu Unregelmäßigkeiten im Ovulationszyklus aufhorchen lassen, die erkläre warum Natürliche Familienplanung keine hohe Sicherheit erreichen könne. Die Studie wurde im Journal Fertility and Sterility publiziert. Eine Gruppe von Experten warf Pierson grobe Unkenntnis moderner NFP-Methoden vor, da dieser seine Untersuchungen auf die veraltete Rhythmusmethode bezogen hatte, statt auf moderne Varianten nach Billings oder anderen Medizinern. Diese Methoden würden nicht von einem stabilen Zyklus abhängig sein, weil sie mehrere Faktoren in Betracht ziehen. Die Kritik an NFP sei daher unberechtigt. Weiters habe eine Vielzahl von unabhängigen Studien eine Sicherheit von 99 Prozent etwa der Billingsmethode bestätigt. Auch in China wurden nach Schulungen ähnliche Resultate erzielt. Dort wird diese Methode laut Angaben der Expertengruppe von 2,686,400 Paaren erfolgreich angewandt.
 

Behindertes Vergewaltigungsopfer darf Baby austragen
Pro-Life-Gouverneur beantragt Vormund für das ungeborene Kind. Die Frau ist im sechsten Monat schwanger.

29.06.2003   Orlando/Florida (LifeNews.com) Eine behinderte Frau aus Florida, die in den Akten den Decknamen J.D.S. führt und mehrmals Opfer von Vergewaltigungen wurde, darf ihr Baby austragen. Der Grund für das Zustandekommen einer solchen Entscheidung war die Beantragung eines Vormundes für das Baby durch den Pro-Life Gouverneur Jeb Bush. Die Frau ist bereits im sechsten Monat schwanger. Es wäre das Beste für sie, das Kind auszutragen, erklärte der Vormund von J.D.S., Patti Jarrell. Medizinische Untersuchungen haben gezeigt, dass Mutter und Kind kerngesund sind. Für Pro-Life-Gruppen ist diese Entscheidung ein Grund zum Jubel. Diese Frau wurde bereits durch die Vergewaltigungen zum Opfer, und wir sind sehr froh darüber, dass sie es nicht noch ein zweites Mal durch die Abtreibung wird, meinte Robin Hoffman von der Lebensschutzorganisation Right to Life.
 

Alter Eid, neu gesprochen: Finnlands Ärzte fürchten belgische Verhältnisse

28.06.2003   Helsinki (ALfA). In Finnland schwören Ärzte seit kurzem wieder ihren traditionellen Eid, [traditioneller Eid des Hippokrates] "in jedem Fall und unter allen Umständen" zum Wohle des Patienten zu handeln, auch wenn dies zu Konflikten mit den Gesetzen führen könne. Das meldet das "Deutsche Ärzteblatt" (Online-Ausgabe vom 25. Juni). Die finnischen Ärzte würden offenbar fürchten, dass der Gesetzgeber neue Gesetze, etwa bezüglich der Sterbehilfe, erlassen könnte, die mit dem ärztlichen Heilauftrag in Widerspruch stünden, so die Zeitung. Als Beispiel werde Belgien angeführt, wo aktive Sterbehilfe in bestimmten Fällen nicht länger verboten sei. "Die finnischen Ärzte haben eindeutig Angst davor, vom Gesetzgeber gezwungen zu werden, Behandlungen durchzuführen, die sie mit ihrem Berufseid und mit ihren ethischen Grundsätzen nicht vereinbaren können", zitiert das Blatt einen Sprecher des finnischen Ärzteverbandes. Im traditionellen ärztlichen Eid, der in Finnland in den vergangenen Jahren mehr und mehr in den Hintergrund gedrängt wurde, heisst es unter anderem: "Ich werde meine beruflichen Fähigkeiten unter keinen Umständen - auch nicht unter Androhung von Strafe - dazu einsetzen, um gegen die ärztliche Berufsethik zu verstossen." (mehr dazu: www.aerzteblatt.de)
 

Deutschland: Es fehlt eine klare Definition des Embryos

Biopatente unter Dauerkritik

28.06.2003   Berlin (ALfA). Die stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Maria Böhmer, Professorin für Pädagogik an der Pädagogischen Hochschule in Heidelberg, hat die Verabschiedung des Gesetzentwurfs zur Umsetzung der EG-Biopatentrichtlinie in das deutsche Patentrecht durch das Bundeskabinett begrüsst. In einer Pressemitteilung (26. Juni) heisst es, nun sei zu hoffen, dass bald die Beratungen im Bundestag beginnen könnten. Die Richtlinie bringe rechtliche Klarheit für die deutsche Technologiebranche. Sie ziehe aber auch die notwendigen ethischen Grenzen, indem sie klarstelle, was nicht patentiert werden solle und dürfe. Dadurch könne die Richtlinie dazu beitragen, den Missbrauch und die Kommerzialisierung des menschlichen Körpers zu verhindern. Parallel zur Umsetzung der Richtlinie in nationales Recht forderte Böhmer die Bundesregierung auf, die Weiterentwicklung der Richtlinie auf europäischer Ebene voranzutreiben. Die Richtlinie müsse in Teilen sprachlich und inhaltlich präzisiert werden. Das Patentierungsverbot für die kommerzielle oder industrielle Verwendung menschlicher Embryonen sei zwar zu begrüssen, aber es fehle unter anderem eine klare Definition des Embryos. Auch die Regelung zur Patentierbarkeit des menschlichen Körpers bzw. seiner Bestandteile müsse deutlicher gefasst werden. Kritik an der EU-Biopatentrichtlinie haben vor allem die Bundestag-Enquete-Kommissionen für Bio-Ethik und für Globalisierung geäussert. Auch die Bundesärztekammer, Misereor und Greenpeace appellierten jüngst in einer gemeinsamen "Erklärung von Berlin" an die Bundesregierung, Patente auf Leben zu verbieten (vgl. ALfA-Newsletter vom 13. Juni).
 

Nicht noch ein Opfer: Richter verbietet vergewaltigter Frau Kindstötung

28.06.2003   Washington (ALfA). Im US-Staat Florida hat ein Richter angeordnet, dass eine geistig behinderte Frau, die nach einer Vergewaltigung schwanger geworden ist, ihr Kind nicht abtreiben darf. Das berichten der "Spiegel" (Online-Ausgabe vom 26. Juni) sowie "die tageszeitung" (Ausgabe vom 27. Juni). Die 22-Jährige sei in einer staatlichen Anstalt in Florida vergewaltigt worden und nun im sechsten Monat schwanger. Der Fall hat nach Darstellung des "Spiegel" für nationales Aufsehen gesorgt, als sich Floridas Gouverneur Jeb Bush, der Bruder des amerikanischen Präsidenten, persönlich einmischte. Der Gouverneur habe einen Vormund für das Ungeborene gefordert. Dessen Recht auf Leben habe Vorrang vor dem verbrecherischen Hintergrund. Befürworter des Rechts auf Abtreibung hätten die Forderungen Bushs als Versuch kritisiert, eine Abtreibung von vorneherein auszuschliessen. Wie der "Spiegel" weiter schreibt, habe im vergangenen Monat ein Richter in Miami in einem ähnlichen Fall eine Abtreibung angeordnet. Die Betroffene sei ebenfalls behindert gewesen und in ihrem Pflegeheim vergewaltigt worden. (mehr dazu: www.spiegel.de; www.taz.de)
 

Neues Gynäkologen-Papier kritisiert § 218-Missstände

Wende zu einer lebensfreundlicheren Abtreibungspolitik in Deutschland?

28.06.2003   Berlin (ALfA). Die Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA) hat begrüsst, dass die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) ein Positionspapier erarbeitet hat, das "Anstösse" zu der von der ALfA seit langem geforderten Reform des Paragraphen 218 geben will sowie nach Ansicht der ALfA einige Forderungen enthält, die in die richtige Richtung weisen. Das erklärte die Bundesvorsitzende der ALfA, Claudia Kaminski, in einer Mitteilung an die Presse (26. Juni). Auf einer Fachtagung in Berlin hatten die Vertreter der Frauenärzte in Deutschland am 24. Juni ein entsprechendes Papier mit Handlungsempfehlungen für den Gesetzgeber vorgelegt. Wie "Die Welt" (Ausgabe vom 24. Juni), die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (Ausgabe vom 25. Juni) sowie "Die Tagespost" (Ausgabe vom 26. Juni) berichten, forderte die DGGG den Gesetzgeber auf, auf "schwerwiegende Probleme" im Zusammenhang mit Abtreibungen nach Pränataldiagnostik zu reagieren.

"Als wichtige Verbesserung, deren Bedeutung nicht unterschätzt werden sollte, betrachtet die ALfA die Forderung der DGGG, dass die Beratung der Schwangeren über Risiken, Grenzen und die möglichen Folgen einer pränatalen Diagnostik bereits vor der ersten Ultraschalluntersuchung erfolgen soll, und dass das "Recht auf Nichtwissen" der schwangeren Frau zu respektieren ist", erklärte die Bundesvorsitzende der ALfA. Schwangere, die das Screening ablehnen, weil sie in ihrem Wunsch, das Kind so anzunehmen wie es ist, bestärkt statt geschwächt werden wollen, verdienten Hochachtung und dürften nicht diskriminiert werden. "Aus der Praxis wissen wir, dass hier Vieles im Argen liegt. So kommt es immer wieder vor, dass Ärzte Frauen, die kein Screening wollen, mit Unverständnis begegnen und unter Druck setzen, der bis zur Ablehnung der Betreuung ihrer Patientinnen reichen kann", so Kaminski weiter. (mehr dazu: www.alfa-ev.de; www.lebenshilfe.de; www.dggg.de; www.welt.de; www.faz.net; www.die-tagespost.de)
 

Deutsche Gynäkologen: Weigerungsrecht des Klinikpersonals, an Abtreibungen mitzuwirken

28.06.2003   Die im neuen Gynäkologen-Papier geforderte Klarstellung des Weigerungsrechts des Klinikpersonals, an Abtreibungen mitzuwirken, werde von der ALfA begrüsst. Ausnahmen, wie sie DGGG vorschlägt, würden von der ALfA jedoch abgelehnt. "Auch die Forderung der DGGG, die Lebensfähigkeit des Kindes ausserhalb des Mutterleibes als Grenze für die Abtreibung festzusetzen, um so die Zahl der Spätabtreibungen zu reduzieren, begrüsst die ALfA als Schritt in die richtige Richtung", so die ALfA-Bundesvorsitzende. Dies dürfe jedoch nicht zur Wiedereinführung einer embryopathischen Indikation führen, die mit Art. 3 Abs. 3 Satz 2 GG unvereinbar wäre. Darüber hinaus dürfe nicht in Vergessenheit geraten, dass jede Abtreibung eine rechtswidrige Tat darstelle, die das ungeborene Kind seines Rechts auf Leben beraube. Staat und Gesellschaft dürften daher nicht eher ruhen, bis Art. 2 Abs 2 GG überall zum Tragen komme. Auch die Bundesvereinigung Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung hat in einer Pressemitteilung die Initiative der DGGG begrüsst. "Die Lebenshilfe kritisiert bereits seit langem die fehlerhafte Interpretation des im Jahr 1995 neu konzipierten Paragraphen 218a Absatz 2 StGB", erklärte der Bundesvorsitzende Robert Antretter. Es sei an der Zeit, das Thema sowohl in der breiten Öffentlichkeit als auch im Parlament zu diskutieren. In diesem Sinne sei die Initiative der Gynäkologen ein positives Signal. Nunmehr sei der Deutsche Bundestag gefordert, Fragen der Spätabtreibung und der Pränataldiagnostik auf den Prüfstand zu stellen. (mehr dazu: www.alfa-ev.de; www.lebenshilfe.de; www.dggg.de; www.welt.de; www.faz.net; www.die-tagespost.de)
 

Los Angeles: Tod nach Abtreibung

Die Familie der Frau klagt die Organisation "Planned Parenthood". Der behandelnde Arzt habe rücksichtslos und nachlässig gearbeitet, heißt es in der Klage. Mehr unter http://www.kath.net/detail.php?id=5436
 

Kondom schützt nur in neun von zehn Fällen gegen AIDS

25.06.2003   New York (LifeSiteNews) In einem Bericht der Vereinten Nationen vom Dienstag wurde die Sicherheit von Kondomen im Kampf gegen AIDS mit 90 Prozent angeführt. Schon früher wurden von anderen Organisationen Studien veröffentlicht, die davor warnten, dass das Kondom nur in jedem zweiten Fall einen Schutz gegen das HI-Virus darstelle. Die neueste Untersuchung der UNO, die dieses Problem nun ebenfalls erkennt, ist für viele Aktivisten und Bevölkerungskontrolleure ein Schlag ins Gesicht, preisen sie doch in Afrika und anderen Entwicklungsländern Kondome als zu 100 Prozent sicher an. Erfolgreich im Kampf gegen Immunkrankheiten war allerdings bis dato nur das AIDS-Bekämpfungsprogramm Ugandas, das die Jugendlichen zu Abstinenz und Treue aufforderte.
 

Polnische Justiz verplombte Container auf Abtreibungsschiff
Erst müsse die Rechtslage überprüft werden, ehe das Schiff wieder auslaufen kann, kündigte die Staatsanwaltschaft an.

24.06.2003   Polens Justizbehörden haben den Operationscontainer des im Hafen von Wladislawowo festgemachten Abtreibungsschiffes Langenort vorläufig verplombt. Das meldet die Frankfurter Rundschau am Dienstag. An Bord des Schiffes, das von der niederländischen Organisation Women on Waves betrieben wird, sollen schwangere Frauen Abtreibungen vornehmen lassen können. Die polnische Staatsanwaltschaft kündigte an, erst die Rechtslage zu überprüfen, ehe das Schiff wieder auslaufen könne. Women on Waves plant, bis 5. Juli in Polen zu bleiben.
 

Schweizer Forschung an Embryonalen Stammzellen: Basler Appell fordert Verzicht

23.06.2003   Gleich auf mehreren Ebenen werden derzeit Gesetze ausgearbeitet und revidiert. Der Basler Appell gegen Gentechnologie klinkt sich wo immer möglich mit Vernehmlassungen ein. Hier finden Sie eine Zusammenstellung der aktuellen «Gesetzes-Baustelle». Ebenso hat die Vereinigung einen äusserst lesenswerten Vernehmlassungstext  zum Entwurf des Embryonenforschungsgesetzes ausgearbeitet. www.baslerappell.ch

 

Niederländisches Abtreibungsschiff nimmt Kurs auf Polen

21.06.2003   Zwei Wochen lang werden auf dem Schiff Abtreibungen mit der "Pille danach" vorgenommen. http://www.kath.net/detail.php?id=5382

 

US-Gerichtsurteil zur Legalisierung der Abtreibung neu aufgerollt

20.06.2003   „Wir werden unsere Babies zurückbekommen", sagte Norma McCorvey alias Jane Roe, mitverantwortlich für die Legalisierung der Abtreibung in den USA. Sie will eine Revision des Gerichtsurteils. Mehr unter http://www.kath.net/detail.php?id=5380

 

Brüssel will deutsche Steuergelder in Embryonen-Forschung stecken

20.06.2002   Ein noch unter Verschluss gehaltener Gesetzesvorschlag der EU-Kommission sorgt für Aufregung. Kritik kommt von CDU / CSU. Mehr unter http://www.kath.net/detail.php?id=5378
 

Schweiz liegt bei Häufigkeit von Sterbehilfe an der Spitze

18.06.2003  Bei sieben von zehn schwer Erkrankten in der Deutschschweiz wird gemäss SDA in irgend einer Form Sterbehilfe geleistet. Gemäss einer internationalen Vergleichsstudie liegt die Schweiz damit an der Spitze. Erstmals wurden in der Schweiz und in fünf weiteren europäischen Ländern repräsentative Vergleichsstudien zur Häufigkeit der verschiedenen Formen von Sterbehilfe durchgeführt. In der Deutschschweiz wertete die Uni Zürich rund 3000 Todesfälle aus. Bei zwei Drittel der untersuchten Fälle wurde in sieben von zehn Fällen der Todeszeitpunkt von Ärzten beeinflusst. Diesen Anteil wertete Georg Bosshard vom Institut für Rechtsmedizin als "überraschend hoch". Gemessen an allen 3000 untersuchten Fällen liegt die Schweiz mit 52 Prozent Sterbehilfe-Entscheidungen an der Spitze. Überdurchschnittlich oft wird in der Schweiz die "passive Sterbehilfe" angewandt, nämlich in 27,7 Prozent der untersuchten Todesfälle. Bei der legalen passiven Sterbehilfe wird auf lebenserhaltende Massnahmen verzichtet. Im Mittelfeld (22,1 Prozent) liegt die Schweiz bei der zweithäufigsten Sterbehilfeform, der "indirekten aktiven Sterbehilfe". Dabei wird mit der Abgabe von starken Medikamenten gegen das Leiden ein früherer Tod in Kauf genommen. Die passive und die indirekte aktive Sterbehilfe sind in allen untersuchten Ländern legal. Nur in der Schweiz allerdings gibt es die "Suizidhilfe". Sie wird von Sterbehilfeorganisationen ausgeübt, die ein tödliches Medikament bereitstellen, das der Patient selbst einnimmt. Die Studie fördert schliesslich zu Tage, dass auch die nicht legale aktive Sterbehilfe bei uns Realität ist: An jährlich 400 Patienten (0,7 Prozent) verabreichen Ärzte tödliche Medikamente. Damit rangiert die aktive Sterbehilfe noch vor der Suizidbeihilfe.


Politiker fordern Euthanasie in allen belgischen Spitälern
16.06.2003   Sie üben Druck auf katholische Krankenhäuser in Belgien aus, die keine Beihilfe zur Selbsttötung zulassen wollen. http://www.kath.net/detail.php?id=5343

Medizinische Behandlung älterer Menschen laut Studien ungenügend

11.06.2003   Pflegebedürftige ältere Personen erhalten laut Studien oft keine angemessene medizinische Behandlung. Mit neuen Richtlinien und Empfehlungen will die Schweizerische Akademie der Medizinischen Wissenschaften (SAMW) dagegen ankämpfen. In der Schweiz leben rund 120 000 pflegebedürftige ältere Menschen. Viele von ihnen würden unterbehandelt, schreibt die SAMW. Die Schmerztherapie sei ungenügend, die Rehabilitation unzureichend und die medikamentöse Behandlung nicht angemessen. Heute werde gefordert, dass bei alten Menschen keine "unnötigen Massnahmen" durchgeführt würden. Studien zeigten jedoch, dass oft auf notwendige Massnahmen verzichtet werde. Kostendruck und gesellschaftliche Vorurteile verstärkten das Problem. Es gehe um die Würde betagter Menschen, sagte SAMW-Präsident Werner Stauffacher in Bern an einer Medienkonferenz zu den neuen Richtlinien. Er wies auf die mit der demographischen Entwicklung zunehmende Relevanz der Thematik hin: Heute leben in der Schweiz 300 000 über 80-Jährige. Um 2050 werden es mehr als 700 000 sein. Die Richtlinien sollen Ärzten und Pflegenden eine Hilfe für Entscheidungen in schwierigen Situationen sein. Ausserdem sollen sie die Rahmenbedingungen für eine gute Behandlung aufzeigen. Die Empfehlungen richten sich an Institutionen der Langzeitbetreuung. Sie seien nicht kostenneutral, hielt Stauffacher fest.


