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Zur Lage im Irak
Hoffnung in einer nationalen Tragödie?
Seit dem 30.06.2003 sind Sie
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06.05.2006 Obdachlose Irak-Veteranen
in den USA: Verheizt, verstossen, vergessen - Hunderttausende
US-Kriegsveteranen sind obdachlos. Immer mehr von ihnen kommen aus dem Irak nach
Hause. Sie fühlen sich von der Nation, für die sie ihr Leben riskierten,
verraten. Einer von ihnen ist der New Yorker Herold Noel. Mehr unter
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,414208,00.html
Ein aktueller Dok-Film über die "vergessenen Helden" unter
http://www.whenicamehome.com/
30.01.2006 UNO besorgt über Angriffe
auf Christen im Irak - Die Vereinten Nationen (UNO) haben die Anschlagserie
auf christliche Kirchen im Irak am Sonntag scharf kritisiert. Die Attentate
versuchten, das Land religiös zu spalten, sagte der UNO-Sonderbeauftragte für
den Irak, Aschraf Dschehangir Kasi. Einen Tag nach den Explosionen wurden die
Opfer heute beigesetzt. Mehr unter
http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/2/0,3672,3792354,00.html
30.01.2006 Nach Bombenangriffen
Angst vor Flüchtlingswelle irakischer Christen - In Kirkuk wurden bei
Bombenangriffen auf zwei Kirchen im Norden und im Zentrum der Stadt mindestens
drei Menschen getötet. Mehr unter
http://www.kath.net/detail.php?id=12693
07.12.2005 Sind die Tage der
Christen im Irak gezählt? - Die grösste Opfergruppe bei Entführungen sind
Iraker, nicht Ausländer. Hunderte bis Tausende Iraker sind verschleppt worden.
Diese Erfahrung bestätigt ein Beitrag der "Gesellschaft für bedrohte Völker
GfbV". Danach sind bis zu 90 % der entführten Personen irakische Christen,
obwohl sie lediglich knapp 3 % der Gesamtbevölkerung ausmachen. Betroffen sind
Kinder, Frauen und Männer gleichermassen. In dem Beitrag wird auf den Leiter
einer christlichen irakischen Gemeinschaft verwiesen, der bereits am 16.11.2004
die Zahl seiner entführten Glaubensbrüder auf 200 schätzte, von denen 60
ermordet worden seien: "Christen und Mandäer, schreibt eine Kennerin der
Menschenrechtslage im Irak, verhalten sich still und wollen nur, dass ihre
Angehörigen schnell zurückkommen. Die Täter wissen, dass sie keine
Schwierigkeiten machen. Das ermutigt zu immer neuen Entführungen." Was derzeit
den irakischen Christen passiert, ist einfach nur eine Tragödie. Sie stehen oft
alleine wegen ihrer Religion auf der Zielliste von Islamisten. Mehr als 25
Kirchen sind jeweils nach der islamischen Freitagspredigt in die Luft gesprengt
worden. Unter den inzwischen ganz oder teilweise zerstörten Kirchen und Klöstern
befanden sich syrisch-katholische, syrisch-orthodoxe, chaldäische,
assyro-anglikanische, altapostolisch-nestorianische Kirchen der Assyro-Chaldäer,
armenisch-katholische und armenisch-orthodoxe der kleinen armenischen Minderheit
sowie eine adventistische Missionskirche. Die meisten der Angriffe fanden
jeweils nach dem islamischen Freitag und vor dem christlichen Sonntag statt. Die
Liste der seit Sommer 2003 ermordeten irakischen Christen hat die Zahl 300
überschritten. Ihnen wird vorgeworfen, mit den amerikanischen Besatzern zu
kollaborieren, für sie zu arbeiten und daher mehr Geld zu besitzen als die
übrige Bevölkerung. Wenn die irakischen Christen nicht bald Hilfe erhalten, dann
wird ihre mittlerweile fast 2.000 Jahre alte Geschichte zu Ende gehen. Denn
immer mehr verlassen wegen dieses Terrors gegen sie, der keine Schlagzeilen
macht, das Land. Und wer weiss hierzulande, dass im Gebiet des heutigen Irak
derzeit noch etwa 650.000 Christen leben. 1987 stellten sie noch 9 % der
Gesamtbevölkerung, heute noch ein Drittel davon. Der prominenteste von ihnen
sicherlich der jetzt im Gefängnis sitzende Tarik Asis, unter Saddam Hussein
Aussenminister. Er ist chaldäischer Christ, wie die meisten der irakischen
Christen. Die christlichen Gemeinden des Irak sind viel älter als die z.B.
