Klassische Fehlprognosen
Auch Experten können irren, und wie! Hier finden Sie eine Sammlung klassischer Irrtümer berühmter Leute, die gelegentlich erweitert werden soll. Weitere Beispiele von Seiten der Leserschaft werden gerne dieser Liste angefügt. Einfach eine E-Mail senden!
Seit dem 13.04.2003 sind Sie BesucherIn Nr.
«Bohren nach Öl? Sie meinen, in die Erde bohren und versuchen Öl zu finden? Sie sind verrückt!»
Bohrarbeiter vor dem ersten Öl-Bohr-Projekt, 1859«Das Telefon hat zu viele ernsthaft zu bedenkende Mängel für ein Kommunikationsmittel. Das Gerät ist von Natur aus von keinem Wert für uns.»
Western Union, Interne Meldung, 1876«Schwerer als Luft? Flugmaschinen sind unmöglich.»
Lord Kelvin, Präsident der Royal Society, 1895.«Flugzeuge sind interessante Spielzeuge, aber von keinem militärischen Wert.»
Marschall Ferdinand Foch, Professor für Strategie«Alles, das erfunden werden kann, ist erfunden worden.»
C. H. Duell, Beauftragter des US-Patentamts, 1899«Die drahtlose Musikbox hat keinen denkbaren kommerziellen Wert.»
Ein potentieller Investor zur Erfindung des Radio in den 1920ern«Wer will Schauspieler reden hören?»
Warner Brothers über Tonfilme, 1927«Ich denke, es gibt weltweit einen Markt für vielleicht fünf Computer.»
Thomas Watson, Vorsitzender von IBM, 1943«Computer der Zukunft werden nicht mehr als 1.5 Tonnen wiegen.»
Die Zeitschrift 'Populäre Mechanik', 1949«Ich bin nur froh, dass es Clark Gable ist, der auf die Fresse fällt, und nicht Gary Cooper.»
Gary Cooper zu seinem Entschluss, die Hauptrolle in 'Vom Winde verweht' nicht anzunehmen«Ich kann Ihnen versichern, dass Datenverarbeitung ein Tick ist, der dieses Jahr nicht überleben wird.»
Der Herausgeber einer Geschäftsbuch-Reihe, 1957«Wir mögen den Sound nicht und ausserdem ist Gitarrenmusik sowieso am aussterben.»
Decca Recording Co.' begründet die Zurückweisung der Beatles, 1962«Aber für was ist das gut?»
Ein IBM-Ingenieur über den Mikroprozessor, 1968«Es gibt keinen Grund, warum irgend jemand einen Computer in seinem Haus wollen würde.»
Ken Olson, Präsident der Digital Equipment Corp., 1977«640 Kilobyte sind genug für jeden.»
Bill Gates, 1981«Präsident George W. Bush hat keine Pläne, den Irak unmittelbar anzugreifen.»
Bertie Ahern, irischer Ministerpräsident, Mitte März 2002 nach einem Treffen mit dem US-Präsidenten. Inzwischen ist allgemein bekannt, dass Bush bereits sechs Tage nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 die Ausarbeitung eines Irak-Feldzugs veranlasst hatte.«Der aktuelle Ölpreis erfüllt auch die OMV mit Sorge, da er Ausdruck einer angespannten Weltlage ist. Ich erwarte allerdings, dass die Ölpreise in absehbarer Zeit wieder sinken und in das Band der OPEC-Zielvorstellungen zurückkehren werden.»
Wolfgang Ruttenstorfer, OMV-Generaldirektor, Chef des führenden Öl- und Erdgaskonzerns in Mitteleuropa, am 17. August 2004 http://salzburg.com/sn/04/08/18/artikel/1081909.html
Die grossen Ölkonzerne finden immer einen Grund, den Benzinpreis trotzdem oben zu halten. Hier eine interessante, nicht ganz ernst gemeinte Auflistung von Gründen, mit denen eine Benzinpreiserhöhung erklärt werden kann: Die Opec-Länder drosseln ihre Produktion – der Benzinpreis steigt:
Das ist ökonomisch bedingt; das Angebot sinkt bei gleich gebliebener Nachfrage, damit wird die Ware teurer.
