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Die Frage nach der Rolle der Schweiz in der Welt stellt sich nach ihrem Beitritt zur Organisation der Vereinten Nationen unter neuen Umständen. Die Schweiz als bündnisfreier und neutraler Kleinstaat sowie als Depositarstaat der Genfer Konventionen hat aus ihrer Geschichte heraus ihre besondere Aufgabe im Dienst von Frieden, Menschenwürde und Gerechtigkeit wahrzunehmen, ohne das Land von machtpolitischen Interessen der Grossmächte instrumentalisieren zu lassen. Dieser Gefahr muss sich die Schweiz stets bewusst bleiben, um ihre Freiheit im Rahmen der zu oft als Legitimations-Feigenblatt benutzen Weltorganisation zu erhalten. - Diese News-Plattform hier vermittelt Denkanstösse und Links zum Verhältnis Schweiz-Uno. Die wohlklingenden Ideale und Verheissungen der Weltorganisation können mit ihren eigenen Schattenseiten und der Realpolitik ihrer Mitglieder oft schlecht zur Deckung gebracht werden. Aber auch innerhalb der Uno bestehen seit ihrer Gründung Tendenzen, die Machtpolitik, Korruption und Weltregierungsideologien begünstigen. Ein kritischer Blick muss dem populären und bisweilen etwas naiv scheinenden Bild einer Weltorganisation, die nichts anderes als den Weltfrieden fördere und unersetzliche humanitäre Arbeit leiste, gegenübergestellt werden.
10.01.2006 Uno-General verzweifelt an
unmöglicher Mission - Urano da Matta Bacellar, Oberkommandierender der
Blauhelmmission in Haiti, hat sich erschossen. Viel spricht dafür, dass er den
Misserfolg des Uno-Einsatzes nicht mehr ertragen konnte. In einem Land voller
Hass und Gewalt stehen die Friedenshüter auf verlorenem Posten. Mehr unter
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,394467,00.html
20.11.2005 Folgen des UN-Berichts über
Korruption beim Programm Oil-for-Food für den Irak - Mit dem “Öl für
Lebensmittel”-Programm der UN sollte die Not der Menschen im Irak unter dem
Saddam-Regime gelindert werden. Doch westliche Firmen zahlten unter dem
Deckmantel des humanitären Hilfsprogramms rund 1,8 Milliarden US-Dollar als
Bestechungsgeld an Saddams Regime. Unter den 2000 beteiligten Firmen finden sich
auch 64 deutsche. Die Korruption im Namen der Menschlichkeit beschäftigt in der
Schweiz und in Grossbritannien die Staatsanwaltschaften. Für die deutsche Justiz
war das bislang kein Thema. Eine "Monitor"-Recherche des Westdeutschen Rundfunks
unter
http://www.wdr.de/tv/monitor/real.phtml?bid=747&sid=137
22.06.2005 Gegen das Christentum: UNO
und EU als neue Ideologien - In EU-Dokumenten würden oft alle Formen von
Religion in einen Topf geworfen und als fundamentalistisch und intolerant
abgetan, heisst es in einem neuen Buch. Mehr unter
http://www.kath.net/detail.php?id=10816&&print=yes
10.02.2005 Das Geschäft mit dem Hunger
- In der Kontroverse um Gentech-Nahrung in den Ländern des Südens stellt
sich Swissaid gegen die Politik der Uno. «Gentechnologie stillt den Hunger
nicht»: Unter diesem Motto hat Swissaid eine Kampagne gegen Gentechnologie in
der Landwirtschaft lanciert. Das Schweizer Hilfswerk stellt sich damit gegen die
Politik des Welternährungsprogramms der Uno. Als vor gut zwei Jahren Millionen
Menschen im südlichen Afrika unter einer Hungersnot litten, schockierte Sambia
die internationale Helfergemeinschaft mit ungewöhnlicher Konsequenz: Es weigerte
sich, den vom Uno-Welternährungsprogramm (WFP) gelieferten, gentechnisch
veränderten Mais an die Hungernden zu verteilen. «Wir mögen zwar arm sein und
keine Nahrung haben, aber wir werden unsere Bevölkerung diesem Risiko nicht
aussetzen», sagte Sambias Präsident Levy Mwanawasa auf dem Höhepunkt der
Hungerkrise. Mehr unter
http://www.espace.ch/artikel_60556.html
07.02.2005 Schweizer Verwicklungen bei
Uno-Programm: «Oil for food»: Uno-Programm mit Makeln. - Im Skandal um das
Uno-Programm «Öl für Nahrung» kommt der Schweiz eine «beträchliche Bedeutung»
zu. Dies hält der Basler Strafrechtsprofessor Mark Pieth, Mitglied der
untersuchenden Volcker-Kommission, in Interviews mit Sonntagszeitungen fest.
Mehr unter
http://www.tagesanzeiger.ch/dyn/news/schweiz/464930.html
18.01.2005 Fluthilfe - nach dem
Skandaljahr 2004 die letzte Chance für die Uno - Korruption, Vergewaltigung
und unfähige Blauhelme - die Uno durchlebt die schlimmste Glaubwürdigkeitskrise
ihrer Geschichte. Mit der Fluthilfe in Südasien will sie auch ihren eigenen Ruf
retten. Mehr unter
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,337188,00.html
08.01.2005
Makaberer Aufruf: Spenden für die Abtreibung der Überlebenden! - Ein
makaberer Spendenaufruf für Südostasien ist vom Bevölkerungsfonds der
Vereinten Nationen „UNFPA“ (United Nations Populations Division) ausgegangen.