Europas, und einige Chaldäer sprechen noch Aramäisch, die Sprache von Jesus.
Soll die Zeit der christlichen Iraker nun dem Ende zugehen? Es scheint so gemäss
der GfbV: "In christlichen Wohnvierteln erscheinen Hetz-Graffitis auf
Häuserwänden. Christen werden in Drohbriefen zum Zwangsübertritt aufgefordert.
Frauen müssen sich verschleiern, werden bedrängt, beleidigt und angegriffen,
christliche Studentinnen von Campus der Universität verwiesen, wenn sie kein
Kopftuch tragen. Christen werden an ihrer Berufsausübung gehindert, Büros
christlicher Parteien angegriffen." Quelle:
http://www.gfbv.de/inhaltsDok.php?id=487&highlight=Irak|Christen
15.11.2005 Doppelte Moral - Die
UN kritisiert weit verbreitete Menschenrechtsverletzungen im Irak, das Pentagon
musste nun doch den Einsatz von Napalm-ähnlichen Brandbomben in Falludscha
einräumen. Die US-Regierung ist mit ihrer Koalition der Willigen in den Irak
einmarschiert, um das Hussein-Regime zu stürzen und einen amerikafreundlichen
demokratischen Rechtsstaat zu errichten, der für die Region Vorbildcharakter
haben und wegen des irakischen Ölreichtums gleichzeitig die Energieversorgung im
amerikanischen Sinne sicher stellen sollte. Hussein galt wegen der angeblichen
vorhandenen Massenvernichtungswaffen als Bedrohung. Daneben bezichtigte die
US-Regierung das Regime vor allem schwerer Menschenrechtsverletzungen. Mehr
unter
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/21/21354/1.html
12.11.2005 In Bagdad boomen die
Baptisten - Im April 2003 besetzten die US-Invasionstruppen Bagdad. Seither
wurden in der Stadt 15 neue freikirchliche Versammlungshallen eröffnet. Seit der
Eroberung des Irak durch US-Truppen verlassen die Katholiken scharenweise das
Land. Doch im Land wachsen die Freikirchen. Das berichtete die kalifornische
Nachrichtenagentur ‘Compass Direct’, die über die weltweite Christenverfolgung
informiert. Unter Saddam Hussein gab es in Bagdad nur zwei presbyterianische
Kirchen, deren Gläubige aus Ägypten stammten. Mit den Invasionstruppen kamen die
Baptisten, die Methodisten sowie die ‘Christliche und Missionarische Allianz’.
