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Guldentaler Kalender 2003 - "Wegzeichen"

MAI

   Bild: Heilig-Blut-Kapelle Vorder Beibelberg [Foto: Josef C. Haefely]

Erinnerung an eine Ordensstifterin

Die Heilig-Blut-Kapelle ist der jüngste Sakralbau im Guldental. Geweiht wurde das modern gehaltene Gotteshaus an der Passwangstrasse am 7. Juli 1974 von Bischof Anton Hänggi. Seither ist es zu einer beliebten Hochzeitskapelle geworden mit einer Ausstrahlung weit über das Guldental hinaus. Vor genau 210 Jahren schlossen in Mümliswil Johann Baptist Brunner und Anna Maria Probst vom nahe gelegenen Hof «Vorder Beibelberg» den Bund der Ehe. Nach der Erziehung ihrer sechs Kinder und dem frühen Tod ihres Gatten gründete Mutter Anna Maria (1763-1836) die katholische Schwesterngemeinschaft vom Kostbaren Blut, die heute im liechtensteinischen Schellenberg beheimatet ist. Anna Marias ältester Sohn Pater Franz Sales Brunner (1795-1859) gründete während seiner Missionstätigkeit in den USA im Dienste dieses Ordens zahlreiche Niederlassungen. 1933 wurden auf Wunsch der Gemeinschaft die sterblichen Überreste der Stifterin ins amerikanische Mutterhaus nach Dayton/Ohio überführt. Auch der Kapellenbau am Passwang geht auf eine Initiative dieser Schwestern zurück, die ihrer Stifterin in der alten Heimat ein bleibendes Zeichen setzen wollten.


         

Bilder: Anna Maria Brunner in ihrer Zeit als Bauernfrau und Mutter auf dem Vorder Beibelberg, daneben ihr Sohn Pater Franz Sales Brunner.

Eine der zahlreichen Klostergründungen von Pater Brunner in Übersee: Das Kloster "Maria, Helferin der Christen - Mariastein", in Mercer/Ohio in der Erzdiözese Cincinnati/USA, eine Referenz an den von ihm oft besuchten Wallfahrtsort in der alten Heimat. Die Illustration wurde entnommen aus dem im Jahre 1882 erschienenen Buch "Leben und Wirken des hochwürdigen P. Franz Sales Brunner"

 

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