Studien: Wer abtreibt, lebt kürzer

08.06.2003   Verschiedene internationale Studien über Todesfälle haben ergeben, dass kürzer lebt, wer abtreibt. Das Augsburger Magazin "Lebensforum" berichtete davon. Nach Studien finnischer Forscher ist das Risiko für Frauen, nach einer Abtreibung innerhalb eines Jahres zu sterben, um 76% höher als bei anderen gleichaltrigen Frauen, die nicht schwanger wurden, und 3,5 mal so hoch wie bei Frauen, die ein Kind austrugen. 27% der Frauen, die innerhalb eines Jahres nach einer Abtreibung starben, nahmen sich das Leben. Diese Rate sei siebenmal höher als bei Frauen, die ein Kind zur Welt brachten. Eine britische Studie kommt zu ähnlichen Ergebnissen. Von 1000 Frauen, die abgetrieben haben, begingen 8,1 Selbstmord. Bei Frauen, die ihre Schwangerschaft regulär beendeten, waren es 1,9. Auch bei tödlichen Unfällen nehmen Frauen, die abgetrieben haben, einen Spitzenplatz ein. Sie sterben innerhalb eines Jahres doppelt so häufig wie andere Frauen und fast viermal so oft wie Frauen mit neugeborenen Kindern. Sie gehen 80% häufiger zum Arzt und nehmen um 180% häufiger psychologische Hilfe in Anspruch. Kanadische und amerikanische Wissenschaftler bestätigen diese Ergebnisse. Anscheinend seien Frauen mit Säuglingen vorsichtiger und vermieden unnötige Risiken. Frauen, die abgetrieben haben, seien risikobereiter und vielfach alkohol- und drogenabhängig. Nach Ansicht des "Lebensforums" sollten solche Erkenntnisse stärker berücksichtigt werden, wenn über steigende Kosten im Gesundheitswesen diskutiert wird. Das Magazin ist erhältlich mit einem E-Mail an  lebenszeichen@alfa-ev.de (Quelle: "Jugend & Familie" Nr.4, April 2003)

 

Neue Studie: Kinder von Raucherinnen verhaltensgestört

07.06.2003   Providence (ALfA). Rauchen schadet nicht nur der Gesundheit der Mutter, sondern auch der des ungeborenen Kindes. Das berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (Ausgabe vom 3. Juni) unter Berufung auf die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift "Pediatrics". Ein Forscherteam um Karen Law von der Brown University in Providense/Rhode Island hätte 56 Neugeborene untersucht. Bei den Kindern, deren Mütter in der Schwangerschaft geraucht hätten, seien unterschiedliche Auffälligkeiten im Verhalten zu beobachten gewesen. Die Kinder seien reizbarer, unruhiger und verkrampfter gewesen und hätten einer grösseren Zuwendung bedurft als die Kinder, die von Nichtraucherinnen geboren worden seien. Diese Symptome würden denen ähneln, die aufträten, wenn Schwangere illegale Drogen wie Heroin und Crack konsumierten. In früheren Studien sei bereits der Zusammenhang zwischen Rauchen und verringertem Geburtsgewicht festgestellt worden, so die Zeitung. 10 Zigaretten pro Tag seien damals als Schwelle ermittelt worden. Dagegen hätten sich die jetzt beobachteten Verhaltensauffälligkeiten schon nach einem Konsum von sechs bis sieben Zigaretten täglich gezeigt. Je höher die Konzentration eines Nikotin-Abbauproduktes (Cotinin) im Speichel der Mütter gewesen sei, desto auffälliger seien die Symptome ihrer Kinder gewesen. (mehr dazu: www.faz.net)

 

USA: Auch Repräsentantenhaus für Verbot von Teilgeburtsabtreibung
07.06.2003   Damit ist der Weg für ein Spätabtreibungsverbot frei - Die Zustimmung von US-Präsident George W. Bush ist sicher. Mehr unter http://www.kath.net/detail.php?id=5280
 

Die als "vorbildlich" gelobte Ein-Kind-Politik in China: Der tägliche Horror in den Geburtskliniken

05.06.2003   Für die letzten fünf Monate haben Forscher des bekannten US-amerikanischen "Population Research Institute" schockierende Praktiken bei Zwangsabtreibungen der Einkindpolitik Chinas in Erfahrung gebracht. Sie haben umfangreiche Interviews mit Beamten und Ärzten durchgeführt, welche mit dieser Politik beschäftigt waren und haben auch eine Reihe interne Regierungsdokumente erfaßt. Aus ihren Erkenntnissen hier einige fast unglaublich anmutende Auszüge:

Ein ehemaliger chinesischer Beamter, jetzt in den USA lebend, wusste zu berichten, dass in Provinzkrankenhäusern häufig Babys getötet würden. Das geschah so, dass die Krankenschwester das Baby sogleich nach der Geburt in Empfang nahm und es in einen mit Wasser gefüllten Abfalleimer tauchte, um es zu ertränken. Nach Ansicht eines anderen chinesischen Arztes opfert die Gesundheitsbürokratie Chinas regelmäßig Kinder dieser Einkindpolitik. Gemäss diesem Zeugen werden die Neugeborenen von der Gynäkologie oder vom Geburtshilfekrankenhaus zurückbehalten. Wenn das Kind geboren ist, nimmt die Krankenschwester es sofort weg, ohne dass seine Mutter es sehen kann und informiert sie nicht, ob das Kind lebend oder tot zur Welt gekommen sei.

Ein dritter Arzt berichtete, daß Kindstötungen in China als Teil der Einkindpolitik durchgeführt werde, damit die "Zellen" [des Babys] durch Chirurgie in Patienten für experimentelle Behandlung von Diabetes eingebracht werden können. Experimentelle Verfahren werden auch für Parkinsonpatienten angewandt, denen man Gewebe von Neugeborenen einspritze. Es gebe Krankenschwestern, die täglich nichts anderes zu tun hätten als diese Behandlungen durchzuführen. Häufig würden die Babies schreien. Er habe dies alles mit eigenen Augen während einiger Zeit gesehen, bezeugte der Arzt. Wenn Organe des Kindes erforderlich seien, entnehme der Chirurg sie dem Baby. Die Krankenschwester setze den Kopf des Kindes in den Wassereimer, darauf würden die Organe und Zellen herausgenommen. Die leblosen Körper würden dann in Dampfkessel geworfen, um sie zu verbrennen. (Quelle: Population Research Institute, Weekly Briefing vom 04.06.2003)

 

Chinas schockierenden Ein-Kind-Politik-Praktiken sind keine Entgleisungen übereifriger Beamter

05.06.2003   Chinas Antwort auf die Reports obiger Horrormeldungen, wenn das Regime sie nicht insgesamt bestreitet, besagt, daß sie bloß lokale Abweichungen von der nationalen Politik seien. Dennoch hielten die Zeugen der PRI-Befragungen einmütig daran fest, daß diese Praktiken Teil und Paket der nationalen Politik seien. Alle Krankenhäuser und Abtreibungs-Services in China sind abhängig von dem, was ein Zeuge "das gleiche nationale Programm" benannte, das heute Zwangsbtreibungen und unfreiwillige Sterilisationen ohne Aweichung einschliesse . Zwangsabtreibung und unfreiwillige Sterilisation werden gemäß einer Reihe von Codewörtern durchgeführt wie die 'zugelassene Ausbildung' [ der Kinder ] und das 'Verbindungsalter' [der Männer und der Frauen] bewahren. Familienplanung ist 'grundlegende nationale Politik', und das Ministerium der Gesundheit
hält eine führende administrative Rolle inne für das Durchführen des Bevölkerungsprogramms Chinas und verbreitet dieses mit der Familienplanungskommission. (Quelle: Population Research Institute, Weekly Briefing vom 04.06.2003)

 

Die UNO-Bevölkerungsentwicklungs-Organisation UNFPA blendet Chinas grausame Wirklichkeit aus

06.06.2003   Was hat es also mit dem UNFPA-Anspruch auf sich, seine von ihr unterstützten "vorbildlichen Familienplanungsregionen" seien frei von solchen Mißbräuchen ? Medizinische Beamte gaben gegenüber dem "Population Research Institute" an, daß Chinas erzwungenes Bevölkerungsprogramm in allen Regionen angewendet werde, ohne Ausnahme für sogenannte "vorbildliche Programme der UNFPA". Spezifisch fragten die Reporter einen älteren Gesundheitsbeamten, ob die zentralen Regelungen, die Chinas Einkindpolitik erzwingen, alle Provinzen, Regionen und Städte innerhalb der Volksrepublik China umfassen, einschließlich der "vorbildlichen Regionen UNFPA". Die Antwort: "Ja selbstverständlich. Unbedingt!"

Dieses wird weiter erhärtet durch eine Reihe vertrauliche Dokumente -- jetzt im PRI-Besitz -- vor kurzem herausgegeben durch Chinas zentrale Behörde, die Einbettung der Einkindpolitik betreffend. Eines dieser Dokumente beschäftigt spezifisch "technische Services für geplante Geburten " -- das heißt inklusive Abtreibungen, Sterilisationen und empfängnisverhütende Verfahren -- und läßt keinen Zweifel, dass jede/r (angefangen von den Krankenhäusern und medizinischem Personal bis nach unten zu den gewöhnlichen Einzelpersonen) aufgefordert ist, diese Richtlinien einzuhalten. Jene, welche sie unterlaufen, werden bestraft, erklärt das Dokument und fährt fort, eine ausführliche Liste von Strafen zu spezifizieren, welche aus Zuwiderhandlungen folgen. Dieses und andere Dokumente geben ausdrücklich an, daß sie überall "innerhalb der Grenzen der Volksrepublik China" anwendbar seien. Nirgendwo wird eine Ausnahme für die UNFPA erwähnt. (Quelle: Population Research Institute, Weekly Briefing vom 04.06.2003)
 


Schwangerschaftsabbrüche im Teenageralter: Grossbritannien ist Spitzenreiter

Auch Zahlen aus Rumänien und Deutschland sind besorgniserregend

05.06.2003   In Europa seien die Häufigkeit von Teenagerschwangerschaften und die Probleme, die sich für die Betroffenen aus einer ungewollten Schwangerschaft ergeben, mit denen in Afrika, Asien oder Amerika in vielerlei Hinsicht nicht zu vergleichen, so eine neuere Studie der deutschen Universität Landau über Teenager-Schwangerschaftsabbrüche in Europa. Trotzdem seien auch auf dem europäischen Kontinent seit längerem Länder zu beobachten, die bei der Anzahl ungeplanter Schwangerschaften und legaler Schwangerschaftsabbrüche im Kindes‑ und Jugendalter traurige Rekorde aufwiesen. Meistens tue sich die Politik dieser Staaten schwer, die häufigsten Ursachen zu erkennen und Strategien für eine Problemlösung zu entwickeln. Großbritannien ist das Land, das zwischen 1996 und 2000 jedes Jahr die höchste Zahl von Abbrüchen bei den Teenagern sowohl bei den unter 15‑Jährigen als auch bei den 15‑ bis 19­Jährigen aufzuweisen hat. Insgesamt am höchsten sind die gemeldeten Abtreibungen bei den jungen Frauen zwischen 15 und 19 Jahren. Nach Großbritannien sind auch die Angaben von Rumänien und Deutschland beachtlich. Während sich in dem osteuropäischen Land eine langsame Verringerung der hohen Zahlen anbahnt, wächst die Zahl der legalen Abbrüche in der Bundesrepublik Deutschland in dem angegebenen Zeitraum kontinuierlich. Die Schwangerschaftsabbruchzahlen fallen in den einzelnen untersuchten Ländern höchst unterschiedlich aus. Dafür ist nicht nur die Bevölkerungszahl eines Landes allein verantwortlich zu machen. Auch reicht als Interpretationsrahmen, gegebenenfalls die verschiedenen Größen der Altersjahrgänge für eine hinreichende Begründung heranzuziehen, nicht aus.  (Quelle: "Schwangerschaftsabbrüche bei Teenagern im europäischen Vergleich", Studie von Prof. Dr. Norbert Kluge, Forschungsstelle für Sexualwissenschaft und Sexualpädagogik, Universität Landau, August-Croissant-Str. 5, 76829 Landau, Homepage: http://fss.uni-landau.de )

 

«Die amtlichen Abtreibungszahlen sind weiterhin mit Vorsicht zu geniessen»

05.06.2003   War es schon nicht möglich, Eurostat‑Daten zu den Geburtenzahlen junger Frauen im Kindes­ und Jugendalter in den EU‑Staaten und den Beitrittsländern zu erhalten, so ergibt sich für die offiziell gemeldeten Schwangerschaftsabbruchzahlen bzw. -raten Probleme, die mit der Meldung der Angaben zusammenhängen. Fachleute gehen seit längerem davon aus, dass die häufig von Gesetzen zur Meldung verpflichteten Ärztinnen und Ärzte nicht alle vorgenommenen Abbrüche an die amtlichen Stellen zuverlässig weitergeben. Hinzu kommt eine weitere Schwierigkeit: In nicht wenigen Ländern sind die gesetzlichen Voraussetzungen für eine Abtreibung unterschiedlich geregelt. Ob sie dann noch in aller erwarteten Konsequenz angewendet werden, wird von zahlreichen Kritikern bezweifelt. Schließlich geben zu wenig Statistiken der Länder Auskunft darüber, ob die Frauen, bei denen der Eingriff vorgenommen worden ist, ausschließlich „Landeskinder“, also aus dem eigenen Land stammen, oder eigens aus dem (benachbarten) Ausland angereist waren. Die Vorbehalte gegenüber den amtlichen Statistiken, von denen nur einige Gründe genannt wurden, sind daher berechtigt und infolgedessen ernst zu nehmen (vgl. hierzu: Eser/Koch 1988‑1998, Bührer-Dinkel/Geinoz 2002). Da des Weiteren von hohen Dunkelziffern bei Schwangerschaftsabbrüchen auszugehen ist, können die amtlichen Zahlen nicht die ganze Wirklichkeit der vorgenommenen Abtreibungen eines Landes widerspiegeln. (Quelle: "Schwangerschaftsabbrüche bei Teenagern im europäischen Vergleich", Studie von Prof. Dr. Norbert Kluge, Forschungsstelle für Sexualwissenschaft und Sexualpädagogik, Universität Landau, August-Croissant-Str. 5, 76829 Landau, Homepage: http://fss.uni-landau.de )

 

Europäisches Parlament: Anstieg der Teenie-Schwangerschaftsabbrüche in den EU-Ländern

"Vorzeigeland" Holland mit besorgniserregender Zunahme

05.06.2003   Wie einem Bericht des Europäischen Parlaments vom 2.4.2002 zu entnehmen ist, steigt die Rate bei Schwangerschaftsabbrüchen im Teenageralter zwischen 15 und 19 Jahren in den EU‑Staaten weiter an. Sie liegt momentan zwischen 12 und 25 pro 1.000 Mädchen dieser Altersstufe. „Die wenigsten Raten finden sich in den Niederlanden und in Belgien [In den Niederlanden erscheinen die häufigen Frühabtreibungen mit der "Pille danach" nicht in den Statistiken; Anmerkung der Redaktion]; die Mittelgruppe bilden Deutschland, Frankreich, Finnland und Dänemark, und die höchsten Raten weisen Schweden, Italien sowie England und Wales auf“. Beachtlich ist auch der Anstieg der Schwangerschaftsabbruchrate bei den 15‑ bis 19‑Jährigen in den Niederlanden, wenn sie sich auf über 9 von 1.000 Teenagern im Jahre 2000 erhöht hat (vgl. Bührer‑Dinkel/Geinoz 2000, S. 11). (Quelle: "Schwangerschaftsabbrüche bei Teenagern im europäischen Vergleich", Studie von Prof. Dr. Norbert Kluge, Forschungsstelle für Sexualwissenschaft und Sexualpädagogik, Universität Landau, August-Croissant-Str. 5, 76829 Landau, Homepage: http://fss.uni-landau.de )

 

Deutschland: Schwangerschaftsabbrüche bei Mädchen unter 15 Jahren nehmen auffallend zu

 In Ungarn dagegen kontinuierlicher Rückgang zwischen 1996 und 2000

05.06.2003   Beim folgenden Vergleich der Schwangerschaftsabbrüche bei Teenagern bis zum 19. Lebensjahr einschließlich beziehen wir uns auf die aktuellen Daten von Eurostat. Es handelt sich um die Eingriffe, die in den einzelnen Ländern nach den jeweiligen gesetzlichen Bestimmungen durchgeführt worden sind. Es konnten bei dieser Auswertung auch nur die Länder der EU‑Staaten und -Beitrittsländer herangezogen werden, deren Angaben zwischen 1996 und 2000 nicht mehr als eine Jahreslücke aufwiesen. Diesmal wird – nach den Vorgaben – zwischen Mädchen bis unter 15 Jahren sowie zwischen 15 und 19 Jahre alten Jugendlichen unterschieden. Bei diesem Ländervergleich weist Großbritannien mit Abstand die höchsten Abbruchzahlen in diesem Altersbereich aus. Sie liegen in dem angegebenen Zeitraum zwischen elfhundert und eintausendzweihundert vorgenommenen Abtreibungen. Die niedrigsten Angaben finden wir bei den Mädchen dieser Altersstufe in Finnland und der Tschechischen Republik. Hier liegen die gemeldeten Abbruchzahlen alle unter einhundert Eingriffen. Nach Großbritannien folgen Rumänien (fünfhundert bis siebenhundert) und Deutschland (dreihundert bis sechshundert). Im Mittelfeld sind Schweden (einhundert bis sechshundert), Ungarn (einhundert bis dreihundert) und Spanien (einhundert bis zweihundert) angesiedelt. Vergegenwärtigt man sich die Daten der beiden zuletzt angegebenen Jahre, dann fällt auf, dass nur in Deutschland die Zahl der Abtreibungen bei den unter Fünfzehnjährigen zugenommen hat. Für Spanien trifft diese Aussage zu, wenn man die Jahre 1998 und 1999 miteinander vergleicht. In beiden EU‑Mitgliedsländern ist der Anstieg zwischen 1996 und 2000 als kontinuierlich zu bezeichnen. Im selben Zeitraum ist die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche in Ungarn von 256 (1996) auf 160 (2000) kontinuierlich zurückgegangen. (Quelle: "Schwangerschaftsabbrüche bei Teenagern im europäischen Vergleich", Studie von Prof. Dr. Norbert Kluge, Forschungsstelle für Sexualwissenschaft und Sexualpädagogik, Universität Landau, August-Croissant-Str. 5, 76829 Landau, Homepage: http://fss.uni-landau.de )

 

Zahlreiche Schwangerschaftsabbrüche bei Teenagern zwischen 15 und 19 Jahren

Zahlen aus acht ausgewählten europäischen Ländern

05.06.2003   Bei der Mädchengruppe, die etwas älter als die erste, aber z.T. noch minderjährig oder bereits zwei Jahre volljährig ist, sind die gemeldeten Abortzahlen wesentlich höher. Auch bei dieser älteren Teenagergruppe weisen Großbritannien und Rumänien die höchsten Schwangerschaftsabbruchzahlen im Vergleich der genannten Länder auf. In den Jahren zwischen 1996 und 2000 wurden in Großbritannien zwischen fünfunddreißig Tausend und über vierzig Tausend, in Rumänien zwischen neunzehn Tausend und über fünfunddreißig Tausend Abbrüche auf dieser Altersstufe amtlich registriert. Während sich bei den Briten die Abbruchzahl in den drei zuletzt angegebenen Jahren bei etwa vierzig Tausend eingependelt hat, zeichnet sich bei Rumänien seit 1996 ein nicht zu übersehender Abwärtstrend ab, der in den letzten drei Jahren (1998‑2000) bei ungefähr zwanzig Tausend legalen Abtreibungen liegt. Ebenso ist bei den anderen osteuropäischen Ländern das Sinken der jährlichen Schwangerschaftsabbruchraten dieser Altersgruppe festzustellen: in Ungarn von ca. elf Tausend auf etwas mehr als sieben Tausend, in der Tschechischen Republik von ungefähr fünf Tausend auf knapp drei Tausend. Angaben über steigende Schwangerschaftsabbruchzahlen findet man über Großbritannien hinaus in Finnland, Schweden, Spanien und Deutschland, in den vier zuletzt genannten Staaten sogar kontinuierlich. In der Bundesrepublik Deutschland ist für 2001 eine weitere Steigerung der Abortzahl auf 16.453 vom Statistischen Bundesamt bekanntgegeben worden. Schaut man sich die Abbruchzahlen – wie bei der ersten Mädchengruppe – der Jahre 1999 und 2000 an, so liegt eine Erhöhung bei fünf Ländern vor: Deutschland, Finnland, Großbritannien, Schweden und Spanien. In den drei osteuropäischen Staaten, Rumänien, Ungarn und der Tschechischen Republik, ist demgegenüber ein beachtlicher Rückgang festzustellen. Auch bei der Gesamtbetrachtung der Schwangerschaftsabbrüche in dem Jahr, in dem die aktuellen Daten aller ausgewählten Länder vorliegen, ist Großbritannien das Land mit der höchsten Zahl im Teenageralter (vgl. hierzu auch Kluge 2000). Etwa um die Hälfte weniger Abtreibungen sind in Rumänien vorgenommen worden. Ebenso liegt Deutschland noch mit mehr als vierzehn Tausend Abbrüchen in der oberen Mittelgruppe. Es folgen Spanien und Ungarn mit annähernd gleicher Abtreibungszahl. Schweden und die Tschechische Republik unterscheiden sich um etwa ein Tausend Abbrüche. Schließlich hat Finnland als das Land mit den vergleichsweise wenigsten Einwohnern die geringste Zahl von Abtreibungen im Jugendalter aufzuweisen. (Quelle: "Schwangerschaftsabbrüche bei Teenagern im europäischen Vergleich", Studie von Prof. Dr. Norbert Kluge, Forschungsstelle für Sexualwissenschaft und Sexualpädagogik, Universität Landau, August-Croissant-Str. 5, 76829 Landau, Homepage: http://fss.uni-landau.de )

 

Tausend rote Luftballon-Herzen erinnern an abgetriebene Kinder
05.06.2003   KALEB-Geschäftsführer: Auch durch Massenabtreibungen bricht Sozialsystem zusammen. http://www.kath.net/detail.php?id=5268

 

Deutschland: 730% mehr Spätabtreibungen innert zwei Jahren - Politiker sehen Handlungsbedarf

04.06.2003   Im Sommer 1997 überlebte ein kleiner deutscher Junge, Tim, seine eigene Abtreibung. Wegen eines genetischen Defektes - Trisomie 21, Down-Syndrom - hatten sich die Eltern in der 25. Schwangerschaftswoche für eine Abtreibung entschieden. Tim aber kam lebend zur Welt und wurde (laut FOCUS) 10 Stunden lang unversorgt liegengelassen. Erst dann leiteten die Ärzte der Städtischen Kliniken Oldenburg die medizinische Behandlung ein. Im Januar 1998 stellten die Eltern des Kindes Strafanzeige und verklagten die Ärzte auf Schadensersatz für sich und das Kind, da Sie nicht über das "Risiko" aufgeklärt worden seien, daß ihr Sohn überleben könnte. Das "Oldenburger Baby" ist kein Einzelfall. Experten sprechen davon, daß bei Abtreibungen nach der 20. Woche etwa jedes dritte Kind lebend zur Welt kommt. Um das zu verhindern, gehen viele Mediziner heute "auf Nummer sicher": Sie töten das Kind vor der Geburtseinleitung mit Prostaglandinen noch im Mutterleib durch eine tödliche Kaliumchlorid-Injektion ins Herz.

