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Der Hof "Untere Breiten" in Mümliswil

 

17. Januar 2001 - Blick vom "Breiten Rank" gegen Südwesten. Rechts der Hof "Untere Breiten", im Hintergrund die Westkante der Lobisey im Morgenlicht.

"Der Hof untere Breiten (Nr. 131) ist ein Bergbauernhaus mit einseitigem Walmdach nach Westen. Es ist der Typus des 'Devant huis' im Val Terbi am Scheltenbach und war bis Ende des 18. Jahrhunderts im Besitze der Familie Besenval", so steht es in der Buchreihe "Kunstdenkmäler der Schweiz". Die Breiten war 1768 ein Streckhof, das bedeutet, dass die damaligen Bewohner weder Fron- noch Nachtwächterdienst leisten mussten. Über einem spätgotischen Staffelfenster in der Südfassade steht die Jahrzahl 1608. Damals wohnten zehn Personen auf der Breiten: eine Familie Bloch mit ihren drei Kindern, mit zwei Knechten und drei Mägden. Sie lebten von der Alpwirtschaft, vom Anknen und Käsen. Heute ist Bruno Bader der Besitzer dieses Hofes. Am 18. Dezember 1987 fiel das historisch wertvolle Gebäude einem Brand zum Opfer. Gerettet werden konnten nur Aussenmauern und Kellergewölbe. Heute ist das Gebäude wieder aufgebaut, die Süd- und Westfassade renoviert und ein wertvoller Bestandteil der Juralandschaft. (Hanspeter Voegtli im "Guldentaler Kalender 1999")

Die "Untere Breiten" ist eines der ältesten, unter Denkmalschutz stehenden Gebäude im Guldental. Zum Ensemble gehört auch der steinerne Brunnen auf der Südseite des Hauses.

Die Südfassade im Jahre 1987, vor dem Brand.

Nach dem Brand vom 18. Dezember 1987 waren nur die Aussenmauern stehen geblieben.

Eigentümer Bruno Bader im Sommer 1998 vor seinem wiederaufgebauten Hof. (Foto: Hanspeter Voegtli)

 

Das hölzerne Wegkreuz am Zufahrtsweg zur "Unteren Breiten", im Frühling 2002. Der Korpus wurde vor Jahrzehnten von Josef Haefely-Candio geschnitzt.

 

 

 

Ein interessantes Dokument mit Bezug zur "Breiten" hat sich erhalten, nämlich das Lesebuch des "Ferdinand Bloch in Mümliswil auf Breithen 1832". Es handelt sich um das offizielle "Lesebuch zum Gebrauche der Volksschulen" mit dem Titel "Schweizer Jugend". Erschienen  ist das Werk 1822 bei der Schwallerschen Buchhandlung in Solothurn. (Original bei Annemarie Saner-Kölliker, Mümliswil).

 

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