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Die Schweiz in Europa - Buchempfehlungen zum Thema

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Glücklich, wer in dieser hektischen Zeit die Musse findet, nicht nur einschlägige Artikel sondern auch Bücher zu lesen! Folgende Auswahl sei als Hintergrundlektüre zum Problemkreis Schweiz-Europa empfohlen. Diese Liste wird gelegentlich ergänzt.

 

Jürgen Elsässer

Wie der Dschihad nach Europa kam - Gotteskrieger und Geheimdienste auf dem Balkan

NP Buchverlag, 246 Seiten, gebunden, ISBN 3-85326-376-3

Mindestens drei der mutmasslichen Attentäter des 11. September haben in den neunziger Jahren auf dem Balkan gekämpft. Eine Flugstunde von Wien und München entfernt trainierten sie den gnadenlosen Kampf gegen die „Ungläubigen“ – mit Unterstützung der NATO-Geheimdienste. – Osama bin Laden hat von der pro-westlichen Regierung in Sarajevo einen Pass bekommen. Hunderte seiner Getreuen wurden von US-Agenten in das Kosovo und nach Mazedonien geschleust, andere steuerten Wien und Hamburg an – und bereiteten dort das Inferno des 11. September vor. – Im bosnischen Bürgerkrieg haben einige Tausend militante Moslems aus den arabischen Staaten und dem Iran gegen Serben und Kroaten gekämpft. Wie schon in Afghanistan schloss die US-Administration auch damals einen Pakt mit dem Teufel: Unter Bruch des UN-Waffenembargos versorgte sie die Gotteskrieger mit modernsten Waffen. Drei Beispiele von vielen. Doch während in den Standardwerken zu Al Qaida die Aktivitäten der Terroristen auf allen Kontinenten ausführlich geschildert werden, blieb ausgerechnet das europäische Aufmarschgebiet der Dschihadisten so gut wie unbeachtet. Diese Lücke schliesst Jürgen Elsässers neues Buch. Er deckt darin die Hintergründe jener unseligen Mesalliance zwischen dem Westen und dem Islam auf und informiert über Taktik und Ziele der Dschihadisten auf dem Balkan. Elsässer stützt sich neben internationalen Quellen auf Gespräche mit Geheimdienstexperten und Mitgliedern der UN-Mission in Bosnien sowie auf zahlreiche Besuche vor Ort.

 

Paul von Buitenen

Korruptionskrieg in Brüssel - Der Kampf um ein transparentes Europa

Brunnen-Verlag Basel, 264 Seiten, gebunden, CHF 28.90, EUR 16.95, ISBN 3-7655-1877-8

In seinem neuen Buch beleuchtet Paul van Buitenen das Versagen des in Brüssel ansässigen europäischen Beamtenapparates. Der ehemalige EU-Beamte, der durch seine Enthüllungen die EU-Kommission stürzte, zeigt auf , dass auch seit dem Fall der Kommission unter der neuen Leitung durch Romano Prodi praktisch nichts unternommen wird, um Betrugsfälle innerhalb der EU-Institutionen konsequent zu verfolgen. Schlimmer noch: Beamte, die sich offen gegen Korruption zur Wehr setzten, wie die Spanierin Marta Andreasen oder der Brite Robert McCoy, geraten jetzt erbarmungslos ins Räderwerk der bürokratischen Maschinerie. Die Geschichten solcher Menschen werden in diesem Buch erzählt. Als kleiner Beamter und Enthüller konnte van Buitenen, der im Verlauf seines Kampfes Christ wurde, bisher nur mehr oder weniger machtlos zusehen. Doch nun setzt er seine Hoffnungen auf den Einzug ins Europäische Parlament, um dort als Abgeordneter seine Anliegen intensiver und wirksamer verfolgen zu können. Nach seiner Wahl schuf er zusammen mit Politikern verschiedener politischer Lager die Liste "Europa transparent". Trotz familiärer Belastung durch die Krankheit seiner Frau kämpft van Buitenen weiter für ein menschliches und demokratisches Europa.
 

