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'Mel Gibson - The Passion of The Christ'

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Was Mel den Juden verdankt

von Rabbi Daniel Lapin , Präsident von "Toward Tradition"

Englischsprachiger Originalartikel vom 12.Februar 2004 unter http://www.towardtradition.org/article_Passion_Feb_2004.htm

 

Zwei Wochen bevor Mel Gibsons "Passion"  über zweitausend Leinwände flimmert, berichten Online-Tickethändler, dass bis zur Hälfte ihres Gesamtvolumens für Vorbestellungen vergeben seien. Ein Multiplex-Kino in Dallas hat alle seine zwanzig Leinwände für den Film reserviert. Ich bin weder ein Prophet noch ein Filmkritiker. Ich bin bloss ein orthodoxer Rabbi mit alter jüdischer Klugheit, um drei Voraussagen über "The Passion" zu machen.

Die erste Voraussage: Mel Gibson und Icon-Productions werden viel Geld verdienen. Jene Verteiler, die dem Druck von jüdischen Organisationen nachgegeben und auf "The Passion" verzichtetet haben, werden sich die Haare raufen, während Newmarket-Film ins Fäustchen lachen wird. Kinobesitzer werden diesen Film mögen.

Die zweite Voraussage: "The Passion" wird als der authentischste und inhaltreichste biblische Film überhaupt berühmt werden. Er wird als eines der meistbesprochenen Ereignisse in der Geschichte der Unterhaltungsindustrie in die Geschichte eingehen, so ist er u.a. zur Zeit auf den Titelseiten von 'Newsweek' und 'Vanity Fair'.

Meine dritte Voraussage ist, dass der Glaube von Millionen von Christen durch "The Passion" aufgerichtet und inspiriert werden wird. Der Glaube wird glühender werden und Christen anspornen. "The Passion" wird eine beträchtliche Anzahl von nicht religiösen Amerikanern veranlassen, sich mit dem Christentum zu befassen. Der Film wird eines Tages als der Auslöser von Amerikas dritter grosser religiöser  Erweckung angesehen werden.

 

Zahlreiche Christen verärgert

Jene jüdischen Organisationen, welche Zeit und Geld verschwendet haben, um so vergeblich gegen "The Passion" zu protestieren, um in Pittsburgh anscheinend Pogrome zu verhindern, können auf ihre Leistung kaum stolz sein. Sie scheiterten in allem, was sie versuchten. Sie hofften, Gibson zu ruinieren und trugen noch bei zu seinem finanziellen Erfolg. Sie hofften, "The Passion" zu unterdrücken, statt dessen förderten sie den Film. Schliesslich hofften sie, Juden zu helfen und schädigten sie.

Hier schweife ich etwas ab, um mich im jüdischen Wert "des nützlichen Zweifels" zu üben, indem ich den zynischen und populistischen Vorschlägen, Gibson öffentlich zu attackieren, entgegentrete, und zwar wegen ihrer zugrundeliegenden Absicht. Anscheinend veranlassen die Vorschläge wohlhabende Witwen in Florida, die über antisemitische Schurken entsetzt sind, welche die Strassen von Amerika unsicher machen, ihren Geldbeutel zu öffnen. Vielleicht werden gar die Kassen dieser Gruppen wieder mit etwas "raison d'être" gefüllt. Aber lassen Sie uns einmal annehmen, dass sie hofften, Juden so helfen zu können.

Anstatt der jüdischen Gemeinschaft zu nützen, haben diese Gruppen ihr dauerhaften Schaden zugefügt. Indem sie ihren Unmut selektiv nur gegen einen einzigen Film richteten, welcher das Christentum in einem positiven Licht bildhaft darstellt, haben sie unverzeihlichen Zorn, Verletzung und Groll ausgelöst. Als Gast in der landesweiten 'Toward Tradition Radio Show' spreche ich oft vor grossem Publikum und pflege einen intensiven Austausch mit dem christlichem Amerika, und was ich höre, ist erschreckend. Um nicht den Zorn jüdischer Gruppen auf sich zu ziehen, welche so vorschnell die Antisemitismus-Keule schwingen, scheuen sich einige Christen, Klartext zu sprechen. Wenn man aufgebrachte Leute auf diese Weise auch zum Schweigen niederknüppeln kann, hinter geschlossenen Türen kochen die Gefühle auf kleinem Feuer weiter.

 

Freiheit der Kunst nur für Juden?

