Guldentaler Kalender 2004 - "Güldenes Wasser"
NOVEMBER
Bild:
Das Mümliswiler Hallenbad Brühl im Winter [Foto: hvm]
Alte Badeplätze und junger Hallenbadspass
Vor Zeiten waren die Badeplätze am Limmernbach streng nach Geschlechtern
getrennt. Noch heute sind die dortigen natürlichen Untiefen den Kindern der
Mümliswiler Vorstadt als «Meitschiplumpi» und «Buebeplumpi» bekannt. Wenn sie
dort an heissen Tagen das kühle Nass geniessen, wird das Wasser je nach Bedarf
mit Brettern und Steinen zusätzlich aufgestaut. Beliebt war bis zur Zerstörung
des Stauwehrs auch der «Sagiweiher». Dort konnte man sogar richtig schwimmen und
tauchen. Er war angelegt worden, um die Sägen der Firma Ziegler & Latscha
anzutreiben. Noch lange nach der Elektrifizierung war dieser Badeplatz in der
Weihermatt begehrt, weil er recht tief war. Ganz Verwegene konnten ihren Mut mit
einem Tauchgang beweisen, der einige Meter durch einen Unterwasserkanal ins
angrenzende Überlaufbecken führte. Wer ein richtiges Freibad aufsuchen wollte,
musste sich damals in die Balsthaler Anlage «Moos» bequemen. Endlich brachte das
Jahr 1977 den Guldentaler Wasserratten den ersehnten Ganzjahresbetrieb. Mit dem
neuen Schulhaus Brühl wurde auch eine schöne Schwimmhalle mit 25-Meter- und
Lehrschwimmbecken gebaut. So kann man sich heute im Sommer draussen auf der
Liegewiese bräunen lassen und auch im Winter etwas für seine Fitness tun.
[jch]
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