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Guldentaler Kalender 2004  - "Güldenes Wasser"

MÄRZ

 

    

Brücken bauen

Siedlungen wurden vor Zeiten mit Vorliebe an Brückenköpfen und Zusammenflüssen von Gewässern gebaut. Der Name unserer Nachbargemeinde Langenbruck erinnert noch daran. Auch Mümliswils Ortskern entstand an jener Stelle, wo sich Limmernbach, Ramiswilerbach und das Rickenbächli vereinigen. Im Ortsplan von Feldmesser Johann Ludwig Orb aus dem Jahre 1748 im Solothurner Staatsarchiv wurden neben der „Sagi Brugg“ bei der Mühle, der „Schmitten Brugg“ in der Nähe des heutigen Restaurants Engel auch die „Neuwe Brugg“ namentlich bezeichnet, wo noch heute im Unterdorf die Hauptstrasse über den Limmernbach führt. 1830 wurden bei einem Jahrhundert-Hochwasser vier gewölbte Steinbrücken weggerissen, weiss Chronist Beat Walter zu berichten. Er hielt auch fest, wie man 1881 den Wasserfallentunnel zuschüttete, fast 50 Mann den Limmernbach korrigierten und die «schöne Brücke in Gunzgersgass» bauten (heute sogenannte «Diemand-Brücke» im Oberdorf). Auf diese Weise fanden die seit dem missglückten Tunnelbau brachliegenden behauenen Steine für das Tunnelportal doch noch eine sinnvolle Bestimmung. [jch]

Bild: «Diemand-Brücke» über den  Mümliswiler Limmernbach während der Erneuerung des Geländers und dem Anbau einer Fussgängerpassage am 28.10.2001 [jch]

 

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