Die Opec-Länder steigern ihre Produktion – der Benzinpreis steigt:
Dies ist auf grundlegende ökonomische Gesetze unserer Marktwirtschaft zurückzuführen; die gestiegene Nachfrage nach Tankerkapazität verteuert die Frachtraten überproportional.
Im Nahen Osten herrscht vorüber- gehend Waffenruhe – der Benzinpreis steigt:
Die Ruhe ist trügerisch, die Lager werden vorsorglich aufgefüllt. Die zusätzliche Nachfrage erhöht den Marktpreis.
Im Nahen Osten wird gekämpft – der Benzinpreis steigt:
Hamsterkäufe erhöhen die Nachfrage und damit den Marktpreis.
Die Verbraucher sparen – der Benzinpreis steigt:
Der Minderverbrauch sorgt dafür, dass die Raffinerien weit unterhalb ihrer Kapazität produzieren müssen; das erhöht den Einheitspreis, den in einer Marktwirtschaft die Konsumenten zu tragen haben.
Die Verbraucher sparen nicht – der Benzinpreis steigt:
Die Ölgesellschaften erfüllen eine lebenswichtige Funktion in der Marktwirtschaft; durch Preiserhöhungen wirken sie einer noch grösseren Abhängigkeit vom Erdöl entgegen.
Der Dollarkurs steigt – der Benzinpreis steigt:
Alle Erdöl-Kontrakte werden in Dollar abgerechnet; die Konsequenzen für den Preis liegen auf der Hand.
Der Dollarkurs sinkt – der Benzinpreis steigt:
Längst nicht alle Abschlüsse auf dem Spotmarkt in Rotterdam werden in Dollar abgewickelt. Im Übrigen dauert es immer eine gewisse Zeit, bis sich Änderungen beim Verbraucher auswirken.
Die Lager sind randvoll – der Benzinpreis steigt:
Grosse Lagerbestände drücken auf die Gewinnmarge. Die Filialen der grossen Erdölkonzerne leisten freiwillig einen unschätzbaren Beitrag zur Landesversorgung in Notzeiten. In einer Marktwirtschaft ist es nur natürlich, dass sich Konsumenten an den hohen Kosten dafür beteiligen.
Die Lager sind leer – der Benzinpreis steigt:
Die hohen Lagerverluste wurden bisher stets von Erdölgesellschaften zu Lasten ihrer Erfolgsrechnungen getragen. Das ist nicht mehrlänger möglich.
Der durchschnittliche Reingewinn der großen Erdölkonzerne ist gegen über dem Vorjahr um 380 Prozent gestiegen – der Benzinpreis steigt:
Die Zahlen ergeben ein unvollständiges Bild, denn im Benzingeschäft allein sieht die Lage schlecht aus.
Der Reingewinn der großen Erdölkonzerne ist gegenüber dem Vorjahr kaum gestiegen – der Benzinpreis steigt:
In einer freien Marktwirtschaft kann ein Produzent nur mit einer angemessenen Umsatzmarge existieren.
Bisher ergiebige Ölfelder erschöpfen sich – der Benzinpreis steigt:
Das Angebot sinkt bei gleich gebliebener oder gar gestiegener Nachfrage, damit wird die Ware teurer. Es wird immer schwieriger, der unverminderten Weltnachfrage nach Öl gerecht zu werden.
Neue Erdölvorkommen werden entdeckt – der Benzinpreis steigt:
Es gibt noch viel zu tun, packen wir es an. Um die Versorgung in der Zukunft zu sichern, müssen heute gewaltige Investitionen getätigt werden.
Seite erstellt am 13.04.2003