Ich betrachte es als entscheidend, Christen wissen zu lassen, dass nicht alle Juden in Übereinstimmung mit ihren selbsternannten Wortführern sind. Die meisten amerikanischen Juden, die jeden Tag mit ihren christlichen Mitbürgern herzliche und erfreuliche Kontakte pflegen, werden sogar den unbeholfenen Erklärungsversuchen glauben, warum so viele jüdische Organisationen auf eine Agenda konzentriert scheinen, die  jüdisch-christlichen Werten entgegengesetzt ist. Viele einzelne Juden haben mir ihre Verlegenheit mitgeteilt, dass Gruppen, die Juden offenbar zu vertreten glauben, zwar "The Passion" attackieren, aber gleichzeitig zu Filmen schweigen, welche Gewalt gegen Frauen und Polizisten verherrlichen. Künstlerische Freiheit zitierend verteidigten die gleichen jüdischen Gruppen blasphemische Ausstellungen, etwa die antichristlichen "Kunstwerke", welche das Brooklyn-Museum vor vier Jahren zeigte. Man kann Christen kaum für ihren Eindruck tadeln, dass Juden künstlerische Freiheit nur dann hochhalten, wenn sie sich gegen das Christentum richtet. Trotzdem, nicht alle Juden fühlen so.

Von Publikum in ganz Amerika treffe ich auf Verbitterung über jüdische Organisationen, die den Glauben an das Neue Testament als De-facto-Beweis für Antisemitismus ansehen. Christen mussten mit anhören, dass die jüdischen Führer Gibson für die Produktion eines Films denunzieren, der bei der Kreuzigung den Vorgaben des Evangelium folgt, lange bevor irgendwelche von ihnen den Film überhaupt gesehen hatten. Ausserdem werden Christen verletzt, wenn jüdische Gruppen glauben, ihnen beizubringen zu müssen, was die christlichen Schriften "wirklich bedeuten". Hören Sie, was ein Rabbi sagte, mit dem ich bei der Fox Television Show diskutierte, im letzten September bei Bill O'Reilly. Er sagte wörtlich: "Wir haben eine Verantwortung als Juden, als denkende Juden, als Volk der Theologie, unseren christlichen Brüdern zu antworten und uns zu engagieren, seien es gegenüber Protestanten oder Katholiken, und zu sagen, dass das nicht ihre Geschichte ist, nicht ihre Theologie, dass all das nicht darstellt, woran sie zu glauben meinen." Er scheint ein guter und respektierter Rabbi zu sein, aber er lebt mit dem Vorurteil, dass Juden Christen über christliche Geschichte und Theologie belehren müssten. Ist jemand verwundert, dass eine solche Arroganz Bitterkeit sät?

 

Hass gegen das Christentum

Viele Christen, die sich mit gutem Grund als die besten (und vielleicht einzigen) Freunde der Juden fühlen, werden auch gekränkt über Juden, die nun meinen, es würden neue Informationen über die Kreuzigung aufgedeckt. Sie glauben nämlich nicht, dass die Evangelien, in visueller Form dargestellt, nette Judenfreunde auf einmal in blutrünstige Ungeheuer verwandeln werden. Christen werden durch Juden verwirrt, die nicht verstehen können, wie Präsident George Washington, der jedes Wort des Evangeliums kannte und unterschrieb, in der Lage war, diesen so oft zitierten schönen Brief an die Touro Synagoge in Newport zu schreiben, in dem er Freundschaft anbot und der jüdischen Gemeinschaft volle Teilnahme am öffentlichen Leben anbot.

Einer der Direktoren des AJC warnte vor kurzem, dass "The Passion" die guten Beziehungen zwischen Christen und Juden untergraben könnte, welche in diesem Land herrschen. "Wir erlauben diesem Film nicht, dies zu tun!", sagte er. Nein, mein Herr, es ist nicht der Film, der die Beziehung bedroht; es ist die arrogante und unverhältnismässige Antwort der jüdischen Organisationen, die solches bewirkt! Die jüdischen Organisationen hofften etwas zu erreichen und scheitern so spektakulär. Sie widerlegen gar alle Mythen über jüdische Intelligenz! Wie konnten ihre Pläne nur so irregeleitet und die Ausführung derart erbärmlich sein?

Alte jüdische Klugheit unterrichtet, dass nichts ein Denken mehr als verwirrt, als wenn es im Griff von zwei der stärksten Gefühle ist, der Liebe und dem Hass. Die Tätigkeiten dieser jüdischen Organisationen führen auf traurige Weise vor, dass sie im Bann das Hasses gegen das Christentum sind, was letztlich nur Juden schädigt. Heute werden alle Amerikaner, Juden und Christen, von Gefahren bedroht. Viele Männer und Frauen an vorderster Front finden dabei grosse Kraft in ihrem christlichen Glauben. Es ist doch sehr merkwürdig, wenn diese jüdischen Organisationen behaupten, der beste Weg, Juden zu schützen, sei der, ihre Verbündeten zu beleidigen.

Ein heissblütiger Rottweiler Hund in Ihrem Vorstadthaus vermag Ihre Familie blitzschnell von der Nachbarschaft zu trennen. Für jene von uns in der jüdischen Gemeinschaft, welche die Freundschaft unserer Nachbarn schätzen, sind einige jüdische Organisationen unsere "Rottweiler" geworden. Gott stehe uns bei!


Radio-Talk-Show-Gast Rabbi Daniel Lapin ist Präsident von 'Toward Tradition', einer Vereinigung, welche Brücken bauen will zu allen Amerikanern, welche sich zu jüdisch-christlichen Werten bekennen.

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