Deutsche Ärzteverbände fordern seit 1997 einen verbesserten gesetzlichen Schutz und ein Verbot der Abtreibung lebensfähiger Kinder, denn seit der Novellierung des § 218 im Juni 1995 ist ein deutlicher Anstieg sehr später Abtreibungen zu verzeichnen. Waren es 1994 "lediglich" 26, so stieg die Anzahl der Abtreibungen nach der 23. Woche seither kontinuierlich. 1996 wurden 159 und 1997 bereits 190 Abtreibungen überlebensfähiger Kinder registriert. Das entspricht einer Zunahme der Abtreibungen bis zur Geburt um 730% - nur zwei Jahre nach der letzten Neuregelung des Abtreibungsstrafrechts! Ist dies nur die Spitze des Eisbergs? Laut Frank Montgomery, dem Vorsitzenden des Marburger Bundes, sind es sogar 800 Kinder, die jedes Jahr nach der 20. Schwangerschaftswoche getötet werden. Seit dem "Oldenburger Fall" wächst die Kritik an der Tötung der außerhalb des Mutterleibes überlebensfähigen Kinder. Nicht nur in der Fachpresse wird das Thema ausführlich diskutiert, seit Januar 1998 zeigt sich auch die Politik durchaus reformbereit: Die SPD signalisierte nach Bekanntwerden vom Tims überlebter Abtreibung Gesprächsbereitschaft. Bundestagsabgeordnete wie Bundesfamilienministerin a.D. Claudia Nolte (CDU), Staatssekretär a.D. Manfred Carstens (CDU), Hubert Hüppe (CDU) und Norbert Geis (CSU) fordern nachdrücklich eine Neufassung des § 218. Die gesundheitspolitische Sprecherin von Bündnis 90/Die Grünen, Katrin Göring-Eckardt, sieht dringend Handlungsbedarf.  http://www.tim-lebt.de

 

Mehrheit der US-Amerikaner meint, Abtreibung ist moralisch falsch
04.06.2003   Die Ergebnisse der jährlich durchgeführten Gallup-Studie zur Abtreibung zeigen einen leichten Trend zugunsten des Lebensschutzes. Mehr unter http://www.kath.net/detail.php?id=5261
 

2. Juni 2003: Ein Jahr Fristenlösung in der Schweiz - Schweizerische Hilfe für Mutter und Kind macht auf den Krieg im eigenen Land aufmerksam.
Fristenlösung verschärft 'demographische Katastrophe'

02.06.2003, Basel  Genau ein Jahr nach dem Fristenlösungsentscheid in der Schweiz warnt die Schweizerische Hilfe für Mutter und Kind (SHMK), dass die Fristenlösung zur demographischen Katastrophe beitrage. Es gebe keinen echten Frieden auf dieser Welt ohne Respekt vor dem Leben, heißt es in einer Presseaussendung. Abtreibung ist und bleibe ein himmelschreiendes Unrecht und könne niemals zum Freiheitsrecht erklärt werden. Die Friedensnobelpreisträgerin Mutter Teresa von Kalkutta habe den Mut gehabt, den Politikern zu sagen: "Der größte Zerstörer des Friedens ist heute der Schrei des unschuldigen, ungeborenen Kindes. Wenn wir es akzeptieren, dass eine Mutter ihr eigenes Kind in ihrem Schoß beseitigen kann, was für ein schlimmeres Verbrechen bleibt uns dann noch, als wenn wir uns gegenseitig umbringen?" Heute sei es scheinbar einfacher, sich über den Krieg im fernen Irak zu empören als über das Unrecht im eigenen Land, kritisiert die SHMK. Gegen diesen Krieg im eigenen Land gehen nicht Tausende auf die Strasse oder hängen regenbogenfarbene Fahnen an ihre Fenster. Bundespräsident Pascal Couchepin habe kürzlich vor einer demografischen Zeitbombe gewarnt. Die Fristenlösung hilft mit Sicherheit nicht, diese Zeitbombe zu entschärfen, betonen die Lebensschützer. Die demografische Katastrophe sei hausgemacht. Allein die Abtreibungen hätten in den letzten dreißig Jahren in unserem Land rund eine halbe Million Menschen dahingerafft. Die Folgen dieser verantwortungslosen Politik werden die nächsten Generationen in aller Härte zu spüren bekommen. Mehr Mut zum Kind wünscht die SHMK allen Bürgerinnen und Bürgern. Mütter in Not bedürfen der Hilfe und nicht des vermeintlichen Rechts, ihre eigenen Kinder zu töten. Dazu sei die Solidarität eines jeden Einzelnen gefordert, im persönlichen Umkreis, durch finanzielle Gaben, durch eine gelebte Werthaltung, welche die Verbindung zwischen der Frau und dem neuen Leben verteidigt. (Quelle: http://195.141.248.101/mamma/index.asp?lng=d&DH=1  )

Man vergleiche dazu auch   Das Anliegen des Lebensschutzes und die Regelung des Schwangerschaftsabbruchs


Mutter tötet Neugeborenes: Haftstrafe von drei Jahre und neun Monaten

31.05.2003   Karlsruhe (ALfA). Das Karlsruher Landgericht hat eine 30-jaehrige Rumänin zu drei Jahren und neun Monaten Haft verurteilt, weil sie ihr Baby nach der Geburt getötet hatte. Das berichten die "Stuttgarter Nachrichten" (Ausgabe vom 27. Mai). Die Mutter eines siebenjährigen Jungen habe die Schwangerschaft verheimlicht und sei von einer Frühgeburt im siebten Monat überrascht worden. Auf der Toilette habe sie einen Jungen zur Welt gebracht, den sie offenbar in Panik erstickte. Den leblosen Körper habe sie in einer Plastiktüte verpackt tagelang im Schrank ihres Zimmers versteckt. Gutachter hätten ihr im Prozess verminderte Schuldfähigkeit zum Zeitpunkt der Tat bescheinigt, so die Zeitung.  In seinem Plädoyer habe der Anwalt darauf hingewiesen, die vorzeitige Geburt habe die in einer finanziellen Notlage lebende Frau in eine Ausnahmesituation gebracht. Das Gericht wertete diese Umstände nur bedingt strafmildernd. Für die Frau habe keine "Zwangslage" bestanden. Es habe die Möglichkeit einer Abtreibung gegeben. (mehr dazu: www.stuttgarter-nachrichten.de)

Wo sind die Menschen, die den Mut haben, sogenannte "Rechtsparagraphen" einmal grundsätzlich zu überdenken und sich die ehrliche Frage zuzumuten, ob und wie sich der so unterschiedlich gehandhabte Lebensschutz kurz vor und kurz nach der Geburt rechtfertigen lässt? Viele ZeitgenossInnen scheinen die Konsequenzen aus dieser einfachen Überlegung noch zu scheuen, und Richter verschanzen sich peinlich berührt hinter den Scheuklappen ihrer Gesetze.

 

Zensur beim Kirchentag: 'Aktion Leben' fliegt raus
31.05.2003   Grund: Fotos mit abgetriebenen Kindern dürfen nicht gezeigt werden. Mehr unter http://www.kath.net/detail.php?id=5236

Es erstaunt immer wieder: Bilder, die Gewalt zeigen, sind allüberall in Medien präsent und werden von immer jüngeren Menschen konsumiert. Sogar die Darstellung von Kriegsopfern wird heute grossmehrheitlich toleriert als Anklage gegen den Krieg. Ein einziges, fast schon alttestamentlich zu bezeichnendes Bilder-Verbot wird von unserer toleranten und säkularen Gesellschaft in fundamentalistischem Affekt hoch und heilig gehalten, jenes Tabu nämlich, die von niemandem bestrittene alltägliche Gewalt gegenüber ungeborenen Kindern öffentlich zu zeigen. Warum erträgt es unsere Gesellschaft nicht, in den eigenen Spiegel zu blicken? Warum ertragen wir es, die Fotos ausgemergelter oder getöteter Naziopfer anzuschauen? Vermutlich, weil wir die Verantwortung leicht auf die Schergen des Dritten Reiches abschieben können. Bei den Fotos abgetriebener Föten ist unsere Zivilisation mit der eigenen Verantwortung konfrontiert. Irgendwelche 'Wohltäter' argumentieren dann nur zu gerne, betroffene Frauen müssten vor 'falschen Schuldgefühlen' geschützt werden. Dabei sind genau jene Frauen (und die involvierten Männer) die Opfer dieses unehrlichen Verhaltens.


Humane Alternative: Ärztetag will Palliativmedizin und Schmerztherapie fördern

31.05.2003   Köln (ALfA). Der 106. Deutsche Ärztetag hat darauf hingewiesen, dass auch unheilbar kranke Menschen ihr Leben bis zuletzt als lebenswert empfinden, wenn sie professionell betreut werden, Zuwendung erfahren und nicht alleine gelassen werden. In einer Mitteilung an die Presse heisst es, durch eine gute Kontrolle der körperlichen Symptome würden viele Menschen in einer ausweglosen Lage neuen Lebensmut und die Kraft zum Weiterleben fassen. Unter dem Eindruck der Euthanasie-Gesetzgebung in den Niederlanden und Belgien sprachen sich die Ärzte dafür aus, die Palliativmedizin und Schmerztherapie zu fördern und zu stärken. Zudem bekräftigten sie ihre Ablehnung der aktiven Sterbehilfe und Hilfe zur Selbsttötung, die sie als unethisch und unärztlich betrachten. In ihrer Rede machte Dr. Ursula Auerswald, Vizepräsidentin der Bundesärztekammer, darauf aufmerksam, dass es in Deutschland sowohl in der Bevölkerung als auch innerhalb der Ärzteschaft eine Tendenz gebe, aktiver Sterbehilfe zuzustimmen. "Studien belegen, dass dies häufig aus Unkenntnis über die Möglichkeiten der Palliativmedizin erfolgt", so Auerswald. Der Ärztetag kritisierte, dass das neue Vergütungssystem in den Krankenhäusern nach diagnosebezogenen Fallpauschalen (DRG) die Palliativmedizin nicht sachgerecht abbilden könne und den Betrieb von Palliativstationen gefährde. Um die hohe Versorgungsqualität Schwerkranker und Sterbender zu erhalten, forderte der Ärztetag, die DRG-Systematik für den stationären Bereich zu ändern oder eine Sonderregelung für die adäquate Finanzierung der Palliativmedizin am Krankenhaus zu finden. "Die Behandlung und Betreuung von todkranken Menschen muss frei sein von ökonomischen Erwägungen. Dies Menschen brauchen unser ganzes ärztliches Können, unsere Zuwendung und Mitmenschlichkeit", erklärte Frau Auerswald. Daneben fordern die Ärztevertreter auch die Anerkennung der Palliativmedizin als Querschnittsbereich in der Approbationsordnung und mögliches Wahlfach für die Zulassung zur ärztlichen Prüfung. (Quelle: ALfA-Newsletter vom 30.05.2003)
 

Ärzte fordern EU-Kommission und Regierung auf Klonverbot nicht weiter unterlaufen

31.05.2003   Köln (ALfA). Der 106. Deutsche Ärztetag, der vom 10. -  23. Mai in Köln stattfand, hat die Ablehnung des reproduktiven und des so genannten therapeutischen Klonens von Menschen durch den Deutschen Bundestag und das Europäische Parlament begrüsst. Die Bundesregierung wie die Europäische Kommission forderte der Deutsche Ärztetag auf, die von ihren Parlamenten geäusserte Ablehnung gegen das reproduktive und das "therapeutische" Klonen nicht weiter zu unterlaufen, zu relativieren oder in Frage zu stellen. Es sei an der Zeit, dass sowohl die Bundesregierung als auch EU-Gremien eine konsequente Haltung gegen das Klonen von Menschen einnähmen, heisst es im Beschlussprotokoll. Die Bundesregierung und die EU-Kommissionen drückten sich um eine klare Positionsbestimmung herum und verhinderten somit auf der internationalen Ebene das Zustandekommen eines internationalen Bannes gegen das Klonen. (mehr dazu: www.bundesaerztekammer.de)
 

EU-Kommissar Nielson lässt Lebensschützer überwachen
22.05.2003   Eine Sonderarbeitsgruppe der Europäischen Union, lanciert von Kommissar Poul Nielson, überwacht künftig Initiativen für den Schutz des menschlichen Lebens. Mehr unter http://www.kath.net/detail.php?id=5155

Einen Musterbrief für ein Protestschreiben an EU-Kommissar Nielson (nur für Bürger aus EU-Ländern) gibt es unter www.euro-fam.org


Papst: Abtreibung ist das Erste, das den Frieden gefährdet
22.05.2003   Johannes Paul II. will 'neuen Feminismus' - Frauen müssten die Verbindung zwischen der Frau und dem Leben verteidigen und sollten nicht Männlichkeits-Vorbildern nachjagen. Mehr unter   http://www.kath.net/detail.php?id=5157

 

Wo ist da der Markt? Spermien aus Stammzellen gezüchtet

17.05.2003   Tokio (ALfA). Japanische Forscher haben Spermien aus embryonalen Stammzellen von Mäusen gezüchtet. Das berichtet das britische Wissenschaftsmagazin "New Scientist" (Ausgabe vom 10. Mai). Ein Team um Toshiaki Noce vom Mitsubishi-Kasei-Institut in Tokio habe aus embryonalen Stammzellen Vorstufen von Keimzellen gewonnen und diese ins Hodengewebe von Mäusen gepflanzt, so das Magazin. Diese Zellen seien innerhalb von drei Monaten zu normal aussehenden Spermien herangereift. Jetzt sei zu untersuchen, ob mit den aus Stammzellen gewonnenen Spermien und Eizellen gesunde Mäusejunge gezeugt werden könnten. Erst vergangene Woche hatte der deutsche Forscher Hans Schoeler an der University of Pennsylvania mitgeteilt, dass es ihm gelungen sei, embryonale Maus-Stammzellen in Eizellen umzuwandeln (vgl. ALfA-Newsletter vom 2. Mai). Gelaengen beide Verfahren auch beim Menschen, hätte das weitreichende Folgen fuer die Fortpflanzungsmedizin: Nicht nur Männer und Frauen, die keine Keimzellen bilden, könnten Nachwuchs im Reagenzglas zeugen. Auch schwule Paare oder sogar ein einzelner Mann könnten mithilfe einer Leihmutter Kinder haben.(mehr dazu: www.newscientist.com)


"Die leidfreie Gesellschaft ist ein Trugbild"

17.05.2003   Berlin (ALfA). Der Vorsitzende der neuen Enquete-Kommission des Bundestags, René Roespel, hat vor überzogenen Erwartungen an die Gentechnik gewarnt. In einem Interview mit den "Stuttgarter Nachrichten" (Ausgabe vom 5. Mai) sagte der SPD-Abgeordnete: "Wir werden nicht in der Lage sein, eine Gesellschaft ohne Leid zu erreichen." 95 Prozent aller Behinderungen entstünden erst nach der Geburt, etwa durch Unfall oder Krankheit. "Selbst wenn man alle gentechnischen Chancen nutzen würde, wäre dagegen letztlich nichts auszurichten. Die leidfreie Gesellschaft ist ein Trugbild", so Roespel. In dem Interview wiederholte der Enquete-Vorsitzende seine Forderung, dass die Forschung an embryonalen Stammzellen in Deutschland unterbunden werden müsse. Aus ethischen wie aus wissenschaftlichen Gründen halte er es für richtig, sich ausschliesslich auf die Forschung an adulten Stammzellen zu konzentrieren. (mehr dazu: www.stuttgarter-nachrichten.de)


Gepuscht: US-Staat Maryland will Stammzellforschung vorantreiben

17.05.2003   Bethesda (ALfA). In den USA wird verstärkt am Aufbau einer Infrastruktur für die Forschung mit humanen embryonalen Stammzellen gearbeitet. Das berichtet die "Ärzte Zeitung" (Ausgabe vom 9. Mai). Ziel des Programms sei vor allem, die Stammzellen zu standardisieren und zu diesem Zweck Forschungszentren zur Verfügung zu stellen. Die Nationalen Gesundheitsinstitute (NIH) in Bethesda im US-Staat Maryland seien dabei die treibende Kraft. Wie der Radiologe und NIH-Leiter Elias Zerhouni laut der Zeitung erklärte, solle das volle Potential, das in den humanen embryonalen Stammzellen stecke, für die Gesundheit der Menschen in den USA und der Welt genutzt werden. Ziel des Programms sei es auch, Informationen darüber zu verbreiten, wo überall auf der Welt Kurse zum optimalen Umgang mit diesen Stammzellen im Labor angeboten würden. (mehr dazu: www.aerztezeitung.de)


Wo sind all die Gehirne hin? Skandalöse Praktiken in Grossbritannien

17.05.2003   London (ALfA). Britische Ärzte haben in den vergangenen 30 Jahren fast 50.000 Patienten nach deren Tod ohne Einwilligung der Angehörigen die Gehirne entnommen. Das meldet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (Ausgabe vom 12. Mai) unter Berufung auf britische Medienberichte. Danach würden noch heute etwa 24.000 der zu Forschungszwecken entnommenen Gehirne in Krankenhäusern und Universitäten gelagert.^Die Witwe eines an Depressionen leidenden Mannes hatte die Untersuchung vor drei Jahren angestossen, nachdem sie dreizehn Jahre nach dem Selbstmord ihres Mannes erfahren hatte, dass ihm das Gehirn entnommen wurde. Nach britischem Recht dürfen Organe nach einer staatlich angeordneten Autopsie nur mit Zustimmung der Angehörigen entnommen werden. Gegen Ärzte, die dagegen verstossen, gibt es allerdings bisher keine Handhabe. Noch in diesem Sommer sollen die Bestimmungen verschärft werden. Bereits 1999 wurden in einem Liverpooler Krankenhaus 3500 tote Kinder und Babys entdeckt, denen man ohne Zustimmung der Eltern Herzen und andere Organe entnommen hatte. Den Eltern wurde Schadenersatz in Millionenhöhe zugesprochen. (mehr dazu: www.faz.net)


Gefordert: Chirac will internationale Rechtsordnung zur Bioethik

17.05.2003   Paris (ALfA). Der französische Staatspräsident Jacques Chirac hat eine internationale Bioethik-Konvention gefordert. Das meldet die "Katholische Nachrichtenagentur" (13. Mai). Nach Angaben seiner Sprecherin habe Chirac bei einer Begegnung mit Mitgliedern des Internationalen Bioethik-Komitees der UNESCO es für notwendig erklärt, eine verbindliche internationale Rechtsordnung zu schaffen. Vorschläge wolle er im Herbst bei der Generalversammlung der UNESCO vorlegen. Mit Blick auf das Klonen von Menschen sagte Chirac, es müsse verhindert werden, dass unverantwortliche Forscher Gesetzeslücken einiger Staaten ausnützten. Niemand dürfe eine Handlung vornehmen, die "einem Verbrechen gegen die Menschenwürde" gleichkommen würde. Zur Zeit reformiert Frankreich seine eigene Bioethik-Gesetzgebung. In dem vorliegenden, aber noch nicht beschlossenen Gesetzentwurf werden sowohl das reproduktive als auch das sogenannte therapeutische Klonen verboten.


"Rechtswidrig" - eine endlose Diskussion um einen widersprüchlichen Begriff

15.05.2003   Es ist in Deutschland eine Diskussion darüber entbrannt, ob die Abtreibung an den ungeborenen Kindern öffentlich als rechtswidrig bezeichnet werden darf. (Bundesverfassungsgericht, Urteil vom 28.5.1993 ). Da nicht alle deutschen Gerichte mit der Rechtsauffassung des BVG konform gehen, zeigt einmal mehr, daß das Bundesverfassungsgericht zu Wort kommen muß. Ist die Tötung eines unschuldigen, ungeborenen Menschen nach deutscher Rechtsauffassung nun:

Rechtswidrig = rechtmäßig, und erlaubt ?

