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Guldentaler Kalender 2003 - "Wegzeichen"

JANUAR

Bild: Kirchgemeindearchiv Mümliswil

«Heiliger Rochus, schütze uns vor der Pest»

Im Jahre 1325 war, wie die Legende erzählt, der heilige Rochus von Rom herkommend durch Mümliswil gereist. Auf der Wasserfallen verletzte er sich bei einem Sturz schwer. An ein Weiterpilgern war nicht zu denken. An der Stelle, wo er leidend auf Hilfe wartend verweilen musste, wurde zu seiner Verehrung eine kleine Kapelle erbaut. Als dann im Jahre 1348 in der Gegend die Pest grauenvoll wütete, so schreibt Max Walter in «Geschichtliches über Mümliswil», sei diese  bereits bestehende Kapelle speziell dem Schutzpatron gegen die Pest, dem heilige Rochus geweiht worden. Die heutige Rochuskapelle auf der Wasserfallen auf dem fast vergessenen Juraübergang zwischen Mümliswil und Reigoldswil ist auf Initiative des Mümliswiler Pfarrers Johann Baptist Graber und mit Unterstützung der Familien in der Limmern gebaut und am 10. Oktober 1937 feierlich eingeweiht worden. Unser Bild zeigt den Seelsorger mit seinem Vikar Otto Nünlist (in Mümliswil 1937-1941) und einer Gruppe Ministranten auf einem Ausflug. Die 40 Zentimeter starken Mauern aus einheimischem Bruchstein und das wetterfeste Dach werden nun wohl der Witterung und der Zeit standhalten, zu Ehren des heiligen Rochus, dem Schutzpatron gegen Pest und Viehseuchen.

Weitere Informationen über die Gestalt des heiligen Rochus erfahren Sie auf der Homepage von Rochus Hobi, der ausserordentlich viel Wissenswertes über seinen seltenen Namen zusammengetragen hat. Freundlicherweise hat er dort auch eine Seite der Rochuskapelle auf der Wasserfallen - mit zusätzlichen Fotos - gewidmet.

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