 

Udo Ulfkotte

Grenzenlos kriminell! Die Risiken der Osterweiterung - Was Politiker verschweigen

März 2004 im Bertelsmann-Verlag

Im März 2004 erscheint das neuste Buch vom bekannten Autor Udo Ulfkotte im Bertelsmann-Verlag zur Osterweiterung. Der Titel verspricht viel. Drogenhandel, Geldwäsche und sonstige Aktivitäten der organisierten Kriminalität machen schon lange nicht mehr vor den Außengrenzen der EU Halt. Aber was wird nach der im Mai 2004 erfolgenden Osterweiterung? Das neue Buch nennt die Hintermänner beim Namen und analysiert das Bedrohungspotenzial der organisierten Kriminalität. Der Autor stützt sich dabei auf intensive Recherche und Exklusivmaterial, das ihm u.a. von zwei Bundesländern zur Verfügung gestellt wurde.


 

Balanyá, Doherty, Hoedman, Ma'anit, Wesselius

Konzern Europa - Die unkontrollierte Macht der Unternehmen

2001 als Taschenbuch im Rotpunktverlag Zürich, 391 Seiten, ISBN 3-85869-216-6

Erstveröffentlichung unter dem Titel "Europe Inc., Regional & Global Restructuring and the Rise of Corporate Power" bei Pluto Press, London und Sterling (VA, USA) 2000

In der Öffentlichkeit kennt man sie kaum dem Namen nach - Organisationen wie den European Roundtable of Industrialists, die Transatlantic Economic Partnership oder die International Chamber of Commerce. Und doch sind sie es, die den Rahmen setzen, in dem die Politik überhaupt noch gestalten kann. Diese Wirtschaftslobbygruppen ziehen im Hintergrund die Fäden, wenn es um neue Gesetzeswerke in der EU, um wichtige Entscheidungen im Rahmen der OSZE,  der WTO oder in der UNO geht. Dieses Buch benennt die Hauptbeteiligten dieser antidemokratischen Strukturen und legt das, welche Mechanismen die Dominanz der wirtschaftlichen Macht ermöglicht haben. Fallstudien untersuchen den erdrückenden Einfluss der Konzerne und decken auf, wer die wichtigen Entwicklungsschritte der europäischen Einigung der neunziger Jahre vorgezeichnet hat. Die Autoren zeichnen das Bild einer Demokratie, in der sich die Einflussmöglichkeiten der Bürgerinnen und Bürger fast gänzlich verflüchtigt haben. Sie zeigen aber auch auf, wie immer mehr Menschen sich dessen bewusst werden und sich zu wehren beginnen.

 

Bruno Bandulet

Tatort Brüssel - Das Geld, die Macht, die Bürokraten

1999 im Wirtschaftsverlag Langen Müller/Herbig München, 262 Seiten, ISBN 3-7833-7399-7

Am 16. März 1999 mussten die 20 EU-Kommissare den Hut nehmen. Bandulet erzählt die Geschichte des Skandals, untersucht die Verflechtungen von Geld und Macht, gibt Einblick in den politischen Alltag der Eurokratie und plädiert für ein anderes, besseres Europa. Ein kritisches Buch für Bürger, die es gut meinen mit einer freiheitlichen Gesellschaftsordnung. Hinweis auf dem Schutzumschlag: "Die EG-Gesundheitsminister warnen: Der Inhalt dieses Buches verletzt Tabus und gefährdet die Sprachregelung in Europa!". Die Bürokraten in Brüssel, Europas heimliche Regierung: eine Geschichte von Betrug, Misswirtschaft und Geldverschwendung. Zugleich eine skeptische Bilanz von mehr als 40 Jahren europäischer Integration, die trotz aller Verdienste jetzt offenbar an die Grenzen des Machbaren gestossen ist. Das Buch enthält auch den Bericht der "fünf Weisen", welche zum Rücktritt der Europäischen Kommission führte, nebst einer umfangreichen Orientierungshilfe mit Adressen im Brüsseler EU-Dschungel. Bandulet ist auch Autor zweier Bücher über den Euro.