Rechtswidrig = rechtmäßig, aber nicht erlaubt ?

Rechtswidrig = nicht rechtmäßig, aber erlaubt ?

Rechtswidrig = nicht rechtmäßig, und nicht erlaubt ?

Welcher Richter kann bei einem solchen Durcheinander qualifizierte, juristische Entscheidungen treffen ? Eine Palette widersprüchlicher Gerichtsurteile unter www.babycaust.de
 

Erfolg für Lebensrechtler: Frauenarzt treibt nicht mehr ab
Gynäkologe will sich nicht länger an den Pranger stellen lassen

15.05.2003   Karlsruhe (kath.net/idea/red) Nach massiven Protesten des Abtreibungsgegners Klaus Günter Annen (Weinheim bei Heidelberg) führt ein Frauenarzt keine Schwangerschaftsabbrüche mehr durch. Der Gynäkologe Volker Glatz (Neckargemünd bei Heidelberg) bestätigte gegenüber idea, daß er nach den Demonstrationen und Flugblattaktionen Annens nicht mehr abtreibe. Als Grund nannte er ein Urteil des Oberlandesgerichts Karlsruhe von Ende April, das dem Abtreibungsgegner ausdrücklich zugestanden habe, in dieser fundamentalen Frage durch seine Proteste eine “spürbare Kränkung” auszulösen. “Wegen drei Abbrüchen im Monat muß ich mich nicht an den Pranger stellen lassen”, so Glatz gegenüber idea. Er kritisierte, daß der Staat einerseits für Abtreibungen bezahle, andererseits ein Oberlandesgericht Schwangerschaftsabbrüche offenbar für so verwerflich halte, daß er sich als Arzt in seiner Ehre kränken lassen müsse. Unterdessen hat der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe Annens Beschwerde gegen einen Beschluß des Oberlandesgerichtes Stuttgart zurückgewiesen. Die Stuttgarter Richter hatten ihm untersagt, vor einer gynäkologischen Praxis in Heilbronn Handzettel zu verteilen, in denen es heißt: “Wußten Sie schon, daß in ... der Praxis von Dr. ... rechtswidrige Abtreibungen durchgeführt werden?” Der BGH argumentiert, Schwangerschaftsabbrüche seien zwar laut Gesetz rechtswidrig, die “außerkontextuelle Verwendung” dieses Wortes müsse sich aber am allgemeinen Sprachgebrauch messen lassen. Annen mache nicht deutlich, daß die Rechtswidrigkeit der Abtreibung nach der Beratungsregelung “ein legales, strafloses Handeln des Arztes nicht ausschließt”. In diesem Fall wögen die Persönlichkeitsrechte des Arztes schwerer als das Grundrecht auf Meinungsfreiheit. Scharfe Kritik an dem BGH-Beschluß übt Annens Rechtsanwalt Leo Lennartz (Euskirchen). Er verweist darauf, daß die Urteile übergeordneter Gerichte in Deutschland in dieser Frage immer widersprüchlicher würden. Die Oberlandesgerichte in Stuttgart und in Karlsruhe hätten in vergleichbaren Fällen völlig gegensätzlich entschieden. “Das allein beweist die Notwendigkeit der Zulässigkeit solcher Bemerkungen wie die meines Mandanten. Man muß sich auch ohne juristische Fachausbildung zu einem Thema äußern dürfen.” Das Kopfschütteln in der Öffentlichkeit werde immer größer. Lennartz kündigte eine Beschwerde gegen den BGH-Beschluß beim Bundesverfassungsgericht an. www.babycaust.de
 

Bayern: Fehlgeburten und abgetriebene Föten sollen bestattet werden
06.05.2003   Bislang wurden ungeborene Kinder mit dem Klinikmüll entsorgt. Das entspreche nicht der Würde des Menschen, sagte die stellvertretende CSU-Fraktionschefin Ingrid Fickler. http://www.kath.net/detail.php?id=5032

 

Ein ungewöhnlicher Dokumentarfilm “Mein kleines Kind” mit gefühlvollem Nein zur Abtreibung

30.04.2003   Eine Abtreibung wäre heute (leider) das Normale gewesen. Doch eine Filmemacherin – Katja Baumgarten (Hannover) – entscheidet sich dafür, ihren behinderten Sohn auszutragen. Ihr jetzt in ausgewählten Kinos gezeigter Film “Mein kleines Kind” erschüttert die Kritiker. Reglos liegt der neugeborene Martin Tim auf dem Bauch seiner Mutter. Sie hat dieses Kind ausgetragen, obwohl ihr nach einer Untersuchung in der 21. Schwangerschaftswoche vom Arzt schwere Fehlbildungen angekündigt worden waren. Katja Baumgarten, von Beruf Hebamme und Filmemacherin, hat sich gegen die Abtreibung entschieden und dem Kind eine Lebenschance gegeben. Die zweite Schwangerschaftshälfte bis hin zu den Stunden nach der Geburt hat sie zusammen mit der Kamerafrau Gisela Tuchtenhagen zu einem Dokumentarfilm verarbeitet. “Mein kleines Kind” heißt der 87minütige Streifen, der derzeit in ausgewählten Kinos gezeigt wird. Die Ultraschallbilder, die Kommentare der drei älteren Geschwister von Martin Tim, die ergreifenden Reflektionen der Mutter über ihre Situation lassen selbst hartgesottene Abtreibungsbefürworter nachdenklich werden. Es sei ein Film geworden, “der Überzeugungen erschüttern kann”, schreibt die Süddeutsche Zeitung (München). Die Kamera geht tief hinein in die Intimität der Familie. Sie zeigt die Geburt, das Blut, die Tränen. Der Vater des Kindes hat sich gleich zu Beginn der Schwangerschaft von Katja Baumgarten getrennt, weil er kein viertes Kind wollte. Sie kämpft allein und erntet nach der Diagnose Unverständnis, daß sie den Sohn nicht abtreiben läßt. Sie muß ihre Ärztin überreden, zur Hausgeburt zu kommen. Die Behinderungen sind so schwer, daß Katja Baumgarten ihr Kind erst gar nicht in die Hand von Spezialisten geben will. Sie hat Angst, daß der Knabe für “chirurgische Übungen” mißbraucht wird. Martin Tim stirbt wenige Stunden nach der Geburt. Ohne die Praxis der Spätabtreibungen explizit zu kritisieren, klagt dieser Film auf der Gefühlsebene laut dagegen, daß man in Deutschland ungeborene Kinder mit Behinderungen umbringt, anstatt sie einen natürlichen Tod sterben zu lassen. (idea) www.meinkleineskind.de 
 

Britische Pro-Life-Party: Kriegsopfer werden gezeigt, Abtreibung wird ignoriert

28.04.2003   Die Partei stellte sich hinter zwei Politiker, die ein Foto von einem 21 Wochen alten abgetriebenen Kind gezeigt hatten und festgenommen wurden. http://www.kath.net/detail.php?id=4984

 

Routineuntersuchungen: Schwangere oft unerwartet mit möglichen Behinderungen des Ungeborenen konfrontiert.

15.04.2003   Dies zeigt eine Studie, die ein Forschungsteam der Abteilung für Psychosoziale Medizin und der Klinik für Geburtshilfe am Universitätsspital Zürich zum vorgeburtlichen Ultraschall durchgeführt hat: Ein Drittel der Befragten gab an, im Rahmen der Untersuchung unvermittelt mit Fragen über die Fortführung oder den Abbruch der Schwangerschaft konfrontiert worden zu sein. Vor allem im Bereich der Kommunikation stellte das ForscherInnenteam grosse Defizite bei den untersuchenden ÄrztInnen fest. Die schwangeren Frauen und ihre Partner würden über die Risikoeinschätzung informiert. Weiterführende Untersuchungen und der Schwangerschaftsabbruch würden ihnen ohne ausreichende Gespräche empfohlen. Dadurch gerieten die Betroffenen unter Druck. Brigitta R. erinnert sich an das Gespräch mit einer der Hebammen über eine mögliche Fruchtwasserpunktion. Die Hebamme habe angedeutet, dass man bei positivem Testresultat – wenn das Kind also tatsächlich von Trisomie 21 betroffen wäre – «schon erwarte, dass die Schwangerschaft abgebrochen werde». Die vielen Testmöglichkeiten bringen auch die ÄrztInnen unter Druck. Aus dem Ausland sind bereits Gerichtsurteile bekannt, in denen Eltern von behinderten Kindern ihre ÄrztInnen angeklagt haben – weil diese die Behinderung nicht vor der Geburt festgestellt hatten. In der Schweiz ist ein Fall bekannt, bei dem einem Arzt mit Klage gedroht wurde (siehe WoZ Nr. 41/02). Aber auch wenn viel besser beraten wird, geraten werdende Eltern immer stärker unter Druck. Die zum Teil langen Wartezeiten zwischen dem Test und dem Testergebnis bringen die Betroffenen in eine widersprüchliche Situation: Bis das Resultat da ist, fühlen sich viele Frauen «schwanger mit Vorbehalten». Und wenn das Ungeborene dann mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer Krankheit oder einer Behinderung betroffen ist, müssen die werdenden Eltern über dessen Leben entscheiden. Je mehr Krankheiten und Fehlbildungen bereits im Mutterbauch diagnostizierbar sind, desto mehr wird ein behindertes Kind zur «Privatsache». «Es ist schon fast eine Monstrosität, wenn du in einer Zeit, in der man davon träumt, sich mit Hilfe der Genetik das Wunschkind zusammenzubauen, das Risiko eingehst, ein behindertes Kind auf die Welt zu stellen», sagt Brigitta R. Sie hat nach dem Ultraschallbefund nur noch den 1.-Trimester-Test gemacht, aufgrund dessen ihre Gynäkologin dann eine viel geringere Wahrscheinlichkeit für eine Trisomie 21 festgestellt hat. Die Fruchtwasserpunktion – die zwar eine sichere Diagnose liefern könnte, aber ein gewisses Risiko für das Ungeborene birgt – wollte Brigitta R. nicht machen. Die Vorstellung, dass man mit einer Nadel in der Nähe ihres ungeborenen Kindes herumhantiere, sei ihr unerträglich gewesen. Und zusammen mit ihrem Partner ist sie zum Schluss gekommen, dass sie in keinem Fall eine Abtreibung machen würde. (Quelle: http://www.woz.ch/wozhomepage/15j03/behindert15j03.htm )


Krankenversicherungen machen Druck auf Abtreibung von potentiell Behinderten

15.04.2003   In den USA müssen Frauen, die sich für eine Risikoschwangerschaft entscheiden, mit Repressionen seitens der Krankenversicherungen rechnen: Bevor diese ein ungeborenes Kind versichern, müssen die Eltern die Ergebnisse der vorgeburtlichen Tests vorlegen. Ist aus den Resultaten eine Krankheit oder eine Behinderung oder eine überdurchschnittlich hohe Wahrscheinlichkeit dafür ersichtlich, kann das Kind nicht oder nur mit hoher finanzieller Belastung versichert werden. In der Schweiz ist es dank dem staatlich vorgeschriebenen Grundversicherungs-Obligatorium noch nicht ganz so weit. Doch für die Zusatzversicherungen sind die vorgeburtlichen Tests bei einzelnen Krankenkassen bereits relevant. «Wenn die Eltern schon vor der Geburt eine halbprivate oder private Versicherungsdeckung abschliessen wollen, verlangen wir beim Arzt einen entsprechenden Untersuchungsbericht», sagt Nicole Graf von der Swica. Die Krankenkasse Concordia verlangt zwar keine Testergebnisse, bietet dafür aber für Ungeborene gar keine privaten oder halbprivaten Spitalversicherungen an. Dafür können die Eltern schon vor der Geburt diverse Zusatzversicherungen – wie beispielsweise die Alternativmedizin – abschliessen. «Ohne eine vorgängige Gesundheitsprüfung», wie Luise Leserri von der Concordia betont. Ist ein Kind erst mal auf der Welt und von einer Krankheit oder einer Behinderung betroffen, bietet auch die Concordia die Zusatzversicherungen nur unter Vorbehalten an. Unversichert anfallende Kosten – beispielsweise für Pflege oder Kuraufenthalte –, die in direktem Zusammenhang mit einem so genannten Geburtsgebrechen stehen, übernimmt die Invalidenversicherung.
Brigitta R. wollte ihr Kind vorsorglich bereits jetzt – zwei Monate vor dem Geburtstermin – bei einer Krankenkasse halbprivat versichern. Das ist aber nicht möglich. Und falls ihr Kind mit einer Behinderung zur Welt kommt, die viele Spitalaufenthalte nötig macht, wird sie es nie optimal versichern können. (Quelle: http://www.woz.ch/wozhomepage/15j03/behindert15j03.htm )

 

Kritik am Familienplanungsprogramm der UNFPA in China

Chinesische Behörden üben zunehmend Druck und physische Gewalt in Richtung Zwangsabtreibungen aus

11.04.2003   Der neue Report des US-State Department über die Menschenrechtssituation in China ("Country Reports on Human Rights Practices", veröffentlicht am 31. März 2003), wirft einen kritischen Blick auf die chinesische Ein-Kind-Politik und kritisiert den UN-Population Fund (UNFPA) für seine kontinuierliche Verwicklung in ein Programm, in dem Zwangsmethoden geläufig sind. Im Gegensatz zur UNFPA, welche von "Verbreitung freiwilliger Familienplanung" spricht, legt das State Department überzeugend dar, dass mehr noch als in den letzten Jahren Zwang ausgeübt wird. Als die UN-Unterorganisation ihr neuestes Programm von 15 Millionen US-Dollar für China (2003-2005) ankündete, rühmte sie sich damit, in 800 chinesischen Bezirken "freiwillige Familienplanung", einschliesslich des sogenannten "kundenorientierten Zugangs zu reproduktiver Gesundheit in hoher Qualität" ermöglicht zu haben. Der US-Jahresbericht über die Menschenrechte, der an den Kongreß geliefert wird, teilt diese Sicht nicht. Die chinesische Regierung setze ihre Politik der Beschränkung der Kinderzahl fort. In einer Provinz habe sich die Zahl der Zwangssterilisationen erheblich erhöht. In einer anderen Provinz gibt es laut Bericht Richtlinien, nach denen ungeplante Schwangerschaften sofort abgebrochen werden müssen. In wieder einer anderen Region werde von Seiten lokaler Familienplanungsbeamten physische Gewalt ausgeübt, um Zwangsabtreibungen durchzuführen. Die landesweit verbreiteten Zwangsmassnahmen umfassen laut dem Bericht die Drohung, man werde die Arbeitsstelle verlieren, Demütigung, Geldstrafen, psychischer Druck, Ausschluss von Sozialeinrichtungen, Beschlagnahmung und Zerstörung von Eigentum sowie Pression gegen örtliche Beamte und Arbeitseinheiten, um von verschiedenen Seiten her Druck auf Schwangere auszuüben. Vor allem ethnische Minderheiten stünden unter der starken Auflage, die Zahl ihrer Geburten nicht höher werden zu lassen als die Mehrheit der Han-Chinesen. (Quelle: Population Research Institute, Front Royal, VA USA http://www.pop.org)

Die Erkenntnisse dieses Berichts sind beunruhigend. In der schweizerischen Aussenpolitik nehmen die Beziehungen zu China einen zunehmenden Stellenwert ein. Dass die UNFPA unter dem Vorwand der Frauenemanzipation eine Entwicklung unterstützt, welche systematisch elementarste Menschenrechte verletzt, ist besorgniserregend. Die Schweiz hat mit dem UNO-Beitritt erklärt, sie wolle humanitären Rechten vermehrt Nachachtung verschaffen. Somit ist das EDA aufgefordert, in diesem Anliegen sowohl bei der UNO wie auch bei den zuständigen chinesischen Behörden vorstellig zu werden und gegebenenfalls mit geeigneten Massnahmen den Druck zu erhöhen mit dem Ziel, eine Verbesserung der Situation zu erreichen.

 

El Salvador: Neunjährige brachte gesunden Buben zur Welt
08.04.2003   Unterdessen geht die Debatte um die 9-jährige Rosa in Nicaragua weiter. Sie sei von Abtreibungslobbies benutzt worden, um Politik zu machen, kritisieren Lebensschützer. Mehr unter http://www.kath.net/detail.php?id=4843

 

16-Jährige wehrt sich gegen von Eltern geforderte Abtreibung
05.04.2003   Der Teenager ging nun vor Gericht. Sogar Abtreibungsbefürworter haben sich hinter das Mädchen gestellt, das ihr Baby gerne zur Welt bringen möchte. Mehr unter http://www.kath.net/detail.php?id=4807

 

Instrumentalisierung von Menschen erwünscht: Britische Behörde für Designer-Babys

04.04.2003   In Grossbritannien hat der Berufungsprozess gegen ein Urteil vom letzten Dezember begonnen, das Eltern untersagt hat, durch Präimplantationsdiagnostik ein Designer-Baby als Knochenmarkspender für den kranken Sohn auszuwählen. Das meldet "BBC News" (Online-Ausgabe vom 1. April). Der betroffene vierjährige Junge leidet an einer schweren und seltenen Blutkrankheit, die eine Knochenmarktransplantation erfordert. Ein geeigneter Spender wurde bis jetzt nicht gefunden. Die Eltern wollten daraufhin per Gerichtsbeschluss erreichen, künstlich Embryonen herstellen zu dürfen, um dann durch Gentests herauszufinden, welcher Embryo später für eine Knochenmarkspende infrage käme. Das Gericht hatte im Dezember den Antrag abgelehnt. Unterstützt werden die Eltern laut BBC vom "Amt für künstliche Befruchtung und Embryologie" (HFEA). Die Leiterin der Behörde, Suzi Leather, sagte, sie würden nicht nur für diese Familie in Berufung gehen, sondern auch für die anderen Familien, die ähnliches zu tragen hätten. Die den Jungen behandelnden Ärzte liessen unterdessen verlauten, dass allein in ihrer Klinik mindestens ein halbes Duzend vergleichbare Fälle in Behandlung seien.  (mehr dazu: www.news.bbc.co.uk)
 

Embryonen-Adoption: Kritiker bangen um Stammzellforschung

04.04.2003   New York (ALfA). Die Adoption von Embryonen wird in Amerika immer beliebter. Dies berichtet das Magazin "Newsweek" (Ausgabe vom 24. März). Die Embryonen-Adoption sei eine Möglichkeit für Paare, bei denen eine künstliche Befruchtung nicht erfolgreich gewesen sei oder die nach einer kostengünstigeren Alternative suchten. Allerdings habe diese Praxis eine neue Front in der Abtreibungsdiskussion geschaffen. Snowflakes, das erste Embryo-Adoptionsprogramm, vermittle seit 1997 unfruchtbaren Frauen Embryonen, die nach künstlicher Befruchtung nicht mehr benötigt werden. Kritiker werfen nach Angaben der Zeitung der Organisation nun vor, durch diese Praxis solle Embryonen der gleiche Status wie Kindern gegeben werden. "Dann endet man auf einem glitschigen Pfad. Wenn man Embryonen adoptieren kann, wie kann man dann Stammzellforschung an ihnen betreiben?", zitiert "Newsweek" die Rechtsexpertin Susan Crockin. Bis jetzt wurden 19 Snowflake-Babies geboren, 15 Frauen sind durch Vermittlung des Programms zur Zeit schwanger. In den USA gibt es schätzungsweise 100.000 eingefrorene Embryonen, die von ihren Eltern nicht mehr gewollt werden.  (mehr dazu: www.newsweek.com)

 

Kopenhagen will sparen: Mongoloide gezielt abtreiben statt unterstützen!

04.04.2003   Kopenhagen (ALfA). Die Stadtverwaltungen von Kopenhagen und Frederiksberg wollen 10 Geburten von mongoloiden Kindern pro Jahr vermeiden und so  mehr als 100 Millionen Kronen einsparen. Das berichtet das "Kristeligt Dagblad" (Ausgabe vom 28. März). Demnach soll allen Schwangeren in der Hauptstadtregion ein genetisches Screening angeboten werden, das die Geburt von Kindern mit Down-Syndrom möglichst ausschliessen soll. Der Grund werde nicht verheimlicht, so die Zeitung: Es gehe darum, Geld zu sparen. Jährlich werden in der Hauptstadtregion etwa 12 Kinder mit Down-Syndrom geboren. Durch die Einführung des Screenings erwartet man nun, dass 10 von ihnen abgetrieben werden. Diese 10 Behinderte kosten die Gesellschaft bisher 2 Millionen Kronen pro Jahr. Rechnet man, dass sie im Schnitt 55 Jahre alt werden, wird die Ersparnis für die Allgemeinheit weit über 100 Millionen Kronen betragen, heisst es in der Beschlussvorlage. Mit Entsetzen hat der "Verein Down-Syndrom" (Landsforeningen Downs Syndrom) auf den Beschluss reagiert. "Es wird ein Billigmodell eingeführt, bei dem keine Beratung durch den niedergelassenen Arzt stattfindet, und gleichzeitig verschwindet die ganze ethische Debatte. Die Berechnungen, wie viele Embryos mit Down-Syndrom man dabei finden wird, gehen ja davon aus, dass alle dieses Angebot annehmen - also ist es nicht wirklich freiwillig, sondern es soll zur Norm gemacht werden", zitiert das Blatt Dorte Kellerman, die stellvertretende Vorsitzende der Vereinigung.  (mehr dazu: www.kristeligt-dagblad.dk)
 

Seltsame Logik in Deutschland: Fehlgeburten bestatten - Abtreibungsopfer nicht?