Die „UNFPA“ bat am 6. Januar willige Spender um die milde Gabe von umgerechnet
21 Millionen Euro für die schwergeprüften Katastrophengebiete Südostasiens.
Das Geld werde für den „Wiederaufbau der Fortpflanzungs-Gesundheitsdienste“
benötigt. US-amerikanische Lebensschutzorganisationen stellten klar, daß hier
Geld für Kondome, frühabtreibende Präparate und mobile Abtreibungsstationen
gesammelt wird. Entdeckt unter
http://www.kreuz.net/article.467.html

02.12.2004
Präventivkriege als neues UN-Prinzip - Die Vereinten Nationen stehen
knapp davor, das wichtigste Prinzip, auf dem ihre Existenz begründet ist,
preiszugeben: Ein Organ der Friedenserhaltung und der kollektiven Sicherheit
zu sein. Nun soll die UNO nach den Vorstellungen einer Reformkommission zu
einem kriegstauglichen Instrument umgerüstet werden. Die internationale
Gemeinschaft, heisst es, müsse auf die Gefahren des 21. Jahrhunderts nicht nur
reagieren, sondern auch vorbeugend handeln können. In der Konsequenz liefe das
auf eine Verallgemeinerung der amerikanischen Präventivkriegsstrategie hinaus,
wobei klar ist, wem die Definitionsmacht über die Berechtigung von
»vorbeugenden« Kriegen zufiele. Die Internationalisierung der US-Kriegspolitik
wäre die Vollendung der Amerikanisierung der internationalen Politik. Denn es
ist kaum anzunehmen, dass die UN- »Reformer« zu der Ansicht gelangen könnten,
die Gefahren des 21. Jahrhunderts gingen in erster Linie von den USA und
anderen Grossmächten aus. Ein Kommentar von Werner Pirker unter
http://www.jungewelt.de/2004/12-02/002.php
18.11.2004 "Oil for
Food" - Alptraum einer Weltbehörde - Es war das Prestigeprojekt der Uno:
"Oil for Food" sollte Saddam Hussein isolieren - ohne dass sein Volk hungern
musste. Doch heute ducken sich die Verantwortlichen weg: Korruption soll das
Überleben des irakischen Diktators befördert haben. Mehr unter
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,328326,00.html
13.11.2004 Die UNO
erntet die Früchte ihrer Bevölkerungspolitik - Wenn das Kondom die Kinder
abschafft, muss die Euthanasie die Alten entsorgen. Eine Studie der Vereinten
Nationen sieht die Menschheit auf dem Marsch ins Altersheim. Die
Bevölkerungszahlen sind weltweit am Zusammenbrechen. Mehr unter
http://www.kreuz.net/article.125.html
13.11.2004 UN-Mission
in Ost-Timor: Inszeniertes, ineffizientes Sicherheitstheater - Eigentlich
ist gegen die UN-Friedensmission im pazifischen Inselreich Ost-Timor 1999
wenig einzuwenden. Ost-Timor oder Timor Leste ist einer der jüngsten,
kleinsten und ärmsten Staaten der Welt, der erst 2002, nach Jahrhunderten der
kolonialen Unterdrückung seine Unabhängigkeit erlangt hat. Der in Melbourne
lebende Matthew Sleeth fotografierte den UN-Einsatz in Ost-Timor. Sleeth hat
die UN-Mission kritisch unter die Lupe genommen und das dokumentarische Genre
der Kriegs- und Militärfotografie als inszeniertes Sicherheitstheater und als
Militärtourismus im leeren Korridor einer humanitär verkleideten Politik
aufgespiesst. Der UN-Diplomat Sergio Vieira di Mello ist dabei - ebenso wie
die australischen Spitzenpolitiker - der Star einer Peace-Keeping-Mission mit
internationaler Schutztruppe unter dem australischen Kommando in der
ex-portugiesischen Palmenprovinz, die sich nach aussen weitaus erfolgreicher
darstellt als andere Unternehmen. Nicht zuletzt profitierte der im Oktober
wiedergewählte australische Premier John Howard davon. Mehr unter
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/18/18802/1.html
10.11.2004 UN-Komitee
fordert liberales Abtreibungsgesetz in Polen - Das
UNO-Menschenrechtskomitee will Polen unter Druck setzen. Polnischer
Pro-Life-Sprecher: Das ist ein „Angriff der UNO auf die Souveränität Polens“.
