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Die Ramiswiler Mühle
Wer von Mümliswil her Richtung Passwang fährt, entdeckt kurz vor Ramiswil auf der Südseite der Strasse die prächtig bemalte Fassade der alten Mühle. Erst 50 Jahre ist es her, seit das Bauwerk wieder sein ursprüngliches Gesicht zeigt.
Im Jahre 1953 stiess man bei Reparaturarbeiten an der Nordfassade unter dem Verputz auf Farbreste, die den alten Fassadenschmuck aus dem Erbauungsjahr 1596, Malereien in Caput mortuum, erkennen liessen. Überdies brachten die Arbeiten ein vollkommenes Fenstersystem mit gotischer Staffelung und Fenstersäule sowie das ursprüngliche, im richtigen Massstab dimensionierte Balkenwerk auf der Giebelseite zu Tage.
1995 starb mit Otto Haefeli-Tschumi der letzte Ramiswiler Müller. Er war seit 1929 bis ins hohe Alter von 92 Jahren tätig. Noch bis 1987 wurde für unzählige Kunden aus der näheren und weiteren Umgebung Mehl und Futtermittel hergestellt. 1993 gab Haefeli die Müllerei endgültig auf. Das historisch wertvolle und unter öffentlichem Schutz stehende Gebäude wurde 1990 von der Einwohnergemeinde Mümliswil-Ramiswil gekauft. Ein Jahr später gründeten einige Freunde der Mühle den "Verein Mühle Ramiswil". Dieser bezweckt, im Auftrag der Gemeinde Gebäude und Einrichtungen zu erhalten und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Untenstehend eine Bilderfolge, die am 20. Januar 2001 aufgenommen wurde. Sie zeigt unter anderem schöne Details der Fassade.
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Betreten der Mühle: auf Tür klicken!
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Wer sich für die Geschichte der Mühle interessiert, dem sei folgender Link empfohlen: http://www.guldental.ch/kultur/muehle.htm
Im Dokument einer lebzeitigen Abtretung und Teilung der Mühle vom November 1863 erscheint der Name "Jacob Häfeli, alt Steinwirt" (Erbauer des Steinwirtshofs im Reckenkien). Der Frage, ob zwischen der Familie Haefeli auf der Mühle und der Steinwirts-Familie eine verwandtschaftliche Beziehung bestanden hat, wird im Rahmen der Haefeli-Familienforschung noch nachgegangen.