04.04.2003   Düsseldorf (ALfA). Nach massiven Einsprüchen von Kirchen und Verbänden wollen SPD und Grüne jetzt ein modifiziertes Bestattungsgesetz auf den Weg bringen. Das meldet die "Rheinische Post" (Ausgabe vom 31. März). Demnach müssen Tot- und Fehlgeburten (ohne Gewichtsbeschränkung) sowie abgetriebene Föten auf dem Friedhof beigesetzt werden, wenn ein Elternteil dies wünscht. Wenn keine Erklärung vorliege, sind Tot- und Fehlgeburten "unter würdigen Bedingungen zu sammeln und zu bestatten". Diese Regelung gelte allerdings nicht für abgetriebene Föten, "um die Mütter nicht in Gewissenskonflikte zu treiben", so die Grünen-Politikerin Barbara Steffens. Die Landtagsfraktion der Grünen hat die Änderungen im Bestattungsgesetz bereits gebilligt, die Zustimmung der SPD gilt als sicher. (mehr dazu: www.rheinische-post.de)
 

Schrei nach Wahrheit: Wer hat an der Statistik gedreht?

04.04.2003   Wiesbaden (ALfA). Die vom Statistischen Bundesamt vorgelegten Abtreibungsstatistiken sind überaus lückenhaft. Darauf weist der Osnabrücker Sozialwissenschaftler Manfred Spieker in einem Beitrag für die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (Ausgabe vom 28. März) hin. So gebe es in den Bundesländern kein einheitliches Verfahren zur Erfassung von Ärzten und Krankenhäusern, in deren Einrichtungen Abtreibungen durchgeführt würden. Ebenso wenig gäbe es ein einheitliches Verfahren bei der Meldung, was dazu führe, dass das Statistische Bundesamt die Meldepraxis der einzelnen Bundesländer sehr unterschiedlich bewerte. Deshalb habe das Statistische Bundesamt von 1996 bis 2000 jedes Jahr aufs neue davor gewarnt, seine Zahlen als zuverlässig anzusehen. Seit 2001 fehle diese Warnung, obwohl sich weder die Rechtsgrundlagen der Abtreibungsstatistik noch die Meldeverfahren geändert hätten. Dies zwinge zu dem Schluss, dass die Bundesregierung dem Amt die Anweisung gab, diese Warnung zu eliminieren, weil sie es für inopportun hielte, der eigenen Statistik mit einer derartigen Skepsis zu begegnen. Die für die Abtreibungsstatistik zuständige Referatsleiterin sei aus dem Amt geschieden. Spieker geht davon aus, dass die vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Abtreibungszahlen verdoppelt werden müssen. (mehr dazu: www.faz.net)
 

"Überraschung, Mama!": Generation 'Pro Life' verwirrt US-Eltern
02.04.2003   "Surprise, Mom: I'm Anti-Abortion", hören Mama und Papa von Alaska bis Wisconsin immer öfter. Die Kids werden die Zukunft in Amerikas Umgang mit der Abtreibung entscheidend prägen. Mehr unter http://www.kath.net/detail.php?id=4799

 

Britische 'Grüne' warnen vor Folgen von Abtreibung
01.04.2003  Seele und Körper der betroffenen Frauen leiden, stellte der Gesundheitssprecher der Partei fest. Mehr unter http://www.kath.net/detail.php?id=4790

 

Neue Erkenntnisse über Tötung von Neugeborenen: US-Studie räumt mit Vorurteilen auf

29.03.2003   Raleigh/North Carolina (ALfA). Das Risiko ermordet zu werden, ist in den ersten Tagen nach der Geburt zehnmal höher als in jeder anderen Phase des weiteren Lebens. Das meldete das "Deutsche Ärzteblatt" (Online-Ausgabe vom 20.03.). Dem Bericht liegt eine US-Studie zugrunde, in welcher 34 Neonatizide (Tötung in den ersten fünf Lebenstagen) ausgewertet wurden, die im Staat North Carolina in einem Zeitraum von 16 Jahren bekannt wurden. Dies entspreche einer Tötungsrate von 2,1 pro 100.000 Neugeborene. Vermutet wird allerdings eine wesentlich höhere Dunkelziffer, da viele Neonatizide vermutlich unentdeckt blieben, so die Studie. Die Auswertung liefere teils überraschende Ergebnisse, berichtet das "Deutsche Ärzteblatt": So waren 21 Prozent der Täterinnen verheiratet, 35 Prozent hatten noch weitere Kinder. Etwa ein Viertel der Frauen nahmen an einer Schwangerschaftsvorsorge teil. Dies widerspreche dem Klischee, dass Neonatizide von alleinstehenden Frauen begangen würden, die mit der Erziehung des Kindes überfordert seien und ihre Schwangerschaft von Anfang an abgelehnt hätten. Auch die Annahme, die Täterinnen seien vor allem Teenager, werde durch die Studie nicht bestätigt: Das Alterspektrum reiche von 14 bis 35 Jahren. In 41 Prozent der Fälle seien die Kinder erdrosselt bzw. erstickt, in 21 Prozent ertränkt worden. (mehr dazu: www.aerzteblatt.de)
 

Abtreibungspille setzt Frauen unter Zeitdruck, Beratungsregelung in Deutschland wird zur Farce

29.03.2003   Meschede (ALfA). In einer Mitteilung an die Medien kritisieren die "Christdemokraten für das Leben" (CDL) die nach wie vor hohen Abtreibungszahlen in Deutschland, die das Statistische Bundesamt vergangene Woche veröffentlicht hat. Die CDL-Bundesvorsitzende Mechthild Loehr sprach von einem "massiven Verstoss gegen das Menschenrecht auf Leben." Auch seien die 130.400 gemeldeten Abtreibungen angesichts der dramatischen demographischen Entwicklung in Deutschland fatal für die Zukunft der ganzen Gesellschaft, so Loehr. Als nicht hinnehmbar verurteilte die CDU-Politikerin den Anstieg der Spätabtreibungen um mehr als 6 Prozent. "Der Gesetzgeber ist gefordert und muss endlich die Spätabtreibungen unterbinden", so Loehr weiter. Anlass zur Besorgnis gebe auch der weitere Anstieg der Abtreibungen durch das Präparat "Mifegyne". Die Schwangere werde durch diese Tötungspille unter einen unerträglichen Entscheidungsdruck gesetzt; denn der Arzt könne erst ab dem 43. Tag eine Schwangerschaft zuverlässig feststellen, das Präparat dürfe aber nur bis zum 49. Tag angewendet werden. "Die gesetzliche Beratungsregelung wird dadurch vollends zur Farce", sagte die CDL-Bundesvorsitzende. Weiter kritisierte sie, dass zu wenig über Gefahren und Risiken, vor allem über das Post-Abtreibungs-Syndrom, aufgeklärt werde. Die Bundestagsabgeordneten forderte Loehr auf, sich dringend dieser Fragen anzunehmen und Massnahmen für den Schutz des menschlichen Lebens zu ergreifen. (mehr dazu: www.cdl-online.de)


US-Senat verbietet brutale Spätabtreibung

Bild: Opfer einer "Partial-Birth"-Abtreibung

29.03.2003   Washington (ALfA). Der US-Senat hat nach achtjähriger Debatte ein Verbot der so genannten "Partial-Birth"-Abtreibungsmethode mit einer Mehrheit von 64 zu 33 Stimmen gebilligt. Dies berichtete der "Boston Globe" in seiner Ausgabe vom 14. März. Bei dieser Spätabtreibungs-Methode wird die Geburt eingeleitet, während des Geburtsvorgangs der Kopf des Kindes punktiert und das Gehirn abgesaugt. Präsident George W. Bush begrüsste die Senatsentscheidung, da sie "ein abscheuliches Verfahren, das die menschliche Würde beleidigt", verbiete. "Der heutige Beschluss ist ein wichtiger Schritt hin zu einer Kultur des Lebens in Amerika", so Bush. Die Zustimmung des Abgeordnetenhauses gilt als sicher. Lebensrechtler hoffen nun, dass dies nur die erste einer Reihe von Anti-Abtreibungs-Entscheidungen ist, die in den vergangenen Jahren von Bill Clinton und dem damals von Demokraten kontrollierten Senat blockiert wurden. Als klare Niederlage werteten Abtreibungs-Befürworter das Ergebnis. Die demokratische Senatorin Dianne Feinstein sagte: "Es ist ohne Frage ein schwerer Schlag gegen das Selbstbestimmungsrecht der Frau." (mehr dazu: www.bostonglobe.com)
 

China fehlen Mädchen: Verbot von Geschlechtsselektion geplant

29.03.2003   Honkong (ALfA). In China soll die Geschlechtsbestimmung eines ungeborenen Kindes gesetzlich verboten werden. Das meldet die Tagszeitung "South China Morning Post" (Ausgabe vom 25. März). Demnach sollen Ultraschalluntersuchungen zur Bestimmung des Geschlechts untersagt und Ärzte bei Nichtbefolgung bestraft werden. Zwar existieren in China bereits Richtlinien zur Verhütung solcher vorgeburtlichen Diagnostik, doch ist dies der erste Vorstoss, sie per Gesetz zu verbieten. In China ist es durch die Ein-Kind-Politik sowie die kulturell bedingte Bevorzugung von Jungen zu einem dramatischen Mangel an Mädchen gekommen. Symptomatisch dafür ist eine Meldung aus den "Stuttgarter Nachrichten" (Ausgabe vom 24. März). Nach dem Fund von 28 Babys in Reisetaschen in einem Bus in Südchina seien mindestens 11 Menschen festgenommen worden. Bisher sei eines der Babys nach dem Fund gestorben. Bei allen Kindern habe es sich um Mädchen gehandelt und keines sei älter als drei Monate gewesen. Mit Medikamenten seien die Kinder nach Angaben der Zeitung ruhiggestellt worden. Vermutet werde, dass die Säuglinge nach der Geburt weggegeben worden seien, weil ihre Eltern lieber Jungen haben wollten. Ob die Säuglinge an kinderlose Ehepaare verkauft werden sollten, sei noch ungeklärt. (mehr dazu: www.scmp.com; www.stuttgarter-nachrichten.com)
 

Unsichtbares sichtbar machen: US-Autor "dokumentiert" Wunder des Lebens

22.3.2003   (ALfA) Der amerikanische Wissenschaftsautor Alexander Tsiaras ist für seinen im Droemer-Knaur-Verlag erschienenen Band "Wunder des Lebens" mit dem amerikanischen Preis "Picture of the Year" in der Kategorie Naturwissenschaften ausgezeichnet worden. Dies berichtete die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (Ausgabe vom 19.03.). Tsiaras hat in diesem Buch die ersten Monate im Leben eines ungeborenen Kindes sichtbar gemacht. Dazu habe er die modernsten Aufnahmetechniken von der Elektronenmikroskopie über die neuesten Röntgenverfahren bis hin zur Computertomographie und rechnergestützten Bildbearbeitung verwendet. Um Mutter und Kind zu schützen, seien vor allem alte Präparate aus Museumssammlungen zur Anwendung gekommen. Die Aufnahmen, welche die einzelnen Stadien der kindlichen Entwicklung abbildeten, habe Tsiaras im Computer zu lebensechten Szenen aus dem Bauch einer Schwangeren zusammengefügt. (Mehr unter:  http://www.anatomicaltravel.com/ConceptiontoBirth.htm und http://nmhm.washingtondc.museum/exhibits/conception/index.html.
 

Trau keiner Statistik: In Finnland Abtreibungsboom mit "Pille danach"

22.3.2003   Helsinki (ALfA). Die Zahl der Anwendungen der "Pille danach" hat sich in Finnland im vergangenen Jahr vervierfacht, während die Anzahl der gemeldeten Abtreibungen relativ konstant blieb. Dies berichtete die finnische Tageszeitung "Helsingin Sanomat" (englische Ausgabe vom 17.03.). Nachdem im vergangenen Jahr die Rezeptpflicht für die Abtreibungspille aufgehoben wurde, seien 36.000 dieser Präparate verkauft worden - viermal mehr als im Jahr 2001. Auch der finanzielle Aspekt wurde nicht verschwiegen: Während im vergangenen 400.000 Euro für die "Pille danach" ausgegeben worden seien, seien es im Jahr 2001 nur etwa 100.000 Euro gewesen. In Finnland werden jährlich über 10.000 Abtreibungen gemeldet, 90 davon wurden im Jahr 2002 an Mädchen unter 15 Jahren vorgenommen - das sind dreimal mehr als noch 1995. (mehr dazu: www.helsinki-hs.net)
 

AIDS in Afrika: Über die Hälfte der Fälle durch nicht sterile Nadeln verursacht

17.3.2003  Jüngste Berichte liefern gute Gründe dafür, ,das Mantra', das heißt ,den magischen Spruch', vom "sichereren Sex" durch die Verwendung von Kondomen zu bezweifeln. Ein internationales Team von Wissenschaftlern fand heraus, dass nur 30 Prozent der anfänglichen Welle von AIDS-Fällen in Afrika (vor 1988) sexuell übertragen wurden. Laut "London Times" vom 20. Februar wurde mehr als die Hälfte der AIDS-Fälle in Afrika in diesem frühen Zeitraum von nicht sterilen Nadeln verursacht. Der Bericht unterscheidet sich deutlich von der weit verbreiteten Behauptung, dass ungefähr 90 Prozent der AIDS-Fälle sexuell übertragen würden. Das für die neue Forschungsarbeit verantwortliche Team wird von David Gisselquist geleitet, einem Anthropologen aus Pennsylvania, einem privaten Berater, und von Dr. John Potterat, einem Spezialisten für ansteckende Krankheiten aus Colorado. Zu dem Team gehören auch Experten der ,Emory University School of Medicine' in Atlanta und dem ,Albert Einstein College of Medicine' in New York. Über ihre Forschungsergebnisse wurde in drei getrennten Artikeln berichtet, die im "International Journal of STD and AIDS" veröffentlicht wurden. Unter den von dem Team hervorgehobenen Punkten befand sich die Tatsache, dass die Ausbreitung von HIV nicht dem gleichen Muster folge wie sexuell übertragene Krankheiten. So nahmen zum Beispiel HIV-Infektionen in Simbabwe in den 1990er Jahren um 12 Prozent pro Jahr zu, während sexuell übertragene Krankheiten um 25 Prozent abnahmen. Die Wissenschaftler beobachteten auch, dass die Ausbreitung von HIV zu schnell war, als dass sie durch sexuelle Übertragung hätte verursacht sein können. Um die Geschwindigkeit zu erklären, müsste es so leicht sein, HIV durch sexuellen Kontakt zu bekommen wie von einer verunreinigten Bluttransfusion. Aber in Wirklichkeit ist es viel schwieriger. Außerdem sind sexuell übertragene Krankheiten gewöhnlich unter der armen und ungebildeten Bevölkerung verbreiteter, HIV in Afrika jedoch geht mit dem Leben in der Stadt, mit höherer Bildung und höheren Einkommen einher. Am folgenden Tag veröffentlichte die "Times" die Ergebnisse einer anderen Untersuchung, dieses Mal über Forschungen in Ugandas Region Masaka. Zu dem Programm gehörte die Verteilung von 1,5 Millionen Kondomen, die Behandlung sexuell übertragener Krankheiten und Beratung. Trotz signifikanter Reduzierungen von Syphilis und Gonorrhöe traten bei der Zahl neuer HIV-Fälle keine Veränderungen ein.



UNO zweifelt an der Wirksamkeit der eigenen Kondom-Kampagne

17.3.2003  Zweifel über den Erfolg der Förderung von Kondomen wurden in einem Bericht zur Sprache gebracht, der am 23. Juni von der Bevölkerungsabteilung des Ressorts für wirtschaftliche und soziale Angelegenheiten der UNO veröffentlicht wurde. Das Dokument "HIV/AIDS: Bewusstsein und Verhalten" stellt fest, dass nur ein kleiner Prozentsatz der Interviewten damit begannen, Kondome zu benutzen, um eine Ansteckung durch HIV zu verhindern. Weniger als 8 Prozent der Frauen in den Ländern, auf die sich die Studie bezog, gaben an, dass sie ihr Verhalten geändert hätten, indem sie Kondome benutzten. Die Zahlen für Männer bewegten sich in den meisten Ländern zwischen 15 und 25 Prozent. Die Forscher stellten auch Fragen über die zur Verhütung einer AIDS-Infektion angewendeten Methoden. Die häufigste Antwort - über 40 Prozent der Befragten - lautete: nur einen sexuellen Partner zu haben; die zweithäufigste: Kondome zu benutzen; die dritthäufigste: Enthaltsamkeit. In einigen Ländern, z.B. in Indonesien und Jordanien, erwähnten weniger als 10 Prozent der Frauen Kondome. Viele Befragte wussten auch, dass das Wechseln der Geschlechtspartner die Gefahr, AIDS zu bekommen, erhöht, und sie sagten, dass man diese Krankheit vermeiden könne, indem man bei nur einem Partner bleibe. Mehr als 60 Prozent der Frauen gaben diese Antwort in Brasilien, Kolumbien, der Dominikanischen Republik, Guinea und Vietnam. Der Bericht hob hervor, dass viele Anstrengungen darauf verwendet wurden, die Benutzung von Kondomen als Teil der AIDS-Verhinderung zu propagieren. "Aber das Kondom ist im Laufe der Jahre bei den Paaren nicht beliebter geworden", hieß es in dem UNO-Dokument.

 

Wichtiger Fund: Blut kommt offenbar als Quelle für adulte Stammzellen in Frage

Washington (ALfA). Aus dem menschlichen Blut lassen sich möglicherweise Stammzellen in Hülle und Fülle gewinnen. Das berichtet die Deutsche Presse Agentur dpa unter Berufung auf eine Veröffentlichung amerikanischer Forscher. Demnach berichten die Wissenschaftler, dass sie bestimmte weisse Blutzellen in die begehrten Stammzellen verwandelt hätten. Diese Stammzellen entwickelten sich im Labor anschliessend in mehrere Gewebearten wie Leber- oder Nervenzellen weiter. Das berichtet das Team um Eliezer Hubermann vom Argonne National Laboratory bei Chicago (US-Staat Illinois) im Fachjournal "Proceedings" der Amerikanischen Akademie der Wissenschaften ("PNAS"; Online-Vorab: 10.1073/pnas.0536882100). Die Forscher hoffen, mit derart behandelten Monozyten einmal verschiedenartige Körperzellen ersetzen zu können, die infolge einer Krankheit zerstört worden sind. Als Quelle für solche pluripotenten, also verschiedene Gewebesorten bildenden, adulten Stammzellen ist bislang vor allem das Knochenmark bekannt. Die Forscher um Huberman machten sich nun im Blut auf die Suche nach den gefragten Verwandlungsspezialisten. Aus menschlichem Blut isolierten sie dazu zunächst die Monozyten. Diese behandelten sie mit speziellen Molekülen, die die Entwicklung von Zellen beeinflussen können, so genannten Wachstumsfaktoren. Nach fünf Tagen fanden sich in den Zellkulturen neben herkömmlichen Makrophagen ("Fresszellen") auch die gesuchten Stammzellen. Dies gelang auch dann, wenn die Monozyten zuvor in flüssigem Stickstoff gelagert worden waren. Demnach könnten sich auch Blutkonserven zur Gewinnung der Stammzellen eignen. Stimulierten die Wissenschaftler die Stammzellen anschliessend mit weiteren Wachstumsfaktoren, entwickelten sie sich zu Nerven-, Leber-, Haut- oder Immunzellen. (ALfA-Newsletter vom 28.2.2003)
 

Was für ein Grundlagenforscher: Der Deutsche Oliver Brüstle besitzt die Lizenz zum Klonen

Köln (ALfA). Das WDR-Wirtschaftsmagazin "Plusminus" (ARD 25.02. 21.55 Uhr) berichtet, dass der als Grundlagenforscher bekannte Bonner Neuropathologe Oliver Brüstle  bereits seit 1999 ein deutsches Patent (DE 19756864 C1) besitzt, in dem es auch um das Klonen geht. In der 26-seitigen Patentschrift "Neurale Vorläuferzellen, Verfahren zur Herstellung und ihre Verwendung zur Therapie von neuralen Defekten", wird nicht nur ausdrücklich Bezug auf Experimente zur Transplantation von Hirngewebe abgetriebener Kinder in die Gehirne von Parkinsonpatienten genommen, sondern auch die Möglichkeit angesprochen, Embryonen und damit embryonale Stammzellen durch die Transplantation von Zellkernen eines ausgereiften Organismus in unbefruchtete Eizellen zu gewinnen. Das bedeutet nicht anderes als die Übertragung des Verfahren, nach dem 1996 das inzwischen gestorbene Klonschaf "Dolly" hergestellt worden war, auf den Menschen. Wie die weltweit tätige Umweltorganisation "Greenpeace" recherchiert haben will, soll Brüstle neben dem von ihm im Dezember 1997 beantragten deutschen Patent auch noch weitere Patente ähnlichen Inhalts besitzen. So reichte Brüstle laut Greenpeace das Patent 1998 auch bei der Weltpatentorganisation in Genf (WIPO) für über 100 weitere Staaten ein (WO 99/32606) ? "und damit auch für Staaten, die dem Europaeischen Patentamt angehören. Dort ist das Patent seitdem unter der Nummer EP 1040185 registriert, wurde aber bislang nicht erteilt." Greenpeace fordert jetzt von Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD), das deutsche Patent, das Brüstle auch die wirtschaftlichen Verwertungsrechte auf die aus geklonten Embryonen gewonnen Zellen sichert, aus dem Verkehr zu ziehen: "Die Produktion menschlicher Embryonen zu kommerziellen Zwecken ist ethisch nicht akzeptabel. Die Justizministerin ist oberste Aufsichtsperson im Patentrecht. Sie hat die Verantwortung hierfür", erklärte Greenpeace-Patentexperte Christoph Then in dem Plusminus-Beitrag.