Die Freikirchen sind sehr aktiv. Sie besitzen Radiostationen, Schulen und
Buchläden. Im kurdischen Nordostteil des Landes profitieren sie von der
Tatsache, daß die moslemische Lokalregierung, Konversionen von Moslems zum
Christentum toleriert. Die Kurden gehören zu den am wenigsten praktizierenden
sunnitischen Moslems des Nahen Ostens. Im Süden des Landes wachsen die
Freikirchen ebenfalls schnell. Die meisten Mitglieder der neuen Freikirchen sind
ehemalige Presbyterianer. Es gibt auch Übertritte von der mit Rom unierten
chaldäisch-katholischen Kirche und von den Syrisch-Orthodoxen. Ein
Hoffnungschimmer für die Kirche im Irak ist, daß viele der 40.000 Christen, die
das Land im August 2004 nach einer Anschlagsserie flüchteten, wieder
zurückgekehrt sind. Dennoch ist davon auszugehen, daß noch 10.000 in
Flüchtlingslagern in Jordanien und Syrien leben. Vor allem die Christen der
Mittelklasse suchen immer noch, das Land zu verlassen, weil sie beliebte Ziele
für Entführungen und Gelderpressungen sind. Für Reisen benützt man gerne den
frühen Morgen, um möglichen Problemen auf den Straßen aus dem Weg zu gehen. Nach
19.30 Uhr getraut sich wegen der Aufständischen und Plünderer niemand mehr auf
die Straßen. Das Verhältnis zur US-Armee ist gespannt: „Keine Bevölkerung wird
eine Armee unterstützen, die sie nicht schützen kann – die letzten Sympathien
sind weg“, erklärt ein evangelikaler Pastor. Natürlich gibt es auch einen
Konflikt zwischen den Freikirchen und den alten Kirchen des Landes. In Bagdad
habe ein chaldäisch-katholischer Priester praktizierenden Verwandten von
Abgefallenen angeblich mit der Verweigerung des Begräbnisses gedroht. Ein
baptistischer Pastor aus Bagdad vermutet, daß sich die negative Einstellung der
Kirchen den Evangelikalen gegenüber noch verschärfen wird. Quelle:
http://www.kreuz.net/article.2193.html
05.06.2005 "Jetzt wird die grösste Beute aller Zeiten verteilt!" - Kürzlich landete ein Anlegestrategie-Newsletter von einem E-Mail-Dienst für Trader in meiner Mailbox. Versprochen wurde mit dem vorstehenden Titel ein Anlagegewinn in mehrhundertprozentiger Höhe! Im weiteren wurde gezeigt, auf welche Weise mit irakischen Ölanleihen Millionen zu verdienen seien. Insgesamt seien 6.235 Milliarden US-Dollar aus dem Irak herauszuholen. Ganz unabhängig davon, wie realistisch die Verheissungen der Anbieter auch sein mögen, sie offenbaren eine zutiefst menschenverachtende Haltung. Sie zeigen Respektlosigkeit gegenüber einem Land, das schon genug ausgeblutet ist. Anstatt dass die irakischen Ölgewinne nun zum Aufbau einer Infrastruktur im terrorgeschüttelten Land benutzt werden, sollen die Riesengewinne nach der Vorstellung dubioser Anlageberater in die westliche Welt abfliessen. Aber die Börsenheinis machen ja nur ihren Job...
27.01.2005 Bischof als Wahlhelfer
- Nach einem Bericht der Nachrichtenagentur „asianews“ ermutigt der
chaldäische Erzbischof von Kirkuk, Louis Sako (56), die irakische Bevölkerung,
an den Wahlen vom 30. Januar teilzunehmen. Die Wahlbeteiligung sei eine
„nationale und religiöse“ Pflicht, um dem Irak zu einem Neuanfang zu verhelfen.