 

Paul van Buitenen

Unbestechlich für Europa - Ein EU-Beamter kämpft gegen Misswirtschaft und Korruption

1999 im Brunnen Verlag Basel, 288 Seiten, ISBN 3-7655-5862-1

Erstveröffentlichung 1999 unter dem Titel "Strijd voor Europa" bei Uitgeverij Ten Have, Baarn NL

Ein kleiner Beamter bei der EU in Brüssel beschliesst, die Betrügereien in der Europäischen Kommission ans Licht zu bringen. Sein Vorgehen verursacht einen öffentlichen Skandal und lässt den 42jährigen Niederländer zu einer politischen Bedrohung für viele werden. Zwanzig Kommissare, darunter Jacques Santer, Martin Bangemann und Edith Cresson, müssen u.a. aufgrund seiner Recherchen zurücktreten. Van Buitenens Zivilcourage wird indirekt zum Steigbügel für Romano Prodis Versprechen für mehr Offenheit. Paul van Buitenen wurde für viele eine Symbolfigur für Demokratisierung und Transparenz in Europa. "Der kleine Buchhlater Paul van Buitenen wurde zum Kronzeugen der Brüsseler Misswirtschaft. Seither gilt er vielen Journalisten und EU-Abgeordneten als Märtyrer der Eurokratie." (DIE ZEIT)

 

Wolfgang Hingst

Abgezockt, verkauft und angeschmiert - Ihre Zukunft als EU-Bürger

1999 als Taschenbuch im InterInfo-Verlag, 317 Seiten, ISBN 3-9501097-0-6

Der Autor, Publizist, Doktor der Philosophie, Redakteur und Reporter beim ORF, Autor und Regisseur zahlreicher Fernehdokumentationen ist auch engagiert in der Volksbildung. Er erhielt 1991 den Konrad-Lorenz-Preis, 1993 den Ehrenpreis der Österreichischen Gesellschaft für Onkologie. Das Buch ist ein Brevier für kritische Zeitgenossen, welches aufzeigt, wo in EU-Direktiven Gefahren lauern und wie sich der EU-Bürger vor der Aushöhlung seiner Rechte zur Wehr setzen sowie Gesundheit und Lebensraum schützen kann. Die Dokumentation umfasst diverse Bereiche von Konsumwelt und öffentlichem Leben, inklusive Energie, Umwelt  und Verkehr. Das Buch enthält eine herausnehmbare E-Nummern-Tabelle, welche beim täglichen Einkauf von Lebensmitteln Hinweise auf schädliche Nebenwirkungen von bestimmten legalen Inhaltsstoffen vermittelt.

 

Volker Angres, Claus-Peter Hutter, Lutz Ribbe

Bananen für Brüssel - Von Lobbyisten, Geldvernichtern und Subventionsbetrügern

1999 bei Droemer München, 311 Seiten, ISBN 3-426-27093-5

160 Milliarden DM umfasste der Haushalt der Europäischen Union 1999, und auf dieses Geld aus Brüssel haben es viele abgesehen. Es zieht Lobbyisten, Geldverschwender und Subventionsbetrüger an wie ein Misthaufen die Fliegen. Auch Kriminelle wollen schnell ans grosse Geld kommen. Die Brüsseler Bürokratie hinkt den professionellen betrügern kläglich hinterher. In ihrem Verordnungswahn haben sich die Eurokraten den Verbraucherinteressen längst völlig entfremdet. Die Konsequenz daraus sind nicht nur gigantische Fehlinvestitionen, sondern vor allem eine völlig verfehlte Landwirtschaftspolitik: Riesige Agrarfabriken produzieren Masse statt Klasse, und im Supermarkt werden die Verbraucher dafür zur Kasse gebeten. Erstmals deckt dieses Buch, mit Humor geschrieben, die aberwitzige Subventionitis und die Ineffizienz auf, die im Windschatten der Brüsseler Zentrale gedeihen.