Gegen eine wirtschaftliche Verwertung der Zellen geklonter menschlicher Embryonen hat sich auch der Krankenhausärzteverband Marburger Bund ausgesprochen. Das berichtet das Deutsche Ärzteblatt (Online-Ausgabe vom 26.02.). Die Ärzte forderten demnach Bundesjustizministerin Zypries auf, den Inhalt des so genannten Klon-Patents des Stammzellenforschers Prof. Dr. Oliver Brüstle schnellstmöglich zu klären und offen zu legen. "Ein Patent auf geklontes menschliches Leben stellt einen eklatanten Widerspruch zum jüngsten Beschluss des Deutschen Bundestages vom 20. Februar 2003 dar, bei dem sich die Parlamentarier für ein umfassendes und weltweites Klonverbot ausgesprochen haben", wird der Zweite Vorsitzende des Marburger Bundes, Rudolf Henke, zitiert. (mehr dazu: www.wdr.de, www.greenpeace.de)



US-Repräsentantenhaus stimmt für vollständiges Klonverbot

Aufwind für eine internationale Konvention gegen das Klonen von Embryonen

WASHINGTON - Das US-Repräsentantenhaus hat am Donnerstag eine Gesetzesvorlage mit 241 zu 155 Stimmen gebilligt, die ein striktes Klonverbot bei Menschen vorsieht. Ein Gegenvorlage, die das therapeutische Klonen menschlicher Embryonen zu medizinischen und zu Forschungszwecken erlauben sollte, fand keine Mehrheit. Das geplante Verbot stellt das Verwenden wie auch den Import von geklonten Embryonen oder daraus entwickelten Produkten unter Strafe. Verstösse sollen laut Vorlage mit einer Geldstrafe von einer Million Dollar sowie mit zehn Jahren Haft geahndet werden. US-Präsident George W. Bush begrüsste die partei-übergreifend gebilligte Vorlage. Gegner warnten hingegen vor einer Kriminalisierung von Patienten, die sich im Ausland einer Behandlung unterzögen, die möglicherweise aus der Forschung an embryonalen Stammzellen resultiere. Bush hatte angekündigt, ein Veto gegen jeglichen Gesetzentwurf einzulegen, der kein umfassendes Klonverbot vorsieht. Damit ist sowohl das Verbot des reproduktiven Klonens zu Fortpflanzungszwecken als auch des therapeutischen Klonens gemeint. Das Repräsentantenhaus hatte bereits im Jahr 2001 eine ähnliche Vorlage verabschiedet, die später die zweite Parlamentskammer, den Senat, indes nicht passierte. Mittlerweile stellen die regierenden Republikaner jedoch in beiden Kammern die Mehrheit. Ihr Fraktionschef im Senat, Bill Frist, tritt wie Bush für ein umfassendes Klonverbot ein. Laut "Spiegel-Online" (Ausgabe vom 28.02.) stellt das geplante Verbot auch das Verwenden sowie den Import von geklonten Embryonen oder daraus entwickelten Produkten in die USA unter Strafe. In Berlin sagte der stellvertretende Fraktionschef von Bündnis 90/Die Grünen, Reinhard Loske, mit dem Beschluss in den USA erhielten die Bemühungen für ein internationales Klonverbot Rückenwind. Loske betonte, dass nun innerhalb weniger Wochen das französische, das deutsche und das US-Parlament praktisch gleich lautende Beschlüsse gefasst und damit klare Signale an die Staatengemeinschaft gesendet hätten. Der stellvertretende Vorsitzende der Enquete-Kommission "Ethik und Recht der modernen Medizin" Hubert Hueppe (CDU) bezeichnete die "überzeugende Mehrheit zugunsten eines konsequenten Verbots des Klonens" als ein "ausserordentlich erfreuliches Signal für die internationale Bioethikdebatte". Damit seien die Chancen gestiegen, auf Ebene der Vereinten Nationen "eine internationale Konvention gegen das Klonen erreichen zu können, die nicht nur reproduktives Klonen, sondern jedes Klonen unterbindet", so der CDU-Politiker. Hueppe forderte: "Die Bundesregierung sollte diese Signale verstehen und sich unmissverständlich für eine solche Konvention einsetzen." (mehr dazu: www.aerzteblatt.de, www.spiegel.de)
(SFDRS-NEWS 28.02.2003 06:00)

 

'Safe-Sex'-Programm der britischen Regierung gescheitert?

Dramatische Zunahme von Geschlechtskrankheiten bei Jugendlichen zwingt zum Umformulieren der Botschaft an Jugendliche

London (Daily Telegraph vom 23.2.2003) Ihre safe-sex-Politik trage zur Verbreitung von Geschlechtskrankheiten bei. Diesen Vorwurf muss sich die britische Regierung aufgrund eines aktuellen Parlamentsberichts gefallen lassen, wie der Daily Telegraph berichtet. Es sei zu einem galoppierenden Anstieg an sexuell übertragbaren Krankheiten unter jungen Menschen gekommen, was wiederum die Unfruchtbarkeitsrate und das Krebsrisiko erhöht habe, lautet die Kritik. Der Bericht, von dem nun einige Zahlen durchgesickert sind, wird im März veröffentlicht. Er spricht von einer Krise in diesem Zusammenhang und davon, dass die Regierungsmaßnahmen zur Sexualerziehung versagt hätten. Zur Senkung der Teenagerschwangerschaften habe der Fokus der Regierung auf "safe-sex" statt auf "no sex" gelegen, kritisierte Nuala Scarisbrick von Charity Life. Millionen von jungen Leuten seien ohne ausführliche Information sexuelle Beziehungen eingegangen. Nun sehen wir die Ergebnisse: mehr Teenagerschwangerschaften, von denen viele mit Abtreibung enden, mehr sexuell übertragbare Krankheiten. Manche dieser Infektionen sind nicht heilbar, andere können zu Unfruchtbarkeit führen, sagt Scarisbrick. Aber sie sagen das den jungen Leuten einfach nicht. Scarisbrick betonte, dass Schulen dazu beitragen sollten, dass Schüler die nötige Selbstwertschätzung entwickeln, die es ihnen möglich macht, Gelegenheitssex wie One-Night-Stands abzulehnen. Außerdem sollten sie über die medizinischen Risiken informiert werden. Wir sagen nicht, dass Sex schmutzig oder schrecklich ist, betont Scarisbrick. Was wir sagen ist, dass Sex wunderschön ist, aber nur zur richtigen Zeit mit der richtigen Person.
 

Gerichtshof für Menschenrechte entscheidet: Anonyme Geburten bleiben rechtens

Strassburg (ALfA). Frankreich verstösst nicht gegen geltendes Recht, indem es anonyme Geburten zulässt. Das hat laut einem Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Ausgabe vom 14.02.) der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Strassburg am Donnerstag entschieden. Geklagt hatte eine 37-jaehrige Französin, die Einsicht in ihre Geburtsakten bekommen wollte, um die Identität ihrer leiblichen Mutter zu erfahren. Wie die Zeitung schreibt, wiesen die Richter die Klage mit der Begründung zurück, es gebe kein Grundrecht auf Auskunft über die Geburt. Wie die Zeitung weiter schreibt, könnte das Strassburger Urteil auch Auswirkungen auf die deutsche Rechtsprechung zu "Babyklappen" haben. Ein Kind an einer "Babyklappe" abzugeben, wo die Neugeborenen rasch versorgt würden, werde derzeit strafrechtlich nicht verfolgt, doch stehe ein gesetzliche Regelung noch aus. Ein entsprechende Bundesratsinitiative war im Juni vergangenen Jahres gescheitert. Kritiker hatten - wie die Klägerin in Strassburg - eingewandt, anonyme Geburten und Babyklappen verstiessen gegen das in der Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen verankerte Grundrecht, die eigene Herkunft zu kennen. (mehr dazu: http://www.faz.net/)
 

Pille weit gesundheitsschädlicher als angenommen
Frauenärztin erhebt schwere Vorwürfe gegen hormonelle Verhütung

Für viele, ja wenn nicht schon mehr als die Hälfte aller Frauen (lt. Studie jede 2te Frau) ist es Alltag, jeden Morgen die Pille einzunehmen, um Schwangerschaft zu verhüten, um sich selbst fast 100%ig sicher zu sein, nicht plötzlich ungewollt schwanger zu werden. - Die einfachste Methode? Die sicherste Methode (wie es die Medien behaupten) - auch im Bezug auf Krankheiten? Kann die Pille krank machen? - Eine Frauenärztin, Dr. med. Gabriele Wloka, klagt an:

Schlaganfälle und Infarkte kommen durch die größere Gerinnbarkeit des Blutes und die höhere Durchlässigkeit der Gefäßwände unter der Einnahme der östrogen- und gestagenhaltigen Präparate zustande. Es gibt seit 1961, von Beginn der Verwendung der Hormonpillen zur Verhütung kontinuierlich Meldungen über diese Risiken. Sie sind je nach Präparat 3- bis 8,3-fach erhöht. Schon lange versucht man durch möglichst geringe Hormondosen oder andere, neue Hormonzusammensetzungen dieses Dilemma zu beseitigen, jedoch ohne befriedigende Erfolge.(1) Als letzthin neue Gestagene mit den Bezeichnungen Desogestrel und Gestaden verwendet wurden, war die Euphorie über endlich nebenwirkungsfreie Pillen groß. Selbst vormalige Pillengegner glaubten an diese Erfolge und begannen die neue sogenannte 3. Pillengeneration zu loben und zu empfehlen. Doch schon bald wurden schwere und sogar gehäufte Zwischenfälle gerade unter diesen Präparaten auffällig. Die Zahlen in einer Studie der WHO von 1995, die in England und Kanada durchgeführt wurde, schockierten die Öffentlichkeit. Diese Studie belegte, daß das Risiko bereits 4 Monate nach Beginn der Einnahme der Pille erhöht ist und dann für die Dauer der Benutzung gleichbleibt. Es schwindet 3 Monate nach dem Absetzen. Interessant ist, daß die Risikoerhöhung unabhängig von Alter, Blutdruck und Rauchen vorhanden war. Lediglich Übergewicht wurde als zusätzlicher Risikofaktor gefunden. 1989 wurde in Deutschland eine Studie von Pieper und Matthias "Orale Kontrazeptiva: Unerwünschte Nebenwirkungen im Bereich der inneren Medizin" veröffentlicht, ohne daß es zu Konsequenzen gekommen wäre. Diese Studie umfaßt 648 Fallberichte mit insgesamt 25 Todesfällen. Jedes andere Arzneimittel, dem man 25 Todesfälle nachgewiesen hätte, wäre längst vom Markt verschwunden. Diese merkwürdige Toleranz der Pille gegenüber ist um so erstaunlicher, wenn man bedenkt, daß sie im allgemeinen nicht als Arzneimittel, sondern als Verhütungsmittel angewendet wird, d.h., daß sie völlig gesunden Frauen gegeben wird. Die folgenden 3 Fallberichte aus der o.g. Studie sollen deutlich machen, daß die Risiken jede Frau betreffen können und nicht nur trockenes Faktenmaterial sind.

Fall 1: Beckenvenenthrombose
Bei der 1951 geb. Patientin entwickelte sich im 34. Lj. aus völligem Wohlbefinden eine tiefe Bein- und Beckenvenenthrombose, während der klinischen Behandlung rezidivierende Lungenarterienembolien (wiederh. Lungengefäßverschlüsse), nach Antikoagulation (Verminderung der Blutgerinnung) retroperitoneale und intramuskuläre Blutungen (Blutung hinter das Bauchfell und in die Muskulatur). Zuvor unauffällige Patientin ohne venöse Insuffizienz (Krankheit d. Venen) sowie andere Risikofaktoren für thromboembolische Erkrankungen. Seit 2 Monaten vor Erkrankung Einnahme von Triquilar...

Fall 2: Rezidivierende Lungenarterienembolien
Mit 17 Jahren traten bei der 1965 geb. Patientin plötzlich rezidivierende Lungenarterienembolien mit schwerer Infarktpneumonie (Lungenentzündung durch Gefäßverschluß) auf. Phlebographien (Röntgenuntersuchungen der Venen) beider Beine zeigten normale Befunde. Die Patientin ist Sportlerin und Nichtraucherin ... zuvor 4 Monate Einnahme von Marvelon gegen Akne.

Fall 3: Akute Thrombose des Sinus sagittalis superior
Die 22jährige, 1961 geb. Patientin erlitt aus völligem Wohlbefinden einen generalisierten Krampfanfall mit starken Kopfschmerzen. Entwicklung einer tiefen Somnolenz (Bewußtlosigkeit d. V.) und Hemiparese (Halbseitenlähmung d. V.). Im Computertomogramm und angiografisch Nachweis einer Thrombose des Sinus sagittalis superior (Hirngefäß) ... mit ausgedehntem Hirnödem (Schwellung) und hämorrhagischer Hirninfarzierung (blutiger Hirnschlaganfall). Klinische Behandlung über mehrere Monate, dann Entlassung mit Restdefekten ..., die über 1 ½ Jahre weiter rückläufig sind. Fortbestehende Epilepsie mit Dauerbehandlung. Keine Gefäßrisikofaktoren oder Thromboembolierisiken nachweisbar. Seit 11 Monaten vor dem Ereignis Einnahme von Marvelon.

Dies alles ist wahrscheinlich nur die Spitze des Eisberges. Bei den thromboembolischen Ereignissen rechnen die Experten mit einer Dunkelziffer von etwa 80 %. Das hängt vor allem damit zusammen, daß viele Fälle von Thromboembolien nicht mit der Pilleneinnahme in Verbindung gebracht werden. (Quelle: http://peaceproject.de/modules.php?name=News&file=article&sid=96 )

 

Neue Technologie zeigt ungeborene Babies mit atemberaubender Detailschärfe

GE 4D Ultrasound ImageUltraschall, seit den 1960er Jahren entwickelt, erlaubt es Ärzten und Eltern, ihr Kind vor der Geburt zu "sehen". Doch die verschwommenen Bilder waren oft schwierig zu interpretieren. Eine neue Technologie ermöglicht jetzt klare, dreidimensionale Bilder, welche das sich entwickelnde Kind mit bemerkenswerten Details zeigt. Der Entwickler, die GE Medical System, nennt es "4D-Ultraschall System". Die vierte Dimension, auf welche Bezug genommen wird ist die Zeit, denn das Verfahren erlaubt es, die Bewegungen des Baby in Echtzeit zu verfolgen. Die Firma stellt die überraschend guten Bilder unter GE Medical Systems web site vor. (Eventuell müssen Sie dafür vorerst den Gratis-Flashplayer herunterladen) (Quelle: VSHL Lifesaver, August 2002)

 

Mythos Überbevölkerung - UN warnt: 2050 weltweit nur noch 1,85 Kinder pro Frau

Alte Zeitungsmeldung: Das war über Jahrzehnte die UNO-Botschaft mit der wohl grössten Resonanz. Jetzt warnt die UNO vor ihren einstigen Warnungen.

New York (ALfA). Einen dramatischen Rückgang der Weltbevölkerung prognostiziert ein Bericht der Vereinten Nationen, der noch in diesem Monat veröffentlicht werden soll. In dem Bericht heisst es, im Gegensatz zu den Voraussagen, dass die Welt in absehbarer Zeit überbevölkert sein werde, betonten die Demographen, dass die sinkende Fertilitätsrate nicht bei durchschnittlich 2,1 Kindern pro Familie Halt machen, sondern weiter zurückgehen werde. Die notwendige Reproduktionsrate von 2,1 werde deutlich unterschritten und bis zum Jahr 2050 auf 1,85 sinken, so der UN-Bericht. Laut einem Bericht der Sunday Times ist in Thailand die Fruchtbarkeitsrate in den letzten 30 Jahren von fünf auf zwei Kinder gesunken. Im Iran betrug sie in den 80er Jahren noch 6,5, heute jedoch nur noch 2,75. Der weltweite Durchschnitt beträgt derzeit noch 2,7 Kinder pro Frau. In verschiedenen westlichen Ländern ist die Rate deutlich niedriger, unter anderem in Italien, wo eine Frau durchschnittlich 1,2 Kinder bekommt. Die Forscherin Jaqueline Kasun, die bereits seit Jahren diese Entwicklung prognostizierte, warnt, dass dies eine massive Auswirkung auf das Sozialsystem haben werde. (08.02.2003)
 

Füsschen-Kampagne: Bisher mehr als 100.000 Besucher

Kleine Füßchen in guten Händen. Treu umsorgt in schwierigen Zeiten.Bild: Füsschen, 10 Wochen nach der Empfängnis

Augsburg (ALfA). Seit Beginn der "Füsschen-Kampagne für das Leben" vor zwei Jahren haben inzwischen mehr als 100.000 Besucher die Kampagnen-Website http://www.little-feet.org/ besucht. Das teilten jetzt die Initiatoren mit. Darüber hinaus hätten Tausende weiterer Besucher auch auf die englischen, französischen und spanischen Seiten der Kampagne zugegriffen. "Den vielen Besuchern sowie den zahlreichen Teilnehmern, die auf die Kampagnen-Website verlinkt haben oder eines bzw. mehrere der zahlreichen angebotenen Füsschen-Banner auf ihrer eigenen Homepages plaziert haben, danken wir ganz herzlich", heisst es in einer Erklärung, in der die Initiatoren auf einige weitere "Highlights" hinweisen. Viele Besucher der Kampagne gaben bisher Kommentare ab. Neben den positiven Äusserungen (etliche davon auch aus dem englischsprachigen Raum) finde sich manche Kritik (angebliches "Menschenrecht" auf Abtreibung, drohende Überbevölkerung u.ae.). Bemerkenswerterweise scheuten viele auch vor unsachlichen Stellungnahmen und Beleidigungen nicht zurück - nach Erachten der Initianten ein Zeichen dafür, dass derartige Lebensrechts-Kampagnen wie ein "Stachel im Fleisch" wirken würden. Die Füsschen-Kampagne werde weiter fortgesetzt. Auch ein wiederholter Besuch der Website lohne sich, da immer wieder News vorgestellt würden. Wer über aktuelle Entwicklungen der Kampagne benachrichtigt werden möchten, kann sich in die Füsschen-Newsletter eintragen, der etwa drei Mal jährlich informiert (http://www.little-feet-newsletter.de/)." (08.02.2003)



Niemand wagt sich an die Wurzel: Sozialethiker kritisiert künstliche Befruchtung

Berlin (ALfA)/DIE WELT. Die künstliche Befruchtung verletzt das Recht des Kindes auf einer seiner personalen Natur entsprechenden Empfängnis. Sie verletze sein Recht, als "jemand" geachtet und nicht als "etwas" betrachtet zu werden. Sie verletze "schliesslich auch das Recht und die Pflicht der Eltern, dass der eine durch den anderen Vater oder Mutter wird." So lauten die zentralen Thesen, die der Osnabrücker Hochschullehrer Manfred Spieker in einem Gastbeitrag für die Tageszeitung "Die Welt" (Ausgabe vom 07.02.) zur Diskussion stellt. In dem mit "Menschen oder Rohstofflieferanten" überschriebenen Beitrag kritisiert Spieker, der Christliche Sozialwissenschaften lehrt, dass sich auch die Mehrheit des sogenannten Nationalen Ethikrates bei seiner Stellungnahme zur Präimplantationsdiagnostik (PID), nicht an "die Wurzel des Problems" gewagt habe. Wenn sich die bioethische Debatte über die PID, die Stammzellforschung und das Klonen an dem orientieren will, was der Bundestag der Enquetekommission als unverzichtbaren Orientierungspunkt vorgegeben hat, nämlich Lösungen zu finden, "die das unbedingte Gebot zur Wahrung der Menschenwürde beinhalten", dann werde sie, so Spieker, "nicht umhinkommen, auch die künstliche Befruchtung in ihre kritischen Erörterungen einzubeziehen." (08.02.2003)
 

Medien boykottieren Pro-Life Demonstration in Washington

Washington (LifeSiteNews.com) Gegen die mangelnde Berichterstattung über die Pro-Life-Demonstration in Washington, D. C. mit über 100'000 Teilnehmern protestiert nun das US-amerikanische Media Research Centre (MRC).