Eingriffe von UN-Unterorganisationen in staatliche Hoheitsrechte werden in
letzter Zeit häufiger und sollen Regierungen vor allem 'moralischem' Druck
aussetzen. Hinter dem jüngsten Druckversuch steht eine seit Jahrzehnten aktive
Lobbyarbeit von Abtreibungsnetzwerken innerhalb der UNO. Mehr unter
http://www.kath.net/detail.php?id=8864
14.08.2004 Schwere Vorwürfe gegen Nato und UNO - Im März kamen im Kosovo 19 Menschen bei schweren Unruhen ums Leben, 900 wurden verletzt. Nun hat die Menschenrechtsgruppe Human Rights Watch der von der Nato geführten Friedenstruppe Kfor und der Uno-Polizei katastrophales Versagen beim Schutz der Minderheiten vorgeworfen. Mehr dazu: http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,310541,00.html
08.05.2004 NATO und
UN fördern Zwangsprostitution und Menschenhandel im Kosovo - Ein
"Tabu-Thema" hat durch einen jüngsten Menschenrechts-Bericht wieder neue
Nahrung erhalten. Demnach sind Internationale "Friedenskräfte" in
Menschenhandel und Zwangsprostitution im Kosovo verwickelt, vielleicht auch
gar deren Motor. "Erst die Etablierung des internationalen Protektorats haben
das Geschäft mit der - Ware Mensch - in Schwung gebracht", so der Tenor des
Berichts von Amnesty International, der am Donnerstag vorgestellt wurde. Mehr
unter
http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/co/17380/1.html
08.05.2004 Proteste
gegen Wahl des Sudans in UN-Menschenrechtskommission - Das islamistische
Regime von Karthum betreibt seit Jahrzehnten eine Politik der Vernichtung im
von Christen und Animisten dominierten Süden. Die christliche
Hilfsorganisation CSI weist mittels Sklavenfreikaufaktionen im Sudan seit
Jahren auf diese Missstände hin. Nun soll das Land in der UNO turnusgemäss
ausgerechnet bei den Menschenrechten mitreden dürfen. Ein
Menschenrechtsexperte der deutschen CDU/CSU: „Unerträglich!“ Sudan verletzt
selbst Menschenrechte.
Mehr unter
http://www.kath.net/detail.php?id=7614
06.05.2004
UNO-Offizielle verärgert über neues Buch: Skandalserien bei
UN-Friedensmissionen - "Emergency
Sex and Other Desperate Matters" heisst die Publikation, welche von Insidern,
genauer von Mitarbeitern von UN-Friedensmissionen geschrieben wurde (Kenneth
Cain, Heidi Postlewait and Andrew Thomson, verlegt bei Miramax Books) und das
die UN-Repräsentanten am liebsten verbieten möchten. Das Buch beginnt 1993 mit
der Mission in Kambodscha. Dort hätten UN-Delegierte die Wahlen überwachen
sollen. Ken Cain, Harvard-Absolvent, schreibt von jungen UN-Beobachtern, die
sich in der Hauptstadt Phnom Penh betranken und auf Sex-Parties vergnügten,
unterstützt vom UN-Feldpersonal, wo Alkohol und Drogen Allgemeingut waren. Ein
beliebter Drink sei "Space Shuttle" benannt worden: Man destillierte ein Pfund
Marihuana über eine Periode von sechs Wochen mit guten Schnäpsen. Das
Endprodukt war ein Produkt, das nach Cognac schmeckt und mit Cola gemixt
getrunken wurde. All das geschah völlig offen, mit stillschweigendem
Einverständnis der UN-Verantwortlichen vor Ort. Ein weiteres pikantes Detail
waren Blauhelmsoldaten, die absolut untauglich waren, z.B. jene aus Bulgarien.
Um die Kompensationszahlungen zu erhalten, schickte die bulgarische Regierung
oft kriminelle Inhaftierte, die mit Blauhelmen ausgerüstet, sich bis zur
Bewusstlosigkeit betranken, wehrlosen Frauen nachstellten und die UN-Landrover
zu Schrott fuhren. UN-Missionen werden von den Autoren häufig als mangelhaft
organisiert und korrupt beschrieben.
Mehr unter
http://www.newsmax.com/archives/articles/2004/5/2/191742.shtml
22.04.2004 UNO-Betrugsskandal beim
Oil-For-Food-Programm für den Irak - Der US-Fernsehsender ABC hatte am
Dienstag berichtet, mindestens drei ranghohe UNO-Mitarbeiter seien in einen
Betrugsskandal verwickelt gewesen, bei dem offenbar Millionen US-Dollar
abgezweigt worden sind. Einer von ihnen sei der Chef des
Öl-für-Lebensmittel-Programms, Benon Sevan, gewesen. Das "Öl für
Lebensmittel"-Programm war 1996 aufgelegt worden, um die Folgen der von den
USA durchgesetzten UNO-Sanktionen für die irakische Bevölkerung abzumildern.
Nach der US-Invasion in Irak lief das Programm im November 2003 aus. Im Rahmen
des Programms exportierte Irak Rohöl im Wert von 65 Mrd. Dollar und kaufte für
knapp die Hälfte des Erlöses unter UNO-Überwachung Nahrungsmittel und
Medikamente. Der Rest des Geldes floss teils in Reparationszahlungen an
Kuwait, das Irak 1990 überfallen hatte, sowie in die Verwaltung des "Öl für
Lebensmittel"-Programmes. UNO-Generalsekretär Kofi Annan sagte, die UNO nehme
die "schweren Anschuldigungen" gegen sie ernst. "Ich will die Wahrheit wissen,
und ich will der Sache auf den Grund gehen." Der frühere US-Notenbankchef Paul
Volcker wird im Auftrag der UNO dem Vorwurf eines Millionenbetrugs beim
UNO-Hilfsprogramm "Öl für Lebensmittel" in Irak nachgehen. Dem
Untersuchungsgremium gehört auch der Schweizer Geldwäschereiexperte Mark Pieth
an. Der 51-jährige Pieth ist seit 1993 Professor für Strafrecht an der
Universität Basel. Zuvor war er während vier Jahren Chef der Sektion
Wirtschaftsstrafrecht beim Eidg. Justiz- und Polizeidepartement (EJPD).
Drittes Mitglied ist der ehemalige Chefankläger der UNO-Tribunale für
Jugoslawien und Ruanda, der Südafrikaner Richard Goldstone. Volcker kündigte
an, die ersten Zwischenergebnisse binnen drei Monaten vorlegen zu wollen.