 

Beat Leuthardt

An den Rändern Europas - Berichte von den Grenzen

1999 als Taschenbuch im Rotpunktverlag Zürich, 310 Seiten, ISBN 3-85869-184-4

Der Autor, Jurist und Publizist im Bereich Migration und Überwachung, erzählt Geschichten von den neuen Grenzen Europas. Er bereiste verschiedenste Orte in den Grenzregionen von Spanien-Marokko, Italien-Albanien-Tunesien, Österreich-Slowenien-Ungarn-Slowakei, Ukraine-Slowakei-Ungarn und Litauen-Weissrussland-Polen. Während sich die Grenzen innerhalb Europas lockern, werden die Aussengrenzen immer undurchlässiger. Vorgelagert sind so genannte "Pufferzonen", in denen Menschen aus dem Süden und Osten bereits präventiv abgewehrt werden. Ebenso setzt die EU-Sicherheitspolitik dem kleinen Grenzverkehr ein Ende und zerschneidet gewachsene Regionen mit neuen "Eisernen Vorhängen". Was bedeutet es, wenn Nachbarn plötzlich unerreichbar werden? Hier kommen Menschen von Süd- bis Osteuropa zu Wort. Vom selben Autor stammt das Buch "Festung Europa"

 

Wilhelm Hankel, Wilhelm Nölling, Karl Albrecht Schachtschneider, Joachim Starbatty

Die Euro-Illusion - Ist Europa noch zu retten?

2001 im Rowohlt Taschenbuch Verlag Hamburg, 346 Seiten, ISBN 3-499-23085-2

Der Euro ist eingeführt, das Vertrauen der Deutschen geniesst er auch im dritten Jahr nicht. Zu Recht, wie die vier renommierten Wissenschaftler erklären, die 1998 mit ihrer "Euro-Klage" Furore machten. Damals warnten sie, dass der Euro zur Weichwährung werden würde - und behielten Recht. In ihrem neuen Buch zeigen sie, warum die Einheitswährung schon bald zum Sprengsatz für Europa werden kann - mit fatalen Folgen für alle. Keine der falschen Weichenstellungen ist bislang von der Politik korrigiert worden, und doch schickt die Gemeinschaft sich an, den Kreis ihrer Mitglieder und Anwärter auf 28 Länder zu erweitern, ohne sich selbst stabilisiert zu haben. Es sei eine Illusion zu glauben, so die Autoren, dass die Einheit Europas so vorankomme. Sie stehe im Gegenteil vor dem fürchterlichsten Rückschlag ihrer Geschichte. Der regionale Gegensatz von Arm und Reich werde sich vertiefen, die bestehenden Errungenschaften der sozialen Sicherung und des Ausgleichs zwischen Arbeit und Kapital seien von der Zerstörung bedroht. Die Stabilitätsgemeinschaft, gesetzliche Grundlage des deutschen Euro-Beitritts, sei unerreichbar. In eingehenden Analysen warnen die vier Autoren vor dem wirtschaftlich-monetären, politischen, sozialen und verfassungsrechtlichen Folgen des Beharrens auf einem unfertigen Europa-Konzept und fordern Korrekturen, solange es noch geht.

 

Willy Futterknecht

EU-Beitritt? - Die 46 Souveränitäts-Verluste

1994 im Radika-Verlag Stans, 156 Seiten, ISBN 3-9520743-0-6

Gerade weil das Buch vor fast 10 Jahren erschienen ist, lohnt sich seine Lektüre aus der zeitlichen Distanz um so mehr. Der inzwischen verstorbene Autor war Nationalökonom und arbeitete über drei Jahrzehnte in der Dritten Welt. Er war Wirtschaftsdozent und Dekan an der Peruanischen Universität und wirkte als Berater von Landwirtschaft und Industrie. Beirat politischer Instanzen und des "Andenpaktes". 1977 ausgezeichnet mit dem höchsten Verdienstordens Kolumbiens. Er war auch Verfasser des Standardwerks "Das EG-Trugbild" und Herausgeber eines Informations-Bulletins "EG-Realitäten". Das Buch "EU-Beitritt?" stützt sich auf Zehntausende von Dokumenten zur EWR/EG-EU-Problematik, systematisch gesammelt seit 1972. Sie beweisen die verheerenden Folgen, welche für die Schweiz ein Beitritt zur Union hätte. Die sorgfältig konzipierte Analyse ist auch heute noch eine Herausforderung für alle "europhilen" Zeitgenossen. Nicht von ungefähr untertitelte der Autor sein Werk mit "Antwort auf die bundesrätliche Provokation"

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