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Bilder von Kammmachern und Kämmen, Haaren und Frisuren

Erstellt am 13.11.2002

 

   Hans Erni - "Kämmendes Mädchen"

Der bekannte Schweizer Künstler schuf für das Schweizerische Kamm-Museum Mümliswil diese Grafik; Blattformat 78 x 62 cm, Auflage 300 Exp., vom Künstler numeriert und handsigniert. Zusätzlich zeichnete Hans Erni auf jedes Blatt eine Friedenstaube. Den Erlös überliess der Künstler dem Museum.

   Umschlagaufdruck  - "Loreley"

Dieser Ausschnitt aus einem bedruckten Briefchen, in dem die Mümliswiler Kammfabrik Richtkämme zum Verkauf anbot, zeigt die berühmte deutsche Sagengestalt "Loreley", die sich am Ufer des Rheins ihre langen Haare kämmt. Der berühmte Dichter Heinrich Heine formte 1824 diesen Stoff zum "Loreleylied" um. Auch andere Dichter widmeten ihr eine grosse Anzahl Werke. In der Loreleyhöhle, die der Bornicher Gemeinde während dem 30jährigen Krieg als Zufluchtstätte diente und erst dem Tunnelbau 1863-68 zum Opfer fiel, wohnte der Sage nach die Bergfrau. Geheimnisvoll verhallte die Stimme der anmutigen Fee im Echo der Felskulissen. Unzählige Männerherzen liess ihr Gesang höher schlagen. Immer wieder inspirierte die Figur auch berühmte Maler wie Gustave Doré oder William Turner, welche das Motiv in ein Bild umsetzten, oder den Musiker Robert Schumann, welcher ihr das Lied "Waldgespräch" widmeten. (Original im Kamm-Museum Mümliswil)

   Kupferstich von unbekannter Hand - "Der Kammmacher"

Dass der Kamm auch als Symbol der Eitelkeit und Hoffahrt galt, kommt im Reimspruch dieses kleinformatigen Stichs deutlich zum Ausdruck. Die Werkstatt dient auf dieser Illustration gleich als Verkaufsladen, was an den fertigen Lauskämmen zu sehen ist, die an langen Schnüren aufgehängt zum Verkauf angeboten werden. Gleichzeitig wird einsichtig, worin das Wort "Verkaufsladen" seinen Ursprung hat. "Der Kammmacher" gehört zu einer Serie von Berufsbildern, von denen auch ein Blatt "Der Fingerhüter" bekannt ist. (Original im Kamm-Museum Mümliswil)
 

   Unbekannter Holzschneider  - "Der Kammacher"

Der Holzschnitt zeigt einen "Strählsager" in seiner Werkstatt. In der Kluppe hat er ein Werkstück eingespannt. Auf dem Tisch liegen - gut erkennbar - drei zweiseitige "Luusräche", ein einseitiger Richtkamm und eine Säge. Hinter ihm an der Wand die typischen Kammacher-Werkzeuge: diverse Schaber, Raspeln und Feilen sowie eine Schere. Die Dreikantfeilen zum Runden der Zahnspitzen hiessen "Garli", den Vorgang nannte man "garlieren". Im Vordergrund ein Schraubstock, der u.a. zum Pressen von Hornplatten benutzt wurde. (Grossformatige Reproduktion im Kamm-Museum Mümliswil)

   Unbekannter Holzschneider - "Der Kammacher"

Dieser Holzschnitt zeigt eine Kammmacherfamilie im 18. Jahrhundert. Es waren meist Familienbetriebe, die sich der Produktion von Kämmen und weiteren Bedarfsartikeln aus Horn widmeten. Vom Einkauf der Hörner bis zum Verkauf wurden alle Familienmitglieder eingespannt. Während der Vater an der Tischkluppe Zähne sägt, scheint seine Frau die fertige Ware zu polieren. Der Sohn im Hintergrund sägt Hörner in handliche Stücke, während sein Bruder den Rohlingen die gewünschte Form gibt. (Grossformatige Reproduktion im Kamm-Museum Mümliswil)

 

 

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