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Guldentaler Kalender 2003 - "Wegzeichen"

JULI

    

   Bild: Postkarte von der Hochwasserkatastrophe vom 13. Juli 1914 (zum Vergrössern Bild anklicken)

 

Dank für Rettung aus Wassernot

Immer wieder, wenn in der Limmern heftige Gewitter niedergingen, trat der noch nicht korrigierte Limmernbach über die Ufer oder unterspülte sie, verwüstete Land und richtete Schäden an Brücken und Gebäuden an. Unser Bild zeigt die Verheerungen durch die Flutkatastrophe vom 13. Juli 1914, als der Limmernbach noch zwischen dem Restauraunt «Diemand», heute «Limmernschlucht», und dem «Höchhuus» durchfloss. Das Kreuz auf dem Bild erinnert an eine frühere Überschwemmung. Am 16. Juni 1830 liess ein Unwetter den Limmernbach über die Ufer treten. Die Wassermassen, schreibt Max Walter, umspülten das Haus Nr. 197 des Schreiners Leonz Nussbaumer und rissen dessen Mutter bis zum Ende des Gartens an der Langenbruckerstrasse mit sich fort. Dort konnte sie sich an einem Baum festhalten und gerettet werden. Einige Minuten später wurde der Baum von den Fluten weggerissen. Als Dank und zur Erinnerung für die Rettung wurde ein Kreuz aufgebaut. Von seinem ursprünglichen Standort wurde es zweimal versetzt, einmal nach der Limmernbachkorrektur und später nach einer Verkehrssanierung. Das Steinkreuz an der Verzweigung von Langenbruck- und Limmernstrasse erinnert heute noch an dieses Ereignis.

Heute steht das Wegkreuz unterhalb des "Höfli".
 

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