Mehr unter
http://www.abc.net.au/news/newsitems/s1092348.htm
11.04.2004
UN-"Friedenstruppen" als Zudiener imperialer Politik beschädigen den Ruf der
UNO - An der hoch explosiven Lage im Irak dürfte auch eine Nato-Truppe,
die von der UN legitimiert wäre und die die gleichermassen verhassten wie
überforderten US-Truppen ablösen würde, im Augenblick wenig ändern. Im Kosovo
kann man derzeit die Folgen und Resultate so genannter "humanitärer Kriege"
beobachten. Trotz jahrelanger Truppenstationierung und finanzieller
Zuwendungen wurde keines der Probleme der Region, die zum Krieg geführt haben:
Rassenhass, Arbeitslosigkeit und Nationalismus, bislang wirklich gelöst.
Schlimmer noch: Auch der Ruf der UN ist dort, worauf US-Strategien zu Recht
hinweisen, ruiniert. Erneut setzt sich der Eindruck durch, dass man, als man
vor Jahren die UCK einseitig unterstützt hat und damit den kosovarischen
Nationalismus indirekt Auftrieb gab, wieder mal, frei nach Churchill, "das
falsche Schwein geschlachtet hat". Auf Jahre, wenn nicht auf Jahrzehnte, wird
KFOR dort Dienst tun müssen, um die ethnischen Gruppen voneinander abzuhalten.
Mehr unter
http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/mein/17163/1.html
Terroristen als UN-Aufbauhelfer
22.03.2004 Die Bilanz von UNO-Verwaltung und NATO-Kommando im
Kosovo ist kläglich. Zwischen 24 und 32 Tote und über 600 Verletzte - das ist
die vorläufige Bilanz der albanischen Terroroffensive im Kosovo seit dem 17.
März 2004. Es ist der höchste Blutzoll in der Provinz, seit die NATO-Truppen
die Provinz im Juni 1999 besetzt haben, um dort - angeblich - die
Menschenrechte zu sichern. Warum ist die humanitäre Intervention so furchtbar
gescheitert? Auch Amnesty International formulierte schwere Bedenken über das
Versagen, die Verantwortlichen für ein Bus-Attentat in Podujevo vor Gericht zu
bringen. Amnesty ist betroffen, dass die UNMIK-Polizei in ihrer Fähigkeit zu
einer gründlichen und unparteiischen Untersuchung eingeschränkt wurde, und es
gab Angaben von UNMIK-Polizeioffizieren, dass sie bei ihren Untersuchungen
durch US-amerikanische KFOR-Angehörige behindert wurden. Ein Bericht von
Jürgen Elsässer zeigt weitere Hintergründe.
http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/co/17020/1.html
UN-Bevölkerungs-Treffen
propagieren Abtreibung
22.03.2004
Ein amerikanisches "Zentrum für Reproduktionsrechte", das sich weltweit für
ein Recht auf Abtreibung einsetzt, hatte es angekündigt : Man wolle "härter"
und "schmutziger" kämpfen (diese Seite berichtete am 21.02.2004 darüber). Bei
den Vereinten Nationen scheint die Wühlarbeit militanter
Abtreibungs-Lobbyisten nun erste Erfolge zu zeitigen. Nachdem bereits
Generalsekretär Kofi Annan eine radikale Abtreibungsorganisation als
"leuchtendes Beispiel" gelobt hatte (vgl. unser Bericht vom 06.03.2004),
fanden kürzlich gleich zwei UN-Treffen statt, welche den
Pro-Choice-Organisationen eine prominente Kulisse boten. Man wolle den Kampf
gegen religiöse Barrieren bezüglich Abtreibung aufnehmen, hiess es auf einem
Treffen in Amsterdam. Lebensschützer mögen sich nicht länger in Illusionen
wähnen. Abtreibung soll, unter dem Protektorat der UNO, im Rahmen von
sogenannten "Reproduktivrechten" und unter dem Deckmantel "sexueller
Gesundheit" weltweit als "Menschenrecht" durchgesetzt werden. Ein neuer Ansatz
dabei ist, einzelne Kirchenvertreter und kirchliche Gruppen in diesen Prozess
aktiv einzuspannen. Mehr unter
http://www.kath.net/detail.php?id=7274
Reform der Uno - Ein Dossier
22.03.2004 Seit dem
Konflikt um den Irak-Krieg haben Pläne, das System der Vereinten Nationen
grundlegend zu reformieren, an Deutlichkeit gewonnen. Wer sich ein Bild
solcher Bemühungen machen will, sei auf das Dossier des Zürcher Tagesanzeigers
verwiesen. Mehr unter
http://www.tagesanzeiger.ch/dyn/news/dossiers/ausland/330.html
Im Kosovo unter den Augen der UNO: Geplante koordinierte albanische Ausschreitungen und Zerstörungen
21.03.2004
Bereits vor einem Jahr waren vom Journalisten Veton Surroi detalliert die Orte aufgezählt
worden, welche von den Albanern im Kosovo
übernommen werden müssten und wo sie die Mehrheit der
Bevölkerung erreichen müssten. Es gibt Hinweise auf eine von langer Hand
koordinierte Aktion extremistischer, der UCK nahestehender Gruppierungen, auf
einen strategischen Mord- und Vertreibungsplan in einem UN-Protektorat! Der
internationalen Verwaltung wird vorgeworfen, nicht nur nichts dagegen
unternommen zu haben, sondern in der Zwischenzeit sogar noch Truppen abgezogen
zu haben. Die Berichte über die Ereignisse sind in westlichen Medien derzeit
äusserst unsachlich. CNN stellte die Attacken der Albaner als logisch dar.
