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Grafik
Eigene gestalterische Tätigkeit begleitet und ergänzt - je nach beruflicher Auslastung mehr oder weniger - meine Hauptbeschäftigung als Zeichenlehrer. Als Produkte entstehen Logos, Buchgestaltungen, CD-Cover, Kalender, Informationsschriften, Karten, Plakate, Briefköpfe und Inserate.
Der als revolutionär zu bezeichnenden Umbruch weg von Pinsel, Deckfarbe, Schneidmesser und Papier hin zur multidimensionalen Beschleunigung mit stets leistungsfähigeren Prozessoren, Programmen und Datenträgern ermöglicht es, am Bildschirm auf elegante Weise Gestaltungsideen in technischer Perfektion umzusetzen. Die am Bildschirm verbrachte Zeit geht natürlich auf Kosten der Beziehung zu klassischen Zeichenmaterialien und Maltechniken.
Unabhängig von dieser Entwicklung bestechen überkommene Gestaltungstechniken durch materialbezogene Schönheit und Ausstrahlung. Ihre Unmittelbarkeit des Ausdrucks - ganz ohne Programmabstürze - weiss ich nach wie vor zu schätzen. So halte ich es mit einem salomonischen "sowohl als auch", wähle meine Gestaltungsmittel je nach Art des Auftrags und schätze es, in einer Zeit aufgewachsen zu sein, die noch ohne all den digitalen Schnickschnack ausgekommen ist, obwohl aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken.
In der gestalterischen Erziehung ist der direkte Bezug zu real existierenden bodenständigen Zeichen- und Malmaterialien auch im 21. Jahrhundert unverzichtbar, fliessen ohne Zwischenschaltung des technischen Mediums daraus doch archetypische bildnerische Inspirationen. Vielleicht trägt meine leicht nostalgische Betrachtungsweise dazu bei zu vermeiden, eine Generation von "Röhrenblick-Gestaltern" heranzubilden.
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