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Was die jüdische Bibel über den Messias sagt

Kürzlich blätterte ich in einer Bibel, genauer im Buch des Propheten Sacharja (auch 'Zacharias'). Dieser war ein nachexilischer Prophet und gehörte einer alten Priesterfamilie an. Seine Priestertätigkeit datiert ab 536 vor Christi Geburt. Eher zufällig entdeckte ich dabei die folgende Stelle im 9. Kapitel, Vers 8:

Tochter Sion, juble laut! Jauchze, Tochter Jerusalem! Siehe, dein König kommt zu dir; gerecht und heilbringend ist er, demütig und reitend auf einem Esel, auf dem Füllen einer Eselin.

Das hier beschriebene Bild kam mir irgendwie vertraut vor. Ritt gemäss den Evangelientexten Jesus auf einem Esel in Jerusalem ein, was noch heute am Palmsonntag gefeiert wird? Sofort schlug ich die Stelle nach, beschrieben bei Matthäus, 21. Kapitel:

Als sie sich Jerusalem näherten und nach Betfage am Ölberg kamen, sandte Jesus zwei Jünger voraus und sagte zu ihnen: "Geht in das Dorf dort vor euch, und sogleich werdet ihr eine Eselin angebunden finden und ein Füllen bei ihr; macht sie los und führet sie zu mir! Und wenn euch jemand anspricht, so sagt: Der Herr bedarf ihrer, und er wird sie sogleich zurückschicken."

So zog Jesus, wie bei Sacharja beschrieben, in Jerusalem ein, wie ein König umjubelt von den Einwohnern der Stadt. Der Evangelist selbst erwähnt, dass sich damit die Voraussage des Sacharja erfüllt habe und sieht darin eine Bestätigung, dass Jesus der von den Juden erwartete Messias ist.

Illustration aus einem alten nordirakischen Evangeliar Freunde des Tur Abdin

Es gibt in der hebräischen Bibel erstaunlicherweise Hunderte von Vorhersagen auf den Messias Israels, welche später im Leben Jesu eintrafen. So wird beschrieben, er würde zweimal kommen: einmal in Schwachheit und verachtet, das zweite Mal als Herrscher am Ende der Zeit. Das erste Mal würden ihn die Juden nicht erkennen und sogar verurteilen (Jesaja 53, 1-12). Das ist genauso eingetroffen. Über seine Herkunft gibt es folgende Angaben: Aus dem Stamm Juda, dem Hause Jesse, der Familie Davids. Geboren in Bethlehem (Micha 5, 1), verraten für 30 Silberlinge (Sacharia 11, 12), das Los über sein Gewand geworfen (Psalm 22, 19), die Hände und Füße durchbohrt (Psalm 22, 17). Diese letztere Aussage sagt die Kreuzigung voraus, obwohl diese Art der Hinrichtung erst 1000 Jahre später durch die Römer eingeführt wurde!

Bemerkenswert auch zwei weitere Aussagen zu Jesu Tod: Es wird ihm kein Bein zerbrochen (Psalm 34, 21 ), er wird in die Seite gestochen (Sacharia 12, 10 ). Wenn ein Feiertag nahte, zerschlug man den Gekreuzigten die Beine, damit sie erstickten und vom Kreuz genommen werden konnten. Das taten die Römer bei den beiden mitgekreuzigten Verbrechern. Als sie zu Jesus kamen, war dieser bereits tot. Sie zerschlugen ihm die Beine nicht, sondern ein Soldat stieß ihm seine Lanze in die Seite. Damit erfüllten sich exakt beide der oben genannten über 600 Jahre alten Prophetien. Im Alten Testament wurden gemäss Theologen im Hinblick auf den Messias über 300 prophetische Voraussagen gemacht, die Jesus Christus alle erfüllt habe. Zum Beispiel:

 

Jesaja 7, 14 Jungfrauengeburt Lukas 1, 35

 

Micha 5, 1 Geburtsort Bethlehem Matthäus 2, 1

 

Jesaja 40, 3 Wegbereiter Johannes Matthäus 3, 1-3

 

Sacharja 11, 12 Verrat 30 Silberlinge Matthäus 26, 15

 

Jesaja 50, 6 Anspeiung Jesu Matthäus 27, 30

 

Jesaja 53, 3 Vom Volk abgelehnt Markus 15, 13

 

Psalm 22, 17 Hände durchbohrt Johannes 19, 37

 

Psalm 22, 19 Los über sein Gewand Johannes 19, 24

 

Psalm 69, 22 Essig zu trinken Matthäus 27, 34

 

Psalm 34, 21 Keine Gebeine zerbrochen Johannes 19, 33

 

Jesaja 53, 9 Grab bei einem Reichen Matthäus 27, 60

Weitere Prophezeiungen über den Messias im Alten Testament unter:

http://www.way-truth-life.com/beitraege/jesus/messianische_prophezeiungen.html

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Erstellt am 16. Juni 2003, letzte Aktualisierung am 17.07.2004

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