 

 

 

 

Deutschland: Breiter Widerstand gegen "reproduktives" und "therapeutisches" Klonen

«Stoppt PID & Klonen» ist eine politisch breit abgestützte Initiative deutscher Parlamentarier, zahlreicher Organisationen und Privatpersonen. Sie will, dass Deutschland international vorangeht, um jede Art von Klonen weltweit zu ächten. Die Präimplantationsdiagnostik PID ermögliche es, Menschen im frühesten Stadium ihrer Entwicklung nach gewünschten und unerwünschten Merkmalen zu selektieren und nur solche am Leben zu lassen, die die gewünschten Merkmale aufweisen. Durch reproduktives Klonen würden, falls dies technisch möglich werde, genetische Kopien bereits lebender Menschen erzeugt. Mit dem sogenannten therapeutischen Klonen schließlich würden genetische Kopien bereits lebender Menschen erzeugt, deren einziger Zweck darin bestünde, als Rohstoff für Heilungen des Originals verwandt zu werden, wobei das genetische Double freilich sein Leben verlöre. Es gehe nicht darum, so die Initianten, diejenigen, die all das propagieren, moralisch zu verurteilen. Manche von ihnen glaubten, dafür gute Gründe vorweisen zu können. Es gelte aber darauf hinzuweisen, dass das Gutgemeinte nicht selten das Gegenteil des Guten ist. Der Mensch sei ein Wunderwerk, jeder Mensch. Das gelte unabhängig davon, wem die Menschen glauben, ein solches Wunderwerk letztlich verdanken zu dürfen. Deswegen sei es gut, dass alle Wissenschaft, allen voran die Medizin, sich um das Wohlergehen und die Erhaltung jedes einzelnen Menschen sorge. Auch die Gentechnik könne hierzu Großartiges beitragen und habe — erinnert sei nur an die Möglichkeit, Insulin mittels gentechnischer Verfahren herzustellen — dies längst getan. http://www.stoppt-pid-und-klonen.de/
 

"Kinder liegen uns am Herzen"

Dies ist einer der Slogans, mit denen die deutsche Firma HEXAL für ihre Produkte wirbt. Daneben wird mit Sätzen wie "HEXAL - Arzneimittel ihres Vertrauens” und “...ohne das Wichtigste zu vergessen - den Menschen” das Sortiment der Firma angeboten. Diese Werbesprüche aus der HEXAL-Firmenphilosophie werden angesichts der Tatsache, dass diese Firma die Abtreibungspille Mifegyne® auf dem deutschen Markt eingeführt hat, zur makabren Karikatur. Zwischen Juni 2000 und Anfang 2001 wurden an die Firma deswegen 16'000 Protestschreiben gesandt. Die HEXAL AG hat Ende 2000 die Lizenz an den französischen Hersteller zurückgegeben. Nach Presseberichten hat HEXAL mit der Abtreibungspille nur Verluste gehabt. Inwieweit diese und viele andere Protestaktionen den Konzern zum Einlenken bewegt haben, lässt sich nicht seriös abschätzen. Zu Beginn des Jahres 2001 wurde der Vertrieb dann von der Firma Contragest aus Mörfelden-Walldorf übernommen. 2001 wurde die HEXAL-Initiative "Für eine bessere Zukunft" ins Leben gerufen. In einer bundesweiten Aufklärungskampagne informiert das Unternehmen nun mit der fachlichen Unterstützung eines wissenschaftlichen Beirats über das Down-Syndrom. "Vorurteile und verletzendes Verhalten in der Bevölkerung sollen durch Aufklärung über das Syndrom abgebaut werden." Gewiss soll diese Kampagne dazu beitragen, das ramponierte Image von HEXAL wieder etwas aufzubessern. Es ist aber bekannt, dass eine Reihe Ärzte und Einzelpersonen auch zukünftig auf Produkte der HEXAL AG verzichten werden, da die Firma trotz aller Warnungen hier der Wegbereiter war. „Hexal steht auch in Zukunft zu ihrer Entscheidung und der damit verbundenen Verantwortung.“ (Zitat aus einem Brief, der verschiedenen Lebensrechtsgruppen von Hexal zugeschickt wurde). Näheres dazu im Artikel „Hexals Verantwortung zum Menschengift Mifegyne®“ in der Rubrik Hintergrund.
 

Wussten Sie, dass...

... in Österreich die Abtreibungspille MIFEGYNE bei der "Allerheiligenapotheke" in Wien erhältlich ist? Zynischer geht's wohl nimmer. Entdeckt am 8.1.2003 auf der offiziellen deutschsprachigen Homepage für den Vertrieb der Abtreibungspille.

 

Australische Firma will kranke Embryos klonen

Eine australische Firma will mit dem Klonen menschlicher Embryonen für die Erforschung genetisch bedingter Krankheiten beginnen. Der Geschäftsführer von Stem Cell Sciences Peter Mountford, hatte schon am 8. März 2002 in Sydney angekündigt, Ziel sei das so genannte therapeutische Klonen kranker Embryonen. Entweder sollen menschliche Gene in tierische Eizellen eingepflanzt werden oder menschliche Eizellen benutzt werden, die bei künstlichen Befruchtungen übrig geblieben sind. Die verwendeten menschlichen Zellen sollen von Personen gespendet werden, die an genetischen Krankheiten leiden, erklärte Mountford. So entstünden geklonte Embryonen mit kranken Zell-Linien. "Das würde uns erlauben, die Wirkung von Millionen von Medikamenten gegen diese Linien zu beobachten." Auf keinen Fall wolle seine Firma einen dieser Embryonen sich zu einer geklonten Person entwickeln lassen. Als Standort für dieses Projekt komme Australien oder Grossbritannien in Betracht. (6.1.2003, Quelle: ap)

 

Israelische Forscher übertrugen embryonale Stammzellen von Mensch und Schwein - Ergebnis: Mini-Nieren

 Prof. Reisner und der Doktorand Benny Dekel von der Abteilung Immunologie des israelischen Weizmann Instituts, sowie Prof. Justen Passwell, der Leiter der Pädiatrischen Abteilung am Sheba-Krankenhaus, übertrugen sogenannte Nieren-Vorläuferzellen aus Schweinen und menschlichem Gewebe (Stammzellen, die sich zu Nierenzellen entwickeln sollen) in Mäuse. Sowohl das tierische als auch das menschliche Gewebe entwickelte sich zu perfekten Nieren, in der Grösse der Niere von Mäusen. Die winzigen Menschen- und Schweinenieren funktionierten und produzierten Urin. Die Blutzufuhr in den Nieren erfolgte ausserdem über wirtseigene Blutgefässe und nicht über Blutgefässe aus Spendergewebe. Auch das verringert das Risiko einer Abstossung enorm. Die Wissenschaftler fanden auch den Zeitraum in der Embryonalentwicklung heraus, in dem die Stammzellen die besten Chancen zur Bildung gut funktionierender Nieren mit minimalem Risiko einer Immunabwehr haben. Die Studienergebnisse deuten darauf hin, dass 7-8 Wochen altes menschliches und 4 Wochen altes tierisches Gewebe (vom Schwein) optimale Voraussetzungen für eine Transplantation bieten. Bei früherer Entnahme werden die Stammzellen auch andere Gewebearten wie Knochen, Knorpel und Muskel bilden. Bei einer späteren Entnahme steigt das Risiko einer Immunreaktion. Nachdem sie menschliches und tierisches Nierengewebe in Mäusen erzeugt haben, untersuchten die Wissenschaftler, wie menschliche Lymphozyten (die Kampfzellen des Immunsystems) darauf reagieren könnten. Die Methode befindet sich nun im Stadium vorklinischer Erprobung. Wenn alles wie geplant läuft, könnte eine Behandlung innerhalb weniger Jahre beginnen. Nach Angaben der U.S. National Kidney Foundation und des United Network for Organ Sharing warten allein in den USA über 50.000 Personen auf eine Nierentransplantation. Jedes Jahr sterben 2000 Patienten, während sie auf eine Niere warten. Die Wartezeit kann Jahre betragen, und auch nach einer Transplantation ist das Risiko einer Abstossung gross. Prof. Reisner ist Inhaber des Henry.-H.-Drake-Lehrstuhls für Immunologie. (Quelle: Newsletter der israelischen Botschaft in Deutschland vom 3.1.03)
 

Israel als Türöffner für die umstrittene Stammzellenforschung

Israelische Wissenschaftler der Technischen Universität in Haifa und des medizinischen Forschungsinistituts am Rambam-Krankenhaus in Haifa glückte offenbar die Herstellung von Herzgewebe aus embryonalen Stammzellen. Das Gewebe könnte den Forschern als Modell dienen, um den Einfluss verschiedener Medikamente auf das Herz zu testen. "Bis heute gibt es noch kein menschliches Herz, das zu diesen Versuchen tauglich wäre", wird Dr. Lior Gepstein vom Rappaport-Institut des Technions in Haifa zitiert.  Der unvoreingenommene Leser wird sich fragen, was "noch kein" bedeuten soll, und lässt vermuten, dass offenbar ganze Organe gezüchtet werden sollen. Die Erprobung von Herz-Medikamente sei unerlässlich, bevor sie zur Behandlung auf den Menschen angewendet werden können. Israel ist ein wichtiger Exporteur von embryonalen Stammzellen. Auch die Schweiz plant in Kürze Stammzellen aus Israel einzuführen. (4.1.03, Quelle: Israelische Tageszeitung Ha'aretz)


Leihmutter-"Paradies" Israel

Viele westliche Staaten verbieten Leihmutter-Geburten - darunter Frankreich, Deutschland, Österreich, die Schweiz, Italien, Norwegen, Schweden, Kanada und ein Teil der US- Staaten ... In Israel, wo diese Einrichtung nicht verboten ist, brauchen die Eltern, die das Kind großziehen, das von der Leihmutter ausgetragen wurde, nicht verheiratet zu sein ... (Israelischer Medienspiegel vom 27.12.2002, JED vom 25. 12., Teil B, S. 9, Michal Goldberg)

 

Ankündigung des Sekten-Klonbabys verunsichert Schweizer Stammzellenforschungs-Befürworter

Die Sensationsmeldungen über die Geburt des ersten Klonbabys "Eve" haben in der westlichen Welt eine Welle öffentlicher Empörung ausgelöst. Für FDP-Nationalrat und Präventivmediziner Dr. Felix Gutzwiller - ein vehementer Befürworter der Stammzellenforschung - kommt diese Ankündigung laut Berichten in der Schweizer Presse im allerdümmsten Moment. Im Schweizer Parlament steht eben die Freigabe und Regelung der Stammzellenforschung zur Debatte. Gutzwiller befürchtet nun, dass diese ablehnenden Reaktionen auch die aktuelle Diskussion in den Räten "ungünstig" beeinflussen werden. Genau diesen Zusammenhang suchten Befürworter des "therapeutischen Klonens" nämlich sorgfältig vermeiden, um Skeptiker dieser Technik dem Vorwurf des "Vermischens zweier verschiedener Dinge" aussetzen zu können. Gegner der Forschung an menschlichen Embryos hatten seit jeher darauf hingewiesen, dass die zugrundeliegende Technik zur Herstellung von Stammzellenkulturen mit jener zur Schaffung eines geklonten Menschen identisch sei. Dies schaffe eine unkontrollierbare Labor-Grauzone. Die von einschlägigen Wirtschaftskreisen mühsam konstruierte begriffliche Abgrenzung zwischen den beiden Klonzwecken droht nun zusammenzubrechen. Schon vor Jahren wurde eine "Initiative für menschenwürdige Fortpflanzung", welche sich gegen die In-vitro-Fertilisation (künstliche Befruchtung im Reagenzglas) wandte, mit dem Argument bekämpft, es werde keine überzähligen Embryonen geben, weil nach dem Fortpflanzungsmedizingesetz alle befruchteten Eizellen der Mutter eingepflanzt werden müssten. Wäre dem so gewesen, würde sich heute die Diskussion um die Stammzellenforschung mangels Stammzellen erübrigen. (jch.2.1.2003)

 

Kommt mit einer Absenkung der ethischen Standards das Klonen in Deutschland?

In Deutschland steht nicht nur die Frage nach der Zulassung der Präimplantationsdiagnostik (PID) auf der politischen Agenda. Auch schlummerte in den Schubladen des Bundesgesundheitsministerium der Entwurf für ein neues Fortpflanzungsmedizingesetz, “mit dem weitere, die künstliche Befruchtung und den Umgang mit Embryonen betreffende Fragen gesetzlich geregelt werden sollen”, so die Ärztin Claudia Kaminski, die Bundesvorsitzende der "Aktion Lebensrecht für alle", welche auch Vorsitzende des Bundesverbandes Lebensrecht (BVL) ist, unter dessen Dach inzwischen elf Lebensrechtsorganisationen Platz genommen haben. Darunter befinden sich die “Ärzte für das Leben” (ÄfdL), die Christdemokraten für das Leben” (CDL) oder die “Juristen-Vereinigung Lebensrecht” (JVL), die längst ebenfalls einen hohen Bekanntheitsgrad erreicht haben. Es gäbe keinen Anlaß davon, auszugehen, dass mit den angestrebten Regelungen der Embryonenschutz in Deutschland gestärkt oder auch nur erhalten bliebe. Im Gegenteil: Im Zuge der Bestrebungen, rechtliche Bestimmungen europaweit zu harmonisieren, drohe mit jedem neuen Gesetz sowie jeder Novelle eine Absenkung deutscher Standards. Angesichts des rasanten technischen Fortschritts in der Biomedizin sei darüber hinaus damit rechnen, dass die 598 Abgeordneten, die den Einzug in den nächsten, dann um rund 100 Sitze verkleinerten Deutschen Bundestag schaffen, gezwungen sein werden, “sich in den kommenden vier Jahren auch ernsthaft mit der Frage des Klonens zu beschäftigen”. Hier sei durchaus zu befürchten, “dass wenn dieser Komplex zur Entscheidung ansteht, ähnliche Regelungen drohen, wie bei der Forschung mit embryonalen Stammzellen” und dies “nicht zuletzt deshalb, weil die Forschung mit embryonalen Stammzellen ohne das sogenannte therapeutische Klonen im Grunde überhaupt keinen Sinn hat.” (Quelle: alfa, 2.1.2003)
 

USA setzen sich weiter gegen Abtreibung ein

Die USA halten an ihrer entschiedenen Ablehnung von Familienplanung und sexuellen Kontakten Minderjähriger fest. Auf einer asiatisch-pazifischen Bevölkerungskonferenz der Vereinten Nationen am Montag in Bangkok setzten sich die US-Vertreter für die Festlegung von Strafen für Abtreibung ein. Mit ihrer Ablehnung des Resolutionsentwurfes und ihren Forderungen nach "sprachlichen Verbesserungen" stünden die USA unter den rund 30 Teilnehmerstaaten alleine da, räumte Gene Dewey, Abteilungsleiter im US-Außenministerium für Bevölkerungsfragen, ein. Die US-Regierung will unter anderem eine Passage des Resolutionsentwurfs streichen, in der Staaten dazu aufgerufen werden, "unsichere Abtreibungen" zu verhindern. Washington will Abtreibungen jedoch generell verhindern und sie nicht als nationale Angelegenheit anerkennen. Zur Frage der Sexualität bei Minderjährigen sagte Dewey, Abstinenz sei "die gesündeste Form der Sexualität für Jugendliche". Entgegen der Behauptung einiger Konferenzteilnehmer halte Washington jedoch an den Grundsätzen der Schlusserklärung der Bevölkerungskonferenz von Kairo 1994 fest, betonte Dewey. Das Dokument von Kairo enthält Leitlinien, wie das Bevölkerungswachstum binnen 20 Jahren eingedämmt werden soll. Auf den großen UNO-Bevölkerungskonferenzen treffen sich die UNO-Mitgliedstaaten alle zehn Jahre. (Quelle: msn-news 16.12.2002)

Unkonventionelle Gedanken zum Schwangerschaftsabbruch

Der Deutsche Hans Tolzin legt auf seiner Homepage viele eigene grundsätzliche Überlegungen zum Komplex Schwangerschaft und Abbruch dar: Ein neuer Blick auf eine alte Geschichte mit vielen weiteren Links finden Sie unter http://www.tolzin.de/abtreibung.htm.

 

New Yorker Abtreibungsarzt: "Von dieser Stunde an will ich nichts mehr mit Abtreibungen zu tun haben!"

Seit mehr als zehn Jahren steht Father Philipp Reilly in New York gewaltlos vor Abtreibungskliniken und hat mit seinen MitarbeiterInnen viele abtreibungswillige Frauen zum Umdenken bewegt. In einem Interview berichtet er über einen besonders spektakulären Fall: "Jeder, der als Abtreiber arbeitet, kommt irgendwann zur Einsicht: Was ich da tue, ist falsch. Und dann wird das alles für ihn zur Hölle. Und von uns, den Leuten, die vor der Klinik stehen, nehmen sie an, wir würden sie hassen, weil sie ja Babykiller seien. Zu uns können sie ihrer Meinung nach also auch nicht gehen. Und so verzweifeln viele von ihnen und bringen sich langsam um. Die Abtreiber haben eine enorm hohe Sucht- und Selbstmordrate. Oder sie verbeissen sich ins Töten. Wir müssen uns also klar machen: Diese Menschen brauchen Hilfe. Da sie jeden Tag an uns vorbeikommen, sollten sie spüren, dass wir sie lieben. Dabei kann in ihnen langsam Hoffnung aufkeimen, ein Licht aufleuchten. - An einem bestimmten Tag waren 80 Frauen an mir vorbei in die Klinik gegangen und bis zwei Uhr Nachmittag hatten sich 37 (!) von ihnen für das Leben ihrer Kinder entschieden. Um zwei Uhr kommt daraufhin ein Arzt, der in der Klinik arbeitet, heraus und auf mich zu: 'Monsignore, darf ich mit Ihnen reden? Sie sollen der Erste sein, dem ich das sage: Von dieser Stunde an will ich nichts mehr mit Abtreibungen zu tun haben.' Ich antwortete ihm: 'Herr Doktor, darf ich Sie segnen?' - 'Ich bin aber Jude. Ich weiss nicht, ob Sie das dürfen.' - 'Wenn sie es mir erlauben, kann ich es.' Er erlaubt es mir und ich sage: 'Ich segne Dich im Namen des Gottes Abrahams, Isaaks und Jakobs. Gott ruft Dich, ein Apostel des Lebens zu sein. Du wirst ein besonderes Werkzeug in den Händen Gottes sein.' Er schaut mich an. 'Sie haben recht', sagt er, dreht sich um und geht zurück in die Klinik. Dort ruft er alle Leute zusammen, um ihnen zu sagen: 'Ihr müsst mit diesem Töten aufhören. Unbedingt.' Dann verlässt er die Klinik, steigt ins Auto - und hat nie wieder abgetrieben. Daran sieht man: Es geht nicht darum, vor der Klinik zu schreien und zu brüllen, sondern der Macht des Heiligen Geistes Raum zu geben." (Interview: Alexa und Christof Gaspari in 'Vision 2000' 6/02)

 

Strassenberaterinnen vor Abtreibungskliniken: Erfolg nur durch Liebe, nie durch Gewalt!