Es sei das erste Mal überhaupt, daß die Iraker die Führung in dem von den
US-Amerikanern kontrollierten Land selbst bestimmen könnten. Trotz einer
katastrophalen Sicherheitslage bestünde die Möglichkeit mittels der Wahlen,
wieder zur Normalität zurückzukehren, erklärte Erzbischof Sako. Für die Wahlen
im Irak am 30. Januar kandidieren 111 verschiedene Parteien. Rund 14 Millionen
Menschen sind wahlberechtigt. Quelle:
http://www.kreuz.net/article.572.html
12.11.2004 'Die Gewalt dieser Tage
kommt nicht vom irakischen Volk' - Bischöfe von Ninive wenden sich an die
muslimische Bevölkerung und verurteilen die Kopftuchvorschrift für christliche
Schülerinnen. Mehr unter
http://www.kath.net/detail.php?id=8881
13.10.2004 Die verratene Macht der
Medien - Charles Lewis, ein ehemaliger CBS-Reporter, der heute das ‘Center
for Public Integrity’ in Washington D.C. leitet, sagte zu John Pilger, einem
renommierten Journalisten, er habe keinen Zweifel: Hätten seine Kollegen ihren
Job getan - anstatt als Chiffrierer zu fungieren -, es wäre nie zur Invasion des
Irak gekommen. Die modernen Medien haben Macht. Diese Macht müssen sie aus den
Händen jener zurückzuerobern, die sie beschneiden. "Die Schuld der Medien
bezüglich Irak" - Ein Artikel von John Pilger unter
http://zmag.de/artikel.php?id=1245
06.10.2004 Christen flüchten aus dem
Irak - Der Mord an zehn assyro-chaldäischen Christen in Bagdad führt zu
einer Fluchtbewegung, warnt die Gesellschaft für bedrohte Völker. Mehr unter
http://www.kath.net/detail.php?id=8623
10.09.2004 Trendwende? Viele
irakische Flüchtlinge kehren in die Heimat zurück - Der designierte
irakische Botschafter beim Heiligen Stuhl, Albert Yelda, berichtet von einer
Welle von Rückkehrern. Sie wollen das Land wieder aufbauen. Mehr unter
http://www.kath.net/detail.php?id=8443
03.06.2004 Entscheidender Schritt in
Richtung eines freien, demokratischen Irak - Pfarrer Nizar Semaan nimmt in
einem Kommentar für den Fidesdienst zu der Regierungsbildung im Irak Stellung.
Mehr unter
http://www.kath.net/detail.php?id=7802
12.05.2004 "Anfangs hatte man noch
grosse Hoffnungen, aber die sind alle dahin" - Ein Gespräch mit Hussein
Sinjari, Präsident des "Iraq Institute for Democracy" und Herausgeber der
Tageszeitung Iraq Today, über die aktuelle Lage im Irak, von Alfred
Hackensberger. Mehr unter
http://www.heise.de/tp/deutsch/special/irak/17392/1.html
29.04.2004 Irakischer Bischof: Viele
Christen verlassen das Land - Sie leiden unter der Gewalt muslimischer
Fundamentalisten. Es gebe jedoch Einzelinitiativen, die Brücken bauen, sagt
Bischof Louis Sako. Mehr unter
http://www.kath.net/detail.php?id=7548
22.04.2004 Liste aller bisher im
Irak getöteten US-Soldaten - Unter dem Titel "Faces of the Fallen" stellt
die Zeitung Washington Post kontinuierlich in Wort und Bild die Opfer einer
verfehlten US-Politik vor. Zu jedem Kopf addiert sich noch das Leid von
Angehörigen und Freunden. Offen ist, wie lange die Liste noch werden muss, bevor
ein Umdenken einsetzt:
http://www.washingtonpost.com/wp-srv/world/iraq/casualties/facesofthefallen.htm
22.04.2004 Sorge um Christen im Irak
- Im Irak-Konflikt verbünden sich die islamischen Gruppierungen gegen die
Besatzer. Damit könnten die assyrischen Christen zwischen die Fronten geraten,
fürchten Fachleute. Die Bombardierung der irakischen Stadt Falludscha durch die
Besatzungstruppen schweisst das irakische Volk nach Ansicht des Direktors von
Caritas Irak, Faiq Bourachi, nachhaltig zusammen: „Es wird seit den Angriffen
vom 5. April nicht mehr zwischen Schiiten und Sunniten unterschieden. Es gibt in
Falludscha nur noch Iraker, die sich mit den Opfern solidarisieren und sich
vereint gegen die Koalitionsgruppen wenden.“ Bourachi befürchtet, dass die
Angriffe das Vertrauen des irakischen Volkes an die Versprechen der Amerikaner
auf Befreiung und Demokratie dauerhaft erschütterten. Von einer fortgesetzten
militärischen Befriedung des Irak durch westliche Militärmächte könne eine
Bedrohung für die Christen im Land ausgehen, fürchtet Horst Oberkampf. Der
evangelische Pfarrer aus dem schwäbischen Bad Schussenried begleitet seit Jahren
Partnerschaftsprojekte der württembergischen Landeskirche in Gemeinden im
Nordirak. Bislang seien die Christen respektiert worden, berichtet Oberkampf.