Westliche Medienberichte sprachen von Ausschreitungen zwischen Serben und
Albanern, obwohl der Terror von der albanischen Seite ausging und serbisch
bewohnte Gebiete und Kulturgüter systematisch angegriffen wurden. Inzwischen
gingen auch am zweiten Tag die Anschläge im Kosovo weiter. In Prizren wurden ein
Kloster und eine Kirche durch ein Feuer zerstört. Zwei Kirchen in der Nähe von
Prizren wurden vom Feuer beschädigt. In Knjazevac wurden auf ein serbisches Haus
zwei Molotow-Cocktail geworfen. In Kosovo Mitrovica steckten Albaner die
Kirche St. Sava in Brand, andere kirchliche Gebäude folgten. In Lipljan
hatten Albaner eine Polizeistation mit Granaten beworfen und versucht, ein
Kloster im Zentrum der Stadt anzuzünden. Polizei und Armee evakuierten alle
Serben aus der Stadt. Die Liste dürfte sich in den nächsten Tagen fortsetzen
lassen. Mehr unter
http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/co/17007/1.html
Lebensschützer starten Kampagne gegen UNICEF-Weihnachtskarten
18.11.2003 Wer die Karten kauft, finanziert Programme zur
Abtreibung, Sexualunterricht unter einem hedonistischen Gesichtspunkt sowie
Propaganda für Sterilisation mit. Mehr unter
http://www.kath.net/detail.php?id=6436
Entscheidungen des Sicherheitsrats oft nicht im Einklang mit der UN-Charta
06.10.2003 Es gibt viele gute Gründe, das Gewaltmonopol der UNO zu
verteidigen und auf die universelle Einhaltung der Völker- und
Menschenrechtsprinzipien der Staatengemeinschaft zu dringen. Es gibt aber auch
Gründe, der "Weisheit" der Vereinten Nationen, insbesondere ihres
Sicherheitsrats, zu misstrauen und bei ihren Entscheidungen jeweils zu fragen,
ob sie selbst im Einklang mit ihrer eigenen Charta und den allgemeinen Regeln
des Völkerrechts stehen. Ein paar Beispiele aus dem Jahr 2000 verdeutlichen das
nur zu gut.
http://www.uni-kassel.de/fb10/frieden/themen/UNO/bilanz2000.html
Einblicke in den Alltag des UN-Verwalters im Kosovo
06.10.2003 Hans Haekkerup hat nicht nur unter den Kosovo-Albanern,
sondern selbst innerhalb der UN-Verwaltung einen schlechten Ruf. Anders als sein
Vorgänger Kouchner, ein Mann der großen Geste, geht er so gut wie nie an die
Öffentlichkeit und kommuniziert auch im eigenen Büro mit kaum jemandem.
Mitarbeiter schütteln über seine wenig protestantische Arbeitsmoral den Kopf.
"Er kommt um elf und geht um eins in die dreistündige Mittagspause", schimpft
eine Kollegin. Der frühere dänische Außenminister ist als einziger mit Ehefrau
ins Kosovo gekommen und nutzt, wie versprochen, jede freie Stunde, um mit seinem
kleinen Sohn zu spielen. Was westeuropäische Illustrierte an Politikern
sympathisch finden, kommt in der Katastrophenstimmung des Kosovo schlecht an. In
Prishtina halten sich zudem beständig Gerüchte über die persönliche Korruption
führender UN-Mitarbeiter. - Das war im Jahre 2001. Es ist nicht bekannt, ob sich
bis 2003 dort allenfalls etwas geändert hat.
http://www.freitag.de/2001/47/01470701.php
Deutscher
Provokateur mit UNO-Mandat
Der bisherige UN-Gouverneur des Kosovo, Michael Steiner, liess
keine Gelegenheit aus, den albanischen Separatismus zu unterstützen
21.07.2003
Der nicht zuletzt wegen seines rüpelhaften Benehmens aus der direkten Umgebung
des Kanzleramtes entfernte ehemalige Berater Schröders billigte am vorletzten
Tag seiner Amtszeit als Leiter der UN-Verwaltung der serbischen Provinz, für
den Kosovo ein eigenes "Strafgesetzbuch." Durch Anordnung Steiners soll im
Kosovo ein eigenes Strafrecht gelten, das die Jurisdiktion von Belgrad löst
und die Provinz faktisch abspaltet. Der Belgrader Justizminister wirft Steiner
"Förderung des albanischen Separatismus" vor. Mehr unter
http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/co/15210/1.html
Kritik an UNO-gestützter US-Willkür
24.06.2003
Trotz internationaler Kritik hat der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen den
USA nachgegeben und die Immunität für UNO-Friedenssoldaten vor dem
internationalen Strafgerichtshof in den Haag (ICC) um ein weiteres Jahr
verlängert (NZZ, 13.06.2003). Die Schweiz reagiert mit Bedauern auf diesen
Entscheid, hat sie doch im Vorfeld zusammen mit Jordanien, Kanada,
Liechtenstein und Neuseeland - allesamt Staaten, die sich bereits im Hinblick
auf die Gründung des ICC in hohem Masse engagiert hatten - klar gegen die
Verlängerung Stellung bezogen. Laut Jenö Staehelin, Schweizer
Botschafter bei der Uno in New York, behindere die Resolution "einen
historischen Schritt in Richtung eines international gültigen Gesetzes". Die
Schweiz missbillige deshalb die Resolution 1422 in ihrem Prinzip wie in ihren
Modalitäten, sagte Staehelin vor dem Sicherheitsrat. Mit deutlichen Worten
nannte er in seiner kurzen Rede die schweizerischen Vorbehalte, wonach es
besorgniserregend sei, dass der Sicherheitsrat einen internationalen Vertrag
abändere, der im Einklang mit der Charta der Vereinten Nationen stehe.