Nach Father Philipp Reilly, bekanntgeworden durch seine Strassenberatung vor New Yorker Abtreibungskliniken, gehen 95 Prozent der abtreibungswilligen Frauen, die sich anschliessend für das Leben entscheiden würden, zuerst in die Klinik, und kommen erst anschliessend mit ihrem angenommenen Ungeborenen wieder hinaus: "Wir behandeln sie freundlich. Wir werden nicht ärgerlich oder angespannt, auch wenn sie hineingehen. Im Gegenteil, das spornt unsere Liebe, unsere Freundlichkeit, unser Gebet an. Wenn sie dann wieder hinauskommen, haben sie keine Angst, auf uns zuzugehen. Wir sind dann auch die ersten, die ihre Freude, dass sie das Kind behalten haben, mit ihnen teilen. Wie herrlich ist das! Ihre Gesichter, ursprünglich angespannt, werden wunderschön. Wir haben erlebt, dass Hunderte Menschen, die im Abtreibungsgeschäft tätig waren, das aufgegeben haben. Einmal ist eine Frau herausgekommen und hat mir gesagt: 'Endlich verlasse ich diese Hölle!' Es passieren also dauernd Wunder. Eine Person, die in der Abtreibungsindustrie tätig war, ist jetzt eine der besten Strassenberaterinnen in den USA." (Interview: Alexa und Christof Gaspari in 'Vision 2000' 6/02)

 

Massenabtreibungen in Russland

60 Prozent der russischen Kinder werden abgetrieben. Dies berichtet Vladimir Kulakov, der Leiter des Forschungszentrums für Gynäkologie in Russland. Nur Rumänien habe eine höhere Abtreibungszahl pro Kopf. Darüber hinaus sind ungefähr sechs Millionen russische Frauen unfruchtbar (von 38 Mio. Frauen im gebärfähigen Alter). Mediziner sehen Abtreibung als Hauptursache der Unfruchtbarkeit, so Kulakov. Die Unfruchtbarkeit werde vermutlich weiter steigen. Laut Medienberichten führte der Fall der Sowjetunion zur Desintegration des Sowjet-Gesundheitssystems - was als Schlüsselfaktor hinter Russlands Bevölkerungsschwund angenommen wird. Die sei, so Life Site News, eine naive Berichterstattung. Es sei bekannt, dass der Sowjetkommunismus Abtreibung als Banner der Frauenbefreiung begünstigt hat, und dass das Gesundheitssystem auch vor dem Fall des Kommunismus weit unter den westlichen Standards lag. Die Sowjetunion war 1921 das erste Land, das Abtreibung legalisierte. (Pro-Life-Info vom 24.10.02, entnommen 'Vision 2000', 6/02)

 

Untersuchungen an Retortenbabies: rigoroseste Zuchtwahl mit nur 1,8 Prozent Überlebenschance

Die "European Society of Human Reproduction and Embryology" veröffentlichte im April 2001 erstmals Ergebnisse von 26 Präimpantationsdiagnostik-Zentren in Europa, den USA und Australien. Die Auswertung bezieht sich auf den Zeitraum der Jahre 1993-2000. Demnach hatten in den 26 PID-Zentren 886 Paare die Durchführung einer Untersuchung verlangt. Das Ergebnis: 123 Geburten mit insgesamt 162 Kindern. Für jede dieser 123 Geburten wurden durchschnittlich 74 Eizellen befruchtet. Das heisst: De facto wurden zunächst 9'102 Menschen künstlich erzeugt. Doch nur 162 von ihnen - das sind 1,8 Prozent - haben das Licht der Welt erblicken dürfen. In 132 Fällen wurde zusätzlich zur PID noch eine invasive pränatale Diagnostik durchgeführt, um die PID nochmals zu überprüfen, wobei Fehldiagnosen entdeckt wurden. Daraufhin wurden zwei der betroffenen Kinder abgetrieben, die beiden anderen Kinder wurden mit Schädigungen zur Welt gebracht. Darüber hinaus kam es zu sieben weiteren Abtreibungen, nachdem offenbar Schädigungen bei den Embryonen festgestellt worden waren, die mit der PID zuvor nicht erfasst wurden. Neun weitere Kinder wurden im Mutterleib getötet, um Mehrlingsschwangerschaften - wie es im Fachjargon heisst - "zu reduzieren". Man nennt das auch "selektiven Fetozid". Trotz diesen Tatsachen zeigt eine Studie des Büros für Technikfolgenabschätzung beim Deutschen Bundestag: 18,9 Prozent der Frauen würden ein Kind abtreiben, wenn bei einer PID eine Veranlagung zur Fettleibigkeit festgestellt würde. Weitere 36 Prozent würden zwar selbst nicht abtreiben, meinen aber, eine Abtreibung müsse auch in einem solchen Fall erlaubt sein. (entnommen 'Vision 2000, 6/02)

                                                                                                                                                                                                                                                                        

Nach Annahme der Fristenregelung: Stark gestiegene Nachfrage für Schwangeren-Beratung in der Schweiz

Nach der Annahme der Fristenlösung in der Schweiz durch das Volk wurden sehr schnell die gesetzlichen Grundlagen durch den Bund geschaffen - ohne den für die Durchführung zuständigen Kantonen Zeit für die notwendigen Vorbereitungen zu geben; diese kommen nun langsam in Gang - hier beispielhafte Informationen zu den Kantonen St. Gallen und Thurgau: St. Gallen (440'000 Einwohner) - hier werden bisher von der kantonalen Frauenzentrale (Stadt St. Gallen) sowie in Wattwil vom Regionalverein für Sozial- und Suchtberatung auch Schwangere in Konfliktsituationen beraten: http://www.tagblatt.ch/mailartikel.cfm?pass_id=719930&ressortname=Archiv
Für 2003 hat der Grosse Rat (= Kantonsparlament) nun 100'000 Franken budgetiert, um das Angebot zu verbessern. Das reicht natürlich bei weitem nicht aus: auch hier ist also privates Engagement gefordert, wie z.B. die Weihnachtsaktion des St. Galler Tagblatts "Mutterschaft ist ein Armutsrisiko": http://64.4.16.250/cgi-bin/linkrd?_lang=DE&lah=b0d6b8523424dd7be4c844a4bdf27d17&lat=1039366954&hm___action=http%3a%2f%2fwww%2etagblatt%2ech%2fmailartikel%2ecfm%3fpass_id%3d724236%26ressortname%3dArchiv
Thurgau (225'000 Einwohner) - auch hier sind seit Einführung der Fristenregelung die Anfragen nach Beratung in einem Masse gestiegen, dass sie von einer 30%-Stelle nicht mehr zu bewältigen sind - der Grosse Rat hat deswegen die Aufstockung auf eine 50%-Stelle beschlossen: http://64.4.16.250/cgi-bin/linkrd?_lang=DE&lah=b44b3570117c626f9aee9f73f6b031b0&lat=1039366954&hm___action=http%3a%2f%2fwww%2etagblatt%2ech%2fmailartikel%2ecfm%3fpass_id%3d719099%26ressortname%3dArchiv
Einen etwas ausführlicheren Artikel finden Sie unter: http://64.4.16.250/cgi-bin/linkrd?_lang=DE&lah=e6dad81afcbecd91f957a978f2c42d80&lat=1039366954&hm___action=http%3a%2f%2fwww%2etagblatt%2ech%2fmailartikel%2ecfm%3fpass_id%3d723102%26ressortname%3dArchiv
(Lebensfreunde-Newsletter vom 8.12.2002)

 

Die Tor macht weit: Australien öffnet Tür für verbrauchende Embryonenforschung

Sydney (ALfA).  Der australische Senat hat einem Gesetz zugestimmt, das die Gewinnung embryonaler Stammzellen aus menschlichen Embryonen legalisiert. Dabei werden die Embryonen getötet. Die Embryonen stammen aus Fruchtbarkeitskliniken, wo sie für künstliche Befruchtungen in grösserer Anzahl als benötigt erzeugt werden. Wie die ausschliesslich im Internet erscheinende "Netzeitung" unter Berufung auf den  Online-Dienst des britischen Magazins "New Scientist" (Ausgabe vom 05.12.) berichtete, hat der Senat den Gesetzentwurf mit einer deutlichen Mehrheit gebilligt. Es werde erwartet, dass auch das House of Representatives dem Gesetz ohne Änderungen zustimmt. Dann würde es in den ersten Wochen des Jahres 2003 in Kraft treten. Mit dieser Entscheidung würde sich Australien zwischen den USA und Grossbritannien positionieren. Auch in den USA ist die Gewinnung der Zellen aus menschlichen Embryonen nicht verboten. öffentliche Gelder erhalten aber nur Forscher, die mit Stammzell-Linien arbeiten die zum Zeitpunkt der Entscheidung im Jahr 2001 bereits existierten. In Grossbritannien ist die Gewinnung ebenfalls erlaubt. Hier dürfen Forscher aber auch Embryonen erzeugen, um gezielt Stammzellen zur Behandlung eines Kranken zu gewinnen. Dieses so genannte therapeutische Klonen ist in Australien verboten. (mehr dazu: http://www.netzeitung.de/)
 

Import von embryonalen Stammzellen aus Israel in wenigen Tagen möglich

Bonn (ALfA). Der Bonner Neuropathologe Oliver Bruestle wartet seit Juli auf die Genehmigung seines Forschungsprojektes durch das Robert-Koch-Institut. Mit dem neuen Stammzellengesetz hatten der deutsche Bundestag und Bundesrat in diesem Jahr die rechtlichen Grundlagen für Bruestles Vorhaben geschaffen. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft als Geldgeber hatte dem Vorhaben ebenfalls zugestimmt. Doch die Genehmigung durch das Robert-Koch-Institut in Berlin, das den Stammzellenimport überwacht, steht noch aus. Das Gespräch, dass der "Bonner Generalanzeiger" (Ausgabe vom 06.12.) mit dem Bonner Forscher führte, ist nachfolgen dokumentiert:
GA: Wie erklären Sie sich, dass andere Länder - Israel, Grossbritannien, USA - deutlich schneller in die Forschung mit menschlichen embryonalen Stammzellen eingestiegen sind als Deutschland?
Bruestle: Das liegt mit an der unterschiedlichen rechtlichen Situation in den verschiedenen Ländern. Mit dem Embryonenschutzgesetz hatten wir in Deutschland eine sehr restriktive Ausgangssituation. Erst mit Verabschiedung des Stammzellengesetzes konnte ein sicherer Korridor für diese Forschungsrichtung geschaffen werden. In Grossbritannien war dagegen der rechtliche Rahmen schon vor Jahren da, die Forschung an bis zu 14 Tage alten Embryonen zulässig. Ähnlich ist die Situation in den USA. Bevor Präsident Bush die Stichtagsregelung für öffentlich geförderte Forschung einführte, gab es keine scharfe Regelung. In Israel schliesslich gab es kaum eine kontroverse Diskussion zu diesem Thema, was unter anderem auch auf unterschiedliche religiöse Anschauungen zurückzuführen ist.
GA: Wie überbrücken Sie die Wartezeit, was forschen Sie derzeit?
Bruestle: Der Schwerpunkt unserer Arbeiten ist und bleibt die Arbeit an Stammzellen der Maus. Nur die am Tiermodell erfolgreichen Verfahren werden auf menschliche Zellen übertragen werden. Insofern werden die Grundlagen-Arbeiten durch die lange Wartezeit nicht beeinträchtigt.
GA: Wenn das Robert-Koch-Institut grünes Licht gibt, wie geht es dann weiter?
Bruestle: Wir werden die Zellen baldmöglichst aus Israel importieren, das könnte innerhalb weniger Tage geschehen. Dann wird es darum gehen, die Stammzellen zu vermehren und sie gezielt in Zellen des Nervensystems umzuwandeln. Diese werden wir in einer zweiten Phase am Tiermodell auf ihr therapeutisches Potenzial untersuchen. (alfa-newsletter vom 7.12.2002)

 

Rom: 20 Jahre Haft für Ärzte wegen illegaler Abtreibungen von lebensfähigen Föten

Rom. Zwei römische Ärzte sind wegen illegaler Abtreibungen am Montag zu je 20 Jahren Haft verurteilt worden. Das berichten die italienische Tageszeitung La Stampa am 28.11.2002. Die beiden Brüder Marcello und Ilio Spallone wurden von einem Gericht in der italienischen Hauptstadt für schuldig befunden, Abtreibungen auch nach dem dritten Schwangerschaftsmonat durchgeführt zu haben und lebensfähige Föten getötet zu haben. In der als Klink der Kommunisten bekannten Abtreibungsklinik Villa Gina hätten rauhe Sitten geherrscht, berichtet La Stampa: Föten seien einfach in den Abfall geworfen worden, ist in Gerichtsakten nachzulesen. Mitten in der Nacht habe es Abtreibungen an über sieben Monate alten Ungeborenen gegeben. In 16 nachgewiesenen Fällen sind 8 Monate alte - lebensfähige - Föten getötet worden. Angeklagt sind auch der Anästhesist, eine Hebamme und eine Sekretärin. Sie wurden jeweils zu einer Haftstrafe von 12 Jahren verurteilt. Die Kronzeugin des Prozesses, Feleziana Alesse, die zwischen 1991 und Jänner 1999 selbst in der Villa Gina tätig war, weiß von grausamen Details zu berichten: Föten, die verbrannt, in Wasser geworfen oder richtiggehend zerhackt worden seien; medizinische Dokumente, die verschwunden seien und Abertausende Frauen, die viel dafür zahlten, um ihre Schwangerschaft abzubrechen. Die Villa Gina heißt in Rom nun nicht mehr Klinik der Kommunisten, sondern Klinik der illegalen Abtreibungen.

 

Deutschland: Lebensrechtler in der CDU schneiden bei Erststimmen am besten ab

Berlin (ALfA). Unter den CDU-Direktkandidaten haben bei der Bundestagswahl 2002 diejenigen Politiker die besten Ergebnisse erzielt, die sich zuvor öffentlich zum Schutz des menschlichen Lebens bekannt haben. Das berichtet die evangelische Nachrichtenagentur idea. Danach erhielt Manfred Carstens im Wahlkreis Cloppenburg/Vechta den grössten Anteil an Erststimmen (62,2 Prozent). Ihm folgen Franz Romer (Biberach) mit 54,2 Prozent, Tanja Gönner (Sigmaringen) mit 54,1 Prozent und Martin Hohmann (Fulda) mit 54 Prozent. In der vergangenen Legislaturperiode unterstützten sie Forderungen nach einer Verschärfung des § 218 und nach einem Importverbot embryonaler Stammzellen. Darüber hinaus beteiligten sie Carstens und Hohmann an einer Umfrage der "Aktion Lebensrecht für Alle" (ALfA). Nach Auswertung der Umfrage empfahl die ALfA in ihren sogenannten Wahlprüfsteinen, die vor der Wahl auf der ALfA-Homepage (http://www.alfa-ev.de/) veröffentlicht wurden, die beiden Abgeordneten aufgrund ihrer Haltung zu Abtreibung, Euthanasie, Embryonenschutz und Klonen zur Wiederwahl. Dagegen konnte die CDU-Abgeordnete Katharina Reiche, die vom Kanzlerkandidaten Edmund Stoiber (CSU) in das Kompetenzteam berufen worden war und sich in der vergangenen Legislaturperiode für die Herstellung embryonaler Stammzellen im eigenen Land stark gemacht hatte, in Potsdam nur 22 Prozent der Erststimmen erlangen. (alfa-newsletter 11.10.2002)

 

Unbegrenzte Möglichkeiten: Kalifornien erlaubt Stammzellen-Forschung ohne Auflagen

Los Angeles (ALfA). Als erster Bundesstaat der Vereinigten Staaten von Amerika und in direktem Widerspruch zu den US-Präsident George W. Bush festgelegten Einschränkungen erlaubt Kalifornien die uneingeschränkte Forschung an embryonalen Stammzellen (ES). Dies berichtet das "Deutsche Ärzteblatt" in seiner Online-Ausgabe (24.09.). Danach begründete der kalifornische Gouverneur Gray Davis ein entsprechendes Gesetz tags zuvor mit den Worten "Die Stammzellenforschung könnte Millionen von Leben retten". Der Gesetzestext erlaubt freiwillige Embryospenden und ihre Verwertung zu Forschungszwecken, für die Bush vor einem Jahr auf Bundesebene staatliche Foerdermittel gestrichen hatte. Aus embryonalen Stammzellen können sich alle Zell- und Gewebetypen des menschlichen Organismus entwickeln. Forscher hoffen deshalb, dass Stammzellen die Behandlung und sogar Heilung der heute am weitesten verbreiteten Krankheiten voranbringen können? wie etwa Diabetes, Parkinson, Krebs, Herzkrankheiten, Leukämie und Rückenmarksverletzungen. Nach den Worten Davis liege Kalifornien gut um Rennen, um auf diesem Gebiet mit an die Weltspitze zu gelangen. (alfa-newsletter 27.09.2002)
 

Neue Studie belegt: Deutsche wollen andere Biopolitik

Köln (ALfA). Das Magazin "Geo Wissen" hat in seiner aktuellen Ausgabe (16.09.) die Ergebnisse einer Allenbach-Umfrage zu Biomedizin veröffentlicht. Dazu erklärte die Vorsitzende des Bundesverbandes Lebensrecht (BVL), Dr. med. Claudia Kaminski: "Die im Bundestag vertretenen Parteien tun gut daran, den von ihnen in der Biopolitik verfolgten Kurs zu überdenken. Denn ihm fehlt ganz offensichtlich der Rückhalt in der Bevölkerung. Das belegt die erfreuliche Deckungsgleichheit zweier verschiedener repräsentativer Umfragen. Dem Trend nach decken sich viele der gestern veröffentlichten Ergebnisse der Umfrage, die das Institut für Demoskopie Allensbach fuer "Geo Wissen" ermittelt hat, mit den Resultaten einer Umfrage, die das Meinungsforschungsinstitut dimap im April im Auftrag des BVL durchgeführt hat (vgl. ALfA-Newsletter vom 20.04.). So begrüssen etwa auch nach der Allenbachs-Umfrage nur eine Minderheit (29 Prozent) das neue Stammzellgesetz. In der dimap-Umfrage waren das 24 Prozent. Dagegen lehnen laut Allensbach 64 Prozent der Frauen und 45 Prozent der Männer das neue Gesetz strikt ab. In der dimap-Studie waren es 74 Prozent der Frauen und 64 Prozent der Männer, die sich klar gegen den Import embryonaler Stammzellen aussprachen. Laut Allensbach vertreten auch nur 21 Prozent die Ansicht, menschliche Embryonen, die bei der künstlichen Befruchtung nicht mehr benötigt würden, sollten für die Forschung freigegeben werden. In der dimap-Studie waren es 23 Prozent. Dagegen hielten 71 Prozent die Bestimmungen des Embryonenschutzgesetzes für richtig. Auch dass laut "Geo Wissen" Unterschiede zwischen den Konfessionen kaum messbar waren, deckt sich mit unseren Erfahrungen. Auch dimap ermittelte keine signifikanten Unterschiede in den Werthaltungen von Konfessionslosen und konfessionell Gebundenen. Der BVL fordert die Politik auf, endlich zur Kenntnis zu nehmen, dass der Lebensschutz weder das alleinige Anliegen von Christen ist, noch derart übergangen werden darf, wie die derzeit geschieht und auch im Wahlkampf besichtigt werden konnte. (alfa-newsletter 19.09.2002)
 

Ärzten haben genug von Spätabtreibungen: Kongress legt Diskussionspapier vor

Düsseldorf (ALfA). Die Praxis der Spätabtreibungen wird offensichtlich auch den Gynäkologen zuviel. Auf dem Kongress der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) in Düsseldorf drückten laut einem Bericht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) am Mittwoch (11.09.) Ärzte ihr "wachsendes Unbehagen über diese unerwünschte Folge der Reform des Paragraphen 218" aus dem Jahr 1995 aus. Nach der Vorstellung der Ärzte soll analog zur geltenden Fristenregelung auch bei medizinischer Indikation der Abtreibung eine Beratung mit angemessener Bedenkzeit zur Pflicht werden. Eine Expertengruppe aus Medizinern, Psychologen und Humangenetikern müsse individuell den betroffenen Eltern zu Seite stehen, forderten die Gynäkologen. Auf dem Kongress legten die Ärzte dazu ein Diskussionspapier vor, in dem eine "qualifizierten Neuorientierung" gefordert wird. Danach sollen Abtreibungen "in der Regel" dann nicht mehr vorgenommen werden können, wenn das Kind bereits ausserhalb des Mutterleibes überlebensfähig ist. Ausnahmen seien nur bei schwersten unbehandelbaren Erkrankungen vertretbar, bei denen das Kind nach der Geburt keine Überlebenschance habe. Um überhaupt die Grösse des Problems abschätzen zu können, sei eine gesetzliche Möglichkeit statistischer Erhebungen zu schaffen. Schätzungen zufolge werden in Deutschland jedes Jahr rund 800 Spätabtreibungen durchgeführt. Eine Pflicht zur Beratung gibt es ebenso wenig, wie eine zur statistischen Erfassung. (alfa-newsletter 13.09.2002)

 

Die Zahl minderjähriger Mütter steigt rapide.

Düsseldorf (ALfA). Die Zahl minderjähriger Mütter ist in Deutschland von 1998 bis 2000 auf 45 Prozent gestiegen. Dies berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung (Ausgabe vom 12.09.) So hätten im Jahr 2000 mehr als 7.000 minderjährige Frauen ein Kind zur Welt gebracht, 161 seien noch keine vierzehn Jahre alt gewesen. (alfa-newsletter 13.09.2002)
 

Deutschland - Ganze Städte voll Kinder beseitigt

Berlin (ALfA). An jedem Arbeitstag werden in Deutschland etwa 1.000 Kinder durch Abtreibung getötet. Seit 1995 sind in Deutschland rund 1,8 Millionen Abtreibungen vorgenommen worden. Das entspricht der Einwohnerzahl von Köln, Leipzig, Braunschweig und Potsdam zusammen. (alfa-newsletter 06.09.2002)
 

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