Die Kirchen seien in ihren Zentren in der früheren nördlichen Schutzzone der
Vereinten Nationen unbehelligt geblieben. Allerdings bestehe die Gefahr für
christliche Iraker, von ihren muslimischen Landsleuten als religiöse Verbündete
der Amerikaner betrachtet zu werden. Dadurch könnten die Christen in der
Öffentlichkeit unter Druck geraten und schlimmstenfalls sogar Ziele von
Angriffen werden. In der Politik militärischer Stärke sieht Oberkampf den
falschen Weg, um dauerhafte Sicherheit im Irak zu erreichen. Mehr unter
http://www.kirchenbote.de/s740.html
16.04.2004 Irakischer Priester
kritisiert Berichterstattung des Westens - Die Entführungen seien von
ausländischen Kräften initiiert, vermutet Pfarrer Nizar Semaan aus Mossul. Mehr
unter
http://www.kath.net/detail.php?id=7452
Irakischer Pfarrer begrüsst neue
Verfassung
12.03.2004 "Die neue Verfassung ist ein positiver Schritt in
Richtung Demokratie und Einheit im Irak", erklärt der irakische Pfarrer Nizar
Semaan. Mehr unter
http://www.kath.net/detail.php?id=7203
Israel wollte den Krieg
07.02.2004 Nach Aussage eines bekannten
israelischen Abgeordneten wussten die israelischen Geheimdienste, daß der Irak
nicht im Besitz von Massenvernichtungswaffen war, haben dies aber den USA
verschwiegen, berichtete der britische Guardian am Mittwoch.
http://www.freace.de/artikel/200402/israel050204.html
Irak darf nicht zu einem zweiten
Palästina werden
15.11.2003 Der Ordensobere des einzigen chaldäischen Ordens. P.
Denka H. Toma, im Gespräch mit dem Fidesdienst.
http://www.kath.net/detail.php?id=6416
Gefahr durch Sektenmissionare
13.09.2003 Der römisch-katholische Bischof von Bagdad, Jean Benjamin
Sleiman, hat vor einer Verschärfung der Spannungen im Irak durch christliche
Sektenprediger aus den USA gewarnt. Sleiman sagte, in jüngster Zeit seien
mehrere US-Prediger im Irak eingetroffen. Sie eröffneten Kirchen und versuchten,
Muslime zum Christentum zu bekehren. "Sie begreifen nicht, dass sie damit das
Klima unerträglich machen und die Sensibilität der Leute verletzen", beklagte
Sleiman. Zugleich warnte er, dass durch dieses Vorgehen der islamische
Extremismus im Irak gefördert werde. Der arabische Bischof beklagte auch die
soziale Situation im Irak. Saddam Hussein sei ein gefährlicher Diktator gewesen,
doch nach ihm gebe es keine Arbeit mehr, keine innere Sicherheit und keine
Vision für das Land. (Quelle: KNA,
http://www.suedwest-aktiv.de/landundwelt/christliche_welt/artikel788325.php
)
Irak: Christen helfen, wo sie können
30.07.2003 Trotz Problemen sieht
der chaldäische Pfarrer Louis Sako (Mosul) gegenüber der ICO die Zukunft des
Landes und der Christen vorsichtig optimistisch. Mehr unter
http://www.kath.net/detail.php?id=5678
Auch Bundesrat Schmid glaubte an die US-Mär irakischer Massenvernichtungswaffen
30.07.2003
Kurz vor dem Einmarsch der US-Truppen im Irak gab Bundesrat Samuel Schmid der
Mittelland-Zeitung (Ausgabe vom 5. März 2003) ein Interview. Darin drückte er
seine Besorgnis über die Zuspitzung der Krise aus. Wörtlich sagte Schmid: "Im
Irak herrscht ein Regime, das die Grundrechte sträflich missachtet, dessen
Machthaber Stalin verherrlicht, der Menschenleben hemmungslos aufs Spiel setzt
und über Massenvernichtungswaffen zu verfügen scheint. Letzteres ist heute
erhärtet. Andererseits steht die Glaubwürdigkeit der UNO und der USA auf dem
Spiel. Ich befürchte, dass es nur Verlierer geben wird. Unser Interesse muss
sein, dass die Massenvernichtungswaffen vernichtet werden. Dabei müssen wir
auch die Kooperationsbereitschaft des Irak voraussetzen. Angesichts der
bisherigen Politik wird der Point of no return aber einmal überschritten sein."