Truppen, die unter Uno-Flagge stünden, von der Strafverfolgung zu befreien,
sei ein fehlgeleiteter Ansatz. (NZZ, 14./15. Juni 2003, S. 13)
Experte warnte vergeblich: "Ich würde nicht beitreten, wenn ich Sie wäre!"
Bereits vor dem UNO-Beitritt der Schweiz wies bekannter US-Völkerrechtler auf Missbrauch der Weltorganisation durch die USA hin
24.06.2003
Prof. Dr. Francis A. Boyle lehrt an der University of Illinois/USA
internationales Recht. Der Harvard-Absolvent vertrat den Staat
Bosnien-Herzegowina vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag und berät
unter anderem die Menschenrechtsorganisation Amnesty International. Boyle war
Berater der palästinensischen Delegation bei Friedensgesprächen der UNO in New
York und Genf und setzt sich seit Jahren für die Interessen des Bundesstaates
Hawaii gegenüber der US-Bundesregierung ein. Bereits am 1. Februar 2001 riet er
in einer Stellungnahme vor einem UNO-Beitritt der Schweiz ab:
"Heute werden die Vereinten Nationen vollkommen von den Vereinigten Staaten dominiert. Ich würde nicht beitreten, wenn ich Sie wäre. Sie werden Euch ganz einfach irgendwo in einen Krieg hineinziehen. Dazu kommt, dass gemäss meiner Erfahrung die UNO-Bürokratie im allgemeinen verdorben, korrupt und jämmerlich (corrupt, rotten and despicable) ist. Es ist sehr schön für die Schweiz, in Genf einen UNO-Hauptsitz zu beherbergen, wo ich einige Zeit verbracht habe. Aber ich würde einer solchen Organisation nicht beitreten. Ich würde an Ihrer Neutralität festhalten. Das ist sehr wichtig. [...] Es gibt also für die Schweiz in der Welt von heute immer noch eine sehr wichtige Rolle zu spielen als strikt neutrales Land: z.B. als Depositarstaat der vier Genfer Konventionen und ihrer 2 Zusatzprotokolle."
Volltext von Prof. Boyle und Anfrage unter
Stellungnahme
UNO-Sitz in Genf war neutraler Boden für Friedensverhandlungen - gerade ohne UNO-Mitgliedschaft!
24.06.2003 Prof. Francis Boyle wies in seiner Stellungnahme
vom 1. Februar 2001 im
Vorfeld des UNO-Beitritts der Schweiz auf die Bedeutung der schweizerischen
Neutralität hin. Vor dem Hintergrund einer neuen forcierten US-Hegemonialpolitik
hat Boyles Einschätzung an Bedeutung eher noch gewonnen:
"Es ist wichtig, dass die Schweiz in Genf die UNO beherbergt, aber ohne UNO-Mitglied zu sein. Nochmals, sie (die Schweiz) kann Neutralität garantieren, im Gegensatz zu New York. Als Arafat 1988 seine Friedensinitiative lancierte, hinderte Reagan die UNO daran, ihn zuzulassen, damit er vor der Generalversammlung eine Ansprache halten konnte. Als Anwalt der Palästinenser habe ich damals geraten: Wenn Mohammed nicht zum Berg gehen kann, dann bringt den Berg zu Mohammed. Lasst also die Generalversammlung nach Genf umziehen, um Arafat anzuhören, was dann auch getan wurde. So wurde der Friedensprozess im Nahen Osten in Gang gesetzt, der jetzt wieder zerfetzt wird. Also bitte tun Sie alles, was Sie können, um die Neutralität der Schweiz zu erhalten. Ich habe selbst miterlebt, dass die Vereinigten Staaten in der Vergangenheit einen enormen Druck auf die Schweizer Regierung ausgeübt haben. Wenn Sie der UNO beitreten, werden die Vereinigten Staaten in solchen Fällen ganz einfach einen Sicherheitsratsbeschluss durchsetzen, der die Schweizer Regierung verpflichten wird, alles zu tun, was sie verlangen."
Staatsstreich in der UNO
USA bereiteten diplomatisches Terrain für ihren Angriff auf den Irak
langfristig vor
21.06.2003
Nach mehren Anläufen gelang es der US-Regierung, den Generaldirektor der
"Organisation zum Verbot chemischer Waffen" (OPCW), José Bustani,
vorzeitig aus seinem Amt zu entfernen. Auf einer auf Druck der USA einberufenen
Sondersitzung der Organisation stimmte eine Mehrheit der Mitgliedsstaaten am 22.
