Guldentaler Kalender 2003 - "Wegzeichen"
MÄRZ
Die «Mooskapelle» des Bauernheiligen
Zuhinderst im Guldental steht am Fusse des Erzberges die «Mooskapelle». Sie ist
dem heiligen Wendolin geweiht, auch Wendelin oder Wendel genannt. Dieses
Kirchlein mit dem Schindeldach und dem hübschen Türmchen hat eine über 330 Jahre
alte Geschichte, die eng mit der Glaserfamilie Gressly verbunden ist. Diese
Familie war von 1778 bis 1913 Besitzerin und sorgte auch immer wieder für den
Erhalt des Bauwerkes. 1913 wurde das Moosgut mitsamt der Kapelle der Familie des
Jakob Kammermann verkauft. Heute gehört sie dem «Militärdepartement». Gebaut
wurde die Kapelle von einem Hans Nussbaumer vom «Moos». Am 24. Juli 1672
verbrieft eine Urkunde, die im Besitze der Glaser-Nachkommen ist, die Altarweihe
durch Pater Bernardinus, Abt von Lucelles. 1952 wurde das Kirchlein erneuert.
Die Balsthalerin Gertrud Deubelbeiss restaurierte das unter Mörtel gefundene
Ecce-Homo-Bild, der Grenchner Paul Derron schuf ein neues Altarbild und viele
Freiwillige halfen mit, das Äussere wetterfest und das Innere einladend zu
renovieren. Auf obiger Fotografie von 1950 unterhält sich Pfarrer German Bobst mit
Josef Kammermann.
Foto: Hanspeter Voegtli
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