Frage: "Der Irak ist mit der Verschrottungsaktion der Raketen den UN-Forderungen
entgegengekommen. Wird dadurch der Point of no return hinausgeschoben?" Schmid:
"Das mag sein. Saddam Hussein hat bisher allerdings immer nur auf Ultimaten
reagiert. Er gibt nur zu, was ihm gerade bewiesen werden kann. Damit wird der
Verdacht gefördert, dass nach wie vor grosses Gefährdungspotenzial vorhanden
ist. Auch für uns."
Kommentar: Hätte unser Schweizer
Verteidigungsminister nicht doch besser auf all die erfahrenen UNO-Experten
abstellen sollen? Bereits im Vorfeld hatten sie eindringlich davor gewarnt, das
angebliche Bedrohungspotenzial zu überschätzen und darauf hingewiesen, dieses
werde durch eine aggressive US-Kriegspropaganda als Vorwand verwendet, um
präventiv in den Irak einmarschieren zu können. Demgegenüber liess sich der
Verteidigungsminister ins Netz der alliierten Sprachregelung einbinden. Eine
enger an den Vorgaben der schweizerischen Neutralität orientierte Ausdrucksweise
wäre in diesem Fall bestimmt angemessener gewesen. Hat der Bundesrat daraus
wenigstens eine Lehre gezogen? Über historisch bedingte US-Anlehnungen des VBS
mehr unter:
Proamerikanische Tradition des schweizerischen Verteidigungsdepartementes
Irak: Islamisten drängen Christen zur Konversion
Christliche und muslimische Mädchen, die kein Kopftuch tragen, werden
eingeschüchtert, Entführungen stehen auf der Tagesordnung.
22.07.2003 Vom steigenden Einfluss radikaler Islamisten im Irak
berichtet das internationale Hilfswerk Kirche in Not/Ostpriesterhilfe in
München. Einige Moscheen hätten Christen in Rundfunkbotschaften dazu
aufgefordert, zum Islam zu konvertieren. Vor allem aus der Gegend um Basra gebe
es schwere Übergriffe gegen Christen, teilte das Hilfswerk unter Berufung auf
kirchliche Partner in Jordanien mit. Christliche und muslimische Mädchen, die
kein Kopftuch trügen, würden eingeschüchtert. Es gebe unbestätigte Berichte,
dass Mädchen aus diesem Grund entführt worden seien. Entführungen und
Vergewaltigungen stünden auf der Tagesordnung. Der Irak sei nach Berichten von
Gewährsleuten ein Dschungel geworden, wo jeder verschwinden könne und niemand es
wage, dagegen einzuschreiten. Sauberes Wasser sei immer noch knapp und die
Bevölkerung oft gezwungen, verseuchtes Wasser zu trinken. Siebzig Prozent der
Todesfälle von Kindern seien auf Durchfall und Atemwegsinfektionen
zurückzuführen. Es gebe immer mehr Fälle von Ruhr und Typhus, da verarmte
Familien keinen Zugang zu sauberer Nahrung hätten. Das Hilfswerk berichtet von
einem großen Mangel an Medikamenten und medizinischem Gerät in allen Teilen des
Iraks. Das Gesundheitssystem arbeite mit weniger als der Hälfte seiner
Vorkriegskapazität. Stromausfälle seien normal, in einigen Gebieten gebe es oft
zehn Stunden am Tag keinen Strom. Kirche in Not hilft nach eigenen Angaben im
Irak durch Partner in Jordanien und durch die katholischen Bistümer im Irak
selbst. Das Hilfswerk will jetzt mit weiteren 100.000 Euro für Nahrungsmittel
und 76.000 Euro für medizinische Hilfe und Geräte zur Wasserreinigung helfen.