April 2002 für seine Absetzung – ein bisher einmaliger Vorgang in der Geschichte
der UNO. Mit Hans Blix, dem Chef der neuen Abrüstungskommission für den Irak
UNMOVIC geriet dann ein weiterer hochrangiger UN-Diplomat ins Visier der
US-Regierung. Der britische Guardian bezeichnete das Vorgehen der US-Regierung
gegen Bustani als "Staatsstreich". Washington würde danach streben, "60 Jahre
Multilateralismus über den Haufen zu werfen, zugunsten eines globalen, auf Macht
beruhenden Regimes". Der Artikel von Joachim Guilliard erschien leicht gekürzt
in der jungen Welt v. 28.4.2002.
http://www.embargos.de/irak/post1109/staatsstreich_uno.htm
Carlo Schmid denkt über Austritt aus der Uno nach
20.06.2003 In der „NZZ Online“ vom 13. Juni 2003 fand sich der folgende Artikel. Der Bundesrat zog eine positive Bilanz über die kurze Zeit nach dem Uno-Beitritt der Schweiz. Bespiele nannte er allerdings nicht. Im Gegensatz dazu äusserte sich CVP-Ständerat Carlo Schmid, ehemaliger Beitrittsbefürworter, erstaunlich kritisch. Der Artikel:
Carlo Schmid denkt über Austritt aus der Uno nach - Diktat der USA zu stark
(ap) Der Beitritt der Schweiz zur Uno hat laut Aussenministerin Micheline Calmy-Rey trotz des Irak-Krieges nichts an der Neutralität der Schweiz geändert. Dies sagte sie am Freitag im Ständerat. Der Ständerat nahm am Freitag als Erstrat einen Bericht zur Kenntnis, worin der Bundesrat eine erste positive Bilanz über die Zusammenarbeit der Schweiz mit den Uno zieht. Während Aussenministerin Micheline Calmy-Rey betonte, dass der Uno-Beitritt nichts an der Neutralität der Schweiz geändert habe, widersprach Ständerat Carlo Schmid (Appenzell Innerrhoden, cvp.): Er forderte den Bundesrat auf, sich nicht dem Diktat der USA unterzuordnen und den Wiederaustritt zu erwägen. Der Irak-Krieg habe gezeigt, dass die Uno nicht eine Plattform von «Friede, Freude, Eierkuchen» sei. Vielmehr sei sie Gegenstand heftigster machtpolitischer Gegensätze. Die Schweiz werde immer wieder zwischen die Fronten geraten und die Neutralität der Schweiz in Frage gestellt.
Wenn die UNO mordet – Somalia: Wie humanitär sind Interventionstruppen?
20.06.2003 Italienische UNO-Soldaten haben in Somalia gefoltert und
vergewaltigt, das hat eine italienische Untersuchungskommission nachgewiesen.
Das besondere an dieser Information besteht – über ihren direkten Inhalt hinaus
– vor allem in zweierlei. Erstens: nicht nur italienische, sondern auch
zahlreiche andere Truppenverbände haben in Somalia schwerste Verbrechen
begangen. Und zweitens: all das ist nicht neu, sondern – im Prinzip - lange
bekannt. Bereits vor über vier Jahren hatte eine Menschenrechtsorganisation in
London einen Bericht veröffentlicht: „Menschenrechtsverletzungen durch
UNO-Einheiten“, in dem deren Verhalten in Somalia untersucht wurde. Mord,
Massaker an über 50 Personen, Raketenangriffe auf ein Krankenhaus, Mißhandlung
von Kindern, Diebstahl – die Liste der Verbrechen ist lang und kann hier nur zum
Teil angeführt werden. Der vollständige Bericht des bekannten deutschen
Politikwissenschaftlers Jochen Hippler ist zu lesen unter
http://www.jochen-hippler.de/Zeitungs-Artikel/UNO-Militar_als_Menschenrechts/uno-militar_als_menschenrechts.html
UNO-Soldaten erschossen in Sierra Leone zwei Zivilisten
20.06.2003 Die sda berichtete am 26.08.2002 von folgendem tragischen Ereignis:
FREETOWN Soldaten der UNO-Mission im westafrikanischen Staat Sierra Leone (UNAMSIL) haben offenbar gezielt zwei Zivilisten erschossen. Der Zwischenfall, zu dem nun ein Untersuchungsbericht vorliegt, ereignete sich Mitte Juli. Zeugenaussagen zufolge schoss ein nigerianischer Blauhelm-Soldat bei einem Sicherheitseinsatz einem 16-jährigen Jungen aus geringem Abstand ins Gesicht und überfuhr ihn anschliessend mit seinem Wagen. Dies geht aus dem Bericht einer unabhängigen sierraleonischen Untersuchungskommission hervor. Das Sierraleonische Menschenrechtskomitee (SLHRC) beruft sich auf Aussagen von Journalisten, Polizisten, Händlern und weiteren Personen. Demnach erschoss ein anderer Soldat der UNAMSIL bei dem Einsatz einen 45-jährigen Mann und verletzte einen weiteren. Die UNO-Truppe war am 18. Juli zu einem Einsatz im Armenviertel East End der Hauptstadt Freetown gerufen worden. Dort war es nach dem Mord an einem Angehörigen des Fulbe-Volkes zu einem Aufstand zwischen Einheimischen und Nigerianern gekommen, denen die Tat zugeschrieben wurde. Die Präsenz der überwiegend aus Nigerianern bestehenden Blauhelm-Truppe heizte die Stimmung dem Bericht zufolge noch zusätzlich an. Nach Zeugenaussagen schossen die UNO-Soldaten in die Menge. Sie selbst hatten hinterher behauptet, in die Luft geschossen zu haben. Die ebenfalls anwesende einheimische Polizei setzte Tränengas ein, um die Menge zu zerstreuen. Dies hätte auch die UNO-Truppe tun sollen, kritisierte das Menschenrechtskomitee. Statt dessen habe sie unverhältnismässig Gewalt angewendet. Die UNO-Mission in Sierra Leone ist mit 17 275 Mitgliedern die derzeit grösste UNO-Mission. Ihr Mandat läuft am 30. September aus.