Spenden sind erbeten auf das Konto Nr. 215 2002 bei der Liga-Bank München, BLZ
750 903 00.
Kein Ende im amerikanischen Massenvernichtungsaffentheater
16.07.2003 Hier einige Bonmots, welche das Vertrauen in die eigene Urteilskraft des Lesers wiederherstellen:
George W. Bush, US-Präsident, am 28. Januar 2003: «Die britische Regierung hat erfahren, dass Saddam Hussein kürzlich bedeutende Mengen Uran in Afrika kaufen wollte. Unsere Geheimdienste sagen uns, dass er versuchte, Aluminiumrohre, die für die Produktion von Nuklearwaffen geeignet sind, zu beschaffen.»
Dick Cheney, US-Vizepräsident, am 16. März 2003: «Wir wissen, dass er [Saddam] absolut versessen darauf war, sich Atomwaffen zu beschaffen. Und wir glauben, dass er tatsächlich wieder Atomwaffen hergestellt hat.»
Donald Rumsfeld, US-Verteidigungsminister, am 24. Juni 2003: «Sie lesen vielleicht zu viel. Ich kenne niemanden, der behauptet hat, die Iraker hätten Atomwaffen.»
Das Weisse Haus trage seit kurzem einen rötlichen Schimmer: Schamröte...
http://www.facts.ch/facts/factsArtikel?artikelid=293028&rubrikid=784
Anatomie einer Lüge
„New Republic“ erklärt Bush zum Sicherheitsrisiko
02.07.2003 Amerika reinigt sich wieder einmal selbst. Die Debatte um
die irakischen Massenvernichtungswaffen bringt die Regierung zunehmend in
Erklärungsnöte. Die großen Medien haben längst die Fährte aufgenommen. Nicht nur
die New York Times, auch ein Massenblatt wie USA Today fragt mittlerweile, ob
die amerikanische Öffentlichkeit getäuscht wurde. Dabei war es ein offenes
Geheimnis, dass die Suche nach Massenvernichtungswaffen nicht der einzige
Kriegsgrund war. Aber die US-Regierung hat bekanntlich immer wieder erklärt, die
irakischen Massenvernichtungswaffen stellten eine unmittelbare Bedrohung
Amerikas dar. Für die Mehrzahl der Amerikaner war das der einzige Kriegsgrund.
http://www.sueddeutsche.de/sz/feuilleton/red-artikel4205/
Augenschein in Basra
Die Deutsche Journalistin Eva-Maria Hobiger berichtet:
"Die furchtbaren Erlebnisse der letzten Wochen stehen unübersehbar in ihren
Gesichtern geschrieben, und sie befinden sich noch immer in einem Schockzustand.
Es gibt keine Zukunftsvision, die sie aus dem Schock befreien könnte. Ein Land
voller potentieller Flüchtlinge, aber kein Staat dieser Erde will sie haben."