20.06.2003 Die Zeitschrift "Le monde diplomatique" berichtete im Nov 2001:
Ähnlich düster sieht es im Kosovo aus. Als die 50 000 KFOR-Soldaten, die Mitarbeiter der UN-Mission im Kosovo (Unmik) und diverser Hilfsorganisationen dort ankamen, schossen die Bordelle "wie die Pilze aus dem Boden", so der örtliche Chef der Internationalen Organisation für Migration (IOM), Pasquale Lupoli. Hier werden überwiegend Frauen aus Moldawien, der Ukraine, Rumänien und Bulgarien zu Preisen zwischen 1 000 und 2 500 Dollar an kosovarische Zuhälter versteigert. "Diese Frauen waren nichts als Sklavinnen", befand der Carabinieri-Hauptmann Vincenzo Coppola, nachdem er 23 von ihnen in Pristina und Prizren befreit hatte.(1) Im letzten Jahr wurden aus den 350 bosnischen Bordellen lediglich 460 Frauen befreit - dem stehen schätzungsweise 10 000 Frauen gegenüber, die in aller Heimlichkeit in diesen Häusern "aufgenommen" wurden.
Quelle: http://www.taz.de/pt/2001/11/16.nf/mondeText.artikel,a0060.idx,20
UNO-Mitarbeiter missbrauchten minderjährige Flüchtlinge
20.06.2003
GENF - Im Skandal um den Missbrauch afrikanischer Flüchtlingskinder will das
UNO-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) die mutmasslichen Täter vorerst weiter in den
Lagern arbeiten lassen. Bislang reichten die Beweise für Strafmassnahmen nicht
aus, sagte UNHCR-Sprecher Kris Janowski in Genf. Das Hilfswerk versuche derzeit,
gegen den Missbrauch vorzugehen. So sollten einheimische Mitarbeiter ausserhalb
der Flüchtlingscamps untergebracht und mehr Frauen eingestellt werden. Gerade im
Kriegsgebiet Liberia gebe es dabei jedoch "enorme Schwierigkeiten". Karlheinz
Böhm, der Gründer der Hilfsorganisation "Menschen für Menschen" warnte vor einem
Rückgang von Spenden als Folge des Skandals. Nach einem Bericht des
UNO-Flüchtlingshilfswerks UNHCR und der Kinderschutzorganisation Save the
Children haben Mitarbeiter der UNO und anderer Hilfsorganisationen in Westafrika
offenbar minderjährige Flüchtlingskinder sexuell missbraucht. Eine Untersuchung
vor Ort im vergangenen hatte im Oktober und November ergeben, dass männliche
Helfer in Guinea, Liberia und Sierra Leone als Gegenleistung für
Lebensmittelrationen Sex von weiblichen Flüchtlingen im Alter von 13 bis 18
Jahren verlangten. (Quelle: sda-news vom 01.03.2002)
Völkermord in Ruanda: Kommission wirft UNO völliges Versagen vor
20.06.2003 Die von UN-Generalsekretär Kofi Annan eingesetzte Kommission zur Untersuchung des Umgangs der UNO mit dem Völkermord in Ruanda ist zu einem vernichtenden Urteil gekommen: Hinweise auf den geplanten Völkermord, dem 1994 rund 800 000 Tutsi und gemäßigte Hutu zum Opfer fielen, seien ignoriert und, als das Morden im Gange war, ein Eingreifen verweigert worden, heißt es in dem Bericht, der am 16. Dezember in New York veröffentlicht wurde. Zu der dreiköpfigen Kommission unter Vorsitz des früheren schwedischen Ministerpräsidenten Ingvar Carlsson gehörten der frühere Außenminister Südkoreas, Han Sung-Joo, und der nigerianische General Rufus Modupe Kupolati. Sie hatte Zugang zu allen Akten und Aufzeichnungen der Vereinten Nationen einschließlich interner Dokumente und Telegramme.
Mehr unter
http://www.dse.de/aktuell/ruanda.htm
Quelle: Entwicklung und Zusammenarbeit (E+Z), Nr. 2, Februar 2000, S. 50
20.06.2003
Welch seltsamer Gedanke! Für die
meisten Zeitgenossen ist die Organisation der Vereinten Nationen nichts
weiter als ein weltumspannendes Forum, in dem die Schweiz - endlich - auch
mitreden kann; für andere ist sie kaum mehr als eine unproduktive Schwatzbude mit
einigen bevorzugten VIP-Mitgliedern. Eine Internet-Recherche zeigt auf,
dass es im engeren Umkreis der Weltorganisation Tendenzen gibt, die in
ihrer Konsequenz darauf abzielen, eine Welteinheitsreligion durchzusetzen.
http://www.haefely.info/gesellschaft+politik_uno-eine-art-religion.htm
Deutschsprachige Informationen und News zur Uno
20.06.2003 Die deutsche
Sprache zählt nicht zu den offiziellen Sprachen der Uno. Da ist es oft
schwierig, sich durch einschlägige Uno-Dokumente und News in Englisch,
Französisch, Spanisch etc. zu quälen. Unter dem folgenden Link findet sich eine
deutsche Site mit Uno-freundlichen Informationen. Erwarten Sie also dort
keine Selbstkritik!
http://www.uno.de/index.htm