Wiederbegegnung mit
Basra
Der Irak
nach der Vertreibung von Saddams Regime: Die christliche Minderheit unter
zunehmendem Druck durch moslemische Fundamentalisten
21.06.2003 Nach dem Sturz Saddam Husseins verschärft sich,
wie von Irak-Kennern im Vorfeld der Besetzung erwartet, die Lage der
christlichen Minderheit. Davon berichteten Helmut Steindl und Marie-Ange
Siebrecht vom internationalen katholischen Hilfswerk Kirche in
Not/Ostpriesterhilfe nach Rückkehr von einem zehntägigen Aufenthalt im Irak. Im
mehrheitlich schiitischen Süden des Landes würden christliche Frauen gezwungen,
den Tschador zu tragen, sagte Steindl, der die Projektabteilung von „Kirche in
Not“ leitet. Tausende christlicher Familien stünden seit Monaten ohne Einkünfte
dar. Der von Christen betriebene Verkauf von Alkohol habe nach zwei
Mordanschlägen gegen Christen eingestellt werden müssen. Die Lage der Menschen
im Irak bezeichnete Steindl als „katastrophal“. Wichtig sei jetzt vor allem, den
an Unterernährung leidenden Kindern zu helfen, die mancherorts von Cholera
bedroht seien. Die von „Kirche in Not“ mitfinanzierte Medikamentenversorgung und
die beständig durch Konvois aus Jordanien kommende Notversorgung mit Hilfsgütern
sei nur ein tropfen auf den heißen Stein. In dieser Lage helfe die Kirche
Christen und Moslems gleichermaßen. Viele Ordensgemeinschaften arbeiteten
„unermüdlich“ in Krankenhäusern, Kindergärten und Waisenhäusern. Auch hoffe die
Kirche, in einem demokratischen Irak die von der Regierung unter Saddam Hussein
beschlagnahmten Schulen wieder zu bekommen. Trotz des Drucks moslemischer
Fundamentalisten wollen die Katholiken weiterhin auch in Not geratenen Moslems
helfen, sagte Steindl unter Berufung auf den Bischof von Basra, Djibrail Kassab.
Von den 23 Millionen Einwohnern des Iraks bekennen sich 97 Prozent zum Islam, etwa zwei Drittel von ihnen zur sunnitischen, ein Drittel zur schiitischen Richtung. Etwa drei Prozent der Iraker sind Christen, die Hälfte davon Katholiken, die mehrheitlich der mit Rom in Gemeinschaft stehenden chaldäischen Kirche angehören. Sie leitet ihren Ursprung vom Apostel Thomas ab, der in dieser Region von 42 bis 49 nach Christus missionierte.
Die christliche Minderheit im Irak
Es ist wenig bekannt, dass im Irak - im
völligen Gegensatz zu Saudiarabien etwa - seit biblischen Zeiten eine
christliche Minderheit relativ unbehelligt leben kann, wenigstens solange sie
nicht politisch aufbegehrt. Was es damit auf sich hat, erfahren Sie
hier.
Lesen Sie auch das
Interview mit dem irakischen Journalisten
P.
Yousif Thomas Mirkis, der in Fribourg
über die Situation in seinem Land befragt wurde.
Madeleine Albright: "Eine halbe Million tote irakische Kinder sind ein akzeptabler Preis."
Da war am 12.Mai 1996 eine US-Fernsehsendung namens "60 Minutes" mit der damaligen UN-Botschafterin Madeleine Albright als Gast. Frage: »Wir haben gehört, dass im Irak mehr als eine halbe Million Kinder gestorben sind. Ich meine, da sind mehr Kinder gestorben als in Hiroshima.« - Albright: »Ich denke, dass es eine sehr schwierige Wahl war. Aber der Preis, wir denken, dass der Preis es wert ist.«
Ein anderes Zitat: »Die Entfesselung eines Angriffskrieges ist das größte internationale Verbrechen, das sich von anderen Kriegsverbrechen nur dadurch unterscheidet, dass es in sich alle Schrecken vereinigt und anhäuft.«
Woher das stammt? Aus der Urteilsbegründung des Nürnberger Kriegsverbrechertribunals, maßgeblich verfasst vom Anklagevertreter der Vereinigten Staaten, jener Grossmacht also, die das Wort "Angriffskrieg" kürzlich durch "Präventivverteidigung" ersetzt hat.
Zwei Schweigeminuten für die Opfer des 11. Septembers
Reichen Powells 'Beweise' für einen Angriffskrieg aus?
Hintergrundinformationen zum Irak-Embargo
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